2m QRP IC-251E: schwache FM Modulation - Fehlereingrenzung?

  • Hallo Wolfgang,


    nehmen wir an, die Eingangsimpedanz hat ungefähr 600 Ohm , dein Generator 50 Ohm... Schalte in Reihe in die NF-Signalleitung einen Festwiderstand von 560 Ohm , oder einen

    Trimm-R von etwa 1k Ohm. Jetzt erhöhst du langsam den Generatorpegel und misst gleichzeitig mit deinem Oszi mit Tastkopf 10:1 , wegen hochohmig , am NF-eingang die NF-Spannung.

    Du erhöhst so lange bis die 600mV zu messen sind. Jetzt kontrollierst du am 50 Ohm - Ausgang die Spannung , die sollte nun 1200mV sein. Mit dem 1k Trimm-R stellst du genau die 600mV

    ein bei 1200mV am 50R Port. Kann dein Pegelgenerator den Pegel von 1200mV nicht , so verbinde einfach direkt den 50R Port mit dem Mikrofoneingang. Da aber Gleichspannung am

    Mikrofonport anliegt bitte einen Folienkondensator in die Leitung einschleifen. Nach dem Kondensator dann am Mikrofonport wieder die 600mV einstellen. Mit dem Oszilloskop

    die Signalform kontrollieren, es sollte schon eine gute Sinusschwingung anliegen , kein Rechtecksignal , oder Sägezahn , oder Dreiecksignal. Wichtig ist, dass eine saubere Sinusspannung

    in den Port rein geht. Hochohmiger Tastkopf ( das sind 10Mohm ) damit das Signal nicht beeinflusst wird.


    73 de

  • Danke Peter,


    ich nehme an, dass die Funktionsgruppe des Modulationsbegrenzer bei FM und SSB aktiviert ist.

    Bei CW schaltet Signal "CW T9V" mit Transistor Q16 das Modulationssignal gegen Masse und legt die Modulation still?


    PS: Modulationsbegrenzer war das Stichwort, hier ist die Funktion und der Signalpegel beschrieben:
    https://forums.qrz.com/index.p…-to-an-older-radio.62463/

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    73 de wolfgang, OE1WKC

  • Hallo Wolfgang,

    mit einem Mikrofoneingangssignal Sinus 1kHz und 600mV eff bei "Mic Gain" max. steht an R59/R60 ein rechteckähnliches Signal von ca. 4Vss. Damit kann der erforderliche Frequenzhub sehr gut erreicht werden.


    73

  • Lieber Peter,

    ich habe nun erste Tests auf der PLL Platine gemacht.



    1. Kein Signal des Tone Burst (1.750 KHz) auf Pin "MOD" (Stecker J5)
    2. Mikrofonsignal ist auf PIN "MOD" sichtbar
    3. 1 KHz Testsignal (600mV) auf PIN "MOD" sichtbar
    4. Steuersignal TS auf Pin "TONE" (Stecker J1) steht immer auf +9V (TS Signal); sollte durch Taster S6 auf Masse geschaltet werden und damit über Q19 den Tone Burst Generator aktivieren - funktioniert nicht
    5. Baugruppe Tone Burst ausgebaut und extern getestet - funktioniert



    Die weitere Analyse zeigt, dass die Schalter SEND, TONE und LOCK über Dioden verschaltet sind. Hier dürfte ein Problem vorliegen, da einerseits das TS Signal nicht auf Masse schaltet und andererseits LOCK den Sender aktiviert!?

    Am Schleifer von R59 habe ich ein verzerrte Signal (kein Rechteck) von wenigen hundert mV beim Anlegen des 1 kHZ Testsignals.

    Ausgekoppeltes HF Signal auf Skope (als Schätzeisen, da nur bis 70Mhz spezifiziert ;-) erkennbar, Frequenz und FFT werden dargestellt ...

  • Hallo Wolfgang,

    wenn dein Testsignal über Mikrofonbuchse eingespeist quasi unverstärkt an R59 bzw. Trimmer R58 ankommt (du sprichst ja von nur wenigen mV), dann kann es ja nur in der Verstärkerstufe davor Probleme geben. Ich hatte mal ein anderes Gerät von Icom hier zur Reparatur, wo keinerlei Modulation mehr durchkam. Es war ein defekter Kondensator im Bereich der ersten Verstärkerstufe; hatte altersbedingt einen Kurzschluss. Ich würde an den Mikrofoneingang ein Testsignal anlegen und dann hinter jedem der vier Transistoren mal die Verstärkung des Signals kontrollieren. Dabei dann natürlich sich auch mal die Spannungsversorgung der einzelnen Stufen anschauen.

    73 Wilhelm

  • Der Taster links unter dem Tuning-Knopf hat eine Doppelfunktion. 1. TS (Tuning Speed) Abstimmgeschwindigkeit, 2. Rufton, wenn die Funktion Abstimmsperre (Dial Look) aktiviert wurde.

    Um den Rufton auszulösen, wird der Schalter "Lock" auf ON geschaltet, dann der Sender aktiviert und danach lässt sich der Rufton mit dem "TS"-Taster auslösen. Der Taster aktiviert nicht den Sender, sondern nur den Rufton.

    Die Mod-Spannung 4Vss wurde an R60, wie beschrieben, gemessen. Also nicht am Schleifer, sondern vor R59 gemessen. Da das Mikrofonbuchsensignal 600mV eff so hoch gewählt ist, dass der Mod-Begrenzer schon voll aktiv ist und das Sinussignal beschneidet. Das in der Amplitude beschnittene Signal wird durch den folgenden Tiefpass von Oberwellen befreit und damit entsteht ein rechteckähnliches Signal was verrundet ist und einen Einschwinger besitzt.

    Wo liegt dein Problem?


    73

  • Lieber Peter,

    Danke für den Hinweis. Habe Messung nun korrigiert - R60.




    Signal offensichtlich innerhalb der Spezifikation (Verzerrung am Eingangssignal/Kanal1 möglicherweise HF Einstreuung), trotzdem kommt in FM kein moduliertes Signal - nur Träger. Was mir beim Vergleich mit YouTube Videos aufgefallen ist, dass das Analog Instrument in den Videos deutlich ausschlägt - bei mir erfolgt kaum eine Anzeige. (Habe Modulation in SSB getestet - klare Modulation und das Anzeigeinstrument folgt dem Mikrofonsignal)


    Leider wurden am Gerät von den Vorgängern einige Modifikationen wie z.B: ein zusätzliches POT für die SBB Ausgangsleistung vorgenommen.

    Was mich irritiert, dass das Betätigen des LOCK Schalters sofort den Sender aktiviert!?


    Wo such ich weiter?


    @ Wilhelm: Danke für Deinen Hinweis. Geringer Pegel aufgrund des falschen Messpunkts.

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    73 de wolfgang, OE1WKC

  • Wolfgang, wenn Du am Poti R59 ein NF-Signal hast, aber keine FM Modulation, miss mal die Gleichspannung an der Kathode der Varicap-Diode D11. Schwer zu sagen, weil keine Spannungsangabe und einer der Widerstaende nicht erkennbar ist, aber etwa 1V sollte da schon anliegen. Sonst kann sie nicht modulieren.


    73, Joerg

  • Wenn die Dial Look-Funktion aktiviert wird und der Sender in Betrieb geht wurde vom Vorbesitzer die PTT-Leitung mit auf den Schalter gelegt. Kann man so machen.

    Das Anzeigeinstrument zeigt die Ausgangsleistung an. Bei FM ändert die Modulation nicht Amplitude sondern die Frequenz. Im Gegensatz zu SSB ist ständig volle Ausgangsleistung vorhanden.

    Den Fehler der zu leisen FM hast du doch schon gefunden. Das Poti R159 ist vom Vorbesitzer verstellt worden oder hat ein Kontaktproblem.

    In der Werkstatt wird das weiter oben genannte 600mVss / 1kHz-Signal in die Mikrofonbuchse eingespeist und mit dem Poti ein Frequenzhub auf einem z.B. Mod-Analyzer der Hub von +/- 5kHz eingestellt. Vor einigen Jahren wurde das Frequenzraster von 25kHz auf 12,5kHz reduziert, was natürlich die Lautstärke des FM-Signals der heutigen Geräte etwas verringert. Der Vorbesitzer hat sich eventuell daran angepasst.

    Mehr zu dem Thema:

    https://dg1tal.eu/fm/nfm-mit-afu-geraeten/


    Da du sicherlich nicht über einen FM-Hubmesser verfügst, wirst du evtl. mit Hilfe einer Gegenstation die richtige Einstellung austesten müssen.


    Viel Erfolg

    73