Spulenwickelmaschine

  • Ich würde einfach eine Welle nehmen, Wellenkupplung, E-Motor drehzahlgesteuert, kleinen Atmel mit Lichtschranke als Zähler. Für den rechteckigen Spulenkörper ein Stück 18mm Multiplex genau auf Maß arbeiten, wo diese aufgesteckt werden können, zentriert auf die Welle schrauben, fertig. Spulenabroller für den Lackdraht und Umlenkrolle mit Federspanner um den Wickelzug konstant zu halten.


    Und wenn die Umlenkrolle ein wenig eiert, könnte das vielleicht sogar mit Lagen nebeneinander hinhauen. Da muss ich mal schauen, was ich bei Conrad im Modellbaushop finde. Diese Excenter/Herzrad Steuerung von Nähmaschine ist schon ein guter Tipp!


    73, Tom

  • Noch eine Idee. 4mm Breite sind +- 2mm an Auslenkung, um den Draht zu gleichmässig zu verteilen.


    Die Drahtführung könnte über eine glatte Rolle /polierte Welle geführt werden, die leicht (also 2mm) exzentrisch auf einer langsam laufenden Motorwelle (Schrittmotor, programmierbar im Zusammenspiel mit dem Rest etc.) hin und her bewegt wird. Die Rolle ist in geeigneter Art und Weise an der Minikurbel zu befesteigen. Wird der Kurbelhebel mit einem Siemens Langloch versehen, kann man den Hub sogar genau einstellen. Also eine Art sehr kleiner Kurbel. Idee dahinter: Scheibenwischermotor, wobei die Führung am Ende der Kurbelachse ist. Grob ins Blaue gedacht.

    73 Michael, DF2OK
    Früher wurden Funkgeräte zum Funken mit Antennen verbunden, heute mit Computern. Finde den Fehler...
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  • Bei dem Fischertechnik Teil sitzt die Umlenkrolle auf einem Schlitten, aber das sind auch sehr breite Spulen, die er da hat.


    So eine Idee wie Du beschreibst hatte ich ja quasi mit dem Ruderhorn eines Servos, den ich mit jeder Wicklung ein wenig weiterstelle, am Ende dann wieder rückwärts. Den Draht einfach durch ein Loch des Ruderhorns.


    Rein mechanisch wäre aber einfacher, sonst muss ich ja noch programmieren ;-)


    73, Tom

  • Oder: Ein o.g. Motor könnte so montiert werden, dass er den Draht in seinem Lauf von der Abwicklung bis zur Spule diesen langsam auslenkt. Dann wäre der Weg auch 4mm.


    Oder, als Modellbahner: Baue was, wo aus einer Kreisbewegung eine Linearbewegung wird. Stichwort :

    https://de.wikipedia.org/wiki/Heusinger-Steuerung

    Am Ende der "Schieberstange" wird eine Rolle befestigt, die den Draht im Weg auslenkt. Nur eben in kleinerem Maße als bei einer Lok. :)

    73 Michael, DF2OK
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  • Rein mechanisch wäre aber einfacher, sonst muss ich ja noch programmieren

    Den Code schreibst Du doch mit Links... :thumbup: Mechanisch wie oben geht auch, gerade mit Servo, wo am Hebel eine Rolle ist. Die Dinger lassen sich doch mit NE555 ansteuern. Oder mit anderer Pulsweitensteuerung. HW?

    73 Michael, DF2OK
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  • Moin,


    schaut Euch das doch mal an, simpel, günstig:

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    Die Idee mit dem selbstgebauten Linearantrieb finde ich gut. Ich habe noch alte Nadeldrucker im Schuppen stehen, also eigentlich genug Material ;-)


    Aber noch genialer ist die Wickelmaschine für Ringkerne:

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    73, Tom

  • Moin,


    huch, gestern war im zweiten Film noch was anderes zu sehen. War auch nicht schlecht, wie der starke Draht dort gewickelt worden ist. Oder ich habe mich verklickt, egal. Jedenfalls schon faszinierend, wie gute das geht.

    73 Michael, DF2OK
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  • Moin Michael,


    jo, da war noch das mit der fertigen Maschine, aber nach dem ich noch dieses mit der Eigenbau Maschine gesehen hatte und wir hier ja im "Maker" Forum sind ;-), dachte ich mir, das passt doch viel besser. Aber hast Du ja nochmal verlinkt.


    Wobei ich aber bei unseren üblichen Ringkernen für die Geräte Probleme mit der Größe sehen würde.


    Morgen will ich mal die alten Drucker rauskramen. Mal schauen, wie ich das mechanisch aufbaue und was davon verwendbar ist.


    73, Tom

  • Moin,


    also das mit dem alten Drucker ist zwar theoretisch möglich, aber mir ist der Aufwand der ganzen Anpassungen zu hoch.


    Ich habe bei Amazon einige Teile bestellt. Ich plane das dann wie folgt:


    - Lötdrahtabroller für die Spule mit dem Draht

    - 10cm Linearantrieb

    - Umlenkrolle auf Linearantrieb damit der Draht über die Spulenbreite geführt wird

    - Nema Schrittmotor für den Wickelantrieb

    - Flanschkugellager und 8mm Gewindestange als Aufnahme für Spulenkörper (auswechselbar)


    Dazu noch Kleinteile wie Halterung für den Stepper, 3mm Welle für die Umlenkrolle, Wellenkupplung 5 auf 8mm.


    Die Mechanik baue ich dann auf und mit 18mm Multiplex auf, da habe ich noch genug da.


    Die Steuerung werde ich mit einem Arduino Uno mit Shield für Schrittmotorsteuerung und Liniendetektor für den Zähler realisieren. Wird dann mein erstes Projekt, wo ich wirklich mal die Arduino Bibliotheken verwenden werde, bisher habe ich immer die ATMega komplett selbst programmiert ohne fertige Bibliotheken.


    Ich will das dann so bauen, dass die Welle austauschbar ist, damit man auch kleinere Spulen fürs Hobby damit wickeln kann. Also praktisch einfach die Lagerböcke und Welle abnehmbar machen, dass die ausgetauscht werden können, gegen dünne Wellen, um z.B. einen Kunststoffspulenkörper einfach aufzustecken.


    Die Steuerung will ich so machen, dass die Spulenbreite, die Anzahl der Windungen pro Lage und die Anzahl der Gesamtwindungen angegeben wird. Dann soll über die Linearführung und Umlenkrolle über die Breite der Draht geführt werden. Mal schauen, ob das mit dem Stepper auf für minimalste Bewegungen zu schaffen ist, sollte aber gehen.


    Ich bin mal gespannt, ob das nachher auch alles funktioniert, jetzt muss ich erst mal auf die Bestellungen warten, wohl Dienstag. Kommt ja nicht aus Texas, habe gerade eine Bestellung bei Mouser laufen, da kommt seit Tagen nur die Info, verzögert sich weiter. Ist ja kein Wunder bei der Wetterkatastrophe dort, Hauptsache die kommen da gut durch.


    73, Tom

  • In meinem Arbeitsleben als Dreher hab' ich auch schon mal Trafos und Spulen auf der Drehbank gewickelt (zur Freude des Meisters). Eine Pappröhre auf eine Meißelhaltersschraube gesetzt und den Draht einmal darum gewickelt, mit der Hand nachführen und den Vorschub auf Drahtdurchmesser gestellt. Man musste halt mitzählen und dann die Drehrichtung umschalten. Ein Zählwerk wäre heutzutage auch kein Problem. Es waren allerdings Spulen mit größerer Abmessung. Für Einzelfertigung vielleicht eine Alternative, Zugriff auf eine Drehbank vorrausgesetzt.

    Gutes Gelingen, Bernd.