"Hohes" Tempo für Anfänger zwingend erforderlich?

  • Hoy,

    Paddle geht bei mir (derzeit) gar nicht. Ich bevorzuge den Straight Key. Deswegen bin ich auch vom Morserino weg, da kann (oder konnte man nicht) man mit Hubtaste wenig machen. Auch störte mich das ich nicht ausschließlich die bei uns üblichen Satzzeichen einstellen kann. Ehrlich gesagt was soll ich mit - oder : Gut, gerne als nächste Lektion ;-)

    Armin hat geschrieben das mit dem schneller geben....das trifft auch für mich zu.

    Jedoch:

    -Du bekommst in der gleichen Geschwindigkeit Antwort in der Du gibst - nicht gut für nen Anfänger.

    -Qualität immer vor Geschwindigkeit

    T.

  • Mal sehen wie es mit 15 WPM

    Moin Klaus. 15 WpM ist sportlich, keine Frage. Ab 13 WpM (65) wirds mit dem Mitzählen schwer.

    Ich werde pro Tag jetzt auf 15-20 Minuten reduzieren

    Ja, mach' das bitte. Was Jochen bezüglich Tempovariation geschrieben hat, ist auch gut, danke für den Wink. Also erstmal im Übungs- bzw. Zieltempo anfangen. Dann mal hochschrauben, dass die Fehlerrate steigt. Dann keinen Frust schieben, sondern wieder runter zum ersten Tempo. Ich kann mir gut vorstellen, dass das auch bei den Koch-Übungen spürbar ist. Nämlich dass der dritte Durchgang dann irgendwie leichter geht. Wobei ich mir die Zeichen nach Norm geben lasse.

    und das Gelernte soll sich ja auch festigen

    Daher ist die Regelmässigkeit wichtig. Probiere auch mal andere Tageszeiten. Wenn ich müder bin, denke ich weniger, dann klappt das manchmal besser. Anekdote am Rande: Ich bin auch schon mal beim Hören auf dem Band übergenickt. Ich mag schon seit der Jugend den Kurzwellensound und dann die Zeichen - das war so beruhigend... Nein, das war nicht während eines QSO. ;)

    Mache dir bitte keinen Stress!

    Armin, genau das ist es. Es ist mit das Wichtigste am Lernen und an CW. Dranbleiben und soweit wie möglich geniessen. Und, ganz normal: Es wird IMMER Phasen geben, wo es mal gar nicht geht. Egal, 5 Minuten mindestens. Andere Tage gehts dann wieder besser. So wie es hier zu lesen ist, kennen den Effekt alle.

    73 Michael, DF2OK
    Die Zeit minimiert die Löcher im Sieb der Bekanntschaften. (Clemens, 5.11.2004)
    ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

  • alle Zeichen konnte, angefangen zu Geben und mich beim Geben selbst aufgenommen. Die von mir gegebenen Texte habe ich ein paar Tage später dann selbst gehört und mitgeschrieben.

    Armin, eine immer noch gute Methode. Heute mit modernen Mitteln vermutlich noch leichter durchzuführen.

    Beim Schreiben wurde uns im Kurs nahegelegt kleine Buchstaben zu schreiben und darauf zu achten, dass sie sich deutlich von den Zahlen unterscheiden. (...)

    Ganz genau, danke für die Ergänzung. Auch die weiteren Erläuterungen zur Schreibweisen. Haben wir damals auch so gelernt und das ist praktisch.

    Mir fallen da auf 40m immer wieder Stationen aus G auf

    Warum auch immer, ich kann es mir nicht erklären. Aber es stimmt: G-Stationen sind i.d.R. sehr angenehme QSO-Partner.

    nicht unbedingt eine Hubtaste zu nehmen.

    Auch da bin ich mit Jochen einer Meinung: Wer das saubere manuelle Formen von Morsezeichen mit einer gut eingestellten Hubtaste gelernt hat (am Besten durch einen guten Lehrmeister) hat ein körperliches Gefühl für die Zeichen erlernt. So wichtig wie das Lernen einer Handschrift. Der Film zeigt es.

    das könnten auch 2 Löffel oder Büroklammern sein

    Ja, genau. Das eine oder andere Bananenstecker-QSO habe ich schon gefahren, wenn ich mal einen QRP-Sender ausprobiert und zum Spaß mal 1 x CQ gerufen habe. Und dann kommt einer zurück. 8)

    das könnten auch 2 Löffel oder Büroklammern sein

    Ihr kennt sicherlich OM OH6DC, der so schöne Tasten gebaut hat. Legendär. Das geht nur, wenn man die Hubtaste gut beherrscht. Also die Verbindung Hand, Ohr, Gehirn und zurück trainiert worden ist.

    73 Michael, DF2OK
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  • Hello!

    Ich hab' vor 40 Jahren die Morse Prüfung geschafft und dann alles vergessen. Wirklich komplett weg! Oft wird ja gesagt das wäre wie Fahrradfahren erlernt man nimma. Ich hab' alles verloren.


    Zum Morsen Lernen empfehle ich sich eine Gruppe zu suchen die gemeinsam lernt und sich so pusht, das hilft gewaltig! Ich mach' das gerade, habe im Herbst angefangen. Die Frage wann man zum Geben anfängt ist sehr umstritten für jede Begründung gibt's 10 Gründe warum das doch nicht so ist. ICH habe eine Mischung für mich gemacht, schnell alle Buchstaben gelernt, schneller als im Kurs und dann mit den anderen gemeinsam angefangen zu geben. Nach 2,5 Monaten waren Contest artige QSOs möglich mit viiiel Rücksicht der QSO Partner.


    Zu den Geschwindigkeiten und Methode: Koch Methode beschreibt nur die Reihenfolge der zu lernenden Zeichen. Farnsworth erlaubt schnelleres Tempo der Zeichen selbst, um die Musik zu lernen mit Farnswoth Pausen kann man das leichter lernen. Die Pausen sind zwischen den Zeichen und Wörtern. Die Geschwindigkeit WPM gibt an wie oft das Wort "PARIS" innerhalb einer Minute mit standard Abständen gegeben werden kann. Ich habe mit 15WPM zu lernen begonnen und habe dieser Tage auf 20 gewechselt. die Zeichen Geschwindigkeit die auch oft angegeben wird ist dann natürlich in etwas 5x höher im Wert. Aslo nicht verschrecken lassen wenn man Empfehlungen von >60 hört, da sind Zeichen nicht Wörter gemeint. Die ersten Stunden nach dem Wechsel ein Horor!!!! Dann macht es "klick" und ich verstehe die Zeichen. Fehlerrate sind noch etwas höher als zuvor aber es wird besser. Ich bin einigermaßen sicher im Buchstaben erkennen kann aber nicht im Kopf lesen. Freitexte kann ich noch lange nicht... Mit jedem Tag werd' ich besser und viele OMs helfen, man muß nur fragen.


    Ich sehe das Motivationsproblem beim Lernen gravierend. Daher die Empfehlung eine Gruppe dazu zu suchen. Der Gruppendruck mit dem Fortschritt motiviert gewaltig nicht nachzulassen oder zu pausieren. Im Kurs müssen wir wegen CoronaSchutz alles Online machen, damit tue ich mir extrem schwer. Texte ordentlich gegeben gehen irgendwie via Teamspeaker, ZOOM geht es schlecht etwas besser geht WEBex. Ich vermute die Komprimierung dieser Dienste verändert das Timing das mich als Anfänger aus der Bahn wirft.

    Auf meiner HP dokumentiere ich meine Lernerfahrung wer da nachlesen mag. Morsekurs (oe1iah.at)

    -AH-

  • Moin,

    CoronaSchutz alles Online machen, damit tue ich mir extrem schwer. Texte ordentlich gegeben gehen irgendwie via Teamspeaker, ZOOM geht es schlecht etwas besser geht WEBex. Ich vermute die Komprimierung dieser Dienste verändert das Timing das mich als Anfänger aus der Bahn wirft.

    Ja, das kannst Du dafür vergessen. Vielleicht wäre ja Mumble/iCW etwas:


    https://oe6.oevsv.at/export/si…/cwschule/ICW-Artikel.pdf

    Internet CW; meine erste Woche


    Aber mal ne' dumme Frage, warum macht ihr das nicht über KW, VHF, UHF, Relais?


    73, Tom

  • Moin,


    noch ein kurzer "Nachschlag" zum Tempo: Wir haben im OV mit 15WPM durch Farnsworth auf 7 oder 9 gebremst angefangen. Damit kann man den Zeichensatz der Prüfung in 3 Monaten gut schaffen (auch wenn man es nicht täglich schafft zu Üben). Dann braucht man aber fast die gleiche Zeit um auf die "echten" 15WPM ohne extra Pausen zu kommen. Mit G4FON (=, ka, ar ergänzt) , Zettel und Bleistift ist das realitätsnah (nicht immer hat man eine Tastatur).


    Ich kann somit nicht sagen, ob man genauso schnell oder schneller ist, wenn man gleich komplett auf 15WPM geht. Mit Farnsworth hat man auf jeden Fall schneller erst mal alle Zeichen, die man dann auch mit der Handtaste geben kann und könnte sich schon mal schneller auf das Band wagen (QRS).


    Ich fand auch das Geben danach mit Handtaste "the quick brown fox jumps over the lazy dog" mit 10-12WPM ging gut mit dem geübten Klangbild. Aber: natürlich ist danach das Geben mit Paddle und 15 WPM wieder ein komplett neuer Ansatz.


    Zumindest konnte ich mit etwas Üben auch die inoffizielle Schweitzer HTC Morseprüfung mit 60BPM = 12WPM ablegen, wobei ich das eine gute Idee mit dem HB9HQX Programm (geht ohne Internet) finde, auch wenn ich den Text erst am Ende eingetippt habe. Die Gebeprüfung über das Band (Text über email) war auch eine gute Idee. Auf 15 WPM mit Tastatur (10 Finger geübt) habe ich es dann nicht mehr (Prüfungssicher) geschafft.


    Den Ansatz mit nur Tastatur und Paddle finde ich persönlich kritischer, da man nach meiner Erfahrung schneller Bleistift und Handtaste beherrscht.


    Leider habe ich das Thema in den letzten Jahren wieder vernachlässigt (hab mich nicht so richtig aufs Band getraut) so dass ich auch für die 15 WPM schon wieder üben müsste. Alle Monate mal wieder zu Üben, reicht eben nicht aus.


    vy73 de Karsten

  • Hallo Klaus,

    vor über 60Jahren wurde im Morsekurs mit ca. 30Bpm (Buchstaben pro Minute) gegeben. Die

    Pause zwischen den Zeichen war relativ groß. Aber das Klangbild prägte sich in den Biocomputer.

    Bis zur Prüfung wurde das Tempo schrittweise erhöht, dass wir sicher das erwünschte Tempo hören konnten.

    Es gibt außerdem extra Frequenzen, wo sich Telegrafisten treffen, die mit qrs ihre QSO fahren.

    Man muss sich nur trauen anzurufen. Das ist vorerst die größte Hürde.

    Die Menschen sind alle so prima unterschiedlich, dass sich alle vorgeschlagenen Methoden jeder für sich heraussuchen muss.

    Nur weiter üben und nicht den Mut verlieren, täglich nicht mehr als 30min. Ab und zu einen oder zwei Tage Pause einlegen, ist auch nicht verkehrt.

    Ich hoffe wir treffen uns einmal. Ich bin nur in cw qrv.


    72 & 73

    de Jürgen

  • Vielleicht auch hilfreich: mit anderen lernen bzw. Übungs-QSO. Ich hatte mich, nachdem ich auch ca. 2 Jahre vor mich hin gewerkelt hatte mit LCWO und diversen Apps mal bei Morse-Elmer Programm der AGCW gemeldet und bin dort in einen Online (Zello) Morsekurs gekommen. War anfangs 2x die Woche, jetzt leider nur noch 1x (und oft hab ich auch wegen QRL keine Zeit da es abends immer recht früh stattfindet) aber das ist für die Motivation für mich persönlich sehr hilfreich.

  • Koch Methode beschreibt nur die Reihenfolge der zu lernenden Zeichen.

    Nein! Und zwar ein sehr hartes NEIN!

    Ein weit verbreiteter Irrtum, das mit der Reihenfolge. Sorry, aber wer das behauptet hat die Studien und die Lehr- bzw. Lernmethode von Koch nicht gelesen und verinnerlicht. Die Zeichenreihenfolge ist nur EIN Aspekt. Nämlich der, zum Lernen immer ein Zeichen dazuzunehmen, was sich im Klangbild DEUTLICH von dem davorigen unterscheidet.


    Es gibt neben der Reihenfolge, die Koch damals gewählt hat, auch andere. Das Prinzip bleibt gleich - deutlich abweichendes Klangbild bei der nächsten Zeichenfolge. Die Zeichenfolge ist nicht das Kernmerkmal seiner Methode. Es erleichtert das Erkennen.

    73 Michael, DF2OK
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  • Ich kann somit nicht sagen, ob man genauso schnell oder schneller ist, wenn man gleich komplett auf 15WPM geht.

    Moin Karsten,


    man ist schneller fertig. Das ist ja der Clou bei der Sache mit dem Herrn Ludwik Koch. :)


    Und zwar Lernen genau im ENDTEMPO! Das Tempo, das man zu erlernen gedenkt. Wer 60 ZpM lernen will, der übt in Tempo 60. Also mit der Einstellung 12 / 12 (WpM) in den Programmen und NIX anderes. Wer schnelleres Tempo lernen möchte, dann eben schneller. Aber immer Normzeichenpausen.


    Alles andere halte ich für Selbstbetrug und führt nur zu Frust und langem Lernen, weil man sich was vorgaukelt. Kommt man dann aufs Band, wird man von der Realität eingeholt.


    Okay, kann man machen, mit verlängerten Pausen lernen. Warum auch nicht? Wer damit gut lernen kann, dann ist es in Ordnung. Nur schnell wieder runter von Farnsworth, bitte. Wurde ja schon geschrieben...


    Im Allgemeinen sollte man bei regelmässigem ! Training die Buchstaben, Zeichen, Satzzeichen und Betriebsabkürzungen (da kommt was zusammen) innerhalb 1/4 bis 1/2 Jahres bei Tempo 60 herum können.


    Aber Farnsworth nichts mehr mit der erfolgreichen KOCH-Methode zu tun. Ist ja schon vom Namen her eine andere. :whistling:

    Wenn diese Bedingung (Lernen im ENDTEMPO) nicht erfüllt wird, dann ist es nicht mehr die originale Koch-Methode!

    Stichwort Endtempo. Genau DAS ist das wesentliche Prinzip der Lehrmethode nach KOCH: Die Morsezeichen müssen im ENDTEMPO (ohne Farnsworth, also richtig flüssiges korrektes CW) geübt, gehört und somit gelernt werden. Da brauchts dann keine weiteren Lernschritte mehr. Ausser natürlich noch Geben lernen und QSO fahren, hi.



    --- Zusammenfassung eines erfolgreichen Lernens nach KOCH:


    Das Zauberwort ist ENDTEMPO. Ja, ich wiederhole es, denn das ist ja der Clou.


    Ein Durchgang / Sitzungsdauer beträgt 5 Minuten im (selbstgewählten) ENDTEMPO. Überfordert Euch nicht, schneller kann (muss aber nicht) man auch später noch werden. Ganz automatisch.


    Lektion 1, bei der die Zeichen K und M dran sind, wird 5 Minuten (nicht mehr und nicht weniger) im ENDTEMPO (ja, ich schreibe das bald wieder normal,hi) gehört und niedergeschrieben.


    Die Anzahl der Zeichen wird gezählt. Dann die der Fehler.


    Ist die Mitschrift zu 90% richtig, dann wird der nächste Buchstabe dazugenommen.


    Nicht schon bei 89% und nicht auf 91% gehen. Bei 90% kommt einer dazu.


    Dann wiederholt sich das: 5 Minuten bis wieder 90% erreicht sind.


    Wenn alle Zeichen, Buchstaben etx. sitzen, dann sitzen sie auch im Endtempo (hier wieder normal geschrieben, 8) )


    Und genau DAS ist das Ziel: Fertig sein mit dem Lernen der Grundlagen im fertigen Tempo, das man sich als Ziel gesetzt hat.


    ---


    Umgebung. Hier ist der Literaturtipp zu ZART weiter oben wichtig. Die, die Ihr Morsen lernt und lernen wollt: Lest es durch. Befolgt es. Selbst bei meinem Willen, mehr als 60 zu können hat es geholfen.


    Zum täglichen Lernen sollte man sich eine komfortable und ruhige Umgebung suchen. Und dazu einen Zeitraum, in dem man wirklich ungestört sein muss. Also keine Verplfichtungen anliegen. Bspw. 15 Minuten täglich! Der Schwerpunkt liegt absolut auf regelmässig und nicht auf "lange". Wer einen Tag aussetzt, verliert was. Warum? Das Gelernte muss von Kurzzeitgedächtnis erstmal ins Langzeitgedächtnis übergehen. Das braucht seine Zeit und wenn regelmässig geübt wird, gibts regelmässig Nachschub, der das ins Langzeitgedächtnis schiebt.


    Bequeme Kopfhörer sind ein Muss. Die Lautstärke nicht zu laut einstellen. So, das man nicht gerade in den Hörer hereinkriechen muss. Zu laute Signale übersteuern und nerven. Zudem lernt man das Erkennen leiserer Signale. Alle Ablenkungen auf AUS.


    Wie bei ZART beschrieben ruhig vorher eine leichte Entspannung machen. Alleine den Atem mal eine Minute kontrolliert verlangsamen, runterkommen. Dann üben.


    ---


    Morsetaste / Geben


    Vergesst beides solange, bis alle relevanten Zeichen im Endtempo sitzen. Wie Jochen schon wiederholt schreib: Hören geht vor. Also Konzentration erst einmal auf das Wesentliche: Hören, hören, hören.


    Auch wenn das Spielen mit der Taste lockt - es lenkt ab. Wir müssen erstmal eines in den Kopp bekommen: Korrekte saubere normgerechte Morsezeichen. DAS ist das Ziel. Im Endtempo. Dann ist man sehr weit.


    ---


    Nehmt bitte das Lesen der Texte aus meinen Links wahr. Es ist 'ne Menge Stoff, ich weiss. Aber nicht unwichtig.

    Niemand behauptet, das Morsen sehr leicht zu lernen sei. Aber es gibt Möglichkeiten, sich das zu erleichtern. Lest es bitte durch.

    73 Michael, DF2OK
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  • HAllo Leute


    Was die Hubtaste angeht - bin ich generell bei euch. Diese Funkktionalität ist tatsächlich auch mit einfachsten Hilfsmitteln gegeben. Und ja - ich habe bei Gelegenheit spaßeshalber auch immer wieder mal damit gegeben. Selbst habe ich allerdings keine mehr, obwohl es sehr schöne Modelle gibt, die mich optisch sehr ansprechen. Daheim verwende ich eine Bencher und unterwegs eine Palm... mir tuts das.


    Klaus hat allerdings geschrieben, dass er Mühe mit dem Rythmus hat und nicht soooo musikalisch ist. Und dann finde ich, er hätte es mit einem paddle wahrscheinlich einfacher. Auch wenn es nicht die reine Lehre ist! Aber es soll doch Spaß machen! Ich will ihn aber keineswegs von einer Hubtaste abhalten - auf gar keinen Fall!


    73 Armin

  • Ich will ihn aber keineswegs von einer Hubtaste abhalten - auf gar keinen Fall!

    Moin Armin,


    ich denke, das wurde auch so verstanden. Jeder wie er mag. Alles kann, nix muss. :)

    Entscheidend ist nur eines: Sauberes korrektes fliessendes Morsen.

    73 Michael, DF2OK
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  • Nun hat der Klaus mit seiner Frage ganz weit oben "Leben in die Bude" gebracht. :)


    Bei all' den Infos, die von uns allen gekommen sind, darf nicht vergessen werden, dass Klaus noch dabei ist, die Zeichen überhaupt zu erlernen.


    Um alles zusammenzufassen, was mir wichtig ist: Wenn man nach KOCH lernen möchte, gibts kein Farnsworth.


    Ich zitiere mal aus meiner Website und somit aus seinem Werk: "Ludwig Koch hat in den 30igern einer von ihm ausgesuchten Gruppe von Schülern Buchstaben mit Tempo 60 in nur 12.5 Stunden dauerhaft beigebracht. Später dann hat er erfolgreich Militärfunker ausgebildet. (...)" Alle Zeichen in Tempo 60 ind 12.5 Stunden. Nur mal so...


    Gut, es war eine handverlese Truppe. Aber selbst ohne Auslese sind mit dem konsequent richtgen Anwenden der Methode sehr kurze Zeiten zu erzielen. Jeder tickt anders, aber es gilt.


    Damals wurden sie sowieso zur schnellen Rekutrierung und Ausbildung von Funkern fürs Militär ausgebildet. Bei der Bemessung waren die 26 Buchstaben des Alphabetes interessant.


    Hier mal eine Auflistung der möglichen Zeichen samt Bedeutung. Mit dem Alphabet und den Ziffern ists ja noch nicht getan. In dem Thread nicht erschrecken, die erste Liste ist länger als die Liste, die in der Praxis vorkommt. Wobei ich deutschen OP raten möchte, Umlaute und CH zu erlernen. Sie kommen im Klartext-QSO oft vor. Ich musste sie nachträglich lernen, weil ich dann immer 'raus war, wenn so ein Zeichen kommt. Wobei sie vom Klangbild her nicht unlogisch sind. CH ist gewöhnungsbedürftiger.

    73 Michael, DF2OK
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  • Aber mal ne' dumme Frage, warum macht ihr das nicht über KW, VHF, UHF, Relais?


    73, Tom

    YEP berechtigte Frage. So erstaunlich es ist, wir haben Kursteilnehmer ohne Antennen....


    Ich hab' CW Sparringpartner inzwischen da piepsen wir auf 2m herum, das geht sogar vom Stadtrand bis tief ins verbaute Gebiet hinein. Man braucht halt ein Funklerl und eine Antenne. Wobei mein Standort 2m mäßig nicht sehr gut ist. Die meisten Kurs-Teilnehmer sind alle in Richtung Süden von Wien da ist 2m nur wenig behindert.

    -AH-

  • Zum Morsen Lernen empfehle ich sich eine Gruppe zu suchen die gemeinsam lernt und sich so pusht, das hilft gewaltig!

    Stimmt. Es geht nichts über einen guten gemeinsamen Kurs. Durch die aktuelle Situation nur online. Wobei eine Bildverbindung hilfreich ist, wenn man was erklären möchte. Gibt ja Möglichkeiten. Der eine oder andere OV mit großer Fläche nahm früher schon Skype. Heute gibts ja viel mehr.


    Das Einschleifen der Morse-Audiosignale sollte recht flott machbar sein.

    73 Michael, DF2OK
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  • Wenn man nach KOCH lernen möchte, gibts kein Farnsworth.

    Du hast sicher grundsätzlich recht, aber für mich persönlich war das Problem wie beim Threadersteller: ohne Pausen bin ich einfach nicht weiter gekommen. Da war also die Alternative "lass es" oder "probier es mal anders". Für mich klappt es mit den Pausen zwischen den Zeichen gut, ist sicher nicht perfekt aber besser als gar kein CW.

  • Da war also die Alternative "lass es" oder "probier es mal anders"

    Moin Haiko,


    sicher, da bin ich bei Dir. Jeder wie er mag. Ich möchte auch niemanden verschrecken und verteufle Farnsworth auch nicht. Er hat damals vor Koch Wesentliches zum Lernen von Morsezeichen beigetragen. Nicht umsonst ist die Methode beliebt. Da möchte ich bitte nicht falsch verstanden werden.


    Aber ich wehre mich wehement dagegen, wenn das Trainieren mit Farnsworth zusätlich zur Koch-Methode "KOCH-Methode" genannt wird. Die ist sie nicht. Warum - das habe ich erläutert. Wer Farnsworth als Zusatz wählt, kommt auch voran. Nur anders.


    Wenn bspw. jemand vorhat, Tempo 60 zu erlernen und das nach der Koch-Methode möchte, dann ist 12/12 die richtige Einstellung des Programmes. Und eben solange die 5 Minuten üben, bis K und M (und dann weiter) zu 90% sitzen. Nicht mehr und auch nicht weniger. Wer das dann geschafft hat, hat es eben im Zieltempo erreicht und muss NIX mehr nachlegen oder Entzug von Farnsworth durchleben.


    Vielleicht wäre dann ein Versuch mit 11/ 11 mal eine Alternative? Oder 15/10?

    Tonhöhe übrigens bei mir 680 Hz. Auch mal damit spielen. Bereich zwischen 600 und 700 +-

    Ich habe Tonhöhen, die mir mehr liegen und umgekehrt. Auch hier gibts Spielraum.


    In meinem Kurs nach Koch hatte ich einen OM, der unter Tinnitus in der Form eines Dauertones litt. Er kam ganz gut voran. Aber leider hat er bei der Prüfung vor lauter Aufregung seinen Mithörton genau auf den seines Tinnitus gestellt...


    Jetzt mal eine andere Betrachtungsweise, mal ohne Koch: Wer das Zieltempo ! 60 mit Farnsworth erlernen möchte, der stellt eben 22 Zeichengeschwindigkeit und 12 Effektiv ein. Da gibts längere Pausen. Effektivtempo ist dann 12 WpM. Also das Tempo, das man nach PARIS innerhalb einer Minute erreicht. Habe mir das vorm Schreiben bei LCWO mal selbst eingestellt.


    Es bleibt: Jeder wie er mag. Aber Koch bleibt Koch und zwar ohne Farnsworth. Und nur das macht diese Methode erfolgreich. Plateauphasen gibts dann sowieso. Auch da hilft nur das konsequente Üben.


    Ich gebe hier mein Wissen weiter und rücke einige Dinge zurecht. Was derjenige, der hier mitliest, damit anstellt, ist seine Sache. Das meine ich nicht böse oder zickig, sondern wert- und emotionsfrei. Beschönigen hilft keinem weiter.


    Ich zitiere mich: Entscheidend ist nur eines: Sauberes korrektes fliessendes Morsen.

    Fliessendes Morsen klingt sehr melodisch und angenehm. Ob QRS oder QRQ.


    Habt Spass mit CW und bitte keinen Frust. Alles kann, nichts muss. Wer eine Prüfung anstrebt um damit später in einigen Ländern, wo CW-Kenntnisse nachgewiesen werden müssen, qrv zu werden, sollte sich flüssiges 65 BpM als Ziel setzen.

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  • Nach den vielen Informationen komme ich mal zu Klaus zurück. Er ist ja im Begriff, Morsen zu lernen. Mal sehen, was getan werden kann.

    Wenn ich das so richtig verstanden habe ist nach der Koch Methode diese Geschwindigkeit jedoch so nicht vorgegeben.

    Moin Klaus,


    Koch gibt keine absolute Geschwindigkeit vor. Er empfiehlt ein Mindesttempo, bei der man Dit und Dah nicht mehr mitzählen kann. Das beginnt so bei 60 bis 65 BpM, je nach Mensch. Wer Tempo 100 BpM lernen möchte, nimmt halt dieses Tempo.;)


    Wenn Original-Koch 12/12 zu heftig ist, dann nehme ich mal Deine Einstellungen und probiere sie bei LCWO aus.

    LCWO ist bei mir wie folgt eingestellt:

    Einstellungen: Zeichengeschwindigkeit = 20 WPM, Effektivgeschwindigkeit = 8 WPM, Ton = 600 Hz, Startverzögerung

    20/8 ist, was 20 betrifft, schon eine Hausnummer für einen Einsteiger. Tempo 100 BpM.


    Versuche bitte mal 16/8. Oder auch 14/8.


    Ich habe mir eine Startverzögerung von 1 Sekunde eingestellt. Zu Anfang empfehle ich auch eine konstante Gruppenlänge von 5, weil damit das Erkennen einer Wortpause trainiert wird.


    VVV/AR dazu, weil das so eine Gewohnheit von damals ist. Das VVV gabs auch in Schleife bei einigen Kommerziellen.

    Aber es dient beim Üben auch dazu, sich kurz Gehörmässig einzugrooven. ;)

    Die Tastatur fällt weg. Probiers mal.

    Ich habe mal mit meinem Tempo die Lektion 1 für die besagten 5 Minuten durchrauschen lassen, um zu sehen, was passiert, wenn man nix eingibt. Also nur Fehler. Hab' das noch nie probiert. Wenn ich auf "Ergebnis prüfen" klicke, dann gibts einen Hinweis. Klicke ich nochmal drauf, dann die gemorsten Zeichen. Das ist gut.


    Ich wollte schauen, ob man auch auf Papier mitschreiben kann und dann hinterher die gemorsten Texte zur Kontrolle zu sehen bekommt. Bekommt man. Nachteil: Man darf manuell zählen und rechnen, um die wichtigen 90% für die nächste Tonfolge zu ermitteln. Irgendwas ist ja immer. 8)


    Und stell' bitte die Taste erstmal zum Hörenlernen in die Ecke.

    Morsetaste / Geben


    Vergesst beides solange, bis alle relevanten Zeichen im Endtempo sitzen. Wie Jochen schon wiederholt schreib: Hören geht vor. Also Konzentration erst einmal auf das Wesentliche: Hören, hören, hören.

    73 Michael, DF2OK
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