QRP-Wattmeter mit OLED 4x20 Zeichen

  • Ich kann die von Einigen festgestellte Erscheinung bei meinem Exemplar leider auch nicht nachvollziehen.

    Hallo, es gibt einen Frequenzzähler von Ascel (wird auch z.B. im DARC-Shop vertrieben und bei ebay), der sprang bei mir exakt bei 10 MHz. Nach kurzer Zeit fanden sich eine Handvoll OMs mit dem selben Bild. Aber vermutlich Tausende kennen das Problem nicht. Der Fehler konnte nie beseitigt werden und ich habe letztendlich mein Geld zurück bekommen.


    Und so wird es hier auch wohl sein. Irgendwo eine kleine Toleranzüberschreitung. Man weiß es nicht.


    DL2FI fragte mal bei einem seiner Vorträge bei einer Interradio: "Wisst Ihr wie Transistoren in der Fabrik sortiert werden?". Ganz einfach: "A, A, B, B, A, C, C, C, A, A, R**ch*lt, R**ch*lt,, A, B,B, A, R**ch*lt, A, C, B, A, R**ch*lt, A, A, R**ch*lt, R**ch*lt, R**ch*lt, ...!".


    Das bezog sich damals auf dem Zwang für funktionierende Bausätze nur Material beim Händler des Vertrauens einzukaufen. Und die sind nun mal teurer.


    Meine Teile kommen aber auch alle aus Sande ... mal sehen. Habe noch einiges an Hühnerfutter vor mir.



    73, Holger DL9HDA

  • Moin Holger,

    Das bezog sich damals auf dem Zwang für funktionierende Bausätze nur Material beim Händler des Vertrauens einzukaufen. Und die sind nun mal teurer.


    Meine Teile kommen aber auch alle aus Sande ... mal sehen. Habe noch einiges an Hühnerfutter vor mir.

    Die sind besser geworden, man kann mittlerweile bei vielen Teilen den Hersteller auswählen. Da sollte man dann schon zu den Marken greifen. Wenn ich sicher sein möchte, nehme ich aber Bürklin, Mouser, Farnell usw. Außerdem lieferte Mouser trotz -39 Grad, Stromausfall, Winterchaos, stillgelegte Flughäfen usw. immer noch schneller, beides am gleichen Tag bestellt. 8000 zu 80km ;-)


    73, Tom

  • Hallo OMs,

    heute ist das Wattmeter von Wolfgang eingetroffen. Ich habe zwar heute "Enkeldienst" und keine Zeit, aber der Enkel sitzt jetzt vor dem Fernseher und ich habe mich auf das Wattmeter "gestürzt". Günter, DL4ZAO hatte mit seiner Vermutung ein bischen Recht. Der Ausgang am OPV-PEP ist so ok. Die Diode verhindert das Schwingen ausreichend.

    Aber die 100 Ohm R19, R20 sind anscheinend für manche OPV-Typen zu gering. Das Schwingen war so stark, dass ich nicht einmal den Oszi auf AC schalten musste, um die Schwingungen zu sehen. Die Schwingneigung ist aber anscheinend abhängig von der OPV-Charge. Ich hatte bis jetzt noch keine Probleme damit. Eine einfache Abhilfe bringt die Erhöhung R19 und R20 auf 1k. Die 1nF müssen wir so lassen, damit während der Wandlung wenig Spannungsänderungen auftreten. Ich werden morgen das Wattmeter noch einmal neu kalibrieren und testen. Ich melde mich morgen noch einmal hier.


    73 Andreas

  • Hallo Andreas,


    ja, da war die Versuchung ja wieder stärker, hi.

    Erklärt sich hieraus auch der Unterschied bei der Kalibrierung ADCUvor / ADCUrück?


    73, Wolfgang

    Dl2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

  • Hallo Wolfgang,

    ja, bei deinem Wattmeter ist das so. Nur der Vor-Kanal hatte diese Schwingungen. Die Schwingungen beginnen erst, wenn die Spannung am Eingang etwas ansteigt, mit kleiner Amplitude.

    Beim Kalibrieren Vor war die Anzeige dadurch total unruhig und bei Rück war es normal. Nur kleine Schwankungen.


    73 Andreas

  • Hallo OMs,

    ich habe jetzt das Wattmeter vom Wolfgang überprüft. Es ist alles so wie es sein sollte. Es schwingt nichts mehr. Beim Kalibrieren bleiben die Zahlenwerte stehen wie eine "Eins". Das die Erhöhung von R19, R20 auf 1k, so einen positiven Effekt hat, hätte ich nicht gedacht. Ich wollte noch den OPV wechseln und durch einen anderen Typen ersetzen. Aber das ist nun nicht notwendig.


    Nach dem Kalibrieren habe ich den Richtkoppler angeschlossen und die Leistungsmess-Kontrolle mit 0,0 dBm gemacht.

    1. Zuerst das Wattmeter auf die Anzeige "dBm" geschaltet (Display [11]).

    2. 0,0 dBm an Wattmeter-TRX und Abschlusswiderstand an Wattmeter-ANT.

    Das Wattmeter zeigt 0,0 dBm an. So wie es sein muss.

    3. Die PEP-Anzeige funktioniert auch wie gedacht. Der dB-Unterschied zwischen HF-Einton und HF-Zweiton beträgt etwa 5,6 dB und kommt den rechnerischen 6 dB sehr nahe.


    Das Resultat ist: Es ist ratsam den Widerstand R19 und R20 von 100 Ohm auf 1 kOhm zu erhöhen.


    Jetzt werde ich bei meinem Wattmeter auch die Widerstände ändern. Die Firmware habe ich auch noch mal kontrolliert und einen Rundungsfehler gefunden. Gültig ist jetzt die FW 1.10. Die FW steht noch nicht auf meiner Seite. Das wird im Laufe des Tages. Ich muss erst einmal meine häuslichen Pflichten erfüllen und meine Gartenarbeit von gestern beenden.


    Ich wünsche allen große Bastelerfolge.


    vy 73 Andreas, DL4JAL


  • Hallo Andreas,


    auch von mir vielen Dank für die Arbeit!

    Mein PWR-Meter ist von dem Problem auch betroffen.

    Heute nach QRL werde mich damit beschäftigen.

  • Hallo Andreas,


    vielen Dank für Deine Mühe, die Du bisher in das Projekt gesteckt hast. Es ich schön zu sehen, wie die hier begonnene Diskussion nun zu einer weiteren Verbesserung des Wattmeters geführt hat.


    Bin schon auf die Berichte von Martin und Nick gespannt.


    73, Wolfgang

    DL2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

  • Hallo OMs,

    Wolfgang hat mich gebeten ein kurze Erklärung abzugeben, warum die Erhöhung des Widerstandes das Schwingen des OPV verhindert.


    Verbinden wir den Ausgang des OPV mit dem invertierenden Eingang, entsteht eine Gegenkopplung (Phasenverschiebung 0 Grad). Beschalten wir den Ausgang mit einem Kondensator gegen Masse, verzögern wir das gegengekoppelte Signal etwas . Bei niedrigen Frequenzen spielt diese Verzögerung keine Rolle. Die Phasenverschiebung ist bei niedrigen Frequenzen sehr gering. Betrachten wir höhere Frequenzen wird die Phasenverschiebung immer größer, bis die Phasenverschiebung 180 Grad beträgt. Dann ist der Punkt der Mitkopplung erreicht. Der OPV beginnt zu schwingen.

    Vergrößern wir den Widerstand am Ausgang des OPV, wird der Einfluss der Signalverzögerung immer geringer. Mit einem hohen Widerstand wird der Punkt der Mitkopplung in der Frequenz weit nach oben geschoben und liegt somit außerhalb der Bandbreite der OPV-Verstärkung. Der OPV schwingt nicht mehr.

    Die Erhöhung des Widerstandes spielt für den AD-Wandler eine untergeordnete Rolle. Eingangsimpedanzen bis 10k sind erlaubt. Allerdings sollte man möglich niederohmig bleiben, damit die AD-Wandlerzeit gering gehalten werden kann.


    Ich habe inzwischen mein Wattmeter auch umgebaut. Da vorher schon alles gut funktioniert hat, sehe ich wenig Veränderung. Beim Kalibrieren Vorlauf und Rücklauf 0 dBm läuft die Zahl nicht. Es bleibt der Wert fest stehen. Bei -30 dBm ändert sich die Zahl etwas, etwa 5 Digit.


    Die neue FW 1.10 habe ich auch hoch geladen.


    73 andreas