K2 : welcher Adapter RS232/USB mit WIN10 ?

  • Moin,

    Windows hat eigentlich in jeder Installation einen COM1 im Gerätemanager stehen. Der wird intern von Windows verwendet

    Das ist so nicht richtig. Wenn es keine Schnittstelle gibt, ist dort auch kein Port. Nur insbesondere Desktop Systeme haben oft einen Port On Board, der nur nicht nach aussen gefuehrt wurde. Gibt es keinen Chipsatz, dann auch keinen Port.



    73, Tom

  • der klassische COM-port ist nach wie vor auf den meisten Mainboards vorhanden (via LPC-Bus an die Southbridge angebunden), oftmals ist er auch physisch über einen 10-pin IDC-Pfostenstecker nach aussen geführt und wie zu den guten alten IBM/XT-AT-compatible Zeiten verwendbar.

    Wie Tom schon sagt: wenn kein UART-Chip vorhanden ist, wird auch keiner angezeigt.


    manchmal gibt es sogar noch einen LPT-Bus, weil diese Super-IO-Chips das alles auf einem Die an Bord haben.

  • manchmal gibt es sogar noch einen LPT-Bus, weil diese Super-IO-Chips das alles auf einem Die an Bord haben.

    Noch als Ergaenzung: Die vorhandenen Chips findet man auch im BIOS wieder. Mag sein, dass es das eine oder andere BIOS gibt, wo das nicht der Fall ist, aber in der Regel tauchen die auch auf. Und manche haben sich auch schon gewundert, wie viele Schnittstellen ihr Board denn hat und es nur nicht wussten, weil die alle im BIOS abgeschaltet waren ;)


    73, Tom

  • Noch einen kurzen oben drauf ( DF5WW). Windows schreibt bei 1-x Ports - von unten nach oben - "reserved" hin. Das heißt überhaupt nicht, daß Windows diese ports intern nutzt. Die sind einfach nur "reserved", damit sie nicht bei automatischer Zuordnung, speziell USB, verbraten werden. Du kannst jederzeit diese "reserved" Ports im Device Manager manuell zuordnen, auch mehrfach die gleichen (bei USB-Geräten), solange Du nicht physisch mit der gleichen Nummer mehr als ein Geräte aktivierst.


    Der Sinn dahinter: viele alte Geräte können nur COM1-4. Manche - habe ich z.B. - auch nur COM 1 oder 2. Das war schon bei XP so und ich habe COM 1 und 2 mehrfach belegt (via USB-Serial - dem bewußten Profilic). Da COMx exclusive Rechte hat (aber erst bei OPEN), darf nur je ein Gerät zu einer Zeit aktiv dran hängen.


    Oder kürzer: ich habe noch kein COM bisher gehabt, der intern vom System genutzt wurde. 73 Peter

  • auch ältere Software kann oft nur COM1-COM4

    wobei mir bei der Hardwareseite nie klar war, wie zu AT/PC-compatible Zeiten COM1/3 (IRQ4) und COM2/4 (IRQ3) je einen IRQ hätten sharen sollen; das hat ja z.T. bis weit in Pentiumgeneration mit Plug&Pray noch nicht richtig funktioniert.


    aber da sind wir nun schon sehr OT

  • Macht nix, Nostalgie, ich habe noch ein paar Handbücher vergessen weg zu werfen. COM1-4 nutzten zwar nur 2 IRQs, hatten aber eigene E/A Adressen (3F8,2F8,3E8,2E8). Das waren im BIOS Speicherbereich reservierte Blöcke, heute würde man Register dazu sagen. Man konnte die Zuordnung IRQ und EA auf dem Board oder Steckkarte mit dem Mäuseklavier einstellen.


    Es ist nicht nur die S/W, sondern einige alte Sachen, die noch super laufen, wie mein PK232, sind da auch in der Firmware schon fest genagelt. Bei alten Geräten konnte man (wie auf der Steckkarte) noch die Bits anfassen und auf dem Klavier einstellen. Heute ärgern sich dafür die ach so modernen Youngster :) , daß sie nur mit einer Taste durch Menues fummeln müssen, die Chinesen im Vollrausch strukturiert haben, bekiffte Studenten in Manuals verdeutscht haben, und die Einstellung ungefähr so läuft, wie man früher seine Liebste per Blumen-Blütenblätter-Zupfen getestet hat: "Meine Funke liebt mich, liebt mich nicht, liebt mich, .......". Irgendwann nach -zig Multifunktions-Tastenklicks liebt sie dich und du weißt nicht mehr warum ......


    73 und jetzt versteckte ich mich ...... Peter

  • Bin selber Fossil und fahre noch OS/2 parallel zu Win10. aber jetzt ....GN 73 und weg Peter

    Ich auch ;) Aber noch eines, wenn man wirklich verlaessliche Kommunikation ueber serielle Schnittstellen moechte, dann sollte man in den PC eine serielle Karte von MOXA einbauen. Gibt es von 1 bis n-Ports, galvanisch getrennt uva. Manche Chipsaetze auf den Boards sind einfach nicht gut, ich habe schon Probleme mit Software gehabt, wo ich echt am verzweifeln war. MOXA Karte rein oder MOXA N-Port ueber Ethernet und schon funktionierte alles einwandfrei.


    73 es gn,

    Tom

  • jup, FOSSIL; das ich hab damals wohl noch irgendwo von ein BBS gezogen, als ich mit dem so superschnellen 2400baud Modem in einem Monat eine CHF 500.00 PTT- (so hiess damals das HB-Pendant zur Dt. Bundespost) Rechnung fabriziert hab; das gab natürlich ein elterlich verordnetes QSY weg von der Zweidrahtleitung; und das Modem war natürlich auch nicht wirklich zum Betrieb am PSTN zugelassen.


    Das Modem hab kürzlich noch von seinen wiederverwendbaren Teilen befreit und die Reste eliminiert; eine 8bit ISA Karte mit besagte Mäuseklaviatur zur freien Wahl von IRQ 2/3/5/7 und einem schon damals antiquierten 16450 UART; damit konnte man maximal 9600baud Faxe verschicken, vermutlich V.29; die V.32bis Modems mit 14400 waren noch sackteuer


    naja, wenn nicht immer alles Menschgemachte ausarten würde, könnten wir heute eigentlich ganz zufrieden sein mit den ganzen tollen technischen Spielereien.