Suche historische Senderschaltungen A- Betrieb

  • Auf der Grundlagen- Seite mit den Erklärungen ist auch ein Link zu einem Artikel bei RMorg, ich konnte den Verfasser nicht erreichen, ein sehr guter Grundlagenartikel, der sehr genau und ausführlich auch das Gerät beschreibt, nicht nur den Synchrodetektor, auch die Stufen davor, mit sehr genauen Angaben zu Pegeln usw.

  • Geschafft !

    Alle Stufen in Gang, durchgehend A- Betrieb, sauberer Sinus durchgehend.

    Geht doch !


    Am HF- Übertrager sind verschiedene Pegel, weil die Röhrenstrecken unterschiedliche Verstärkung haben.


    Die Endröhre ist noch als Triode geschaltet, und mit niederigerer Anodenspannung, das Netzteil packt's sonst nicht, kriegt noch eigene Stromversorgung.Kommt noch ein Ausgangsfilter zu.


    Stabilität ok, wenn auch nicht so stabil wie ein Amateursender. Bandbreite, damit Klang absolut top.

    Ich denke, das Konzept kann man so lassen.

  • War gestern schon spät, hier noch:


    Endstufe war ja schon dran, nur Eingang und Ub nicht dran.

    Also ran, und... Top !


    Genau, wie ich vorgegeben habe- alles im A- Betrieb, und es funktioniert

    bestens.

    Uberall unverzerrte Sinus- Träger, wie ich das erreichen wollte.


    Der Modulator hat unterschiedliche HF- Spannungen an Anode und G2, der

    HF- Übertrager ist ja nicht symmetrisch, da die Verstärkungen

    unterschiedlich sind. Ist in der Originalveröffentlichung angegeben, und

    es geht auch nur so.

    Bei meiner Röhre ist das Verhältnis der Spulen andersherum, was ich auf

    die Eigenschaften der Röhre zurückführe- mit einer anderen Röhre sind

    die erforderlichen Werte wieder anders.

    Knackpunkt ist einzig die Windungszahl- ich werde noch einen HF-

    Übertrager mit vielen Anzapfungen anfertigen, so daß man die besten

    Verhältnisse wählen kann.

    Die Amplituden lassen sich mit dem Arbeitspunkt übrigens angleichen, für

    die Ausgangsschwingungsform ändert es aufgrund der hohen Induktivität

    nichts, es beeinflußt nur den Modulationsgrad.

    Zu niedrige Induktivität der Übertrager- Primärwicklungen bringt

    übrigens hohe Verzerrungen, eine Mindest- Induktivität muß der

    Übertrager bringen.


    An Sekundär des HF- Übertragers steht auf jeden Fall ein einwandfreier

    Sinus.

    In den Fotos unmodulierter Träger = "Mittelstrich- Einstellung", auch

    bei max. und min. Träger Sinus einwandfrei.


    Endröhre mit sehr geringer Leistung, Penthode als Triode geschaltet,

    sowie Vorwiderstand, das -noch- externe Netzgerät gibt's nicht her, im

    Arbeitspunkt dürfte die Lampe bei Leistungsbetrieb um 60- 90 mA saugen,

    dazu die Vorstufen, da kommt was zusammen.


    Da außer Oszillator keine weiterer Schwingkreis die Bandbreite einengt,

    einwandfreie, breitbandige Modulation, entspr. dem Angebot an

    Modulations- NF.


    Ein NF- Vorverstärker mit Klangstellern, sowie ein zuschaltbarer

    Schwingkreis zur Anpassung wird als Extra- Baugruppe noch kommen.


    In historischen Unterlagen fand ich nichts vergleichbares- ok, so viele

    Geräte, die für für die Versorgung von Rundfunkgeräten, bei

    breitbandiger Aussendung und hohem Modulationsgrad geeignet sind, wird

    es nicht geben.


    Damit ist die Sache erst mal beendet.

    Danke für Hinweise und Anregungen- ich bleibe aber weiter dran.

  • Der Übertrager ist nicht kriminell- aber die Daten sollten zur verwendeten Röhre passen. Betrifft, Verstärkung/ Steilheit, als auch Kapazitäten.

    Ich hatte nur Anhaltswerte der Originalveröffentlichung, mit denen es nicht zufriedenstellend funktionierte, und fand empirisch andere Werte.

    Das ist normal, weil ich ganz andere Röhren verwende.

    In der Originalveröffentlichung eine spezielle Doppelsteuer- Penthode, ein Nachbauer nahm die EF80, ich die 30er- Jahre- Lampe CF7.

    Transformatoren und Übertrager mit Anzapfungen zwecks Einstellung des optimalen Werts sind in der Elektronik eine normale Sache.

    Sicher kann man den optimalen Wert auch berechnen, wenn man alle nötigen Daten hat- wichtig wäre die Kenntnis der Kapazitäten, wegen der Resonanzen.

    Betreffs Alterung wirkt die Gitterstromgewinnung für G1, andererseits wirkt für G3 die Gittervorspannungsgewinnung aus dem Betriebsstrom der Vorstufen- noch nicht realisiert.

    Eine geringe Verschiebung des Arbeitspunktes bewirkt keine wesentlichen Nachteile, da es vllt. die Ausgangs- Amplitude verändert, jedoch die Sinusform nicht mehr verändert, und der volle Modulationsgrad nicht benutzt wird.


    Es wird immer was zu verbessern geben, ich bin aber erst mal sehr zufrieden.