Gedanken zum Thema "Messgeräte"

  • Da viele Funkamateure immer nach dem Neuesten streben, hier ein paar Gedanken zu neuen Möglichkeiten, insbesondere

    - Eingabe von Steuerkommandos

    - Anzeige der Messwerte.


    Stufe 1. Touchscreen: Man braucht heute keine Geräte mehr mit Dutzenden Knöpfen, sondern kann alles wie beim "Streichel- Handy" mit ein paar wohldurchdachten Menüs und Buttons erledigen. Das würde die Geräteherstellung stark vereinfachen.


    Stufe 2. Anzeige und Bedienung per Smartphone: (oder Tablet, oder Laptop) Das Messgerät benötigt dann nur noch eine Stromversorgung, die Sensoren und eine Bluetooth- Schnittstelle. Die Datenaufbereitung und Anzeige könnte im Smartphone erfolgen.


    Was meint Ihr zu diesen Gedanken?

  • Moin,

    Stufe 1. Touchscreen: Man braucht heute keine Geräte mehr mit Dutzenden Knöpfen, sondern kann alles wie beim "Streichel- Handy" mit ein paar wohldurchdachten Menüs und Buttons erledigen. Das würde die Geräteherstellung stark vereinfachen.

    Tasten und Knoepfe sind schneller und einfacher in der Bedienung. Ich moechte kein Messgeraet, bei dem ich fuer eine Messung erst das Smartphone rauskramen muss. Mal abgesehen davon, wenn mein jetztiges Smartphone hinueber ist, kommt auch kein neues Geraet mehr her, denn im Regal liegen noch ein paar alte Nokia, die fuer mein Nutzungsverhalten, Telefonie und SMS, voellig ausreichend sind.


    Ich bin total ab von der ganzen neuen Technik, weil die nicht besser funktioniert, sondern nur Dinge integriert, die ich nicht brauche.


    73, Tom

  • Intuitives Bedienen bedeutet auch, dass ich einen Regler, einen Knopf fühlen kann!

    Autoradio: Ich hab so eine "alte" Kiste, da hat jede Station noch eine individuell erfühlbare Taste, Der Lautstärkeregler wird auch im Dunkeln gefunden.


    Ich sitze oft am Funk und bin froh, dass ich nicht immer im hell erleuchteten Shak sitzen muss. Ich weiß, welcher Knopf was bedeutet (Weil der TS-850 auch noch halbwegs übersichtlich ist) und das macht bei der Bedienung Spaß.


    Ich habe einen Funktionsgenerator, der kann mehr Funktionen als ich je brauchen werde. 4 Knöpfe und ein Drehrad. Ohne konzentriertes Hinschauen ist eine Bedienung nicht möglich. Mein altes Oszi schaue ich schnell an und der Finger weiß, wo er hindrücken muss.


    Ich möchte keine Wischoberfläche, bei der jedes Mal die Brille anheben muss, um zu sehen, wo ich bin und was ich brauche...


    Gruß Stefan

  • DH1AKF: Für Punkt 1 als NEU bist Du fast 30 Jahre zu spät dran. Touchscreen gibt es seit den 90ern im IT-Bereich, und die waren sehr schnell unbeliebt -- mußten ständig geputzt werden und waren je nach Fingergröße alles andere als zuverlässig. Ich habe heute auch immer wieder Probleme in den "Sofort-Foto-Shops" (DM & Co). Mit gut isolierenden Schuhen und trockener Hornhaut auf dem Finger muß ich oft genug um Hilfe zum "Drücken" bitten, seitdem der "Griffel" weg modernisiert wurde. An der eigenen Heizung muß ich mich fast jedes Mal erst "erden", um die "Touch-Steuerung" zu aktivieren.


    Ich sehe zwar öfter, daß es bei den iPhones anscheinend besser klappt, bei anderen, bisher habe ich mir so ein Teil verkniffen und will es auch gar nicht. Wo ist denn der Gewinn, wenn ich meine Funkgeräte per solchen "Apps" (Affen) steuere ??


    Allerdings..... wem es Spaß macht, gönne ich das Vergnügen. Mich würde allenfalls das "wie" interessieren bzw. reizen, und danach wäre es nur noch langweilig. Sorry, aber ich gehöre auch zu denen, bei denen ein richtiges Teil min. 20kg haben muß, mit Röhren bestückt ist und Knöpfe mit 2-3cm Durchmesser hat. Zu meiner Schande muß ich gestehen, auch Kleinzeug wie einen Perseus-SDR per PC zu betreiben und ähnliches. :) Kleine Schwächen ........


    73 Peter

  • Die Datenaufbereitung und Anzeige könnte im Smartphone erfolgen.

    Dazu brauchst du mind. 2 Apps, eine für Android-, und eine für die Eierphone-Welt. Bei beiden besteht die Gefahr, daß sie nach dem nächsten großen Betriebssystem-Update nicht mehr funktionieren. Und dann? Wenn ich mir heute die Mühe mache, ein hochwertiges Gerät zu bauen, möchte ich das auch in vielen Jahren noch benutzen können.


    Außerdem bin ich wie wie wohl einige OMs hier kein unbedingter Freund von Touchscreens. Beim Smartphone geht es nicht anders, aber bei anderen Anwendungen sind Knöpfe und Drehregler viel praktischer. Just my 2 Cents....


    73

    Marcus

  • Bei 1. Bin ich nicht sicher. Gerade für mobile Anwendung reduziert sowas das Gerätevolumen gewaltig. Andererseits, wie lange funktioniert so ein Touchscreen, und was , wenn es den nicht mehr gibt ?


    Zu 2. meine volle Ablehnung. Eigenständige Geräte sind mir lieber und wohl auch langlebiger.


    Viele Grüße

    Bernd

  • Hallo Wolfgang,


    ich arbeite im QRL und privat viel mit Messtechnik. Moderne Geräte mit großen Displays mit Touch-Funktion bieten natürlich super Möglichkeiten. Aber auch rein analoge Geräte mit Knöpfen und Tasten können sehr effizient sein. Im QRL arbeite ich auch mit Messtechnik, die weder Knöpfe noch einen Touch-Screen hat. Ich muss alle Messungen per C++ programmieren und die Messergebnisse aus Log-Files verarbeiten.

    Das Bedienkonzept für ein Messgerät muss zu dessen Anwendung passen. Und derjenige, der das Design für das Bedienkonzept macht, muss mit den Leuten reden, die täglich mit diesen Geräten arbeiten sollen. Dann kann was vernünftiges daraus werden. Von einer zwanghaften Digitalisierung der Bedienoberfläche halte ich wenig. Entscheidend wäre für mich, wie intuitiv und schnell kann ich meine Messaufgaben erledigen. Wenn ich erst ein Seminar besuchen muss um ein Scope zu bedienen - dann ist das Bedienkonzept für mich durchgefallen.

    Leider sieht man sehr oft - auch bei Afu-Geräten - dass die Geräte-Bedienung vernachlässigt wurde und nur irgendeine Matrix von Knöpfen vorhanden ist oder komplett undurchsichtige Menüs programmiert wurden, die nur der Programmierer selbst versteht.

    Sicher kann man viele Frontplatten mit den heutigen Möglichkeiten entrümpeln und besser gestalten, aber dann muss man auch wirklich viel Entwicklungszeit dafür einplanen, das wird oft vergessen.


    73

    Markus

  • Es gab bitterböse Reaktionen auf Eure Ablehnung neuer Techniken, in persönlichen eMails.

    Erstaunlicherweise gab es bei den Beiträgen zu meinem "DiscoRedTRX" stets sehr viele Leser.

    Und auch die Analysatoren von EU1KY sowie NanoVNA finden reges Interesse.

    Vielleicht haben sich jetzt auch nur die "Knöpfchendreher" zu Wort gemeldet, und der Rest möchte sich erst mal zurück halten.

    Ich lasse mich jedenfalls nicht beirren bei meinen Zielen: Ökonomie, Flexibilität und Ergonomie.

    Als Nächstes (neben QO100) werde ich mich mit ePaper Displays befassen, damit man die Geräte auch bei Sonneneinstrahlung ablesen kann. Es gibt sie schon in Schwarz/Rot/Weiß.

    73, Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    Deine Projekte hatten bislang immer Hand und Fuss und hier hast Du erstmal ja nur eine Fragestellung gepostet.

    Wenn da einige mit bösen Mails reagieren sollte Dich das nicht entmutigen. Früher oder später werden die

    Leute denen solcher Komfort gefällt sich sicher drüber freuen.


    Bei SDR Nutzern, ausser vllt bei Standalones" sind "Knöppkes" ja auch verpönt. Warum also nicht auch Messmittel

    ohne das ganze Zeugs. Ein Red Pitaya, als Messmittel eingesetzt, wird ja auch nur über die Software bedient.


    Just my oder so .... :thumbup:

    73´s Jürgen , ALT-512 SDR 10 Wtts, mittlerweile 50m endgespeist an der Luft + TS-790E für VHF/UHF mit Indoor X-30 und

    4-Ele LPDA. Moxon für 6m/4m ebenfalls Indoor .... Xiegu G90 mit Eremit 18 AH LiFePO4 und 12m Spidermast für outdoor.

    Member Log4OM Alpha- & Betatest Team

  • Ich lasse mich jedenfalls nicht beirren bei meinenZielen: Ökonomie, Flexibilität und Ergonomie

    Vielleicht die Reihenfolge noch ändern und der Ergonomie einen größeren Stellenwert einräumen. Oft sind Ergonomie und Flexibilität nicht ganz leicht unter einen Hut zu bringen. Dann sollte die Ergonomie Vorrang haben.


    73

    Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Hallo Wolfgang,

    warum bei dem Thema bitterböse diskutiert werden muß, ist mir schleierhaft. Du mußt Dich auch nicht beirren lassen. Bei einem guten Meßinstrument lerne ich auch noch touch-screen. Nur wenn Du nach "lieber haben" fragst -- da sind es halt Knöpfe bei mir. Entweder habe ich die falschen Finger oder ..... was weiß ich, bei der Toucherei passieren mir mehr Fehler als auf der gerade benutzten Thinkpad-Tastatur, bin die dicke alte Tastatur zu Hause gewohnt.


    Wenn Du ein tolles Meßgerät hast, wäre Knopf oder Touch das letzte, was ich hinterfrage. Nur einfach vorher nicht fragen .... :)


    73 Peter

  • Es ist mir unverständlich, wie man auf eine ehrliche Antwort einer Anfrage bitterböse reagieren kann ?(?(?(

    Warum dikutieren diese Leute nicht hier mit :thumbdown:


    Viele Grüße

    Bernd

    der Wolfgangs Entwicklungen, besonders sein Softwarewissen sehr hoch schätzt :):thumbup::)

  • Moin,

    Warum dikutieren diese Leute nicht hier mit :thumbdown:

    Kann doch jeder so machen wie er will, ich mag halt nur Geraete im Vintage-Design und manche Dinge brauche ich einfach nicht. Wenn dann jemand hinter meinen Ruecken ueber meine Einstellung schlecht reden muss, dann ist das ein ganz armer Wicht.


    73, Tom

  • Leider bin ich missverstanden worden:
    "Bitterböse Reaktionen" bezog sich auf die (ich zitiere) "Ewiggestrigen", nicht auf meine Vorschläge.

    Noch ein Tipp zum NanoVNA: Ich benutze zur Bedienung einen Touch- Pen (vom Tablet- PC), weil die Schaltflächen wirklich sehr klein sind.

    73, Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,

    die "Ewiggestrigen" :) haben das schon völlig richtig verstanden, es ist alles ok. Wenn andere zu feige sind, sich hier zu melden und bei Dir über "uns" motzen, tut mir das (für Dich) leid. Mach einfach weiter, es paßt schon alles.


    Wir haben wohl alle irgendwo verschiedene Vorlieben und sind keine geklonten Doppelgänger. Damit sollte man umgehen können.


    73 55 Peter

  • Moin,


    der Ergonomie einen größeren Stellenwert einräumen

    das fasst zumindest meinen Beitrag hier im Forum zu der Umfrage gut zusammen. Und da kann das eine oder andere Knöpfchen - sinnvoll eingesetzt und gering an der Zahl - hilfreich sein.

    73 Michael, DF2OK.

    ~ Das größte Elend gibt es doch nur, weil die Leute, denen es eigentlich gut geht, nicht mit dem zufrieden sein können, was sie haben. ~


    Edited once, last by DF2OK ().

  • Ich bin auch eher ein Fan von 1 Knopf/1 Taste = 1 Funktion. So was kann man blind und schnell bedienen. Mit meinem Analog-Oszi aus den 80igern zu Hause arbeite ich viel lieber als mit den Windows-Oszis im QRL. Touch-Screens empfinde ich eher als einen Notbehelf bei Geräten wo es halt nicht anders geht, wie Smartphones zum Beispiel. Ich arbeite lieber mit Tastatur und Maus. Für diese wäre allerdings auf meinem Basteltisch kein Platz und das sich die Maus mit Eisenfeilspänen und Kolophoniumresten anfreuden würde, halte ich auch für unwahrscheinlich.

    Normalerweise benutze ich mehrere Messgeräte gleichzeitig: Oszi, Frequenzgenerator, Frequenzzähler, Multimeter u.s.w. Dass alles auf dem Monitor eines Smartphones und dann immer hin und herschalten? Eine eher grauenvolle Vorstellung.

    Für selten genutzte und teure Geräte ist es sicher eine Alternative. Ich habe mir als Spectrumanalysator-Ersatz so ein SDR-Play-Teil gekauft, das bediene ich über den PC. Und schon dass ist umständlich genug, weil sich der PC auf dem Nachbartisch befindet.

    Alle möglichen Dinge über das Smartphone zu bedienen, vom Autoschlüssel bis zur Ankerwinde, halte ich auch nicht für sinnvoll. Viele Geräte benutzt man Jahrzehnte. Die Gerätehersteller dürften nach 5 Jahren kein Interesse mehr haben, entsprechende Apps nachzuliefern.

    Abgesehen davon besitze ich kein Smartphone. Nicht weil ich technikfeindlich eingestellt bin. Aber in meiner Hosentasche, zusammen mit Taschenmesser und Schlüsselbund, würde es nicht lange leben. Schon die kleinen Displays meiner Nokia-Handys gehen ständig kaputt.


    Bernd

  • Nun, da ich täglich mit Messgeräten arbeite ist für mich klar, dass in Zukunft mehr und mehr auf Touch umgestellt wird. Die Vorteile liegen ganz klar auf der Hand. Einer davon wurde ja gerade kürzlich hier debatiert. Siehe Faden über die BCR Drehknopfstory. Touchscreen bedeutet im wesentlichen keine Probleme mehr mit Tasten die Prellen oder defekt sind. Bessere Übersichtlichkeit der Geräte ( du kannst nur die Funktionen anwählen welche gerade benötigt werden) usw.

    Hier ein kurzer Film über das was heute möglich ist. Gut ich gebe zu diese Kiste kostet etwas Kleingeld.

    https://www.rohde-schwarz.com/…1810.html#video-rs-604672

    Seht euch das Video an von Jamie Lunn. Ich schaffs leider nicht einen direktlink auf das Video einzustellen.

    Was ich nicht mag sind dann so Zwitterdinger wo du nicht weisst obs da jetzt eine Taste hat oder das auf dem Touch bedient werden muss.


    vy 73 Mark