Demystifying the learning of Morse Code

  • Moin,


    der Videobeitrag ist zwar ein paar Jahre alt, zeigt allerdings immer noch, wie man die kleinen und großen "Probleme" des Morsen lernens angehen kann bzw. sollte. Für mich (und "meine" Schüler) einer der besten Beiträge zum Thema Lernen.


    Dabei meine ich die ersten 18 Minuten. Der Vortragende bringt das Ganze zudem noch sehr humorvoll 'rüber.


    Ab Minute 26:22 gibts noch einen Nachschlag vom ersten Vortragenden.


    Viel Spaß!


    > Los gehts.


    Der Beitrag aus Australien ist in englischer Sprache verfasst und dauert rund 30 Minuten. Leider gibts keine Untertitel. Die Bildführung ist auch nicht optimal, aber dafür der Inhalt. :)

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    "Ich bin verantwortlich für das was ich sage, nicht für das was Du verstehst."

    Edited 10 times, last by DF2OK ().

  • Guten Morgen Michael,

    klasse gemacht! Schade, dass es sowas nicht in Deutsch gibt. Ich denke, viele würden sich dafür interessieren, nicht nur Newcomer.

    73!
    Peter DL3NAA

    DL3NAA
    Name: Peter
    QTH: Kehl (JN38VN)
    DOK B14, HSC 1023, VHSC 186
    QRP von 80 Meter bis 10 Meter CW


    Life is too short for QRP!

    Satis longa vita - Das Leben ist lange genug! (Seneca)

  • Schade, dass es sowas nicht in Deutsch gibt

    Moin Peter,


    ja, in der Tat. Nicht jeder ist der englischen Sprache mächtig. Der OM in VK ist mit seiner Art und den Ansichten nicht sehr weit von mir weg. Daher mag ich den Beitrag und den Mann besonders. Gibt ja leider nicht sehr viele Filme, die das Morsen mal mehr von der Psychologie her und unkompliziert betrachten.


    Morsen soll kein K(r)ampf sein, so wie es oftmals dargestellt wird. Das zeigt im Kern auch der Film aus den USA im anderen Thread. Ferner die Literatur von Carlo, IK0YGJ. Durch dieses immer wieder verbreitete Vorurteil, das Morsen schwer ist, wird die Barriere im Kopf nicht abgebaut, im Gegenteil. Einzige Bedingung: Das Lernen muss innerlich gewollt werden. Erst dann gibts die Wege und Mittel zum Ziel. Fehlt diese innere Einstellung, dann sollte man es lassen.


    Diejenigen, mit denen ich - sei es persönlich oder via elektronischer Medien - Kontakt zum Thema habe, kennen mich von der Einstellung und den Argumenten her die so ähnlich sind wie die des OM im Film. Könnte auch viel darüber referieren. Mich hat die etwas andere "Denke" und das Nutzen verschiedener technischer sowie psychologischer Mittel bei der Wiederaufnahme des Morsens Mitte der 90iger weitergebracht. Ich habe eine unverkrampfte Haltung zu CW und es macht seitdem richtig Spaß.

    (Mehr dazu und sehr ausführlich auf meiner Website, siehe Signatur.)


    Dazu gehört auch, dass die immer wieder geführten Diskussionen um das Können eines bestimmten Tempos zum Hörempfang in den Hintergrund tritt. Diejenigen, die in CW zuhören, werden es schon selbst erfahren haben: Es gibt schnelle Stationen, denen wir gut folgen können. Und es gibt langsamere Stationen, die so schmieren, das man Selbstzweifel bekommt, überhaupt morsen zu können. Daher beantworte ich die Frage, wie schnell ich hören kann, meistens mit "es kommt darauf an...". Den Streß des eigenen möglichen Empfangstempos kann man sich also mehr oder weniger schenken.


    Ich teile das Machbare in Sachen Morsen lesen grob in drei sogenannte S(paß)-Kategorien ein:

    • S9 Geht gut, macht Spaß!
    • S5 Naja, geht grad noch...
    • S1 Kannste vergessen.

    Dabei spielt das Tempo eine untergeordnete Rolle. Beim Geben spielt vor allem eine saubere, fliessende und harmonische Gebeweise die wichtigste Rolle. Nicht das absolute Tempo. Mag das brutto sehr hoch sein, so führen häufige Fehler und Schmieren zu einem geringeren Nettodurchsatz. Zudem zu Frust und der Kategorie S1 beim Partner. Beim Geben spielt Empathie eine sehr große Rolle. Und - besonders bei höherem Tempo - physische Fähigkeiten, die sich jedoch trainieren lassen.

    73 Michael, DF2OK.

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  • Moin, den Beitrag kann ich mal wieder nach oben holen...

    73 Michael, DF2OK.

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  • Der OM in VK ist mit seiner Art und den Ansichten nicht sehr weit von mir weg. Daher mag ich den Beitrag und den Mann besonders.

    Same here. Interesting prehsentaishun :)


    Wobei ich in einem Punkt etwas anderer Meinung bin. Eher belanglosen Sachen zuzuhoeren senkt zwar den Stresspegel, doch dieser ist zum Lernen notwendig. Und der kommt nur im QSO wirklich zustande. Deshalb sage ich immer, dass man CW am besten auf den Baendern lernt, weniger von irgendwelchen Trainings-Files. So wie Kleinkinder Sprache lernen. Wenn sie den Teilsatz "Noch ein Plaetzchen haben" nicht zeitnah und verstaendlich rueberbringen, entgeht denen ein kulinarischer Leckerbissen und die wissen das.


    Auch wenn ich inzwischen bei rund 30wpm angekommen bin, trainiere ich weiter und versuche, jede Woche 5-10h flotte QSOs zu halten. U.a. um es nicht wieder zu verlieren, wie es mir in den 35 Jahren QRT geschah. Im Gegensatz zu Fremdsprachen scheint CW nicht gut haengenzubleiben.


    73, Joerg

  • Kleiner Einspruch: ich habe die Morsezeichen als Horchfunker bei der Bundeswehr gelernt,

    nach meiner Dienstzeit 6 Jahre n i c h t s mehr mit Telegrafie zu tun gehabt, aus purem

    Zufall an einem Wohnwagen einen CW-Fieldday mitbekommen . . . und alles war

    sofort wieder da, als hätte ich nie Pause gemacht. Das Geben habe ich mir dann selbst

    beigebracht, wir lernten damals nur das Mitschreiben.

  • Jörg,

    U.a. um es nicht wieder zu verlieren, wie es mir in den 35 Jahren QRT geschah.

    morsen ist wie Radfahren. Einmal richtig gelernt, dann vermisst man es nicht. Tempo und Motorik muss man üben, aber sonst...


    Wird Lernen mit Emotionen verbinden, bleibt mehr hängen. Wenn man es zwangsweise für die KW-Liz machen musste, bleibt der Spaß wohl eher aus...

    73 Michael, DF2OK.

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    "Ich bin verantwortlich für das was ich sage, nicht für das was Du verstehst."

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  • "Wird Lernen mit Emotionen verbinden, bleibt mehr hängen."


    Kann ich bestätigen :) - wir mussten einmal pro Woche (donnerstags) ne Art

    Tempoprüfung ablegen. Wer das nicht schaffte, bekam am Wochenende Zeit

    und Gelegenheit zum üben... hatte man eine Freundin zuhause, war das die

    Höchststrafe.


    Wer zuerst 60, 70, 80 etc BpM schaffte, durfte dagegen schon am Donnerstag

    Abend nach Hause fahren.