Störarmer MPPT Solarladeregler

  • Hallo,
    Ich möchte meine Antennenanlage mit einer Solaranlage betreiben.
    Verbraucher sind einige µController, Relais Steppmotore und ein Rotor.
    Der Ruheleistungsverbrauch liegt bei etwa 6,5W und die Kurzzeitige Spitzenleistung(wenige Sekunden) bei etwa 15W.
    Ein 100Wp Solarmodul und ein 12V 44 Ah sind vorhanden.


    Nun suche ich noch einen MPPT Solar Laderegler der wenig - am besten garnicht HF Störungen verursacht.Hat jemand Erfahrungen mit Laderegler ?
    73, Frank
    DL3AD

  • Hallo,
    sooo - das Projekt Solarstromversorgung der Antennenanlage ist realisiert und funktioniert :thumbsup:
    Die Eckdaten:
    - Durchschnittlicher Ruheleistungsverbrauch der Antennenanlage ca 6,5W Spitzenverbrauch ca 15W
    - Solarzelle 100Wp
    - MPPT Laderegler EPEVER Tracer AN 10A
    - Pufferakku 12V 36Ah Starterbatterie
    Der Laderegler macht keinen Ärger - Leitungen mit Ferriten versehen.
    Wer weitere Infos benötigt kann sich bei mir melden.
    73, Frank
    DL3AD

  • Hallo Frank,


    für mich ist das Thema noch neu.


    Könntest Du bitte ein wenig mehr über die gesamte Strom-Speicher- und Lade-Kette berichten?


    Den EPEVER MPPT Solar-Laderegler Tracer AN 10A - 1210AN - habe ich nun bei eBay gefunden.

  • Frank, danke für diese (und gern weiterführende) Info!
    Dafür schätze ich dieses Forum - mit nur ein wenig Suche ein unschätzbarer Wissensspeicher!


    73, Tom, dm4ea

    Das schöne an einheitlichen Standards ist, daß man so viele verschiedene zur Auswahl hat.

  • Hallo,
    hier ein paar weiterführende Infos zum Solarprojekt.
    Um eine Autarkie der Stromversorgung zu erreichen sind verschiedene Überlegungen nötig.
    Zuerst sollte beachtet werden dass die Monate November December und Januar die Monate mit den geringsten solaren Erträgen sind.
    Hierzu gibt es im Weltnetz Tabelarische Richtwerte je Region. Aus Rechergeergebnissen las ich heraus dass diese Werte noch geschönt sind.
    Sollen also 10 - 15W eingefahren werden so benötigt man einen Faktor 10 bei der Solarzelle.
    Da die Durchnittliche Leistung bei mir unter 10 W liegt wählte ich eine 100W Solarzelle.
    Die Leistung einer Solarzelle wird in Wp angegeben - d.h. Wird die Solarzelle mit einer Strahlungsdichte von 1000W/m² bestrahlt so leistet sie die angegebene Leistung - deshalb Wp => Watt peak
    Am Aufstellort ist der azimutale tageslauf der Sonne zu beachten - besonders in den drei zuvor genannten Monaten.
    Eine Verschattung bzw auch Teilverschattung der Solarzelle ist zu vermeiden da es sonst zu gravierenden Leistungseinbrüchen kommt.
    Auch der Anstellwinkel der solarzelle ist so zu wählen dass er nicht zu flach ist - aber steil genug damit Laub und Schnee sicher abgleiten können.
    Nun zur Verschaltung:
    Das Kabel der Solarzelle geht auf den Laderegler und vom Laderegler zur Pufferbatterie - Anschlüsse sind ja eindeutig gekennzeichnet.
    Der Laderegler sollte passend zur Pufferbatterie parametrisiert werden. auch unter dem Aspekt zur Vermeidung von Sulfatisierung der Pufferbatterie.
    Die Pufferbatterie ist so zu dimensionieren dass x Tage trübes Wetter ohne nachladung die Pufferbatterie nicht mehr als 30, maximal 50% der Batteriekapazität verbraucht werden
    denn sonst ist die Zyklenzahl der Batterie schnell erschöpft.
    So - nun haben wir einen Energiespeicher der aber je nach Ladezustand eine underschiedliche Spannung liefert - ich sage mal 11 - 13V
    Damit die Antennenanlage immer exakt mit 13,8V versorgt wird habe ich einen DC DC Stepp UP wandler verbaut - natürlich mit umfangreichen Entsörmaßnahmen :D
    Da meine Antennenanlage über einen RS485-Bus gesteuert wird darf hier natürlich auch kein µC fehlen


    Ein Strommessmodul Überwacht Akkuspannung und aufgenommenen Strom so dann im Bedarfsfall die Last weggeschalten werden kann.
    Eine nette Anzeige von Strom Spannung Leistung und Ladezustand auf meinem Touchbildschirm zu Steuerung der Antennenanlage ergänzt das Projekt.
    So dass waren ein paar Ergänzungen zum Solarprojekt.
    73, Frank
    DL3AD

  • Hall Frank, DL3AD


    ich bin nun auch etwas weiter mit meinen Planungen und würde mich über Empfehlungen zu Solarzelle freuen.

    Insbesondere für den Outdoorbereich, also mit kleinem Packmaß.

    Gerade baue ich einen Funkkoffer zusammen, der leicht ist und wassergeschützt alles bereithält.

  • Zellen hab ich günstige monokristalline aus chinesischer Produktion gekauft; ein 100W Modul kostete mich 150CHF; die 50W sind um die 85CHF und könnten für mobilen Einsatz von der Grösse her eigentlich passen.


    Zum epever Tracer Modell für 20A kann ich sagen, dass ich den nun seit letzten Sommer in Betrieb habe und er ganz gut läuft; via RS485 und dem Modbus Protokoll kann man alle Daten auslesen und gewisse Parameter wie Batterietyp und Datum/Uhrzeit einstellen; dazu hab ich ein paar python scripts geschrieben.

    Was von mir aus gesehen nicht stimmt - elektronisch gesehen - dass der Regel MPPT eigentlich erst bei relativ starker Stahlung anfährt und bei diffusem Licht meist die Paneele ihre Leistung nicht fahren lässt; die Panelspannung verharrt dann auf 13-15V mit entsprechend niedrigen Strömen, obwohl eigentlich mehr möglich wäre, würde die Kurve der maximalen Leistung abgefahren.


    Insgesamt sollte man aber nicht zu sehr meckern - you get what you pay for; für die 80$ ist es ganz ordentlich; jetzt im Mai kann ich täglich auch bei Bewölkung abends die gesamte Hausbeleuchtung mit den 200Wp bedienen; letzten Oktober hatte ich noch Ende des Monats manchmal ein halbes Kilowatt Ausbeute, wenn ich tagsüber ein paar Verbraucher zuschalten konnte.

  • Ich weiss nicht, wie es sich mit diesen flexiblen Panels verhält. An sich klingt das ja ganz praktisch, aber ob die wirklich von der Ausbeute her etwas taugen, bezweifle ich eher. Für den mobilen Einsatz wären sie aber sicherlich erste Wahl.