Meinung zum ZM-4 Tuner

  • Hallo liebe QRP Gemeinde,


    vor wenigen Tagen bekam ich nun meinen ZM-4 Bausatz. Seine Aufgabe soll es sein möglichst viele nasse Schnürsenkel an meinen FT-817ND "anzumatchen". ;)
    Nein, Spaß beiseite.


    Gerade die kleine Bauform und das unkomplizierte Abstimmen ohne große Kreuzzeiger haben mich neugierig gemacht.
    Natürlich habe ich am Anfang Zweifel gehabt, ob ich den Ferritkern vernünftig gewickelt bekomme. Diese Angst kann ich jedoch jedem nehmen, den vielleicht die gleichen Sorgen plagen.


    Das Wickeln war absolut kein Problem, abgesehen von einem kleinen Punkt. Jedes Bild, das ich bisher konsultiert habe zeigt einen Kern, der am unteren Ende mindestens 1 cm unbewickelte Fläche aufweist. Mein Kern ist jedoch komplett geschlossen bewickelt, wobei 2 Drähte überlappen. Vielleicht besorg ich mir irgendwann nochmal anderen Draht, sollte der Tuner nicht wie vorgesehen funktionieren.


    Merkwürdigerweise war der kleine Ferrit mit dem dünnen Draht einfacher zu wickeln. Auch den Punkt mit den Schaltern kann ich nach dem netten Telefonat mit dem Support von QRP project nachvollziehen.


    Etwas nachschleifen musste ich die Ränder der Platine auch, da sie nicht in die Gehäuseschiene passte. Kein Problem.
    So merkwürdig es klingt, aber mein größte Herausforderung ist das Bohren der Löcher. ;) Keine Bohrmaschine zu Hause und der Dremel, bzw. eher sein Bohrfutter hat mir angesichts des großen 13 mm Bohrers den Mittelfinger gezeigt.
    Ich überlege bereits mir von Schaeffer zwei Platten fräsen und bohren zu lassen.


    Ansonsten ist das einfach ein toller Bausatz.


    Ich überlege schon mir einen zweiten Tuner in Eigenregie zu bauen. So ganz ohne Platine im Stil des ZM-2.
    Bisher habe ich nur Bluetooth Cat Adapter oder Kabel für SignaLinks gebaut. Da ist das mal eine willkommene Abwechslung.


    73,


    Mike

  • Hallo Mike,


    für das Bohren der für "Küchentischbastler" (wie mich, und nicht abwertend gemeint) riesigen Löcher von 13mm habe ich ein "Stufenverfahren" genommen.
    Dazu braucht man jedoch mindestens einen einfachen Akku-Bohrer/Schrauber, welcher auch dickere Bohrer als der Dremel aufnehmen kann.
    Ein günstiger aus dem Schnelldreher-Sortiment der Lebensmittelhändler langt ;)


    Der Dremel geht ja (nur) bis 3,2mm Bohrdurchmesser.
    Schritt 1 ist das Bohren eines 1,5mm Loches mit dem Dremel.
    Schritt 2 ist das aufbohren auf 4mm mit einem Standard-Metall oder Alu-Bohrer und dem Akku-Schrauber.
    Schritt 3 ist das auf-schälen mit einem Schälbohrer (oder Stufenbohrer) auf den passenden Durchmesser


    (https://de.wikipedia.org/wiki/…lbohrer_oder_Stufenbohrer)


    Evtl. kann man das Aufbohren auf 4mm auch noch mit dem Dremel machen. Fräser oder ein Bohrer mit verjüngtem Schaft.


    Ansonsten wünsch ich Dir viel Spass mit der Bastelei. Bei der Mechanik musste ich auch erst mal viel lernen und
    lerne immer noch jedesmal dazu :D


    72/3 de Frank, DG4FCO

  • Hallo Mike,
    ich hatte mir bei Lidl Stufenbohrer und Multifunktionsbohrer für meinen Akkubohrschrauber besorgt. Bei Lidl im Online-Shop gibt es die noch:


    Artikelnummer:


    100230838005
    100230838006


    72/3
    Gerhard

  • Hallo Frank,


    danke für deine Antwort. Die Bezeichnung "Küchentischbastler" finde ich keineswegs Abwertend. ;)
    Im Gegenteil, das beschreibt genau das was meine Frau manchmal sieht wenn sie in mein Shack kommt.


    Ich glaube die Zeit ist wirklich gekommen sich mal einen Akkuschrauber zuzulegen. 70 € für zwei gefräste und gebohrte Aluplättchen ist doch ne Menge Geld.


    Ich danke dir auf jeden Fall für deinen Tipp und deine Antwort!


    P.S.: Danke dir vielmals Gerhard!!!
    Das wird gleich mal bestellt.


    73,


    Mike

  • +

    73 Michael, DF2OK
    Früher wurden Funkgeräte zum Funken mit Antennen verbunden, heute mit Computern. Finde den Fehler...
    ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    Edited once, last by DF2OK ().

  • Hallo Michael,


    erstmal Respekt für die Leistung und das Durchhaltevermögen. ;)
    Da favourisiere ich dann doch eher die Methode mit dem Kegelbohrer. Wird eh Zeit für einen Akkuschrauber...


    Trotzdem danke für deinen Beitrag, aber ich glaube dafür bin ich nicht hart genug^^


    73,


    Mike
    DM7KE