Antennenanalysator von EU1KY

  • Moin Wolfgang,


    auf den Fotos sieht das so aus, als ob da zwischen den Bauteilepins Flussmittelrueckstaende kleben. Wenn die Luftfeuchtgkeit hoch ist, kann das eine klebrige Schicht werden, die Dir auch die HF Eigenschaften beintraechtigen kann. Besser ist es, die Platine noch zu reinigen.


    Das dies so massiv aussieht (zumindest auf den Fotos) kann auch am Loetzinn liegen. Ich empfehle fuer verbleites Lot 11L436, fuer bleifreies Lot 11L2648, beides von Felder.


    https://www.buerklin.com/de/loetdraht/p/11l436
    https://www.buerklin.com/de/loetdraht-bleifrei/p/11l2648


    Je nach Geschmack auch als 0,5mm Draht.


    Die sind beide frei von Halogenen, das ist gesuender:


    http://www.edaboard.de/loetdra…-ohne-halogen-t20582.html
    "Fuer Dich und die Schaltung. Ansonsten korrodieren Dir die Salzanteile des Flussmittelreste das Kupfer der Schaltung mit der Zeit weg. "



    73, Tom

  • Hallo Funkfreunde!
    Bisher ist es nur eine Idee, aber vielleicht könnte ich das seinerzeit abgebrochene Projekt "Antennenkoppler mit PSoC5" wieder in Angriff nehmen, diesmal mit der STM32F7- Baugruppe als Zentrale:


    http://www.qrpforum.de/index.p…ad&postID=86216#post86216


    Es müssten noch erarbeitet werden:
    - 1. Frequenzmessung (auf 10 kHz genau reicht)
    - 2. Berechnung der Einstellwerte für das L- Glied aus den gemessenen Antennendaten
    - 3. Suchverfahren für den Feinabgleich


    Zu Punkt 2 bin ich bereits fündig geworden auf den Seiten
    http://leleivre.com/rf_lcmatch.html und
    https://home.sandiego.edu/~eki…/jwmatcher/maltcher2.html
    Die zugrunde liegenden Programme (Javascript) habe ich zum Test in eine EXCEL- Tabelle eingebaut, und das funktioniert.


    Die Arbeitsweise des geplanten Geräts stelle ich mir folgendermaßen vor:
    (einmalig bzw. bei Antennenwechsel: )
    - Messung der Antennendaten, Berechnung und Speicherung der Einstellwerte in den interessierenden Frequenzbereichen,
    - Beim Abstimmen des Senders wird die Frequenz gemessen und die zugehörigen Einstellwerte werden aus den gespeicherten Daten entnommen.
    - Feinabgleich auf optimales SWR.


    HW?

  • der STM32F7Disco ist schon vorhanden, auf das HF-Frontend warte ich bereits.


    Die zip-Datei mit dem Quellcode habe ich vorliegen, doch wo finde ich die fertig compilierte Software und eine weitergehende Anleitung für "Dummies"?


    vy 73 de Peter, DK4BF

  • Hallo Peter,
    man braucht das STM32 Link Utility:
    http://www.st.com/en/development-tools/stsw-link004.html


    Damit wird die Datei F7Discovery.bin auf das STM- Board übertragen.


    Eine (russische) Anleitung zur Kalibrierung gibt es hier:
    http://www.cqham.ru/forum/show…44&viewfull=1#post1313644 Google oder Google Chrome übersetzen das in brauchbares Deutsch.


    73+55, Wolfgang


    Noch eine Anmerkung, weil jemand danach fragte: Die Stromaufnahme beträgt bei 5V maximal 430 mA. Vielleicht lässt sich ein Stromspar- Modus (dunkler Bildschirm) implementieren...

  • Hallo Analyzer-Bastler,


    mich würde mal interessieren, welche Genauigkeit man mit diesem Gerät erreicht. Bunte Displays und schöne Zahlenwerte sind ja das eine, aber für mich wären auch die gemessenen Werte interessant. Und ein Vergleich mit den bekannten, käuflichen Analyzern wäre nicht schlecht. Gibts Vielleicht schon im Web, hab ich auf die Schnelle aber nicht gefunden.
    Was auch viele Analyzer-Hersteller nicht dazu sagen: starke Signale an einer Antenne können das Messergebnis derart beeinflussen, dass es praktisch unbrauchbar wird. Eine abendliche Messung an einer guten 40m-Antenne kann z.B. solche Effekte erzeugen. Je nach Messkonzept.


    73


    Mark

  • Hallo Markus,
    Du hast eine interessante Frage aufgeworfen. Einige Gedanken zur Genauigkeit:


    - Bei Messgeräten wird meist die Abweichung in Teilen vom Skalenendwert angegeben, z.B. 0,5 % von 1000 Ohm bei einem Multimeter.
    Aber welche Werte könnte man bei einem Antennenanalysator als "Maximalwerte" ansetzen? Ich habe hier ein Gerät AA-600 von RigExpert. Sowohl im Datenblatt als auch auf der Website des Herstellers findet man keine Angaben über dessen Genauigkeit. Auch bei anderen Geräten habe ich nichts dazu gefunden.


    - Welche Genauigkeit ist denn überhaupt anzustreben?
    Meine geplante Erweiterung zum automatischen Antennentuner erfordert die Kenntnis aller Induktivitäts- und Kapazitätswerte des LC- Gliedes, und zwar "möglichst genau". Und: Man kann wegen zu erwartender Toleranzen nicht einfach die Stufung in Zweierpotenzen vorsehen, sondern muss einen Sicherheitsfaktor vorsehen, z.B. statt 2,0 nur 1,8. Daraus ergibt sich ein Überlappungsbereich. DL1SNG macht es in seinen Tunern ebenso.


    - Den Antennenbauer interessiert eigentlich nur, ob seine Antenne zu lang oder zu kurz ist, und um wieviel. Und natürlich die Bandbreite.
    - Wer einen manuellen Tuner zum ersten Mal an einer (neuen) Antenne betreibt, findet in den berechneten L/C- Werten gute Richtwerte.
    Diese nützen etwas, wenn in µH und pF ablesbare Skalen vorhanden sind. (Habe ich z.B. bei der Rollspule mit Zählwerk und Tabelle erledigt.)


    Zum Messprinzip nur soviel: Es wird das Superhetprinzip verwendet, wobei zwei Testfrequenzen im Abstand von ca. 1 kHz miteinander gemischt werden. Dadurch entstehen das Mess- Signal und das Referenzsignal. Nach analogem Tiefpass und digitaler Filterung (Goertzel) erfolgt die Auswertung. Die Phasenverschiebung und das Amplitudenverhältnis dienen zur Berechnung der gesuchten Impedanz.
    Es handelt sich also um ein relativ störsicheres Schmalband- Verfahren.
    73, schönen Advent!
    Wolfgang