K1: Kein Output auf 21 Mhz

  • Hallo,


    wenn ich mir das jetzt also richtig zusammenreime:
    - Der Quarz wird ohne Unterdrückung der Grundwelle betrieben
    - Es gibt auch keine explizite Schaltung, die die 3. Oberwelle Resonant hervorhebt


    -> Der Quarz wird frei schwingen lassen, wobei die Grundwelle und 3. Oberwelle erwartet wird. Mit beiden Signalen wird gemischt und dann über die Filterung später nur noch das Signal, welches aus der Oberwelle entstanden ist herausgefiltert.


    Bevor man aber weiter bei dem Oszillator sucht, sollte man erst sicherstellen, dass das Signal schon beim Mischer fehlt und nicht erst in dem nachfolgenden Filter fälschlicherweise unterdrückt wird. Eine kleine isolierte Schleife (Innenleiter gegen Außenleiter) am Ende eines Koaxkabels kann da schon als Sonde an einem Empfänger ausreichen um die Signale zu Verfolgen.


    Was hilft jetzt bei der Beschaltung des Oszillators, dass die Oberwelle auch mit angeregt wird? Hilft eine hohe Verstärkung der Rückkopplung um mit möglichst steilen Flanken auch die Oberwelle anzuregen oder eine geringe Verstärkung ohne Übersteuerung des Verstärkers um beide Frequenzen zu verstärken?


    Wenn man die Verstärkung leicht über einen extra Widerstand erhöhen kann, sollte man dieses vielleicht versuchen und parallel dazu die Amplitude der Oberwelle beobachten. Die Idee mit dem Draht um den Quarz auf einen Empfänger ist dabei nicht schlecht.


    Die Koppelkondensatoren C26 und C27 der Rückkopplung könnten auch das Verhalten beeinflussen, so dass man diese auch einmal überprüfen sollte. Aber Vorsicht, diese Kondensatoren ziehen die Quarzfrequenz und haben einen Einfluss auf die Leistung mit der der Quarz betrieben wird.


    vy 73 de Karsten, DD1KT

  • Hallo,


    wenn ich mir das jetzt also richtig zusammenreime:
    - Der Quarz wird ohne Unterdrückung der Grundwelle betrieben
    - Es gibt auch keine explizite Schaltung, die die 3. Oberwelle Resonant hervorhebt


    Hallo Karsten,
    so ist es. Schaltung ist im Anhang linkes Bild. Auf dem Layout des K1 ist nichts alternatives vorgesehen.


    Quote


    -> Der Quarz wird frei schwingen lassen, wobei die Grundwelle und 3. Oberwelle erwartet wird. Mit beiden Signalen wird gemischt und dann über die Filterung später nur noch das Signal, welches aus der Oberwelle entstanden ist herausgefiltert.


    ich erwarte NUR 29MHz. Genauso wie beim 22MHz Quarz. Dort sind es natürlich 22MHz.


    Quote

    Bevor man aber weiter bei dem Oszillator sucht, sollte man erst sicherstellen, dass das Signal schon beim Mischer fehlt und nicht erst in dem nachfolgenden Filter fälschlicherweise unterdrückt wird. Eine kleine isolierte Schleife (Innenleiter gegen Außenleiter) am Ende eines Koaxkabels kann da schon als Sonde an einem Empfänger ausreichen um die Signale zu Verfolgen.


    so ist es. Dies funktioniert auch bis zum Ausgang Antenne, aber mit minimalem Pegel.


    Quote


    Was hilft jetzt bei der Beschaltung des Oszillators, dass die Oberwelle auch mit angeregt wird? Hilft eine hohe Verstärkung der Rückkopplung um mit möglichst steilen Flanken auch die Oberwelle anzuregen oder eine geringe Verstärkung ohne Übersteuerung des Verstärkers um beide Frequenzen zu verstärken?


    Wenn man die Verstärkung leicht über einen extra Widerstand erhöhen kann, sollte man dieses vielleicht versuchen und parallel dazu die Amplitude der Oberwelle beobachten. Die Idee mit dem Draht um den Quarz auf einen Empfänger ist dabei nicht schlecht.


    Die Koppelkondensatoren C26 und C27 der Rückkopplung könnten auch das Verhalten beeinflussen, so dass man diese auch einmal überprüfen sollte. Aber Vorsicht, diese Kondensatoren ziehen die Quarzfrequenz und haben einen Einfluss auf die Leistung mit der der Quarz betrieben wird.
    vy 73 de Karsten, DD1KT


    Hier hilft die linke Schaltung im unteren Bild. Das Bild wurde entnommen aus
    "Philips Semiconductors AN1982 Applying the oscillator of the SA602 in low-power mixer applications"


    Habe mich wegen dem Problem direkt mit Elecraft in Verbindung gesetzt. Nach deren Aussage muss der Quarz auf der Grundwelle (FUNDAMENTAL) schwingen, kein Oberton.
    Bevor ich mich jetzt mit Dimensionierung des LC-Kreises beschäftige, bestelle ich nächste Woche einen Original 29MHz Quarz bei Elecraft. (The 29mHz xtal E660005 costs $1.40 each plus shipping.)
    Immerhin funktioniert die Schaltung mit dem original 22MHz Quarz.


    Manfred DL3ARW: Quarz geht am Montag zur Post
    @Hajo DL1SDZ: relevante Spannungen verglichen, aber nichts auffälliges.
    Peter DL2FI: den Widerstand habe ich identifiziert. Ist R35, hat in dem Fall keinen Einfluss.

  • Bin gespannt! :-)

    DL3NAA
    Name: Peter
    QTH: Kehl (JN38VN)
    DOK B14, HSC 1023, VHSC 186
    QRP von 80 Meter bis 10 Meter CW


    Life is too short for QRP!

    Satis longa vita - Das Leben ist lange genug! (Seneca)

  • Hallo Peter und Interessierte,


    Elecraft-Quarze sind heute nachmittag gekommen -> eingelötet -> 2,2W out auf 15m.
    Wo die restlichen 3W geblieben sind, suche ich nächste Woche.
    Am Wochenende ist DARC VHF-, UHF-, Mikrowellen-Wettbewerb.

  • SUPER, Uli! Das klingt doch schon mal gut!


    73 und schönen Märzkontest!
    Peter DL3NAA

    DL3NAA
    Name: Peter
    QTH: Kehl (JN38VN)
    DOK B14, HSC 1023, VHSC 186
    QRP von 80 Meter bis 10 Meter CW


    Life is too short for QRP!

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  • Hallo Uli , Peter und die Runde,


    hört sich recht gut an. Ein Pegelvergleich hinter den Bandfiltern des VFO ist angebracht. Wenn ich jetzt
    nicht schief liege , sollten dort jetzt so um die 26MHz vorhanden sein, die zum RX und zum TX aufgeteilt werden.
    Kann sein, dass diese 26MHz Bandfilter "modifiziert" wurden um irgendwie mit dem nichtfunktionierenden Quarz
    etwas an Sendeleistung zu erreichen.
    Wenn Richtung Empfangsmischer "nur" etwa 50 bis 80mV an HF ankommen, fällt das beim Empfang fast nicht
    auf. Beim Senden kommt dann wie jetzt zu wenig an Leistung heraus.


    Uli, ich warte dann mal auf Post von Dir.


    73 de

  • Hallo,


    Ursache war der Quarz. Bestückungsfehler war keiner drauf.
    Die Endstufe habe ich modifiziert, damit auch auf 15m die 5W sicher erreicht werden. Der Tipp kommt von JL3AMK.
    Ohne diese Mod waren es auf 15m knapp 4 Watt bei 13,75V.
    Jetzt wird diese Leistung erreicht:
    12V: 20m: 7W, 15m: 6W
    13,75V: 20m: 9W, 15m: 8W


    So, jetzt noch VFO auf richtige Frequenz und RX abgleichen.
    Hier gabs eine fehlerhafte Lötstelle, RIT jetzt wieder +- 3kHz.


    Jetzt noch eine Frage an K1 Benutzer:
    Im Inet gibt es verschiedene Modifikationen. Welche sind sinnvoll und haben sich im praktischen Betrieb bewährt ?
    Wenn der K1 schon offen daliegt, dann kann ich dies auch gleich mit einbauen.

  • Uli,


    herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Problemlösung!
    Ich glaube ich hätte das Fachwissen und die Hartnäckigkeit nicht aufgebracht.


    Dummer Quartz, dummer ...


    Schade, das es nicht weitergeht. Es war spannend.
    73 de Hajo

  • Dummer Quartz, dummer ...


    Hallo Hajo,


    falsch, das muss heißen: Dummer Uli, warum nicht als erstes die Quarzfrequenz gemessen ..........


    Ich werde weiter berichten. Mal sehen, was noch so kommt.
    Ein paar Lötstellen muß ich nachlöten. Schlimmstes Beispiel siehe Bild, frei nach dem Motto:
    Wenn der Draht nicht durchs Loch will, dann wird er darüber "geklebt".