SDR TRX Tulipan

  • Hallo,


    unter www.sp3osj.pl stellt Artur seinen neuen SDR TRX Tulipan vor.


    Für weitere Infos/Videos zu diesem Transceiver einfach googeln ("TRX Tulipan")


    Ein sehr interessantes Projekt.

  • Moin,
    ist die polnisch/russische Variaten des mcHF, allerdings mit einem etwas anderen Konzept.
    Den mcHF stellte ich auf dem SWT-2015 live vor.
    Frage dazu beantworte ich gerne umgehend.
    Gruß - Raimund

  • Das sieht von der Schaltung her aus wie ein Aufguss des betagten AVALA von YU1LM. Der Empfänger mit Tayloe Quadratur-Sampling-Decoder und I/Q Demodulation auf Soundkartenbasis ist großteils mit diesem identisch. http://yu1lm.qrpradio.com/AVALA-01%20AND%20ADTRX2-YU1LM.pdf


    Dervon Raimund erwähnte mcHF ist schon eine Generation neuer, zwar auch noch ein QSD und kein Direktsampler, aber mit moderneren Bauteilen.


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    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Hallo,


    Es sind 2 Prozessoren verbaut, einer für DSP (Software von RX9CIM) und einer für Control/LCD (Software von R6DAN).
    Ist kein Open-Source Projekt. Dies ist die Antwort auf eine E-mail an Artur.
    Also nicht unbedingt mit mcHF vergleichbar. Dort schiebt nur ein Prozessor die Bits hin und her.

  • Hallo,


    der Vergleich mit dem IC-7700 ist aber schon an sehr langen Haaren herbeigezogen! Vielleicht lässt sich der Tulipan mit dem IC-7300 vergleichen, das schon eher. In meinen 7700 kann ich ein mehrere hundert mV starkes Signal einspeisen und nebendran im selben Band QSO fahren. Mach das mal mit einem SDR! Der mcHF verträgt nur ein S9+30-Signal bevor er anfängt zu musizieren (siehe Forum Sulingen und dort mcHF-HF-Messungen). Bereits bei -20 dBm (22 mV) erhält man ein unsägliches Pfeifkonzert. Einen solchen Vergleich kann nur jemand anstellen, der kein ordentliches Analoggerät besitzt und an dem noch nie vergleichende Messungen angestellt hat. Es ist einfach lächerlich, ein solches Bastelradio in den Himmel zu loben.... Ja, ok, man kann damit funken - aber bloß wie!


    73, Uli, DK4SX

  • Hallo Ulli ....
    hier geht es um den Tulipan, der mit dem IC7700 verglichen wird. Hast du den gemessen oder den mcHF? ...
    Wenn es auf den dynamicRange im CW Abstand (2KHz und weniger) ankommt, rangiert z.B. der IC7700 zusammen mit seinen Brüdern IC7600 und IC7410 eher im Mittelfeld. Die Icom's brechen da leider immer wieder sehr ein.
    Systembedingt sind da SDR-Radios im Vorteil. Der Vergleich hingt aber schon deshalb weil die SDR's deshalb wiederum im wide spaced test schlechter abschneiden. Was z.B. für mich als Transverternachsetzer interessant ist.
    Also so pauschalisierte Aussagen sind immer schlecht.


    Der IC7300 fällt irgendwie was aus der Reihe ... weiss noch nicht was die ICOM#s da nicht richtig dimensioniert haben.
    Eventuell die Eingangsbandfilter oder die Anbindung an die DSP-ZF??? ....
    Das würde mich mal interessieren.


    73's Joe

  • Hallo Joe,


    mal ganz ehrlich - in welchen Fällen brauche ich einen hohen Blockingabstand in 2 kHz Abstand?? Gut, ich bin kein CW-Mensch und kann mir solche Fälle nur im Extremfall in CW-Contesten vorstellen. Ansonsten sind nahebei liegende SSB-Signale schon allein wegen ihrer IM-Produkte so breit, dass dieser Faktor völlig irrelevant wird. Ich habe einen Signal/One Milspec hier stehen, eines der teuersten je hergestellten Geräte aus US-amerikanischer Produktion. Er hat einen sehr rauschbehafteten Synthesizer, sodass man kaum den -40 dB-Punkt der Filterselektion messen kann. Trotzdem ist er mir im praktischen Betrieb nie an die Blockinggrenzen oder die des reziproken Mischens geraten. Der Blockingwert in so geringem Abstand hat für mich daher überhaupt keinen praktischen Nährwert. Um so mehr aber der weiter ab liegende Wert, da ja schließlich die Rx-Frontselektion immer wenigstens ein ganzes Band umfasst, auch bei den SDRs.


    Ich habe übrigens - wohl als Einziger bislang - den mcHF durchgemessen. Die Leiterplatten liegen zur Weiterverarbeitung auf meinem Tisch. Ja, der Empfänger geht unter "normalen" Betriebsbedingungen recht ordentlich. Aber bei einer heftigeren Signalbeaufschlagung kommt er an den 7700 bei weitem nicht heran! Im Übrigen: Ich habe auch schon mit den ARRL-Leuten wegen ihrer Testberichte korrespondiert. Da liegt ab und zu auch einiges im Argen. Offensichtlich sind nicht alle Messleute vom Fach, sodass manchmal durchaus fragwürdige Ergebnisse in den Berichten stehen. Das gilt übrigens auch für die "privaten" Tester und ihre Tabellen. Die Tatsache aber, dass die Berichte in der QST mit von den europäischen Messverfahren unterschiedlichen Referenzen arbeiten bedeutet, dass die Ergebnisse nicht vergleichbar sind und erst umgerechnet werden müssen.


    Ich habe jahrelang für das CQ DL Testberichte verfasst, habe die Messregularien und -verfahren definiert und sehr viele Geräte deswegen auf dem Tisch gehabt. Die ICOM-Empfänger waren der Konkurrenz immer eine ganze Nasenlänge voraus! Ausnahmen bestätigen die Regel....


    73, Uli, DK4SX

  • Moin,

    stehen. Das gilt übrigens auch für die "privaten" Tester und ihre Tabellen. Die Tatsache aber, dass die Berichte in der QST mit von den europäischen Messverfahren unterschiedlichen Referenzen arbeiten bedeutet, dass die Ergebnisse nicht vergleichbar sind und erst umgerechnet werden müssen.

    Sind denn die Werte von Rob Sherwood auch nur fragwürdig? http://www.sherweng.com/table.html


    73, Tom

  • Hallo Tom,


    auch die Sherweng-Tabellen müssen interpretiert werden. Rob verwendet für seine Messungen teilweise unterschiedliche Bandbreiten; wir verwenden grundsätzlich die SSB-Bandbreite. Schmalere Bandbreiten ergeben immer bessere Werte für die Empfindlichkeit, den Noise-Floor und die Dynamikbereiche. Im Übrigen kann man den IM-Dynamikbereich und den IPE3 eines SDR-Geräts nicht mit demjenigen eines analogen Empfängers vergleichen und ihn auch nicht so messen. Daher sind solche simplen Tabellen für den Laien nicht brauchbar, da sie oft zu völlig falschen Schlussfolgerungen verleiten.


    73, Uli, DK4SX