Umstieg auf Debian-Linux

  • Hallo,


    ich mach mal einen neuen Thread auf, der hoffentlich etwas aufbauender ist.


    Aber doch noch ein Wort in eigener Sache: Ich bin schon manchmal genervt, wenn die Experten auch in diesem Forum sagen, dass sie ihre beste Loesung gefunden haben, aber nicht verraten, wie sie es gemacht haben.


    Ich habe es eben noch einmal probiert und es funktioniert auch bei so einem alten Esel wie mir.


    Mein Lösungsansatz: Mach es einfach und lasse alle Schwierigkeiten erst einmal weg.
    Ziel ist ein sauberes Linuxsystem mit dem man sofort arbeiten kann und das auch nach einer zusaetzlichen Viertelstunde erste Amateurfunksoftware verarbeitet.


    Warum Debian: Es ist ein altes ausgereiftes und sehr gut gepflegtes System, dass konstant weiterentwickelt wird und es wird nur freie Software verwendet. Wenn ihr Software mit fremden Rechten verwenden wollt, dann wird es etwas komplizierter, da diese Software nicht in den Debian-Archiven zu finden ist.


    Man nehme einen Rechner. (PC oder Laptop) Alter spielt keine Rolle. Die Platte sollte mindestens 20 GB haben, 100 GB sind besser, dann man hat fuer die Zukunft ausgesorgt. Die Daten bitte sichern, da die Platte geloescht wird. Der Rechner sollte ueber Kabel am Netz haengen. (Wifi etc. macht man später) und ein CD-Rom Laufwerk verfuegen.


    Man nehme seinen guten Rechner und stellt ihn daneben. Dieser dient zur Erstellung der Start-CD UND als staendiges Nachschlagewerk, wenn man etwas nicht versteht.
    WICHTIG: Ihr koennt nach jedem Wort oder jeder Fehlermeldung suchen. Stellt bitte vor die Frage das Wort DEBIAN. Dann bekommt ihr nur Antworten, die das System betreffen. Antworten die von Ubuntu kommen, kann man nehmen, aber nur im Notfall. Und achtet auf das neuere Datum der Antwort. Weitere Quellen, die valide Antworten geben sind u.a. stackoverflow.com


    Und es gibt ei deutsches Anwenderhandbuch: http://debiananwenderhandbuch.de/. Ich verwende es zum Nachschlagen.


    Es gibt eine deutsche Installationsanleitung https://www.debian.org/releases/stable/i386/index.html.de


    Ihr muesst euch die Installationssoftware auf euren guten Rechner laden.
    Dazu muesst ihr nur Wissen, welche Rechnerstruktur ihr habt: Wahrscheinlich i386. und installiert von der CD oder DVD also z.B. Ihr braucht nur die erste CD /DVD auswaehlen. Also zum Beispiel:


    ACHTUNG Aenderung nach einem Hinweis von Lutz s.u. :
    Nehmt die Pakete von dieser Seite https://www.debian.org/releases/jessie/debian-installer/, dann seid ihr auf der ganz sicheren Seite. Die Dateien waeren dann:


    debian-8.1.0-i386-CD-1.iso 2015-06-06 16:14 647M
    oder
    debian-8.1.0-i386-DVD-1.iso 2015-06-06 16:02 3.7G


    oder die jeweilige Installation der entsprechenden Rechnerarchitektur, also amd oder arm ...


    Wer die aktuelle Version nehmen will, wird hier bedient: https://www.debian.org/devel/debian-installer/


    debian-stretch-DI-alpha2-i386-CD-1.iso 2015-08-15 01:54 646M
    oder
    debian-stretch-DI-alpha2-i386-DVD-1.iso 2015-08-15 01:56 3.7G


    (Bitte beachten: Der Beitrag wurde am 19.8.2015 geschrieben. Die Bezeichnungen koennen sich aendern.)


    Dieses Image brennt ihr mit Windows oder ... auf die DVD oder CD. Bitte nicht nur kopieren.


    Dann koennt ihr diese in das Laufwerk tun, den zukuenftigen Rechner starten und ihn ueber das CD-Laufwerk booten lassen.


    Akzeptiert die Vorschlaege des System, macht nur eine Partition, macht die Landeseinstellungen etc. und wenn ihr nicht weiter wisst: Ihr habt den zweiten Rechner zum Beantworten der Fragen.


    Und wenn ihr unsicher seid, kostet es schlimmstenfalls nochmal eine Stunde.


    Dass einzige was ihr am Anfang wissen muesst:


    Ihr seid die root, die Wurzel, die alles darf. Also das System konfigurieren, neue Software einspielen oder alles loeschen. Wenn ihr nachher ein laufendes System habt, kommt ihr ueber das Terminal mit dem Befehl "su" und dem Passwort in den Genuss aller Rechte.


    Legt deswegen, wenn ihr gefragt werdet noch einen user an . Der darf wie bei Windows nur das was ihr im erlaubt. Also vorerst nichts.
    Lasst euch eine WIndowsoberflaeche einrichten und probiert sie aus.


    Bei Fragen, die das Netz nicht beantwortet, findet ihr hier sicher jemand, der weiter hilft.


    So weit so gut.


    Risiko bei diesem Vorgehen: Ein Rechner, der bei Desinteresse ein neues OS braucht und 2-3 Stunden EInarbeitungszeit. Diese ist auf keinen Fall verloren, da man dazu lernt.


    73 de Hajo

    Edited 4 times, last by dl1sdz: Ich bin zu bloed URLs einzufuegen, aber irgendwann klappt es. ().

  • Danke Dirk,


    bei dem letzten Link bitte auf das Entwicklungssatz achten. Bei den engagierten Entwicklern ist es wie bei den Funkamateuren: Man entdeckt eine neue Problemstellung und beschäftigt sich mit dieser weiter. Dies muss keine Aussage über die Qualität sein, aber wenn ein Projekt nicht weiter gepflegt wird. Wenn ein interessantes Programm entdeckt wird: Bitte erst nachsehen, ob im Debianrepository eine angepasste Version vorhanden ist, bevor man es mit der Hand am Arm selbst installiert.


    Auf jeden Fall Fldigi und Cqrlog installieren. Mit Fldigi wird der gesamte Audiozweig richtig konfiguriert und man hat etwas zum Spielen.


    73 de Hajo

  • Hallo,


    ich beantworte mal ein paar Anfragen hier im Forum.


    1. Kann ich Debian auch neben Vista, ... installieren?
    Ja, natuerlich ... Aber: Ich wollte eine Anleitung liefern, die eine sichere, saubere (clean) Installation gewaehrleistet. Dualboot ist mittlerweile ausgereift, sofern man sich an die Reihenfolgen laut den Anleitungen haelt. Aber hier koennen, wenn man nicht aufpasst, oder wenn man wenig Erfahrunge im Umgang mit Scripten hat schon Fehler passieren. Ausserdem habe ich dann keinen Rechner, bei dem ich bei Problemen nachsehen kann. Eine Linuxinstallation ohne zweiten Nachschlagerechner .. fuer Anfaenger ein NoGo. Ich habe meinen W10 Rechner auch mit Debian als Dualbootrechner laufen. W10 m it Lightroom, Elements und noch zwei drei andere Programme. Der Rest der Platte ist Linux, das auch die Bilder etc. verwalten, verschicken kann.


    2. Kann ich Debian auch auf einer CD laufen lassen?
    Klar. Aber wie ich mich kenne, wuerde ich mal booten gucken und dann wieder die bekannte Lösung nehmen. Ausserdem kann ich das System nur sehr eingeschraenkt nach meinen Vorstellungen veraendern. Ihr kauft doch auch ein neues Funkgeraet, dass ihr nur aus dem Prospekt kennt und muesst euch einarbeiten und eventuell einen Reset machen.


    Ein bischen mehr Mut, meine Herren und Damen.


    Ich gehe davon aus, dass jeder mittlerweile einen Zweitrechner hat, den er opfern kann. Wenn nicht: Ich kaufe seit ueber 10 Jahren nur noch alte Rechner. Die Industrie kauft keine Rechner sondern least sie fuer 3 Jahre. Danach werden diese ausgetauscht. Man bekommt also auf diesem Markt Toprechner zum minimalsten Preis 100-200 Euro, die ueberprueft sind und ein Jahr Garantie haben. So habe ich in den letzten Jahre fast nur noch IBM/Lenovorechner gekauft, die dann noch 8-10 Jahre laufen. Meine Quelle ist http://www.notebookheaven.de/Gebrauchte-Notebooks Ich hatte noch nie Aerger.


    73 de Hajo

  • Hi !


    Noch ein kleiner Trick :
    Mann kann Ubuntu.. (mit Debian nicht probiert, aber das klappt bestimmt) auch auf einem USB Stick installieren.
    Ist aber schweine langsam.
    Deswegen hier mein Trick 17 : Man kaufe eine kleine billige SSD.. und packe diese in ein USB Gehäuse rein.
    Darauf installiert man dann Ubuntu.


    Was man dann hat, ist schon geil : Eine fast so schnelle Ubuntu-Installation, zum Mitnehmen.


    Andere ideen wären, z.B. gegen paranoia :
    Man nimmt das USB/Linux-System, für die Wichtigen Dinge wie Banking..



    Aber.. ich bin gegen einen breiten umstieg von Windows auf Linux..
    ...
    Ich meine.. ihr müsst mich verstehen.. ich habe mich in den letzten.. 10Jahren so gewöhnt.. ohne Virenscanner zu arbeiten..
    Mein grosser rechner ist jetzt auch schon 8-9 Jahre alt..
    Wenn zu guter letzt, die Virenprogrammierer und Script-Kiddies auf Linux breit umsteigen, weil halt die Masse der Leute statt Windows Linux nutzen.. dann ..
    ... muss ich wieder ausweichen.. ;(

  • Andere ideen wären, z.B. gegen paranoia :
    Man nimmt das USB/Linux-System, für die Wichtigen Dinge wie Banking..


    Vorrausgesetzt die Funktionsweise von Zertifikaten und der richtige Umgang mit ihnen ist bekannt, sonst hilft dir auch ein Linux nicht. Jeder der Homebanking betreibt sollte wenigstens einmal die Geschichte von Alice und Bob gehört haben, ganz gleich welches OS genutzt wird.


    grüße
    Hans


  • Moin,
    warum Debian testing (stretch) und nicht stable (jessie)? Gerade für Leute, die wenig/keine Erfahrung mit Debian haben, ist stable imho die bessere Wahl, auch wenn die verwendeten Paketversionen nicht ganz so aktuell sind.


    jm2c,
    Lutz

  • Hallo,


    ich kann den Einwand von Lutz folgen, obwohl ich mit den testing Versionen keine Probleme hatte. Deswegen bin ich automatisch auf der "neueren Seite gelandet und habe nicht hinterfragt.


    Nehmt die Pakete von dieser Seite https://www.debian.org/releases/jessie/debian-installer/, dann seid ihr auf der ganz sicheren Seite. Die Dateien waeren dann:


    debian-8.1.0-i386-CD-1.iso 2015-06-06 16:14 647M
    oder
    debian-8.1.0-i386-DVD-1.iso 2015-06-06 16:02 3.7G


    oder die jeweilige Installation der entsprechenden Rechnerarchitektur, also amd oder arm ...


    Hans, Du scheinst ja firm zu sein. Da ich GPG nicht nutze - ist mir zu kompliziert und es fehlen die entsprechenden Partner - , kannst Du mal einen Link reinsetzen, der das Verfahren erklaert?


    Noch ein Punkt: Ich arbeite ausschliesslich mit Google Chrome. Dieses Softwarepaket ist nicht in den Debian Repositories enthalten sondern muss entsprechend von den Googleseiten geholt und als root ausgefuehrt werden. https://www.google.com/chrome/browser/desktop/. Auch hier gab es bei mir noch nie Probleme und ich habe meine saemtlichen Links, Passwoerter etc. synonchronisiert.


    73 de Hajo


  • Noch ein Punkt: Ich arbeite ausschliesslich mit Google Chrome. Dieses Softwarepaket ist nicht in den Debian Repositories enthalten sondern muss entsprechend von den Googleseiten geholt und als root ausgefuehrt werden. https://www.google.com/chrome/browser/desktop/. Auch hier gab es bei mir noch nie Probleme und ich habe meine saemtlichen Links, Passwoerter etc. synonchronisiert.


    Hallo Hajo,
    unter https://wiki.debian.org/UnofficialRepositories findest du den Eintrag zum Chrome-Repository.