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1

Sonntag, 7. April 2013, 00:57

Tastkopf in SMD

Moin,

ich habe mal den Tastkopf nach http://www.qrpforum.de/index.php?page=Th…66601#post66601 nachgebaut. Er ist jetzt optisch kein Höhepunkt aber er funktioniert. Das reicht mir. ;)
»DF2OK« hat folgende Bilder angehängt:
  • Tastkopf_offen.jpg
  • Tastkopf_fertig.jpg
73 de Michael, DF2OK Ein Mensch, der keine Zeit hat, nimmt sich ganz einfach zu wichtig. Webseite qrz.com YouTube Twitter
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Beiträge: 591

Hobbys: analoge hf und nf-technik , qrp , eigenbau

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2

Sonntag, 7. April 2013, 10:01

Hallo Michael

sieht gut aus, liegt bestimmt recht gut in der Hand. Welche Dioden hast Du dort eingesetzt.
Die Kennlinie des Tastkopfes vom Peter sind ja mit der GA104 erstellt.
Solche schönen Hilfsmittel sind oft sehr einfach und besonders altagstauglich, man kann
nie genug davon haben.

schönen Sonntag

73 de
Manfred , dl3arw

3

Sonntag, 7. April 2013, 17:38

Moin Manfred,

die Dioden sind BAT46W, die SMD-Variante. Weil Reichelt keinen 56 pF-SMD-C liefern kann, habe ich einen 68 pF genommen. Das Ganze soll noch in eine Metallröhre hinein. Ich habe allerdings festgestellt, dass ich seibst bei geringen HF-Spannugen am Tastkopf keine Verfälschungen erhalte, wenn ich den Tastkopf am Schrumpfschlauch weiter vorne anfasse. Sicher ein Vorteil des SMD-Aufbaues. Die Unterseite ist frei massefrei. Er liegt in der Tat gut in der Hand.

Eine Tabelle werde ich mir der Hilfe von unseren OV-Profies samt Messtechnik anfertigen.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DF2OK« (9. April 2013, 16:58)


4

Dienstag, 9. April 2013, 17:27

Meßtheorie und -praxis

Moin,

mal eine Frage zum Verständnis von Messungen mit diesem Tastkopf in Spannungsverdopplerschaltung. Ich fand im "Nührmann" (die Älteren erinnern sich vielleicht) eine Formel zu einer Netzspannungsverdopplerschaltung.

U Gleichspannung (Tastkopf) = U eff x 2 x (Wurzel aus 2) - 2 x 0,7 (Schwellspannung)
Die 0,7 Volt ist in diesem Beispiel die Schwellspannung von Siliziumdioden. Soweit kann ich die Formel nachvollziehen.

Gestern habe ich mich erst einmal mit meinem o.g. Tastkopf im NF-Bereich befasst, weil ich dort einen sauberen kommerziellen Signalgenerator und NF-Millivoltmeter zum Vergleich habe. Gemessern wurde der Pegel eines 1000 Hz Sinustones.

Es geht mir um die Höhe der Vorwärtsspannung, die ich abziehen muss. Entweder zweimal oder nur einmal. Beispiel einer Messung:

Sinusgenerator: Ueff von 2,00 Volt am NF-Milliwoltmeter.
Ablesung am Digimeter mit Eigenbautastkopf: 5,17Volt.

Beginne ich die Werte der o.g. Formel in den Taschenrechner einzugeben, dann erhalte ich an dem Punkt bevor ich die Schwellspannung abziehe, 0,486 Volt Differenz zu den 5,17 Volt. Wenn ich mir das (beiliegende) Datenblatt der BAT46W ansehe, so finde ich einen Betrag von VF von 0,45 Volt bei 10mA Diodenstrom. 10 mA halte ich für zuviel.

Da ich bei 2 Dioden davon ausgehe, auch 2 mal die Vorwärtsspannung abzuziehen, werde ich lt. Datenblatt von der VF 0,25 Volt bei einem Diodenstrom von 0,1 mA ausgehen. Das wären dann rund 0.5 Volt.

Liest sich jetzt kompliziert, aber liege ich mit meiner Rechnung und den Daten richtig?
Wie sieht es bei niedrigeren Eingangsspannungen aus?
Oder bei höheren wie bei 5 Watt HF an einer Dummyload?

Mein Ziel ist ja die Ermittlung von unbekannter Ueff bei bekannter Tastkopfspannung nach einer Formelumstellung.
»DF2OK« hat folgende Datei angehängt:
  • BAT46W.pdf (127,71 kB - 410 mal heruntergeladen - zuletzt: 12. November 2018, 13:14)
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5

Dienstag, 9. April 2013, 18:18

Die Schaltung arbeitet als Uss Spitzenwertgleichrichter , den Effektivwert der Spannung musst du immer errechnen, bei sinusförmigen Spannungen beträgt bekannterweise der Umrechnungsfaktor Us x 0,707 bzw Uss x 0,3535. Bei anderen Kurvenformen wird es komplizierter. Und du musst natürlich vorher die doppelte Flusspannung berücksichtigen. Der Strom durch die Diode beträgt bei dieser Schaltung im eingeschwungenen Zustand etwa 0,2mA. Die Flusspannung einer BAT46 beträgt laut Datenblatt bei diesem Strom maximal 250mV,typisch jedoch eher um 200mV. Das kann man ja mit Gleichspannung und Vorwiderstand schon mal messen. Eine AA143 und eine AA119 waren im Vergleich nicht wirklich besser.

Ab 0,5V arbeitet die Diode im linearen Bereich der Kennlinie, die Schwellenspannung bleibt konstant. Weiter darunter kommst du in den quadratischen Bereich, da ist mit höheren Abweichungen zu rechnen. Die maximal zu messende Spannung wird durch die reverse Durchbruchspannung der Diode begrenzt.

Zum Thema:"Diodes for RF-Probes"

73, Günter

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »DL4ZAO« (9. April 2013, 19:37)


6

Mittwoch, 10. April 2013, 14:04

Moin Günter,

danke für die Erklärungen. Ich denke, ich habe es jetzt auf die Reihe bekommen. Zu meinem Meßbeispiel in Stichworten:
- Ich befinde mich im geraden Teil der Kennlinie
- Ich messe 5,17 V mit dem Tastkopf.
- Wegen der doppelten Flußspannung zeigt mir das Instrument zu wenig an.
- Ich addiere zu 5,17 V einen Wert von 2 x 0,2 Volt hinzu.
- Ich messe also 5,57 Volt Gleichspannung, die Uss repräsentiert.
- 5,57 Volt x 0,3535 ergibt
- 1,97 Volt Ueff.

Das ist nahe 'dran an meinen 2Veff sinusförmiger Generatorspannung. Nach ein paar weiteren Rechnungen erhalte ich 2,0 Veff lande ich mit einer Flußspannung von 0,25 Volt je Diode. Das kommt dem Wert im Datenblatt sehr nahe.
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