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1

Montag, 15. Oktober 2012, 20:49

IP3 Messplatz

Hallo OM's

ich möchte mir einen IP3 Messplatz aufbauen und suche nun erst mal nützliche Informationen.
Ich bitte um Input :D

73, Frank
DL3AD

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2

Dienstag, 16. Oktober 2012, 10:04

Hallo Frank,

schau mal auf meiner Webseite:

www.mydarc.de/dk4sx

Dort findest Du unter "Projekte" einen einfachen IM3- Messplatz, der auch für die Ermittelung hoher Interzeptpunkte geeignet ist.

73, Uli, DK4SX

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3

Dienstag, 16. Oktober 2012, 18:35

Hallo DL1EGR (Name geheim?),

wenn ich den Link zu meiner Webseite angebe und nicht direkt zum Projekt, dann mach ich das mit Absicht. Ich denke nämlich, dass es auf meiner Seite noch andere Dinge gibt, die den Leser interessieren könnten.

73, Uli, DK4SX

4

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 07:33

Hallo Frank,
hast eine PN mit Hinweisen erhalten.
Grüße Jörn

[EDIT] Da meine Signatur aus irgendeinem Grund nicht funktioniert, hier ein für dich hilfreicher Link:
http://www.bartelsos.de/dk7jb.php/selbstbau-trx-2012

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DK7JB« (5. August 2013, 20:25)


5

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 15:46

Aufgrund von Nachfragen hier nochmal eine kurze Zusammenfassung aus meiner persönlichen Sicht:
- IP3 Messungen die auch belastbar sind, sind kein Anfängerprojekt!
- Je größer der zu bestimmende IP3 Wert, um so größer der Messgerätepark
- Die vorgestellte Schaltung von DK4SX ist große Klasse und ein Startprojekt
- Sollte euch das nicht reichen, findet ihr in meiner TRX-Baumappe (http://www.bartelsos.de/dk7jb.php/selbstbau-trx-2012) in Kapitel 7 weitergehende Informationen und einen deutlich erweiterten Messaufbau. Beginne aber mit dem Aufbau von DK4SX. Empfehlenswerte Literatur findet ihr am Ende des Kapitels. Werner Schnorrenberg (http://www.mydarc.de/dc4ku/) hat auch sehr gute Artikel geschrieben.
In meiner K2-Baumappe werden die benötigten Verstärker ausführlicher beschrieben: http://www.bartelsos.de/dk7jb.php/experi…k2-mit-baumappe
- Für verlässliche Messwerte müsst ihr die Grenzen von eurem Spektrum Analyser kennen.
- Messungen mit dem SDR, können klappen - oder auch nicht. Ich bin da sehr misstrauisch.
- Beachte den Eingangs-IP3 des Messgerätes (Spektrum Analyser) und deiner ganzen Messanordnung.
- Sei kritisch mit deinen Messwerten. Fallen gibt es reichlich. Eine gewisse Leidenschaft ist notwendig um die Hürden zu überwinden.
- Lies die APP-Notes der großen Messgerätehersteller sehr gründlich.
- Wer den IP3-Wert von Verstärkern bestimmen kann, will meist auch weitere Kennwerte des Verstärkers (z.B. Rauschmaß) bestimmen können. Hinweise auch hierzu in meiner Baumappe.
- Ein VNWA ist Pflicht. Ein NWT geht zur Not auch.
- Wenn dir dein Diskussionspartner sagt, dass ein resistiver Combiner ausreicht, suche dir einen anderen Partner. Das funktioniert in der Regel nicht.
- Dokumentiere deine Arbeit sehr sorgfältig (Text und Bild), sonst sind deine Messwerte nichts wert, da sich die Messanordnung und dein Vorgehen nicht mehr überprüfen lassen. Gerade am Anfang.
- Das ist kein Projekt für einen verregneten Nachmittag. Hier müssen dicke Bretter gebohrt werden.

Grüße Jörn

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6

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 17:30

Hallo,


die Problematik bei Linearitätsmessungen ist nicht trivial. Voraussetzung ist nicht nur, dass man sich mit den Messgeräten und den Messverfahren sehr gut auskennt, sondern dass man sich auch über den mathematischen Hintergrund der Störentstehung klar ist. Es gab eine Zeit, in der in der CQDL Testberichte erschienen, die abenteuerliche Phantasiezahlen präsentierten, weil sich der Tester nicht über die Grenzen seiner Messgeräte und über den mathematischen Hintergrund klar war. Zur Verdeutlichung der Zusammenhänge und der Messverfahren habe ich einige Artikel in der CQDL veröffentlicht. Die kann man sich ja mal anschauen:



1) Heft 11-98: "Warum so messen?"

2) Heft 12-97 und Hefte 1 bis 4-98: "Was sollen gute Amateurempfänger können?"

3) Heft 7-2000: "Messung von FM-Geräten"

4) Heft 6 bis 8-2002: "Empfänger-Intermodulation, Theorie und Praxis"

5) Heft 5-2004: "Intermodulation 2. Ordnung"



Insbesondere der 4. Artikel befasst sich etwas intensiver mit der Mathematik. Zur permanenten Kontrolle, ob sowohl die Messeinrichtung als solche und das Messobjekt korrekt messtechnisch erfasst werden, sollte ein einfaches Verfahren immer wieder angewendet werden: Reduziert man den Pegel beider als Störer fungierenden Messgeneratoren um jeweils 1 dB, so müssen Intermodulationsprodukte 2. Ordnung um 2 dB und solche 3. Ordnung um 3 dB zurückgehen. Ist das nicht der Fall, wird entweder bereits der Messplatz übersteuert oder Messplatz plus Messobjekt oder nur das Messobjekt. Ein nicht mehr dem mathematischen Zusammenhang resultierendes Ergebnis bedeutet, dass bei zu hoher Aussteuerung bereits Störprodukte höherer Ordnung entstehen, die sich mit den zu messenden überlagern. Folglich muss mit geringeren Störpegeln gemessen werden. Das bedeutet aber auch, dass u. Umständen der Spektrumanayzer einen höheren Dynamikbereich aufweisen muss um, die IM-Produkte noch richtig anzeigen zu können. Selbstverständliche Voraussetzung ist natürlich, dass die Signalabschwächung um 1 dB präzise genug ist und der Analyzer das Ergebnis auch präzise anzeigen kann.



Es gab eine Zeit da konnte ich nur IM-Messungen durchführen bis zu einem IPE3 von etwa +25 dBm. Mehr erlaubte die mangelhafte Isolation der R&S-Generatoren, des Summierers, der Dämpfungsglieder und die Dynamik des Analyzers nicht. Mit der auf meiner Webseite vorgestellten Messeinrichtung kann man bis zu einem IPE3 von etwa +42 dBm messen. Dazu benötigt man aber einen Analyzer, der einen Dynamikbereich von mindestens 80, besser 90 dB hat. Das hatten wir in unserem qrl nur einen einzigen!



Viel Erfolg! 73



Uli, DK4SX

7

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 18:41

Hallo allen Interessierten,

ich habe einiges zu dem Thema gelesen und DK4SX schreibt nicht ohne Grund so ausführlich um die notwendigen Randbedingungen, die ein solcher Messplatz zu erfüllen hat. Selbst wenn man einige Messgeräte hat, so ist so etwas keines falls mit ein zwei Handgriffen aufzustellen. Ich zweifele demnach doch stark an, dass die Geldbörsen der OM das notwendige Drumrum zulassen. Mag vielleicht einer von X sein... Ich jedenfalls nicht. Denn für die Summe an Kohle kann ich mir gleich ein Funkgerät der"Schlachtschiffklasse" leisten.

Aber wer sich versuchen will...

vy 73
Andy
DK3JI
AK

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8

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 19:56

Hallo OM's

ich danke erstmal für die Beiträge.
Dass ein P3 Messplatz nicht einfach zu realisien ist, ist mir schon klar - man lernt ja mit der Zeit dazu und stößt hier und da an Grenzen und muss einige Hürden
Überwinden.

Ich zweifele demnach doch stark an, dass die Geldbörsen der OM das notwendige Drumrum zulassen. Mag vielleicht einer von X sein... Ich jedenfalls nicht. Denn für die Summe an Kohle kann ich mir gleich ein Funkgerät der"Schlachtschiffklasse" leisten.


... hmm verstehe ich nicht,was hat das mit meiner Fragestellung zum Thema zu tun ?

9

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 20:20

Hallo Uli,
danke für dein Ausführungen, ich kann dir nur zustimmen. Gleich am Dienstag hatte ich ein langes Telefongespräch mit Frank DL3AD. Ich denke, dass er nun erst einmal mit genügend Informationen versorgt ist und viel Zeit zum Lesen benötigt ;-). Frank baut sich aus vorhandenem Material einen Messplatz für größeren Pegeln auf, damit die Problematik mit den größeren Dynamikbereichen nicht so entscheidend ist. Er wird sich den von dir vorgeschlagenen Combiner bauen. Sonst fehlen nur noch Kleinigkeiten.

@Andreas: Mit ein wenig Geduld bekommt man die notwendigen Messmittel heutzutage weit unter dem Preis von einem Schlachtschiff-Funkgerät. Jeder gestaltet sich sein Hobby so, wie er es möchtet ;-).

Grüße Jörn

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DK7JB« (7. April 2013, 23:56)


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10

Freitag, 19. Oktober 2012, 15:09

Hallo Frank und Jörn,

wenn man nur Messungen an Empfängern machen möchte, braucht man keinen Spektrumanalyzer. Man sollte nur vorab mit einem präzisen Generator das S-Meter eichen, dann ist dieses als Indikator völlig ausreichend. Und bei Messungen an z. B. Verstärkern oder Sendern reicht eine Analyzer-Dynamik von höchstens 60 dB völlig aus. Man kann also auch mit bescheidenerem Budget und ordentlichen gebrauchten Messgeräten noch hinreichend genaue Messungen durchführen. Da ich in den letzten Jahren für das CQDL immer den Flohmarktbericht von der Ham-Radio verfasst habe, habe ich recht gut die Preisentwicklung mitbekommen. Sehr gute Generatoren von namhaften Firmen bekommt man heute (fast schon) für ein Taschengeld und die neuen, preiswerten chinesischen Spektrumanalysatoren helfen dem ernsthaften Amateur viele Jahre weiter.

73, Uli, DK4SX

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11

Freitag, 19. Oktober 2012, 15:31

... der Rigol DSA815TG hat eine Dynamik von etwa 90dB Typisch 110, dass sollte ausreichend sein :)
Die Bedienung ist schnell erlernt und sehr Übersichtlich.
Wenn man mal im Netz sucht dann haben die Geräte von Rigol einen guten Ruf.
Soo nun muss ich weiter am Combiner basteln :D

73, Frank
DL3AD