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Mittwoch, 24. Februar 2010, 14:37

Zeitgemäße 12V-Stromversorgung für einen 100 Watt-TRX

Hallo Funkfreunde !

Für den Solf09 plus 100 Watt-PA oder den K3/100 möchte ich eine zeitgemäße
Stromversorgung aufbauen.

Bis heute habe ich dieses Thema immer vernachlässigt;
" Wenns ging, dann gings" !=)

Aber jetzt möchte ich mir einen stationären TRX mit 100 Watt anschaffen ohne fest
eingebautem Netzteil.

Anforderung:
- Störstrahlungsfreiheit im KW-Bereich
- HF-Immunität
- Rauschfreie Versorgungsspannung
- Keine Netzstörungen
- Leistung min. ca. 12-15 Volt 20 Ampere ( 300 Watt)


Ist ein gepufferter Bleigel-Akku immer noch zeitgemäß oder gibt es mittlerweile
echte Alternativen ?

Und was ist beim Aufbau zu beachten ( Filter usw.) ?

Für Anregungen bin ich immer dankbar ! ! !


Beste Grüße aus dem Sauerland

Rolf, DK9DQ
73 de Rolf, DK9DQ

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2

Mittwoch, 24. Februar 2010, 15:36

RE: Zeitgemäße 12V-Stromversorgung für einen 100 Watt-TRX

Hallo Rolf,

das ist interessant. Welche Vorteile ergeben sich durch das Puffern mit einer Batterie? Würde sich auch ein großer Kondensator eignen? Willst Du Stromausfälle überstehen? Oder möchtest Du ein Netzteil verwenden, dass die 20 A nicht liefern kann?

73 Daniel DM3DA

Edit: Tippfehler
Daniel DM3DA, Düsseldorf JO31jf, DOK R01 +++ Morse-Hörspiele auf http://dm3da.tuxomania.net

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DM3DA« (24. Februar 2010, 15:37)


3

Mittwoch, 24. Februar 2010, 18:55

RE: Zeitgemäße 12V-Stromversorgung für einen 100 Watt-TRX

Zitat

Original von DK9DQ
Hallo Funkfreunde !

Für den Solf09 plus 100 Watt-PA oder den K3/100 möchte ich eine zeitgemäße
Stromversorgung aufbauen.

Bis heute habe ich dieses Thema immer vernachlässigt;
" Wenns ging, dann gings" !=)

Aber jetzt möchte ich mir einen stationären TRX mit 100 Watt anschaffen ohne fest
eingebautem Netzteil.

Anforderung:
- Störstrahlungsfreiheit im KW-Bereich
- HF-Immunität
- Rauschfreie Versorgungsspannung
- Keine Netzstörungen
- Leistung min. ca. 12-15 Volt 20 Ampere ( 300 Watt)


Ist ein gepufferter Bleigel-Akku immer noch zeitgemäß oder gibt es mittlerweile
echte Alternativen ?

Und was ist beim Aufbau zu beachten ( Filter usw.) ?

Hallo Rolf, zur Überlegung mit einem Bleiakku sollte man die Chemie beachten, denn bei einer PEP-Spitze bricht die Spannung ein, weil der chemische Prozess im Akku noch nicht in 50mS voll eingesetzt hat. Beim Auto zieht der Magnetschalter des Anlassers bereits etwa 50A Vorstrom, bevor der Anlasser in der Schwungscheibe einklingt und den Motor dreht. Ein OM, der im Garten mit Solarzellen und fettem Akku funkt, konnte das Problem des Spannungsabfalls in den Spitzen beseitigen, in dem er einen PowerCap 1F vor dem Funkgerät mit ganz kurzen Stromversorgungskabel platzierte. !

Für Anregungen bin ich immer dankbar ! !

Beste Grüße aus dem Sauerland

Rolf, DK9DQ


Mein Antwort ist blau eingefügt. Nachtrag: "Quote war kaputt".
Vy 72/73 de Gerhard

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DC4LO« (24. Februar 2010, 18:58)


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4

Mittwoch, 24. Februar 2010, 19:33

Hallo Rolf !

Ich stand auch vor den selben Problemen als ich nach SM gegangen bin. Mein vorheriges Schaltnetzteil hat sich beim Versuch einen Auto Akku zu laden, leider verabschiedet ! Warum ..... weiß ich bis heute nicht !?
Dann hatte ich bei einem Händler ein Wunderbares NT gefunden, was klein und leicht ist und vor allem der Lüfter nicht die ganze Zeit läuft und eine fest einstellbare Spannung hat !!
Hatte auch noch eins für 40 A gekauft und eins mit 25 A. Leider waren bei diesen NT die Spannung von Außen enstellbar, was ich nicht haben wollte. Aber bei beiden laufen die Lüfter immer durch. Darum werde ich diese wieder verkaufen.

Wie ich durch Zufall gesehen habe, hat Peter dieses gute NT nun auch in seinem Sortiment.
siehe hier
Werde mir davon noch eins holen.

Meins habe ich in Moers bei TBF gekauf.

Kann das NT nur Empfehlen !

vy 72 / 73 de Bert SM2 / DK7QB

5

Mittwoch, 24. Februar 2010, 21:50

Das sind alles sehr hilfreiche Informationen für mich ! =)

Weder kannte ich die chemischen Prozesse eines Bleiakkus bei Impulsbelastung noch
das Schaltnetzteil von Peter Zenker !

Zu Dir Daniel,
ich hatte früher immer unterschwellig die Angst, dass mir bei einem einfachen Netzgrät
der Längstransistor einmal durchbrennt und weit mehr als 15Volt am TRX anliegen.
In einem solchen Fall hätte der Akku sofort einen so großen Ladestrom gezogen, das
im Netzgerät eine Sicherung ausgelöst worden wäre.

2. Ein Akku alleine liefert immer eine ganz saubere Betriebsspannung und produziert keinen HF-Smog.

Beste 73 aus dem Sauerland

Rolf
73 de Rolf, DK9DQ

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DK9DQ« (25. Februar 2010, 10:53)


6

Donnerstag, 25. Februar 2010, 08:43

Man liest ab und an von diesen seltsamen Spannungseinbrüchen in Lastspitzen. als Beleg sehe ich aber DC4LO's Beitrag zum Thema nicht. Die Caps mögen im Hochstrombereich Ihre Berechtigung haben, die von einem K3 eingeforderten 20A kann jede intakte (!) Batterie locker bereitstellen.
Gerade im Solarbereich wird oft mit alten Batterie-Schätzchen gearbeitet deren Energie noch ausreicht ein paar Halogenlampen zu erhellen, die im Kfz jedoch ausgemustert wurden weil sie eben den hohen Startstrom nicht mehr gepackt haben.
Klar ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein längsgeregeltes NT im Fehlerfall Schaden anrichten kann aber wie lange haben wir solche Netzteile betrieben und wieviele solcher Schäden sind denn wirklich aufgetreten? Auch ein Blitzeinschlag kann den Trx killen und wird vermutlich in vergleichbarer Häufigkeit anzutreffen sein...

73, Juergen (dl4maq)
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7

Donnerstag, 25. Februar 2010, 09:00

Der angegebene Link ist kaputt, da kommt nur "Abgelaufene Session"

73,
swl-holger

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8

Donnerstag, 25. Februar 2010, 09:11

hej Holger

einfach unter : http://www.qrp-shop.de im Suchfeld : Netzteil eingeben !

vy 72 / 73 de Bert SM2 / DK7QB

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9

Donnerstag, 25. Februar 2010, 09:31

Ich suchte bei "Zubehör/Accesories" und wurde dort nicht fündig. :-)

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10

Donnerstag, 25. Februar 2010, 09:34

Zitat

Original von DL4MAQ
Klar ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein längsgeregeltes NT im Fehlerfall Schaden anrichten kann aber wie lange haben wir solche Netzteile betrieben und wieviele solcher Schäden sind denn wirklich aufgetreten? Auch ein Blitzeinschlag kann den Trx killen und wird vermutlich in vergleichbarer Häufigkeit anzutreffen sein...


... mir ist das passiert. Danach waren die Endstufen-Transistoren meines SG-2020 hin. War teuer.

Rolf, wieviel Ladestrom zieht eine volle (weil gepufferte) Bleigelbatterie? Wenn Du einen zusätzlichen Überspannungsschutz haben möchtest, wäre es dann nicht sinnvoller, genau so etwas zu bauen? Z. B. "Power-Zener" http://www.elektronik-kompendium.de/publ…erer/powzen.htm oder Crowbar http://www.elektronik-kompendium.de/publ…rer/crowbar.htm

73 Daniel DM3DA
Daniel DM3DA, Düsseldorf JO31jf, DOK R01 +++ Morse-Hörspiele auf http://dm3da.tuxomania.net

11

Donnerstag, 25. Februar 2010, 09:40

Holger,
ich vermute, Du meinst den Link auf das SNT im QRP-Shop?
Es ist in diesem Fall so einfach wie auf den meisten Seiten, an Infos heranzukommen: gib mal im Feld 'Suche' den Begriff 'Netzteil' ein.. ;)
72,
Tom 4 . .-
Das schöne an einheitlichen Standards ist, daß man so viele verschiedene zur Auswahl hat.

12

Donnerstag, 25. Februar 2010, 10:01

@Bert: Klar kann das passieren und klar ist das auch immer teuer und äußerst ärgerlich...

Ich verwende im Portabelbetrieb (Contest, FD, ...) hinter dem EZU-20 das altbekannte Alinco DM-330 zur Versorgung des K3. Für den Fall dass wir mal wieder das Tanken vergessen und das Aggregat ausfällt habe ich noch eine Batterie parallel geschaltet die dann einspringt und verhindert dass der K3 ausfällt. Ich hatte da anfangs auch grösste Bedenken hinsichtlich des Ladestroms, die sich aber allesamt zerstreuten. Solange der Bleiakku nicht völlig leer ist bleibt alles im Rahmen. Leider habe ich es niccht ausprobiert, denke aber auch dass eine kurzfristig erhöhte Spannung 1:1 zum K3 durchgereicht würde, von daher ist diese Methode zum Schutrz des Trx eher nicht geeignet.

73, Juergen
--- real men don't modulate ---

13

Donnerstag, 25. Februar 2010, 10:34

Zitat

Original von DL4MAQ
@Bert: Klar kann das passieren und klar ist das auch immer teuer und äußerst ärgerlich...

Ich verwende im Portabelbetrieb (Contest, FD, ...) hinter dem EZU-20 das altbekannte Alinco DM-330 zur Versorgung des K3. Für den Fall dass wir mal wieder das Tanken vergessen und das Aggregat ausfällt habe ich noch eine Batterie parallel geschaltet die dann einspringt und verhindert dass der K3 ausfällt. Ich hatte da anfangs auch grösste Bedenken hinsichtlich des Ladestroms, die sich aber allesamt zerstreuten. Solange der Bleiakku nicht völlig leer ist bleibt alles im Rahmen. Leider habe ich es niccht ausprobiert, denke aber auch dass eine kurzfristig erhöhte Spannung 1:1 zum K3 durchgereicht würde, von daher ist diese Methode zum Schutrz des Trx eher nicht geeignet.

73, Juergen


Der K3 hat einen ziemlich guten internen Überspannungsschutz. Bei der letzten DNAT habe ich X-Mal das Netzteil eingeschaltet, in der Hoffnung, den K3 doch noch live vorführen zu können. Nichts. Zu hause habe ich dann das NT zerlegt und festgestellt, dass die Spannungseinstellung defekt war, das netzteil brachte sofort nach dem Einschalten 34 Volt DC. Der K3 hat sich bei dieser Spannung geweigert überhaupt eingeschaltet zu werden.
73/2 de Peter, DL2FI
Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

14

Donnerstag, 25. Februar 2010, 10:41

Zitat

Original von DK7QB
hej Holger

einfach unter : http://www.qrp-shop.de im Suchfeld : Netzteil eingeben !

vy 72 / 73 de Bert SM2 / DK7QB


Oder gleich hier klicken

Vielleicht sollte ich noch meinen Meinungswechsel erklären:
ich habe ja in vielen meiner Vorträge gegen Schaltnetzteile gewettert, weil alle die ich bis dato kannte massive Störungen verursachen (einige haben sogar einen Einsteller, mit dem man die Störfrequenz woanders hinschieben kann, wenn es akut auf der Arbeitsfrequenz stört)

Dieses Netzteil habe ich zum testen bekommen und weder auf meinen KW Geräten noch auf dem Analyzer Störungen finden können. Das hat mich so sehr überzeugt, dass ich meine Abneigung gegen diese Art Netzteil jetzt abgelegt habe. :D
73/2 de Peter, DL2FI
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15

Donnerstag, 25. Februar 2010, 14:15

Hallo,

zur Stabilität der Anordnung Netzteil-Pufferakku sehe ich folgendes:
1. Ist das Netzteil rückspannungsfest? Es kann ja mal sein, daß die Netzversorgung bei angeschlossenen Akku ausfällt, das Innenleben des Netzteiles muß das verkraften.
2. Ist das Netzteil überstromgeschützt? Ein guter Akku kann schon mal 0,1 Ohm und weniger Innenwiderstand haben, und wenn der relativ entladen ist, können schnell mal einige 10A in den Akku fließen und ein ungeschütztes Netzteil in den Himmel schicken. Selbst im Auto wird der Ladestrom nach dem Starten durch die Lichtmaschine begrenzt, im alten Trabant waren das wohl etwa 60A in den ersten Minuten
3. Ein gepufferter Akku wird normal mit Spannungen um 13,6...13,8V (= unterhalb der Gasungsspannung) betrieben. Ist er voll, geht der Ladestrom automatisch gegen 0. Fällt die Netzspannung aus, dürften unter Last kaum mehr wie 12,6V aus dem Akku kommen. Ein Spannungssprung dieser Größe muß man systembedingt erwarten, man kann ihn natürlich mit Kondensatoren weich machen, falls erforderlich (viel Aufwand).
73 Reiner

ps: Als "Überspannungsschutz" sehe ich den Akku nicht, er wird zwar bei Überspannung viel Strom aufnehmen (und sicher auch Schaden nehmen), aber dann auch deutlich mit der Spannung ansteigen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DL8LRZ« (25. Februar 2010, 14:20)