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Freitag, 14. November 2008, 18:59

Anpassungsproblem mit Multiband-Fuchskreis

Hallo Peter (und natürlich auch alle anderen hier im Forum),

ich habe heute zum ersten Mal meinen schon vor langer Zeit zusammengebauten Multiband-Fuchskreis am MFJ-259B Antennenanalyzer mittels einem 4k7-Widerstandsabschluss ausgemessen. Der Fuchskreis war bis heute noch nicht im Einsatz.

Nun muss ich leider feststellen, dass bei 40m das SWR gerade mal auf minimal 3,3:1 und auf 80m das SWR nicht unter 14:1 zu bringen ist.

Band (1) 10m-20m -- Anzapf (2):
10m: SWR 1,6:1 -- R=30 -- X=3
15m: SWR 1,5:1 -- R=75 -- X=0
17m: SWR 2,1:1 -- R=22 -- X=0
20m: SWR 2,6:1 -- R=18 -- X=0

Band (2) 30m -- Anzapf (4):
30m: SWR 2,2:1 -- R=22 -- X=0

Band (3) 40m -- Anzapf (6):
40m: SWR 3.3:1 -- R=20 -- X=31

Band (4) 80m -- Anzapf (6):
80m: SWR 14:1, R=3, X=19


Ich habe es mehrfach geprüft und einen Baufehler finde ich nicht.

Warum ist das SWR auf 40m und 80m nicht in den Griff zu bekommen !? Bzw. ich möchte gerne hier in die Runde fragen, ob einer von Euch die Einkopplungsspule ggf. modifiziert hat, weil er mit den gleichen Problemen zu kämpfen hatte !?

Die neue überarbeitete Baumappe weist jedenfalls keine Änderungen zu meinem damaligen Bausatz auf.


vy 73,
Jochen
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DG2IAQ« (14. November 2008, 19:00)


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Freitag, 14. November 2008, 20:31

RE: Anpassungsproblem mit Multiband-Fuchskreis

Hallo Jochen,
wenn es um den ZM-4 geht, wurde heute die Anleitung geändert. Schau Dir das mal an, da hinten am Schalter die Richtung hochohmig<->niederohmig jetzt passen sollte. Ich hatte QRPeter heute direkt angeschrieben und wenn das nicht so stattfindet, versinkt das im Forum. Liebe OMs, also Peter eine Mail schreiben und alles wird besser[...]...

Schönes WE an alle Bastler und Bauer...
Vy 72/73 de Gerhard

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DC4LO« (14. November 2008, 20:47)


3

Freitag, 14. November 2008, 20:41

RE: Anpassungsproblem mit Multiband-Fuchskreis

Zitat

Original von DG2IAQ
Hallo Peter (und natürlich auch alle anderen hier im Forum),

ich habe heute zum ersten Mal meinen schon vor langer Zeit zusammengebauten Multiband-Fuchskreis am MFJ-259B Antennenanalyzer mittels einem 4k7-Widerstandsabschluss ausgemessen. Der Fuchskreis war bis heute noch nicht im Einsatz.

vy 73,
Jochen


Wenn ich das richtig verstehe, dann hast du statt einer Lambda/2 Antenne einen 4k7 Widerstand genommen?

Wenn das so ist, dann halte ich das für relativ unrealistisch. Eine Endgespeister Lambda Halbe Draht wird wegen der Bodennähe deutlich tiefer liegen.

Die besten Anpassgeräte mit riesigen Luftspulen und Luftdrehlos werden mit Werten um maximal 1k5 angegeben, bei einer älteren Box, größer als mein Transceiver habe ich wohl auch schon mal etwas von >2k gehört.

Mir ist bei mehreren 100 Multibandfuchskreisen bisher keine Fall bekannt bei dem die Windungszahlen modifiziert werden müüsen. Insgesamt erinnere ich mich an drei bis vie Fälle wo der Fuchskreis warm wurde, Schuld waren immer falsche Verdrahtungen.

Nachtrag. Auf dem Bild sieht es so aus, als wären die Dioden direkt an die Bananenbuchse angelötet, ich hoffe, das ist nicht so!!
73/2 de Peter, DL2FI
Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

4

Freitag, 14. November 2008, 22:11

Hallo Peter,

danke für Deine rasche Antwort !

Also ich habe mich heute vor meinen Tests zuerst nochmals mit der Seite von AA5TB auseinandergesetzt und er testet die Fuchskreise auch mit einem 4k7-Widerstand als Abschluss:

http://www.aa5tb.com/efha.html


Bzw. je nach Übersetzungsverhältnis auch mit abweichenden Widerstandswerten:

http://www.aa5tb.com/efha_wrk.html


Die Testmöglichkeit mit einem realen Abschlusswiderstand habe ich früher auch schon in anderen Quellen gefunden und mein MFJ-259B macht mir die Visualisierung auf einfache Weise möglich.

Selbstverständlich verwende ich ungewendelte Kohleschichtwiderstände, das möchte ich auch noch erwähnt haben.

Ich habe es gerade eben nochmals probiert und anstelle dem 4k7 einen 1k8 verwendet. Nun geht das SWR gar nicht mehr runter und der MFJ-259B zeigt einen transformierten Widerstandswert von R=1 an.

Auch habe Ich die Spulen durchgepiepst um eine mögliche Unterbrechung durch einen nicht ganz verbrannten Lack auszuschliessen. Kein Fehler ! Ebenso habe ich nochmals die Wicklungen mit der Anleitung verglichen und ich finde keinen Fehler (Resonanz kann ich ja erzielen, bloß kein gutes SWR auf den unteren Bändern <40m. Daher kann's meiner Meinung nach nur an der Einkoppelspule L1/L2 liegen, aber nicht an der Resonanzspule L3).

Zitat

Nachtrag. Auf dem Bild sieht es so aus, als wären die Dioden direkt an die Bananenbuchse angelötet, ich hoffe, das ist nicht so!!

Ääääh, doch ! Aber das ist doch auch in der Anleitung bzw. im Schaltplan so beschrieben und auch in der neuen Fuchskreisanleitung auf Seite 3 im Verdrahtungsplan so gezeigt ! Die beiden antiparallelen Dioden sind beide in der Einkopplung an der Antennenbuchse, und die jeweilige Kathode oder Anode geht dann auf die LED. Den 10pF Massekopplungskondensator habe ich weggelassen.

Ich kann gerne noch ein paar Makroaufnahmen machen, wenn's trotz Heißkleber hilfreich ist !? Ich habe das Design schon mehrfach geprüft und finde keinen Fehler, daher dachte ich halt schlichtweg an ein "Windungsproblem" bei den roten T80-2 Kernen i.V.m. tiefen Frequenzen.

Mich hat's aber stutzig gemacht, dass ich noch nie über Probleme hier im Forum las. Jetzt zweifle ich echt an mir selbst.... :D


vy 73,
Jochen

5

Freitag, 14. November 2008, 22:11

RE: Anpassungsproblem mit Multiband-Fuchskreis

Hallo Jochen!
Bisher hatten drei OM`s die ich kenne Probleme , waren aber allesamt falsch gewickelte Ringkerne. Nachdem das behoben war gehen die kleinen Dinger SUPERSPITZ! Probiere das Teil bei realen Bedingungen, an einem richtigen Draht, das mit dem R bringt da nix das ist Labormurks.
73/2 Andreas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DL7ULK« (14. November 2008, 22:11)


6

Freitag, 14. November 2008, 22:45

Vielleicht habe ich den Fehler gefunden !?

Habe gerade die Spule L1/L2 nochmals ausgelötet, vom Heißkleber befreit und wollte eigentlich nur den Wicklungssinn nochmals überprüfen.

Dabei stelle ich fest, dass im Ringkern innen die Windungen nicht mehr dicht-an-dicht anliegen sondern einen Abstand haben.

Kann das der Fehler sein ? Und für die oberen Frequenzen hat's durch die lockere Ankopplung gereicht, aber auf den niedrigen Frequenzen nicht mehr ?

Ich werde jedenfalls die Windungen dicht-an-dicht setzen, mit Kleber fixieren und die Spule dann erst wieder einbauen. Mal sehen.


vy 73,
Jochen
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7

Samstag, 15. November 2008, 01:34

So, mein letztes Posting für heute bevor's in's Bett geht... :D

Habe den Ringkern L1/L2 nochmals neu gewickelt und diesmal die Windungen eng platziert und gleich mit 2-Komponentenkleber fixiert.


Ergebnis:

Auf den Bändern 10m - 30m konnte das SWR nur auf 1,2:1 bis 1,0:1 heruntergedrückt werden ! Super !!

Nur 40m und erst recht wieder 80m sind das Sorgenkind. Hier hat sich nichts geändert, das SWR bleibt bei 3,3:1 und 14,0:1.

Habe dann noch 2, 3, und zum Schluss 4 Zusatzwindungen an die Einkoppelspule drangehängt und das dann probeweise auf den 7. Kontakt des Einkoppelschalters gegeben. Hier konnte dann das SWR minimalst gedrückt werden, aber der Durchbruch war das nicht.

Was ich abschliessend mit einer Widerstandsdekade festgestellt hatte, war die Tatsache, dass wenn der Abschlusswiderstand >100k war, man ein SWR von 1,2:1 auf 40m und ca. 1,8:1 auf 80m bekam. Aber extreeeeeeem handkapazitätsabhängig, wenn man sich dem Drehkoknopf näherte.

Auf den Bändern 10m-20m ist das eine wesentlich stabilere Sache.

Egal, ich laß es jetzt mal darauf beruhen und besorge mir erst mal 42m Draht. Dann sehen wir weiter.

Dennoch wäre ich um Stellungnahmen von OM's dankbar, die den QRPProject-Fuchskreis auch mal mit einem realen Widerstand zu Testzwecken abgeschlossen hatten.


vy 73,
Jochen
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8

Samstag, 15. November 2008, 08:44

RE: Anpassungsproblem mit Multiband-Fuchskreis

Wie erst in PN geschrieben ,überprüfe mal die Schalter,nicht das da was abgeschossen ist, hat mir alles keine Ruhe gelassen ,siehe Bild! Auch aufpassen, die Dip´s sind auch sehr spitz , nicht das du immer drüber drehst......
Testaufbau funktioniert! Muss also gehen, sonst bis heute Abend...
73/2 Andreas
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9

Samstag, 15. November 2008, 09:23

Zitat

Original von DG2IAQ


Zitat

Nachtrag. Auf dem Bild sieht es so aus, als wären die Dioden direkt an die Bananenbuchse angelötet, ich hoffe, das ist nicht so!!

Ääääh, doch ! Aber das ist doch auch in der Anleitung bzw. im Schaltplan so beschrieben und auch in der neuen Fuchskreisanleitung auf Seite 3 im Verdrahtungsplan so gezeigt ! Die beiden antiparallelen Dioden sind beide in der Einkopplung an der Antennenbuchse, und die jeweilige Kathode oder Anode geht dann auf die LED. Den 10pF Massekopplungskondensator habe ich weggelassen.

Mich hat's aber stutzig gemacht, dass ich noch nie über Probleme hier im Forum las. Jetzt zweifle ich echt an mir selbst.... :D


vy 73,
Jochen

Hallo Jochen,
ich glaube mit dem weglassen des Koppel C hast du deinen Fuchs in einen ziemlich undefinierten Zustand gebracht.
Die einzige "Schwachstelle" unseres Multibandfuchses nach DL7AQT ist genau die Stelle mit den Dioden. Im Original von Frank hingen die Dioden völlig in der Luft, die Anzeige erzeugte nur über Streukapazität. Ich habe das Design dann verschlimmbessert indem ich die Dioden über einen 10pF direkt an den heißen Aufgang gekoppelt habe weil ich eine hellere Diode haben wollte. Schon diese 10pF Kopplung führt dazu, dass bei hochhängenden Lambda/Halbe Drähten im Winter massive Intermodulationen auftreten können. Schon die von der Antenne kommende Energie reicht aus um sich an den Dioden ohne Ende zu mischen. Der Effekt ist bewiesen, weil die Musik, die man im RX hört schlagartig weg ist wenn man im laufenden Betrieb den Kondensator heraus zwickt.
Du hast nun die Dioden direkt am Ausgang angelötet. Die Amplitude deines Generators wir bei der gegebenen Transformation des Fuchskreises sicherlich ausreichen die Dioden zu schalten, sie zumindest als Mischer zu benutzen. Früher haben wir nach dieser Methode prima 70cm Signale aus 2m Steuersendern heraus geholt (Varaktor Verdreifacher).
Ich hader schon seit 4 Jahren mit mir selbst ob ich in der Baumappe den Koppelkondensator generell streiche oder nicht. Die meisten Anwender haben von dem Intermodulationsproblem noch nichts gemerkt, weil die benutzten Drähte meist nur notdürftig in niedriger Höhe gespannt sind. Sie freuen sich über die Helle Resonanzanzeige. Ohne Kondensator ist die Anzeige deutlich schwächer, was besonders im Sommer ein Nachteil ist. Sie wird gleichzeitig noch spitzer, was manchem Grobmotoriker die Abstimmung erschweren dürfte.

Ob die Koppelwindungen lose oder fest sind spielt nach meiner Erfahrung so gut wie keine Rolle, eher würde mich das Verkleben stören, weil es jede notwendige Fehlersuche / Reparatur ungemein stört.

Gruß aus dem Gurkenwald, dank mobile phone kann ich hier im Forum mitmachen :D
73/2 de Peter, DL2FI
Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

10

Samstag, 15. November 2008, 09:34

Fuchskreiszeichnung

Ich hänge hier mal eine Zeichnung des Fuchskreises an, die mir ein USA OM gemacht hat. Vielleicht hilft die bei der Überprüfung.
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73/2 de Peter, DL2FI
Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

11

Samstag, 15. November 2008, 14:56

Hallo,

ich habe diesen Thread erst jetzt gesehen und will mal meinen Senf dazugeben.

Also, ich halte nichts davon, den Fuchskreis mit einem Widerstand abzuschließen und dann das SWR zu messen. Diese Messung sagt uns doch nur, wie gut ein ohmscher Widerstand angepasst werden kann. Ich glaube aber nicht, daß ein 42 Meter langer Draht, der je nach Frequenz vermutlich unterschiedliche Real und Imaginäranteile aufweist, einfach durch einen 4,7K Widerstand ersetzt werden kann, aber das ist eine Sache, über die sich die Theoretiker die Köpfe zerbrechen können.

Als ich den Multifuchs in der Entwicklung hatte, dienten mir ca. 10 Meter Draht, quer durch die Wohnung gespannt, als Testobjekt. Später habe ich dann 21 und 42 Meter Drahtlängen, vom Spieth Mast schräg nach unten in freier Natur gestestet.

Die Ringkerne sind bei mir eng gewickelt, und auch nur mit Kabelbinder fixiert. Diie Diode hängt nur einseitig an der Bananenbuchse. Diese Schaltung hatte ich aus dem Rothammel übernommen. Wie Peter es schon beschrieben hatte, sind es die Streukapazitäten, die die Diode letztendlich leuchten lassen. Auf dem Foto ist zu sehen, dass die Drähte zur LED genau aus diesem Grund recht lang sind. Ich hatte die LED und die Dioden mal mit kurzen Drähten eingebaut, da leuchtete nichts mehr.

Wenn der angeschlossene TRX ein SWR Meter hat, kann man die Anzeige auch ganz weglassen, probier das doch mal.

Ich habe meinen Fuchskreis (sozusagen das Original) mal spaßeshalber mit 4,7K abgeschlossen und zwar ein Ende des Widerstandes direkt an Masse an der BNC Buchse und das andere Ende mit 20cm Meßschnur an die Bananenbuchse. Auf 40 Meter erreiche ich ein SWR von 1:1 und auf 80 Meter von 3:1.

Jochen, laß Dich nicht von der Messung mit dem Widerstand kirre machen, probier einfach mal einen Draht aus.

Gruß
Frank
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DL7AQT« (15. November 2008, 22:12)


12

Samstag, 15. November 2008, 15:14

Ich möchte Euch nochmals recht herzlich für die zahlreichen Antworten und auch PN's danken.

Gestern in einer "Mitternachtsaktion" hatte ich wie bereits schon erwähnt die L1/L2 neu gewickelt (versehentlich sogar mit rotem 0,8mm CuL anstelle dem originalen 0,5mm CuL, aber das schadet auch nicht, ..hi..). Die höhere mechanische Stabilität hatte mich nur gewundert, aber jetzt kenne ich den Grund. :D

Dann habe ich auch noch die L3 ausgelötet und nachgeprüft. Auch hier keinerlei Fehler entdeckt.

Danach wieder alles zusammengebaut und nochmals getestet. Durch die nun eng gewickelte L1/L2 habe ich das SWR auch auf den zuvor "guten" Bändern nochmals spürbar drücken können, nun von 10m - 20m ca. 1,2:1 und sogar 1,0:1 mit besagtem 4k7 Real-Abschlusswiderstand. Bei den Bändern 40m und 80m brachte das leider auch nichts -- aber das belasse ich jetzt so dabei und warte auf meinen DX-Wire Draht und werde es schlichtweg "im Feld" testen. Es hindert mich ja auch nichts, dort vor dem FT-817 auch den MFJ-259B nochmals kurz dranzuhängen und schauen was der dann sagt.

Außerdem bekomme ich ja mit extrem hochohmigen Realabschluss einen spürbaren Dip auf 40m (SWR 1,2:1) und 80m (1,8:1).

Danke auch für Eure zahlreichen Tips, aber die hatte ich schon alle berücksichtigt, also langsam gedreht und den Dip nicht überdreht. Da ich ein kurzes Stück RG58 zw. Multibandfuchskreis und MFJ-259B verwende, habe ich auch als Mantelwellensperre einen R81-1500 Schraubferrit dazwischengemacht, um mögliche Beeinflussungen vom MFJ-259B Metallgehäuse o.ä. auch noch auszuschliessen.


Eine andere Idee hätte ich mit dem LED-Indikator noch, allerdings noch nicht ausprobiert:

Ein kurzes (ca. 2 - 3cm langes) zur Bananenbuchse verlaufendes Stück Draht als Hilfsantenne (heiß), dann eine klassische Spannungsverdopplerschaltung mit Ladekondensator und dafür masseseitig das Ganze dann an den unteren Teil der L2 fest verlöten (kalt).

Sollte das nicht die Intermodulationsprobleme umgehen, weil (erstens) die Schaltung nicht beidseitig mit HF + Masse verbunden ist und (zweitens) die Anzeigespannung damit dennoch für QRP-Betrieb für helle LED-Anzeige ausreicht ?

Ist nur so ne Idee.


Gegengewicht:

AA5TB spricht davon, dass man trotz hochohmig endgespeistem (Mehrfach-)Lambdahalbe-Strahler auf ein Gegengewicht nicht verzichten kann (entgegen allen sonstigen Aussagen über solche Antennen, Fuchskreise usw.).

Er setzt das Gegengewicht mit 0,05 Lambda an, da wären somit maximal 4,00m (für's 80m-Band). In anderen Quellen habe ich auch eine pauschale Länge von rd. 2,00m gefunden.

Dieses muss dann aber an den unteren Teil von L2 geschaltet werden, somit auf der Sekundärseite des Fuchskreises. Denn im QRPProject-Design ist ja der Einkopplungs- und Resonanzkreis galvanisch nicht miteinander verbunden (und das soll lt. AA5TB auch so korrekt sein !!). Ein mögliches Radial am TRX (z.B. Masseschraubanschluss am FT-817 oder Bananenbuchse am Fuchskreis) anzubringen wäre meines Erachtens falsch, weil man sich ja auf der Primärseite befindet.

Gibt's da von Eurer Seite Erfahrungen oder Stellungnahmen !?


Bitte meine Anfragen nicht falsch verstehen, ich will diesen Bausatz sicherlich nicht kritisieren oder grundsätzlich in Frage stellen. Ist schon mein zweiter, einen hatte ich kürzlich verkauft weil beide mangels passendem Portabel-QTH und problematischer Antennenabspannung seit ca. 3 Jahren ungenutzt im Schrank lagen. Schon alleine die Tatsache, dass ich bisher nichts oder nicht viel über den Multibandfuchs las, zeigt mir schon dass es ein Plug-and-Play-Bausatz mit Funktionsgarantie ist. Zur Not hätte ich auch noch meine (auch bisher seit ca. 2 Jahren !? ungenutzte) ZM-4 zuhause. ;)

Nur als ich gestern beim Joggen ca. 400m vom Haus entfernt an unserem historischen Wehrturm des Ortes vorbeikam, fielen mir sämtliche Bretter vor dem Kopf ab !! :D Ein (lt. Wikipedia) ca. 12,5m hoher nachgebauter Holz-Wehrturm der sogenannten "Eppinger Linie" und mit in einer Richtung eine Wiese drumherum schreit ja förmlich danach, dort die 42m als schrägen SLOPER aufzuhängen. Ich Depp !! Da zermattere ich mir das Hirn, welche Antennenformen ich am problemlosesten und platzsparenden und am nicht-von-jemandem-abhängigsein wählen kann -- und "das Gute liegt so nah !!".... :D

Daher war sofort der Multibandfuchskreis und die ZM-4 von den hintersten in die vordersten Hirnschubladen vorgerückt... :D Ich war jahrelang echt 8) ("blind", nicht "cool"..hi..).


vy 73,
Jochen
»DG2IAQ« hat folgendes Bild angehängt:
  • Modifizierte LED-Abstimmung und Kurzradial-Anschluss.jpg

13

Samstag, 15. November 2008, 16:11

Hallo Jochen,

das mit dem Gegengewicht sollte so funktionieren. In der Literatur findet man übrigens auch Schaltungen, bei denen die masseseitigen Anschlüsse von Koppel- und Resonanzspule galvanisch verbunden sind, dies sollte meiner Meinung nach genausogut gehen.

Gruß
Frank

14

Samstag, 15. November 2008, 17:36

Hallo Jochen,

habe einen T50-2 mit etwa 32 Windungen bewickelt(Sekundär) und etwa 3Windungen primär.....si wie es AA5TB in seinen Fotos anschaulich dargestellt hat.

Als Drehko kommt ein 100pf Trimmer zum Einsatz.
Antennenlänge etwa 42m.
Gegengewicht ala AA5TB etwa 4m

Lässt sich von 40m -20m abstimmen.


Gerade nochmal mit dem WM1 gemessen(20m Coax RG58U liegen zwischen Sender und Einpseisungspunkt) 3.5 W hin und 20mW zurück.


72
de
Addi / DC0DW

15

Freitag, 8. März 2013, 23:04

Problem mit 80m

der Thread hier ist ja schon ziemlich alt, ich hoffe es wird noch gelesen. Wir haben 2 Fuchskreise gebastelt, nach Originalanleitung und mit Kondensator für eine helle Anzeige.
Wir haben heute ca 41m Langdraht (dünne isolierte Kupferlitze) von einem 20m Turm schräg nach unten auf einen 10m Spieth Mast gehängt und alle Bänder durchprobiert.
80m bekamen wir einfach nicht hin, das SWR war bei ca. 1:5, in der letzten Stellung der Koppelwindung. (Schalter ganz im Uhrzeigersinn gedreht)
Die Bänder 40-10m konnten wir mit SWR 1.5-1.0 alle abstimmen. Auf 40m gelang sogar ein 5/9 Kontakt mit einer sehr umkämpften italienischen Sonderstation (Kx3, 5 Watt) Demnach funktioniert die Antenne nicht schlecht. Was uns noch aufgefallen ist, sind eine ziemliche Diskrepanz zwischen der Anzeige am MFJ 259 und am SWR Display des KX3. Am MFJ wurde das SWR auf 80m viel schlechter angezeigt.

Kann man da noch was machen daß es auf 80m auch geht?
--
73! de Werner oe9fwv

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16

Samstag, 9. März 2013, 07:27

Hallo Werner,

versuche mal ein kurzes Gegengewicht (1,5...3 m Litze) an die Masse-Seite des Fuchskreises. Das ist dann zwar nicht mehr ein Fuchskreis im Sinne des Patents von OM Fuchs, aber wenn es funktioniert sollte das kein Problem sein :-)

73 Daniel DM3DA
Daniel DM3DA, Düsseldorf JO31jf, DOK R01 +++ Morse-Hörspiele auf http://dm3da.tuxomania.net

17

Samstag, 9. März 2013, 18:28

Hallo Werner,

Gegengewicht ist gut. Es geht auch wenn man Masse von Primär und Sekundärkreis verbindet. Ohne hier einen Glaubenskrieg (echter, falscher, gar kein Fuchskreis etc.) auslösen zu wollen, ist das die gutmütigere Version. Man hat dann den Koaxmantel als Gegengewicht und natürlich auch Mantelwellen. Solange man in der Pampa ist kein Problem. Man kann das jetzt gewaltig ausweiten, das will ich nicht.
73 de uwe df7bl
Uwe df7bl

Wenn Du meinst etwas geht nicht, dann störe nicht die, die es gerade machen.

18

Sonntag, 10. März 2013, 10:32

hallo Uwe und Daniel,

danke für die Tips, ihr meint also mit Masse die Masse der BNC Buchse? (ich bin in diesen Schaltungen ein ziemliches Greenhorn...)
Ich hatte einmal Mantelwellen (HF in der Modulation) weil ich einen T1 Tuner dazwischen geschaltet hatte, mit einer Mantelwellensperre war dann die Modulation wieder sauber.
--
73! de Werner oe9fwv

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19

Sonntag, 10. März 2013, 14:25

Hallo Werner,

hier findest Du den Schaltplan: http://www.qrpproject.de/Media/pdf/Multi…chsHandbuch.pdf

L1 und L2 bilden zusammen mit dem 200 pF-Kondensator einen Schwingkreis. Die Seite mit der Antenne wird die "heiße Seite" genannt. Die andere Seite des Schwingkreises ist entsprechend die "kalte" Seite. Das ist die Verbindung zwischen L2 und dem 200 pF-Kondensator. Diese Stelle kannst Du theoretisch erden, aber ein kurzes Gegengewicht reicht.

Wenn Du die Zeichnung von Jochen etwas weiter oben in dieser Diskussion ansiehst, dann ist dort ein Gegengewicht eingezeichnet.

73 Daniel DM3DA
Daniel DM3DA, Düsseldorf JO31jf, DOK R01 +++ Morse-Hörspiele auf http://dm3da.tuxomania.net

20

Sonntag, 10. März 2013, 22:23

ok Daniel,
vielen Dank, das hab ich verstanden - das ist einfach zu machen, ich werde an diese Stelle eine Abzweigung anlöten und im Gehäuse hat glaub ich noch eine kleine Buchse platz, da kann ich dann ein Gegengewicht anschliessen.
Werde berichten, ob es funktioniert hat.

73! Wenrer oe9fwv
--
73! de Werner oe9fwv