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Samstag, 19. April 2008, 18:40

Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Hallo allerseits!

Zu meiner Frage muss ich erst etwas ausholen.
Ich werde vom 4. bis 21. Juli zusammen mit 3 Kollegen eine Mountainbiketour quer durch Zentral-Island unternehmen. Da wir einerseits teilweise sehr weit weg von jeglicher Zivilisation sind, andererseits am Abend auch noch Zeit für mein anderes Hobby ist, möchte ich auf KW QRV sein. Meinen ursprünglichen Plan, mein IC-706 sowie einen Bleigelakku mitzunehmen, habe ich auf dringendes Anraten meiner Freunde wieder verworfen. Das Gerät braucht einfach viel zu viel Strom und der Akku ist zu schwer. Zudem müssen wir Proviant für 14 Tage mitnehmen, denn wir werden unterwegs nichts kaufen können. Das sind allein schon fast 10 kg pro Person.

Ein Freund hat mir sein FT817 als Leihgabe angeboten. Das Gerät ist deutlich leichter, und die erforderlichen Akkus erst recht. Ich denke, ich müsste mit 8 Babyzellen mit 3 bis 4Ah auskommen, um am Abend vielleicht eine Stunde QRV sein zu können. Ich besitze ein kleines Solar-Panel (etwa 35cmx35cm), mit dem ich die Akkus nachladen könnte. Als Antenne wird eine 5m lange Stabantenne (Bundeswehrstäbe) zum Einsatz kommen.

Jetzt meine Fragen: Kann ich davon ausgehen, dass die Verbindung von TF dach DL mit 5 Watt Sendeleistung halbwegs sicher klappen könnte, oder braucht es dafür besonders gute Bedingungen? Da meine CW-Fähigkeiten schon sehr schlecht geworden sind: Ist nach eurer Erfahrung auch SSB möglich? Ich denke dabei auch an einen eventuellen Notfall. Ich vermute, dass sich das 20-m-Band als einziges anbietet. Ist das richtig?

Mit vy 73
Wolfgang, DK4EK

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2

Samstag, 19. April 2008, 20:24

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Hallo Wolfgang,

wenn Du genug Zeit (und Sonne) hast, mit dem kleinen Panel die Batterien nachzuladen, könnte die Stunde ja drin sein. Ich habe hier auch mit dem Fahrrad experimentiert, Stabantenne (6m) anstelle Sattelstütze und Rahmen als Gegengewicht, abgestimmt mit Z-Match, Fahrrad steht einfach auf dem Ständer (siehe auch meine Bildergalerie). Geht ganz gut auf 20m und höher, zusätzliche Radials brachten fast nichts (auf 40m doch schon etwas), außer zusätzlicher Arbeit beim Spannen.
Die Strecke TF-DL ist natürlich für 5W schon ein Stück, TF liegt schon recht nördlich, es wird wohl sehr auf die Bedingungen ankommen, und SSB braucht wahrscheinlich Glück. Ich würde 30 und 17 sowie 15m nicht aus den Augen verlieren, wenn es nicht eine spezielle Monobandantenne (weil ohne Tuner betreibbar) werden soll.

vy 73 Reiner

3

Samstag, 19. April 2008, 23:28

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Das mit der Monoband-Antenne ist eben die Frage. Ich muss Gewicht sparen. Ich habe schon gute Erfahrungen gemacht mit einer solchen Groundplane und einer Eigenbau-Matchbox. Das Ding ist aber zu groß zum mitnehmen. Schließlich haben wir schon mit Bekleidung, Zelt, Schlafsack, Fahrradwerkzeug, Proviant und Wasser eine Menge mitzuschleppen. Da geht der Funk wirklich nur nebenbei. Ich könnte mir aber vorstellen, für 17m und 15m einen festen Vorschaltkondensator zur Anpassung mitzunehmen. Dass da der Fußpunktwiderstand und vor allem der Strahlungswiderstand etwas höher ist, wäre dann schon ein Vorteil. Das müsste ich natürlich erst mal durchrechnen und dann ausprobieren.

Ich muss gestehen, dass ich schon mehrere Jahre nicht mehr auf KW QRV war, da ich mich mehr mit meinem anderen Hobby (Ausdauersportarten) beschäftigt habe. Daher auch die Frage, ob zu dieser Zeit im Sonnenfleckenminimum auch andere Bänder gehen könnten.

Die Konstruktion mit Antenne auf der Sattelstütze habe ich mir angesehen, die kommt aber bei mir wohl nicht in Frage. Wenn es nicht stürmt(!), wird ein Zeltabspannseil auch die Antenne halten, die auf dem Boden steht. Vier Radials sind dann sternförmig auf dem Boden ausgelegt. Ich werde aber wohl auch eine Abspannung mit eigenen Seilen vorsehen.

vy 73
Wolfgang, DK4EK

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4

Montag, 21. April 2008, 11:35

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Hallo Wolfgang,

wenn es um absolute Gewichtseinsparung geht und Du nicht gerade spät abends funken willst, würde ich schon vorzugsweise die 20m-Monoband optimieren. Unbedingt ausreichend vorab mal testen unter vergleichbaren Bedingungen, das gibt sicher noch einige Erkenntnisse. Eventuell bringt ein abgespanntes Radial auch Vorteile gegenüber den Radialen auf dem Boden (schau mal nach bei den up-and-outer - Beiträgen, hat flache Abstrahlung und leichte Richtwirkung).

vy 73 Reiner

5

Montag, 21. April 2008, 13:35

Ausbreitung

Hallo Wolfgang.

Mit dem Programm VOAprop von G4ILO kann man meiner Erfahrung nach schon ganz brauchbare Aussagen treffen. Besser scheint da noch ITS HF Propagation zu sein, allerdings ist es auch viel umfangreicher. Die Sonne "spinnt" ja leider und der 24. Zyklus könnte sogar ausbleiben, der letztes Jahr hätte beginnen sollen. Für QRP sind das leider keine so sehr guten Nachrichten. Es gibt noch einige Vorhersageprogramme mehr, aber letztlich hängt auch viel von der "Tagesform" der Sonne ab.

http://www.g4ilo.com/voaprop.html

http://www.its.bldrdoc.gov/elbert/hf.html

73+55
Rolf, DL6MBI

6

Montag, 21. April 2008, 15:05

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Hallo Wolfgang !

Super Tour ! Ich war bisher mit dem Rad und Zelt mit KX-1 TRX nur in DL unterwegs.
Antenne war nur Draht, ohne Speisekabel. In DL gibts ausser am Nordseeküstenradweg immer genug Bäume, um die Antenne aufzuhängen.

Funk : Leider war ich noch nicht in TF, aber letztes Jahr mit qrp-trx etwas nördlich von Bergen Ende Mai QRV. d.h. es war noch ca.4 Stunden "dunkel".
Die Entfernung TF-DL ist ungefähr so weit wie Bergen (LA)-Nord Italien.
Da ging es letztes Jahr auf 20und 30m gut hin. 40m ging in den Abendstunden auch, aber Du bist noch später im Jahr unterwegs und auch weiter nördlich....wird es noch dunkel ?
Denke nicht.
Wahrscheinlich bist Du mit 20 oder 30m gut beraten.
Antenne : In TF gibts keine Bäume....Du brauchst eine Angelrute, um den Draht hoch zu bringen.

So, nun bist Du auch nicht schlauer, hi.

72, Olaf

7

Montag, 21. April 2008, 21:44

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Hallo Wolfgang.

Wäre vielleicht die "No-Counterpoise-Antenne" von Pete Millis (M3KXZ) etwas für Dich !?

Ist ja ne simple Lautsprecher-Zwillingslitze von 7,80m Länge, bei der ab der Mitte nur noch 1 Draht bis zur Spitze weiterläuft und die zweite Litze einfach entfernt wurde. Gespeist wird am unteren Ende z.B. mit der ZM-4.

Als Antennenträger könntest Du eine über einen Ast geworfene Schnur nehmen, an der dann die Antenne vertikal hochgezogen wird, oder einen leichten Fiberglasmast.

Diese Antenne hat meiner Meinung nach für Dein Unterfangen mehrere Vorteile:

- Multibandfähig von 20m - 6m (7.80m Länge)
- nahezu gleich flaches, optimales DX-Abstrahldiagramm auf ALLEN Bänder von 20m-6m !!
- benötigt keine Radials
- daher auch extrem geringe Aufbaufläche
- klein, leicht und zusammenrollbar

Ein FT-817 und eine ZM-4 tragen auch nicht dicke auf.

Ich hatte diese Antenne letztes Jahr in Dänemark im Sommerurlaub dabei, aber mein SGC SG-237 hatte damit etwas HF-Einstrahlprobleme und stimmte bei manchen Bändern öfters im QSO neu ab. Daher musste ich auf eine (zum Glück in weiser Voraussicht mitgenommene) selbstgebaute Drahtgroundplane ausweichen. Damit war dann Ruhe. Ich habe aber den SG-237 inzwischen verbessert und künftig sollte das nicht mehr passieren. Ebenso hatte ich in meiner Portabelvariante auch den SG-237 über das Koaxkabel mit Gleichspannung versorgt. Das kann in solchen Extremfällen sicherlich auch eine zusätzliche Fehlerquelle sein, ...wenn's "brazzelt".. :-)

Mit der manuellen ZM-4 oder einem anderen manuellen Tuner darfst Du mit der "No-Counterpoise-Antenne" aber keinerlei Probleme haben.

Lustigerweise hatte ich auf 40m ein QSO mit einem Österreicher, der zufällig zur gleichen Zeit auch eine No-Counterpoise in Betrieb hatte. Nur hatte er seine mit 12m Länge gebaut, da sein Fokus eher auf 40m lag und er hier die Strahlungseffektivität etwas erhöhen wollte. Ging zwischen OE + OZ hervorragend mit sehr wenig Fading. Hat mich verblüfft !


Schau mal betreffend der Antenne hier:

Balkon Vertical / Temporäre Vertical ohne Gegengewicht


vy 73 + viel Spass (und Kondition !!) bei Deiner Tour

Jochen (DG2IAQ)

8

Montag, 21. April 2008, 22:02

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Go an daginn Wolfgang!

> Jetzt meine Fragen: Kann ich davon ausgehen, dass die Verbindung von
> TF dach DL mit 5 Watt Sendeleistung halbwegs sicher klappen könnte,
> oder braucht es dafür besonders gute Bedingungen? Da meine
> CW-Fähigkeiten schon sehr schlecht geworden sind: Ist nach eurer
> Erfahrung auch SSB möglich? Ich denke dabei auch an einen
> eventuellen Notfall. Ich vermute, dass sich das 20-m-Band als
> einziges anbietet. Ist das richtig?

Ich war im Juli 2006 in TF, jedoch nicht mit dem Fahrrad (siehe www.qrp4fun.de/de/s0d.htm).

1. Es klappt mit 5 W quer durch Europa. Ich konnte EI, DL, EU, F, G, HA, LA, OK, OM, RAeu, SM und UR erreichen. Ich musste zwar nicht auf das Gewicht achten, hatte aber trotzdem nur den Spatz als CW-Monobander für 30 m mit. SSB wird zwar etwas schlechter gehen, doch bedenke, dass Du das TF vor dem Rufzeichen immer als Verstärker im Rücken hast. Da lauscht man auch schon mal auf ein leiseres Signal. 20 m wird wahrscheinlich mehr QSOs ergeben, da dort eher Leute als auf 30 m anzutreffen sind - aber auch die Wochenenden oft mit Contesten vollgeschüttet. Ein dickes Pile-Up solltest Du aber nicht erwarten. Dafür liegt TF schon viel zu nah an der Polarzone mit ihren besonderen Bedingungen.

2. Der Mast ist unbedingt erforderlich! Es gibt zwar Bäume in Island, die würden bei uns aber nur zu den große Büsche zählen. Und nimm ruhig ein paar Zeltnägel mit, es sei denn, Du willst Dein Fahrrad zum Abspannen benutzen. Abspannen solltest Du den Mast stets, denn der Wind ist teilweise recht unangenehm für Mensch und Material.

3. Du fragtes, ob die Verbindung DL-TF halbwegs sicher ist. Willst Du Dich mit Funkfreunden in DL verabreden? Da rate ich von ab. Wenn sie Dich auf dem Band "erwischen", ist es eine Freude auf beiden Seiten. Ansonsten kann es echt stressig werden, wenn man noch 20 km fahren muss, aber der Sked in 30 min geplant ist und Zelt/Station noch aufgebaut werden sollen. ;o))

Zum Schluss möchte ich noch den Hut vor Deiner Unternehmung ziehen. Ich kenne nun die Pisten quer durchs Land und kann nur schreiben, dass Du wirklich aufgrund der Geröllstraßen hart gesotten und auf einiges gefasst sein musst. Außer herum geht es wesentlich einfacher. Aber das Land mit seiner Natur ist sehenswert und die Menschen dort eine Wucht! Berichte bitte mal nach Deiner Rückkehr, wie es Dir funk- und fahrradtechnisch ergangen ist.

Sælir!

73/72 de Ingo, DK3RED - Don't forget: the fun is the power!

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Ingo, DK3RED« (21. April 2008, 22:06)


9

Dienstag, 22. April 2008, 00:22

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Zu Olaf, DL4HG:

Du warst letztes Jahr nördlich von Bergen? Da war ich ja fast in deiner Nähe, ich war auch in Norwegen, allerdings erst Ende Juni. Ich erinnere mich gut, dass in die Sonne in Trondheim erst um 23:15 Uhr unterging. Ich war da allerdings ohne Funk, ich habe das "DX" auf dem Fahrrad gemacht. Genauer gesagt habe ich am Radrennen Trondheim-Oslo teilgenommen. Obwohl es auf den letzten 400 km überwiegend geregnet hat, war es in der Nacht trotzdem nicht richtig dunkel.

Island liegt noch etwas weiter nördlich. Da werde ich vermutlich noch die ganze "Nacht" hindurch meine Akkus laden können. Ich war zwar noch nicht da oben, aber mein Kollege Lutz, der alles initiiert hat, ist schon mindestens 10 mal mit dem Mountainbike dort oben gewesen. Er hat mir bestätigt, dass es dort nicht dunkel wird. Wir werden von seiner Erfahrung profitieren.

Richtig, Bäume soll es da nicht geben, vor allem nicht in der schwarzen Wüste, die wir durchqueren wollen. Daher nehme ich zusammensteckbare Antennestäbe mit, wie sie auch die Bundeswehr verwendet. Das ist schon erprobt, allerdings in Deutschland.

Zu Rolf, DL6MBI:

Danke für die Links, ich muss mich mal damit beschäftigen. Allerdings kann ich aus meiner eigenen Erfahrung durchaus bestätigen, dass die Tagesform sehr unterschiedlich sein kann. Der Link zu G4ILO scheint allerdings nicht zu funktionieren.

Zu Jochen, DG2IAQ:

Eine Drahtantenne kommt wohl nicht in Frage, weil ich nicht mit Bäumen rechne. Zudem will ich eine Matchbox einsparen und dafür lieber ein Paket Nudeln mehr mitnehmen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich noch nie von der No-Counterpoise-Antenne gehört habe. Ich werde aber auf jeden Fall mal genauer nachlesen. Ich habe nur mal kurz den von dir angegebenen Link verfolgt und eine Beschreibung im PDF-Format gefunden.

Zu Ingo, DK3RED:

Dein Bericht hat mich sehr interessiert, da du ja "vor Ort" warst und entsprechende authentische Erfahrungen gesammelt hast. Deine Erfahrungen machen mir durchaus Mut. Dass es oft stürmt, ist mir auch schon klar, davor hat mich Lutz schon gewarnt. Er erzählt immer Schauergeschichten von Leuten, die er dort getroffen hat, die versucht haben, in einem Aldi-Zelt mit Fiberglas-Stangen zu überleben. Mental bin ich schon auf so einiges an Wetterkapriolen eingestellt.

Mit meinem Kollegen Lutz habe ich schon etliche Touren gemacht, sei es per Rad im Winter durch Norwegen oder zu Fuß auf Schneeschuhen in den Kitzbühler Alpen. Da ging es schon manchmal (wettermäßig) heftig zur Sache. Was die Jeep-Tracks auf Island angeht, ist mir schon klar, dass die nicht mit einem einfachen Feldweg zu vergleichen ist. Ich weiß auch schon, dass wir an einer Stelle 15km durch den Treibsand schieben müssen und mit welcher Technik man das am besten macht. Und ich weiß auch, wo wir für drei Tage Wasser mitnehmen müssen, weil wir in der Wüste keins finden werden.

Ich werde auf jeden Fall hinterher gern darüber berichten. Wenn dich interessiert, was wir sonst schon gemacht haben, dann schau einfach mal auf meiner Homepage unter "Sport" nach.
http://members.dokom.net/w.kippels
Deinen Li nk mit deinen Erfahrungen habe ich auch schon ausprobiert und ein wenig gelesen. Das muss ich aber noch ausführicher tun.

Im Gegensatz zu meinem Sohn, der 2 Semester Isländisch gelernt und mit "gut" abgeschlossen hat, kann ich das leider nicht. Daher ein einfaches:
vy 73!
Wolfgang, DK4EK

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dk4ek« (22. April 2008, 00:33)


10

Dienstag, 22. April 2008, 11:07

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Hallo Wolfgang

Wir waren letztes Jahr mit 3 OMs in Nuuk-Grönland für 10 Tage QRV und haben folgende Erfahrung gemacht: Die Ausbreitungsbedingungen können in diesen Breitengraden grausam schlecht sein. Oder wie die lokalen OMs meinten:" Es gibt im Moment keine Ausbreitungsbedingungen." :-)

Letztendlich haben wir nur auf 20 und 30m arbeiten können. Der Rest der Bänder war tot.
Wir lagen zeitweise richtig auf der Lauer um die Bandöffnungen mit zu bekommen.
Trotzdem wünsche ich dir viel Erfolg bei deiner Reise.

vy 73 de Wolfgang - DJ5ZWS

11

Dienstag, 22. April 2008, 14:20

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Hallo Wolfgang!

Das hört sich denn doch nicht so gut an. Da kann ich nur hoffen, dass ich andere Bedingungen vorfinde. Immerhin scheinen wir uns ja - wenn auch sehr langsam - vom Sonnenfleckenminimum weg zu bewegen. Ein bischen Abenteuer gehört wohl dazu. Schlimmstenfalls habe ich dann halt 2,5 kg überflüssig mitgenommen und "nur" eine tolle erlebnisreiche Reise erlebt.

Eins lese ich aber doch aus allen Zuschriften heraus: Das 20-m-Band ist vermutlich das erfolgversprechendste, wenn ich eine Monoband-Antenne verwenden muss. Für diese Infos danke ich euch!

Mit vy 73 - Wolfgang, DK4EK

12

Dienstag, 22. April 2008, 16:39

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Hallo Wolfgang,

Zitat

Original von dk4ek
Das hört sich denn doch nicht so gut an. Da kann ich nur hoffen, dass ich andere Bedingungen vorfinde. Immerhin scheinen wir uns ja - wenn auch sehr langsam - vom Sonnenfleckenminimum weg zu bewegen. Ein bischen Abenteuer gehört wohl dazu. Schlimmstenfalls habe ich dann halt 2,5 kg überflüssig mitgenommen und "nur" eine tolle erlebnisreiche Reise erlebt.

Eins lese ich aber doch aus allen Zuschriften heraus: Das 20-m-Band ist vermutlich das erfolgversprechendste, wenn ich eine Monoband-Antenne verwenden muss. Für diese Infos danke ich euch!


es gehört viel Mut dazu, in Island mit dem Fahrrad zu fahren. Die meisten "Strassen" sind Geröllpisten und nicht so beschaffen, wie man das hier kennt. Die meisten Brücken gehen durch einen Fluss (keine vorhanden). Wenn es regnet, dann richtig (2m Wassersäule pro Jahr). Man nennt das bei uns "Islandtief", das sich bis DL noch nicht abgeregnet hat.

Zur Vorbereitung seien noch folgende Seiten empfohlen:

1. http://www.iceland-2000.de/

2. http://www.pervan.de/reiseberichte/Island-Reisen

Bei 2. findet man auch Berichte zum Reisen mit dem Fahrrad. In Sachen Funk solltest Du auch mal den QRPeter kontaktieren, da klappte das von Finnland aus auch nicht wirklich. Denke auch an wasserdichte Behälter für Funk und Foto/Video (Pelicase).
Vy 72/73 de Gerhard

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13

Dienstag, 22. April 2008, 18:21

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Zitat

Original von dk4ek
Schlimmstenfalls habe ich dann halt 2,5 kg überflüssig mitgenommen


Hallo Wolfgang,

sicher kennst Du schon diese Seiten:

http://www.ira.is/ensk.html
http://www.ira.is/endurvarpar/endurvarpar_ensk.html

Mit dem FT-817 kannst Du vielleicht einen der Umsetzer erreichen. Die Reichweitenkarten sind beeindruckend.

73 Daniel M0ERA
Daniel, M0ERA, Oxted, Surrey, UK

14

Dienstag, 22. April 2008, 20:13

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Nach mehreren Jahren Aktivität als JW/DL3NRV kann ich das von DJ5ZWS zu
Funkverkehr aus hohen Breiten Gesagte, zumindest für die Sommermonate
voll bestätigen. Winter conds waren meist ok.
10 - 18 MHz dürften funktionieren. 14 MHz ist nicht unbedingt für QRP optimal.
Da ich zusätzlich Probleme mit extremem QRM local durchs eigene QRL
(2 VHF Radars im QTH) hatte, beschränkten sich meine Aktivitäten fast ausschliesslich
auf 18 MHz. In diesem Bereich gab es eine spektrale Lücke in all dem hochfrequenten
Lärm. Auf diesem Band kamen dann mehrere zehntausend QSO u.A. auch mit dem
QRPeter und vielen anderen QRP-Stationen zustande.

Noch zwei Hinweise:
1. Antennen die eine gute Erde erfordern vergessen! Es gibt kaum eine schlechtere
HF-Erde als arktischen Boden. Dafür kann man durchaus Drähte, die einfach auf
trockenem Permafrostboden, Eis/Schnee oder Fels aufliegen, als Antennen verwenden.

2. I.d.R. hat man in arktischen Breiten extrem mit QRN durch Elektrostatik zu kämpfen.
Vertikalantennen sind diesbzgl. "suboptimal". Die hier vielgepriesenen Fuchsantennen
als inverted Vee (nur ein Lufthaken nötig) könnte ein Optimum für Deinen Zweck sein.
(Aus selbigem Grunde empfehle ich auch dringendst nur Kleidung aus Naturfasern bzw.
mit hohem Anteil solcher mitzunehmen.)

73 gl und gute Reise
J.

  • »Alexander DG8KAD« ist männlich

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15

Dienstag, 22. April 2008, 20:26

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Hallo

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Reise.

Ich würde auch es auf 20m/17m versuchen. Die meisten QRP SSB QSO´s hatte ich auf diesen beiden Bändern.

73

Alexander
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16

Mittwoch, 23. April 2008, 13:39

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Zu Gerhard, DC4LO:

Der Zustand der sogenannten "Straßen" als Geröllpisten ist mir durchaus bekannt und bewusst. Mein Kollege Lutz, der die Erfahrung mitbringt, hat mich schon vorgewarnt, dass wir da nicht 200km am Tag machen können, wie auf mancher anderer unserer Touren, sondern dass wir eventuell auch mal froh sein müssen, wenn wir 20km schaffen. Wasserfeste Packtaschen (Ortlieb) sind natürlich auch vorhanden, nicht nur wegen der Technik. Ich schlafe auch nicht gern im nassen Schlafsack. Die haben sich auch schon beim Durchqueren von Furten bewährt.

Zu Daniel, M0ERA:

Der Hinweis auf die Repeaterinfos ist goldrichtig. Da werde ich auf jeden Fall Infos von mitnehmen. Danke dafür.

Zu J., DL3NRV:

Die Erfahrungen von JW finde ich natürlich nicht so toll. Dann muss ich mich eben darauf einstellen, dass es schwierig wird. Wenn es dann trotzdem vielleicht manchmal geht - um so besser.

Ich werde vier Radials auf dem Boden auslegen. Damit sollte ich auf der sicheren Seite sein. Und Danke auch für den Tipp wegen QRN durch Elektrostatik. Ich werde danher eine kleine Drosselspule am Antennenfußpunkt anbringen. Damit müsste ich eigentlich die Aufladungen unterbinden können. Ich werde aber keinesfalls in Baumwollkleidung reisen. Die Nachteile für die anderen Randbedingungen der Tour sind viel zu groß, als dass ich auf Funktionskleidung verzichten würde.

Zu Alexander, DG8KAD:

Mich würde mal interessieren, wo (in welcher Region) du diese QRP-Erfahrungen gesammelt hast. Mittlerweile glaube ich aber auch, dass ich zumindest für diese beiden Bänder (20m, 17m) ausgerüstet sein sollte. 17m ist ja auch mit sehr wenig zusätzlichem Aufwand machbar.

Vielen Dank für die Infos und Tipps!
Wolfgang, DK4EK

17

Mittwoch, 23. April 2008, 14:29

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Hallo Wolfgang,

ich war selbst 1998 14 Tage auf Island.
Allerdings nicht QRP. Hatte den DX70 mit 100 W aus der Autobatterie
an einer 5,50 m Vertikal. Diese war an einem Campingspaten im Erdreich befestigt und 2-3 Radiale ausgelegt.
So recht war nur auf 20m was zu machen. (100W SSB)
Sehr viele Italiener, viele Engländer aber kaum sonstiges Europa.
Selbst OM's aus unserem OV mussten teilw. 1 Stunde rufen bis ich sie erkennen konnte.
Es war schon spannend, am anderen Ende des PileUp zu sitzen.
Es dauerte oft ne halbe Minute ehe ich auch nur einen Buchstaben aus den Anrufen erkennen konnte.

Mit QRP ist das Hören sicher das gleiche und die rufenden Stationen werden besser hören müssen.
Ich glaube jedoch CW wäre für QRP hier besser.
(Muss aber gestehen, ich habe mit QRP keine Erfahrungen)

73
Steffen
?( Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“ :wacko:
Kurt Marti

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18

Mittwoch, 23. April 2008, 14:34

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Hallo Wolfgang

Zitat

Mich würde mal interessieren, wo (in welcher Region) du diese QRP-Erfahrungen gesammelt hast. Mittlerweile glaube ich aber auch, dass ich zumindest für diese beiden Bänder (20m, 17m) ausgerüstet sein sollte. 17m ist ja auch mit sehr wenig zusätzlichem Aufwand machbar

Ich nutze meinen K2 zu Hause an einer FD4 Antenne. Im Auto zusammen mit der MP1.

Mobil habe ich den K2 nur in DL benutzt und hatte QSO´s mit der MP1 Antenne auf 20m bis nach Nordamerika im Westen und Kuwait im Osten.

73

Alexander
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19

Samstag, 26. April 2008, 18:11

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Zu Steffen, DL2LCE:

Was du 1998 erlebst hast, wird mir dann wohl auch passieren. Damals müsste ja auch das Sonnenfleckenminimum gerade erst vorbei gewesen sein. Immerhin bestätigst du mir das 20-m-Band. Mich würde nur interessieren, zu welchen Tageszeiten du QRV warst.

Zu Alexander, DG8KD:

Wenn du mit deinen Geräten in Nordamerika warst und in Kuwait, dann sind das sicher keine vergleichbaren Bedingungen zu Island. Trotzdem danke für die Infos.

Mit vy 73
Wolfgang, DK4EK

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20

Samstag, 26. April 2008, 18:59

RE: Mit Mountainbike durch Island. 20-m-QRP?

Hallo Wolfgang

Misverständnis

Ich war nicht in Kuwait oder den USA, ich hatte QRP Verbindungen zu diesen Ländern mit K2 und der MP1.

73

Alexander
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