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41

Mittwoch, 7. November 2007, 09:34

RE: Hard und Soft DigitalRadio

Zitat

Original von DL2BZE

Eine sinnvolle Eingangsempfindlichkeit wäre für die unteren KW-Bänder etwa 1 µV, also -107 dBm.

Vy 73 de Dietmar, DL2BZE


Das ich DAS noch erleben darf, Dietmar! Endlich mal jemand, der mit vernünftigen Werten rechnet. Mehrmals habe ich versucht die QRPer davon zu überzeugen, dass 1uV auf 30,40,80 völlig ausreichend ist, dass man mit dieser Eingangsempfindlichkeit einen wunderbar ruhigen RX bauen kann der trotzdem alles hört was zu hören ist. Aber nein, der durchschnittliche Funkamateur erwartet eine Grenzempfindlichkeit < 0,1uV, hält alles andere für "taub" und glaubt ein RX ohne Grumpelmumpf im Kopfhörer sei defekt.

Im BCR benutzen wir einen Preselektor der durchstimmbar von 6 bis 20 MHZ reicht. Auf Grund des großen Bereiches und des sich dadurch stetig ändernden LC Verhältnisses ändert sich die Eingangsempfindlichkeit von etwa 0,8 uV bei 40m auf 0,1uV bei 17m. Für einen Allwellen RX könnte ich mir vorstellen, dass man mit 3 bis 4 solcher Bandfilter den gesamten KW Bereich abdecken könnte. Die Abstimmspannung könnte direkt vom Prozessor in Abhängigkeit von der jeweiligen Frequenz vorgegeben werden. Mit so einem Konstrukt würde dea Eingangsteil deutlich kleiner und weniger aufwändig als mit der großen Filterbank mit Festbereich Filtern und man hätte gleichzeitig den Vorteil der "angepassten Eingangsempfindlichkeit".
73/2 de Peter, DL2FI
Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

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42

Mittwoch, 7. November 2007, 09:45

Hard und Soft DigitalRadio

Hallo Dietmar,

eigentlich hast Du ja mit Deinem Vorschlag recht gehabt. So müsste man es machen, wenn man ganz perfekt sein wollte, aber wir sind hier ja kein "Research And Developement Center", sondern betreiben hier unser gemeinsames Hobby als Bastler. Und da muss man einfach Abstriche machen. Besonders die zur Verfügung stehende Zeit ist da ein stark begrenzender Faktor. Aber ich denke, wir verstehen uns schon und es macht nichts, wenn man mal testet, wo beim Partner die Schmerzgrenze liegt. Bei mir kennst Du sie ja nun.

Ich glaube, von unserem Forum profitieren alle, auch ich, und deshalb möchte ich die Arbeit im Forum natürlich fortfahren. Ich erinnere mich noch an schwere Zeiten bei LIF5000. Der DDS-Baustein wollte einfach nicht arbeiten. Da war ich froh, dass mir einige von Euch Mut zugesprochen haben und sehr wertvolle Hilfestellungen gaben. Da habe ich gesehen, dass wir ein gutes Team sind, dass im Ernstfall zusammen hilft. Und darauf bin ich sehr stolz.

Das mit den Ideen der verschiedenen Mitglieder ist so eine Sache. Eigentlich bin ich dafür und habe es ja auch angeboten, dass wir alle unsere Ideen einbringen. Das ist auch eine gute Sache und soll so bleiben, aber es lässt sich nicht vermeiden, dass unterschiedliche Ideen zu einem Thema kommen. Aber es kann nur eine Idee verwirklicht werden, und die muss ins Gesamtkonzept passen. Ich habe in anderen Foren gesehen, dass das meistens zu unendlichen Diskussionen führte und dass am Ende nichts herauskommt. Darum habe ich mich entschlossen, jede Idee für mich zu bewerten und darauf zu antworten. Auch wenn das bestimmt nicht jedem gefallen hat, so sind wir damit aber gemeinsam schon ganz schön weit gekommen. Einige Ideen, die ich für gut befunden habe, sind nicht von mir. Und wenn ich durch Argumentation einsehe, dass ich mich irgendwo getäuscht habe, so war ich bisher auch bereit, meine Meinung zu ändern. Siehe dazu den Helix-Filter vor dem DDS-Baustein.

Das, was Du da zum Pegelplan schreibst, ist bestimmt ein guter Anfang. Vielen Dank dafür. Ich werde mir das mal durch den Kopf gehen lassen und dann, wenn ich dafür Zeit habe, werde ich so einem Plan für den HSDR4512 aufstellen und ihn mit der Bitte um Beurteilung und Korrektur hier im Forum darstellen. Aber jetzt steht mein großer Urlaub kurz bevor und ich werde da vielleicht erst im Weihnachtsurlaub oder gar erst später dazukommen. Eigentlich wollte ich im HSDR4512 statt mit 50 Ohm eher mir 200 Ohm arbeiten, weil da der Innenwiderstand der verwendeten Analogschalter nicht so stark in die Verluste eingehen. So ein Pegelplan lässt sich doch bestimmt auch für wechselnde Impedanzen in den verschiedenen Stufen erstellen, oder rechnet man das dann auch auf 50 Ohm um?

Ich denke, wir sollten so weitermachen wie bisher, denn wir haben doch schon sehr viel erreicht. Deine Beiträge habe ich bisher immer sehr geschätzt, weil sie mit sachlichen Argumenten überzeugt haben. Ich würde mich freuen, wenn das so bleiben würde. So leicht lasse ich mir auch nichts vermiesen. Aber jeder muss akzeptieren, dass ich es zur Aussprache bringe, wenn bei mir irgendwo eine Grenze erreicht ist. Wir sind schließlich alle nur Menschen.

Beste 73`s de Werner, DL7MWN

43

Mittwoch, 7. November 2007, 15:06

RE: Hard und Soft DigitalRadio

Hallo Werner und Mitleser,

meine Reaktionszeit ist leider etwas größer, da ich nicht täglich in's Forum kommen kann...

Ein Grafik-Display wäre natürlich schon flexibler, allerdings ist die Programmierung deutlich aufwändiger, da in der Regel auch der Standardzeichensatz als Bitmuster bereitgestellt werden muß. Auf einem in z.B. 'C' oder 'C++' programmierten Controller ist das kein Problem und es gibt sogar fertige Zeichensätze und Treiber zum Herunterladen im Internet. Der freie GNU-C-Compiler für den Freescale-DSP ist leider nicht sehr effizient; der von der Firma Tasking schon viel mehr, der kostet allerdings viel Geld.
Kurz: Für die Ansteuerung eines Grafik-Displays würde ich unbedingt einen Microcontroller in 'C' oder ähnlicher High-Level-Programmiersprache vorschlagen, während ein Character-Display sehr einfach auch vom DSP bedient werden kann. Die optimale Lösung wäre tatsächlich ein Grafik-fähiges Display mit integriertem Zeichensatzgenerator, und ich bin auch mal über ein solches gestolpert. Ich will mal in den Tiefen meiner Festplattendaten suche, ob ich es finde...

Die Geschwindigkeit von 153600Bit/s für die Kopplung der beiden Prozessoren sollte selbst für eine kleine FFT, die sich flüssig auf dem Display bewegen soll, ausreichen. Die Bildwiederholrate bei einer 128-Punkte-FFT wird deutlich zweistellig, und der Flaschenhals wird u.U. eher die schnelle Darstellung auf dem Display sein.

Mein Senf zum Thema Vorgehensweise:
Unter erfahrenen Entwicklern ist es ganz normal und bewährte Vorgehensweise, sich erst Gedanken über Schlüßelbaustellen zu machen und dann für den Feinschliff mit dem Pegel- bzw. Dynamikplan zu beginnen. Die von Dietmar vorgeschlagene Übersicht mit allen Optionen wird sehr schnell unübersichtlich, und man muß früh beginnen, Optionen auszuschließen, was wir hier "freihändig" auch tun.

Die angegebenen -107dBm als Empfindlichkeit machen allein im Raum keinen Sinn. Dazu muß gesagt werden, über welche Bandbreite wir reden und ob bei einem solchen Signal gerade der Rauschflur erreicht ist, oder z.B. 12dB SNR eines SSB-Signales. Ich bevorzuge daher die Diskussion mit Rauschzahlen bzw. dem Rauschmaß (NFrx). Anhand von Messungen des athmosphärischen Rauschens im KW-Bereich kann man sehen, daß Rauschzahlen von besser als 15dB im niedrigen KW-Bereich und besser als 10dB im hohen KW-Bereich keinen Sinn machen und nur Dynamik verschwenden, die uns bei der Großsignalfestigkeit dann fehlt. Es macht also tatsächlich viel Sinn, mit einem Dämpfungsglied am Eingang des RX die Dynamik im niedrigen KW-Bereich nach oben zu verschieben.
Es ergibt sich folgende Rechnung:

thermisches Rauschen bei Raumtemp. + NFrx

-174dBm/Hz + 15dB = -159dBm/Hz

Bei 10kHz Rauschbandbreite (DRM) würde der Rauschflur also bei

-159dBm/Hz+ 10Log10(10e3)= -119dBm liegen.

Das heißt ein Signal von -119dBm würde für eine Erhöhung des Rauschens von 3dB sorgen. Bei -107dBm hätten wir demnach ein Signal mit 12dB SNR. Für die SSB-Bandbreite von 2.4kHz hätten wir einen Rauschflur von:

-159dBm/Hz + 10log10(2400) = -125dBm.

Bei -107dBm an der Antenne hätten wir also ein SNR von bereits 18dB im Audiobereich.

Diese Dynamikberechnungen berücksichtigen natürlich kein QRM, sondern nur die Messungen des athmosphärischen Rauschens. Aus den Besipielrechnungen kann man auch leicht ersehen, warum die Angabe des Rauschmaßes günstig ist. Man benötigt keine weiteren Angaben zu Meßbandbreiten und SNR des Empfangssignales.

Die Rechnung mit Leistungen hat weiterhin den Vorteil, daß die Impedanz völlig egal ist. Eine Leistung bleibt eine Leistung, egal ob an 50 Ohm, 200 Ohm oder 1 kOhm. Man kann jederzeit die dort gemessene Spannung in eine Leistung umrechnen und umgekehrt.

Ich habe schon sehr viele Dynamikpläne gemacht und kann Euch gern etwas in einem Excel-Sheet vorbereiten (ich verwende natürlich OpenOffice ;o). Hierin kann man dann bis in die Numerik des DSPs hinein die Dynamik, anliegende Pegel, IM-Produkte, ggf. AGC-Einsatz usw. darstellen.


vy 73 de Gerrit, DL9GFA

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44

Donnerstag, 8. November 2007, 07:50

Hard und Soft DigitalRadio

Hallo Gerrit,

danke für Deinen Beitrag. Das mit der Reaktionszeit macht doch nichts. Es ist schön, dass Du bei uns auch mitmachst und uns wertvolle Hinweise gibst.

Natürlich wäre ein Grafik-Display schön für so einen RX mit einem DSP. Aber ich habe mir das noch einmal gründlich überlegt. So ein Display muss ja auch programmiert werden und ich habe so was noch nie gemacht. Ich habe kein Problem damit, das auch noch zu lernen. Aber das kostet viel Zeit und ich denke, das würde uns vom Wesentlichen abhalten. Mein Vorschlag ist, das im Auge zu behalten und dann im nächsten Projekt mit einzuplanen. Dieser Empfänger hier wird bestimmt auch gut funktionieren, wenn wir das mit einem alphanumerischen Display und Sonderzeichen programmieren.

Das, was Du über die Berechnung der Empfängerempfindlichkeit und Dynamik schreibst, hört sich gut an. Wie Du ja weist, ist HF-Technik nicht mein Beruf und so habe ich das im Moment noch nicht ganz verstanden. Aber das kann man lernen und dann bin auch ich wieder einen Schritt weiter. Auch die Rechnung mit der Leistung gefällt mir, weil da keine Impedanzen vorkommen. Im Moment stehe ich kurz vor meinem Urlaub und deshalb sollten wir das noch etwas verschieben. Danach würde ich mich sehr freuen, wenn Du Dein Angebot wahr machst und uns so ein Excel-Sheet zukommen lassen würdest. So wird unsere Arbeit von Projekt zu Projekt immer professioneller und bis ich in Rente gehe, kann ich das dann hoffentlich auch alles.

Beste 73`s de Werner, DL7MWN

45

Freitag, 9. November 2007, 00:13

RE: Hard und Soft DigitalRadio

Hallo Werner,

ich habe nachgesehen, Displays mit dem Controller T6963C haben neben der Grafikfähigkeit auch einen festen Zeichensatz eingebaut und können Grafik und Text überlagern. Bei Pollin gab es solche Displays mal sehr günstig (ca. 8€), aber nun sind sie nicht mehr im Angebot. Bei Reichelt, Conrad und RS-Components gibt es solche Displays noch, allerdings sind sie hier recht teuer (80€...130€). Interessant fand ich bei der Recherche, daß die blauen mit der weißen Hintergrundbeleuchtung deutlich weniger Strom benötigen, als die mit grün/gelber. Ich hatte das Gegenteil vermutet und eigentlich mag ich blaue nicht so sehr...

Vielleicht hätte ich meine Beispielrechnung mit der Dynamik etwas besser erklären sollen. Ich werde das bei der Diskussion des Pegelplanes nachholen.

Aber ersteinmal wünsche ich Dir einen schönen, erholsamen Urlaub!

vy 73 de Gerrit , DL9GFA

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46

Freitag, 9. November 2007, 18:33

Hard und Soft DigitalRadio

Hallo Gerrit,

ich habe ein Display mit dem Controller T6963C beim Reichelt gefunden. Aber da gibt es keinen passenden Einbaurahmen dazu. Und einfach so einbauen, gefällt mir nicht. Wir sollten den jetzigen RX mit einem alphanumerischen Display bauen. Wir werden sicherlich mit dem HSDR4512 sehr viel lernen und vielleicht können wir dann im nächsten Anlauf einen RX entwickeln, der dann wirklich in allen Parametern perfekt ist und dann auch über ein grafisches Display mit Spektrumdarstellung verfügt.

Mein Urlaub geht diese Woche ab Mittwoch los, aber die Abfahrt ist erst am nächsten Wochenende. Bis dahin können wir schon noch über dieses Forum in Kontakt bleiben. Den UNIDSP56 habe ich fast fertig. Es hat sich gezeigt, dass doch noch ein paar Kleinteile fehlen. Auf meiner Homepage habe ich eine neue Seite eingerichtet, in der ich über meine Erfahrungen mit dem DSP berichten will. Vielleich kann ich damit noch ein paar Interessenten finden, die sich dann auch trauen, in diese schöne, neue Technik einzusteigen. Bitte schaue da auch mal gelegentlich rein und informiere mich, wenn ich da unbeabsichtigt was falsch darstelle. Ich möchte das möglichst einfach und simpel beschreiben, aber grundsätzlich muss alles was ich da schreibe, richtig sein. Für mich ist dieses Thema auch ganz neu, und da kann schon mal ein Fehler passieren. Danke...

Beste 73`s de Werner, DL7MWN

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47

Donnerstag, 15. November 2007, 17:34

Hard und Soft DigitalRadio

Liebe Funkfreunde,

Nun habe ich Urlaub, aber noch bin ich nicht weggefahren. Und so habe ich die Bestückung des UniDSP56 abgeschlossen. Sobald ich wieder etwas Zeit habe, werde ich diese Baugruppe in Betrieb setzen. Wer ein paar Bilder und ein paar Hinweise zur Bestückung des UniDSP56 sehen möchte, der kann auf meine Homepage schauen. Da habe ich ein PDF-Dokument "Aufbau UniDSP56..." zum Download bereitgestellt.

Beste 73's de Werner, DL7MWN

Meine Homepage:
http://dl7mwn.de/

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48

Donnerstag, 15. November 2007, 18:37

Hallo Werner,

ich wünsche Dir einen erholsamen Urlaub. Beim Bezug des Helixfilterbausatzes vom FA hast Du recht, es ist tatsächlich ein PIC dabei. Das ist in der Tat ein Hemmnis für den Bezug, vielleicht kann man aber auch den Bezug der nackten Filter mit Quarzoszillator vereinbaren.

Beste 73 Gerd DM2CDB

49

Freitag, 16. November 2007, 08:13

Hallo Werner und Gerd

Werner einen schönen und vorallem erholsamen Urlaub!
Und danke für Deine DSP Seite, ein Bookmark daruaf wird von mir sicher oft nachgefragt.

Sollte sich mal eine Sammelbestellung für ein DDS-passendes Helixfilter ergeben, so würde ich mich beteiligen.

Beste Grüsse
Christian
73 de Chris, OE3HBW

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »chirt« (16. November 2007, 08:16)


50

Sonntag, 18. November 2007, 21:46

RE: Hard und Soft DigitalRadio

Hallo Werner,

beim Blättern im Funkamateur 11/07 habe ich gerade den Artikel zum uOLED128-GMD1 (S.1195ff) gelesen. Das ist ein Farb-Grafikdisplay + Controller mit sehr komfortablem Befehlssatz. Man kann per UART Texte und Grafiken sehr einfach platzieren und verschieben. OLEDs sind wirklich sehr schön hinsichtlich Stromaufnahme, Betrachtungswinkel und Brillanz. Nachteil ist die Lebensdauer (Einbrenneffekte) für professionelle Anwendungen; für uns sollte sie aber ausreichend sein.

Ich habe mir gerade die 160x128-Punkte-Version bestellt (89€+MWSt.).

vy 73 de Gerrit, DL9GFA

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51

Dienstag, 20. November 2007, 16:28

Hard und Soft DigitalRadio

Hallo Gerrit,

das mit dem Display ist eine gute Idee. Das werde ich mir auch anschauen. Aber hier habe ich kein CQ-DL. Im Moment bin ich in Neapel und bald bin ich in Aegypten. Das Forum begleitet mich und das Wetter ist schoen warm.

Beste 73's de Werner, DL7MWN

52

Dienstag, 20. November 2007, 21:41

RE: Hard und Soft DigitalRadio

Hallo Werner,

nähere Informationen zum Display findest Du hier:

http://elmicro.com/de/uoled.html

Herzliche Grüße nach Neapel und weiterhin einen schönen Urlaub!

Gerrit, DL9GFA

P.S.
Hier am Nordrand Hannovers haben wir gerade +2°C und meist ist es trocken ;o).

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53

Samstag, 1. Dezember 2007, 16:35

Hard und Soft DigitalRadio

Hallo Gerrit und Funkfreunde,

nun bin ich wieder zurück von meinem Ausflug. Das Wetter war mit durchschnittlich 23 Grad wunderbar. Trotzdem freue ich mich aber, dass ich hier wieder an meinem HSDR-4512 weitermachen kann. Aber hauptsächlich werde ich jetzt den Abschlussbericht für den LIF5000 fertigstellen.

Das mit dem Grafik-Display habe ich mir angeschaut und auch eins bestellt. Das ist eine feine Sache, nur mit der Größe bin ich nicht glücklich. So denke ich, sollten wir das Spektrum auf diesem Grafik-Display darstellen und den Rest wie beim LIF5000 auf einem alphanumerischen Display. Damit wäre dann auch gleich die Aufgabenteilung gelöst. Die Grafik macht der DSP und alle anderen Anzeigen erledigt der ATMEGA128.

Beste 73's de Werner, DL7MWN

54

Montag, 3. Dezember 2007, 00:22

RE: Hard und Soft DigitalRadio

Hallo Werner und Mitleser,

herzlich Wilkommen zurück Werner.

Ich hatte dieses Wochenende etwas Zeit, die Ansteuerung des Displays (uOLED160GMD1) über den DSP zu programmieren. Die Dokumentation machte einen sehr guten Eindruck, allerdings führten kleine Fehler darin zu geringen Startschwierigkeiten. Leider fehlen Timing-Diagramme völlig, aber mit Oszilloskop-Überwachung und etwas Herumspielen gelang die Inbetriebnahme schließlich. Die Auto-Baud-Erkennung nach dem Einschalten ist nicht unbedingt ein Segen. Wenn es dann läuft, ist die Programmierung - selbst in Assembler - recht komfortabel.

Die Größe des Displays ist tatsächlich recht gering, gerade angesichts der Auflösung (160x128 ). Helligkeit und Kontrast sind aber so groß, daß selbst kleine Schriften sehr gut lesbar sind. Ich will die Frequenzanzeige, z.B. bei der Demodulation von PSK31, kleiner werden lassen, so daß man mehr Raum für den Text hat. Wird am VFO-Knopf gedreht, wird die Anzeige wieder größer (bekommt Fokus). Als nächstes wird die Spektraldarstellung programmiert mit den üblichen Farben für die Feldstärke (von blau über grün, gelb bis rot). Mal schauen, wie viel Displayfläche dafür zu spendieren ist, damit es einen angenehmen Eindruck vermittelt.

Dank dieses einfach zu programmierenden Displays kann man vielleicht doch auf den Microcontroller verzichten. Ich programmiere mal weiter...

vy 73 de Gerrit, DL9GFA

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DL9GFA« (3. Dezember 2007, 00:23)


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55

Dienstag, 4. Dezember 2007, 10:33

Hard und Soft DigitalRadio

Hallo Gerrit und Funkfreunde,

das was Du da schreibst kling ja ganz gut. Ob wir auf den Microcontroller verzichten sollten oder nicht, müssen wir noch ganz gut überlegen. Der Microcontroller hat eine Menge Schnittstellen, die ich fast alle benötige. So z.B. den I2C-Bus, die Analogeingänge zur Überwachung der AGC, Eingänge für die Bedienelemente, Interrupts, RS232-Schnittstelle zum PC usw. Aber schön wäre es schon, wenn wir nur einen Steuerrechner bräuchten. Nur beim DSP werde ich mir am Anfang ganz schön schwer mit der Programmierung tun. Wenn man Assembler programmiert, sollte man die gesamte Architektur des Rechners kennen und verstehen. Und dann die vielen Adressierungsarten. Die Einarbeitung wird viel länger dauern, als bei BASIC. Aber irgendwie muss ich das ja auch lernen, wenn ich den DSP später auch programmieren möchte. Da wird es schon eine Lösung geben.

Ich habe nun die Arbeiten am LIF5000 abgeschlossen und kann mich nun voll auf den HSDR-4512 konzentrieren. Zunächst möchte ich das Konzept für den HSDR-4512 ergänzen. Das soll ja für mich so was wie eine Spezifikation sein. Wir arbeiten hier ja nicht kommerziell. Dann muss ich die Idee zu meinem aktiven Preselektor in einem Testaufbau mal verifizieren. Im Simulator funktioniert die Idee sehr gut. Und gleichzeitig, oder zwischen drin, möchte ich den UniDSP56 in Betrieb setzen. Wie ihr seht, es gibt eine Menge zu tun für mich, bevor es dann mit dem Design der einzelnen Schaltungen losgeht.

Beste 73's de Werner, DL7MWN

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56

Sonntag, 9. Dezember 2007, 09:37

Hard und Soft DigitalRadio

Liebe Funkfreunde,

ich habe noch einmal über den LO1 nachgedacht. Um ein sauberes Signal zu bekommen, brauchen wir einen AD9951, einen 400MHz-Helixfilter und dann noch einen symmetrischen Ausgang, wozu ein HF-Übertrager verwendet werden muss. Zusätzlich benötigen wir noch ein Tiefpassfilter und evtl. noch einen Verstärker hinter dem DDS-Baustein. Dadurch wird aber nur das Phasenrauschen besser. Die Spuriussignale sind noch immer im Signal. Das alles ist ganz schön aufwendig. Wäre es nicht besser und einfacher, einen einfachen DDS-Baustein z.B. AD9851 zu verwenden und damit eine PLL, bestehend aus einem VCO POS-75 und ein paar billigen Digital-ICs, zu bauen. Da gäbe es keine Spuriussignale und das Phasenrauschen sollte auch gut sein. Was sagen die Experten dazu? Die Kosten würden ungefähr gleich hoch sein. Bitte schreibt mir, ob die Idee gut ist, oder ob es da andere Nachteile gibt, die zu erwarten sind. Im Moment sind wir in der Vorbereitungsphase und es ist noch keine Zeit in das Schaltungsdesign geflossen. Da können wir ohne Probleme auf so eine Idee umstellen. Ich habe gelesen, dass man in ganz guten Empfängern nach dem DDS eine PLL-Schaltung einsetzt. Und das könnten wir doch auch. Der POS-75 als VCO ist beim Funkamateur zu bekommen.

Beste 73's de Werner,DL7MWN

57

Sonntag, 9. Dezember 2007, 16:27

RE: Hard und Soft DigitalRadio

Hallo Werner,

Vorerst noch einmal Gratulation zu deinen Projekten und zu deinem Einsatz, Toll.
Zu deiner Frage: Ich habe mich vor einiger Zeit auch mit diesem Thema beschäftigt und bin ebenfalls zu dem Schluss gekommen einen "billigen" DDS in Verbindung mit einer PLL für die Erzeugung eines "sauberen" LO Signals zu verwenden. Falls du Interesse hast, kannst du ja einen Blick auf meine Webseite werfen. Unter Transceiver2 findest du einen Schaltungsvorschlag auf Basis einer AD Application. Die Schaltung funktioniert sehr gut, der Bauteileaufwand ist aber leider auch sehr umfangreich und müsste für deinen Anwendungsfall angepasst werden. Für die perfekte Funktion will ich demnächst noch ein paar Kleinigkeiten überarbeiten.

vy 73 de Klaus, OE2KHM

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »OE2KHM« (9. Dezember 2007, 16:29)


58

Sonntag, 9. Dezember 2007, 17:13

RE: Hard und Soft DigitalRadio

Hallo Werner,

die Lösung mit DDS als Referenz eines PLL-Synthesizers ist heutzutage die übliche. Hintergrund ist derselbe wie bei Deinen Überlegungen, nämlich die Vermeidung der Spurious und der Einsatz eines möglichst kostengünstigen DDS-Bausteins. Dein Vorschlag, den POS75 in einen solchen PLL-Synthesizer einzusetzen, ist absolut sinnvoll, allerdings ließe sich mit einem eigenen VCO-Design das Phasenrauschen noch um einige wichtige dB verbessern. Vielleicht siehst Du in Deinem Design einfach etwas Platz vor, damit Du den POS75 später durch einen eigenen VCO+Buffer ersetzen kannst.

vy 73 de Gerrit, DL9GFA

59

Sonntag, 9. Dezember 2007, 17:51

RE: Hard und Soft DigitalRadio

Hallo Klaus,

Deine beiden Transceiver-Projekte sind sehr beeindruckend. Es ist erstaunlich, in welch kurzer Zeit Du zu so professionellen Ergebnissen kommst. Bist Du schon "Berufsamateur"...? ;o)

Mich interessiert, ob Du mal das Phasenrauschen Deines LO1 (TRX2) gemessen hast.

vy 73 de Gerrit, DL9GFA

60

Montag, 10. Dezember 2007, 10:08

RE: Hard und Soft DigitalRadio

Hallo Gerrit,

« Berufsamateur » bin ich noch nicht, aber ich beschäftige mich auch beruflich mit Elektronik. Ich versuche dann halt, auch im Hobby, halbwegs ordentliche Geräte zusammenzubauen.
Zu deiner Frage: Mit Beginn nächsten Jahres habe ich die Gelegenheit (ein weiterer OM hilft mir dabei) den Synthesizer, auf Phasenrauschen hingehend, professionell zu vermessen. Dann sollten auch konkrete Zahlen (Messergebnisse) vorliegen. Beim Schaltungsentwurf habe ich „geringes Phasenrauschen“ natürlich als oberstes Ziel angesetzt.

vy 73 de Klaus, OE2KHM

PS
Du hast mir ja vor einiger Zeit die Platinen zu deiner DSP Platine zukommen lassen. Der Aufbau und die Inbetriebnahme waren sehr einfach und das Board hat auf Anhieb funktioniert. Deine DSP Platine ist die Basis für Versuche mit digitaler Signalaufbereitung (NF, 12KHz IF) und hat sich schon bestens bewährt.