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101

Donnerstag, 22. Februar 2007, 22:46

Profibrücke

Hallo Brückenkonstrukteure,

mir ist ein Bild einer SWR-Meßbrücke von Rohde und Schwarz aufgefallen.
Diese Brücke funktioniert von 400 kHz bis 4 Ghz. Und zwar mit bewickelten Ringkernen. Die Schaltung entspricht exakt der Brücke, die hier gebaut wird.

im Bild ist 1) Generartorport 2) Detektorport 3) Meßport.
Der Referenzwiderstand ist verdeckt eingebaut. Der silberne Draht ist ein Semi Rigid Koax mit warscheinlich 0,6mm Außendurchmesser. Der größte Kern hat einen Durchmesser von ca. 16mm mit 13 Wdg. der mittlere Kern dat einen Durchmesser von ca. 8mm mit 9 Wdg. und der kleinste Kern hat einen Durchmesser von ca. 6mm mit 5 Wdg.

Ich finde es erstaunlich, daß diese Bauart noch besser funktioniert als die gestreckte Form mit Ferritperlen.

Vielleicht ist eine Kombination aus Ferritperlen für den Frequenzbereich von 10... 4000 MHz und eines Ringkerns mit Wicklung von 0,5... 10 MHz eine gute Idee.

Mir scheint es weiterhin so, daß zur Erreichung einer hohen Eckfrequenz das Volumen (insbesondere die Länge) des Gehäuses minimiert werden sollte, damit die Hohlraumresonanz möglichst hoch liegt.

Das Thema Meßportanpassung verdient auch besondere Aufmerksamkeit.

@Andreas:
Könntest Du bitte noch eine Messung mit einer ca. 1m langem Koax-Meßleitung am Meßport machen. Einmal mit 50 Ohm Abschluß, einmal mit Kurzschluß und einmal offen.
An der sich ergebenden Welligkeit läßt sich die Brauchbarkeit der Meßbrücke noch besser ablesen.
In der Regel wird ja eine Koaxleitung zum Anschluß eines Meßobjekts verwendet.

In einer Publikation von R&S (Michael Hiebel, Grundlagen der vektoriellen Netzwerkanalyse) wird darauf hingewiesen, daß die beiden Widerstände am Generatorport zur Verbesserung der Meßportanpassung ein wenig größer als 50 Ohm sein sollten. So wird der Verringerung der Meßportimpedanz durch die parallel geschalteten Drosseln entgegen gewirkt.

73 von Ralf
»DL3BUS« hat folgendes Bild angehängt:
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102

Freitag, 23. Februar 2007, 09:47

--gelöscht--

Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »eric1« (21. Juni 2012, 16:38)


103

Freitag, 23. Februar 2007, 14:22

Hallo Ralf!
Endlich mal ein Bild vom Innenleben einer kommerziellen Meßbrücke!
Wenn ich die dicken Kerne und die vielen Windungen sehe, würde ich vermuten, daß das Pulvereisen-Kerne sind (oder Ferrit mit gaaanz wenig Permeabilität). Einen Versuch ist es allemal Wert, diesen Aufbau auszuprobieren.

Anbei auch die Bilder mit "Verlängerungskabel". Ich habe mich im ersten Moment ziemlich erschrocken, bis der Groschen fiel!
Das erste Bild ist H155 (80cm), das zweite RG58 (90 cm), und das dritte ist ein Oszi-Zubehörkabel russischer Herkunft (1m lang und mit dick versilberten Steckern).
Für mich sieht letzteres am besten aus, da die Maxima deutlich tiefer liegen als bei den anderen beiden. Mich wundert nur, daß die Maxima beim H155 10 dB größer als beim RG58 liegen. Jeder meiner Abschlußwiderstände lieferte auch ein anders "Muster". Mit einem anderen war die 50-Ohm-Kurve beim RG58 auch gleichmäßiger.
Darf ich meine Brücke nun guten Gewissens benutzen oder sind offensichtliche Schwachstellen vorhanden???

Es wäre für uns Meßtechnik-Laien sehr lehr- und hilfreich, wenn einer der Profis hier mal Vergleichsbilder zum Kabel/Abschluß-R-Ergebnis kommerzieller Technik einstellen könnte. Bitte,bitte!

73, Andreas
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  • 80cm-H155.jpg
  • 90cm-RG58.jpg
  • Oszikabel(russ.).jpg

104

Freitag, 23. Februar 2007, 17:19

--gelöscht--

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »eric1« (21. Juni 2012, 16:39)


105

Samstag, 24. Februar 2007, 03:03

Kleine "Kurvendiskussion"

Hallo Eric, hallo Andreas,

das Zitat von R&S stammt aus einem Buch, das ich mir von einem Freund geliehen hatte. Dieses Buch gibt es leider nicht zu kaufen, sondern nur als Präsent für gute R&S Kunden. Schade...ich habe es auch nicht.

Eure Messungen finde ich hochinteressant. Ich wollte in den Messungen von Andreas sehen, ob ein starker Rippel bei kleinen Frequenzen (unter 300 MHz) und Fehlanpassung (speziell offene Leitung) vorhanden ist.
Da ist eine glatte Linie zu sehen. Das deutet für mich auf eine gute Meßportanpassung hin.

Die verwendeten Ferrite mit 4W620 Material von Würth sind ausgesprochene gute Dämpfungsperlen. s. Bild. Ich hoffe das richtige Datenblatt gegriffen zu haben. Der Impedanzverlauf bezieht sich auf eine einzelne Ferritperle (Außendurchmesser 5,6mm; Innendurchmesser 3mm; Länge 9,8mm; Material 4W620)
Demnach sind mit 9 Perlen bereits bei 30MHz ca. 500Ohm Drosselimpedanz erreicht. Die Tendenz ist dann weiter stark steigend. Nach meiner Erfahrung bei Messungen an Amidon 61 Material mit ähnlichen Eigenschaften, geht solch ein Ferrit auch locker noch bis 4GHz mit einer hohen Impedanz.

Bei 1MHz sind mit 9 Perlen nur noch ca. 80Ohm Drosselimpedanz (warscheinlich Induktivität mit geringen Verlusten) vorhanden. Die Direktivity der Brücke ist bei symmetrischem Aufbau davon nicht betroffen. Die Meßportanpassung schon. Es läßt sich in der Messung von Andreas nur ein kleiner Buckel erahnen. (Vergleich R=oo und R=0)
Für viele Messungen ist dies warscheinlich nur ein kleiner Schönheitsfehler, der nur mit sehr viel mehr Impedanz bei 1MHz weggeht. (bewickelter Ringkern)
Ansonsten ist der Rippel (R=oo und R=0) ok. und bis 400MHz sogar fast perfekt.
Das Gebirge in der Messung mit 50Ohm Abschluß sieht zwar sehr riesig aus, ist aber normal. Es reichen schon kleine Abweichungen (<1Ohm) von 50Ohm im Wellenwiderstand des Meßkabels oder des Abschlußwiderstandes um die tiefen Einzüge zu erzeugen. Die muß man sich bei der einfachen Messung ohne Korrekturrechnung wegdenken. Beim Vector Network Analyzer wird eine umfangreiche Korrekturrechnung dagegen gemacht.

Bei der Messung von Eric ist ein "schöner" großer Rippel über den ganzen Frequenzbereich zu sehen. Die Directivity der Messung mit Kabel ist bis 1GHz fast 30dB.

Etwas flapsig gesagt hat Andreas die bessere Meßbrücke und Eric das bessere Meßkabel. ;)

Ich werde als Vergleich, wie gewünscht, mal eine Messung mit einer ZRB2 Meßbrücke an einem ZVR Network Analyzer machen. (die Geräte sind auf der R&S Webpage www.rsd.de zu besichtigen)

Andreas, ich bin mir sicher, daß die Kerne in der ZVC Meßbrücke Ferritringkerne mit gestufter Permeabilität sind. Ich hatte mal die Impedanz eines 10mm Ringkerns mit 12 Windungen aus N30 Material (Siferrit von Reichelt, blauer Kern) gemessen und war überrascht wie gut der von 1MHz bis 100 MHz ging (Z ca. 700 Ohm breitbandig mit einer Spitze bei 3MHz (1000 Ohm). Deshalb vermute ich, daß der größte Ringkern ein ui>4000 hat. Der kleinste Ringkern muß ein Material haben, wie Deine Ferritperlen. Sonst ginge die Meßbrücke nicht bis 4GHz. Die lila Farbe könnte auf ein 4C65 Material mit ui=120 von Ferroxcube hindeuten. Der mittelgroße Ringkern müßte dann die Dämpfungslücke um 10...100 MHz schließen. Dafür kommt ein Material mit ui von 1000... 2000 infrage. Vielleicht Amidon 73 oder Ferroxcube 3S4.
Naja, viel Spekulation... ?(

73 von Ralf
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106

Samstag, 24. Februar 2007, 08:39

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  • »DG2IAC« ist männlich

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Hobbys: Eigenbau, HF-Messtechnik, Radioastronomie, Satellitentechnik, Archäologie

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107

Samstag, 24. Februar 2007, 13:31

SV: Profibrücke

Hei,

Zitat

Original von DL3BUS
Ich finde es erstaunlich, daß diese Bauart noch besser funktioniert als die gestreckte Form mit Ferritperlen.


das muss es ja nicht unbedingt.
Die meisten *Fehler* solcher Messbrücken werden ja später im Netzwerkanalyser
durch die Software herausgerechnet.

Bei den R&S Messbrücken kleben immer kleine Zetteln mit den Kurven.
Ich scan später das mal ein und häng es, falls es jemanden interessiert, hier an
als Datenanhang mit ran.

Übrigens, die R&S-Bücher kann man sich auch in einer guten Fachbibliothek
auskeihen bzw. per Fernleihe. Nur mal als Tip! :D

73de Kai-Erik, DG2IAC _._|_._
Nie wieder Vorträge und Diskussionen, die über 4 Stunden gehen.


OK, hier nun auf die schnelle die Bilder:
»DG2IAC« hat folgende Bilder angehängt:
  • R&S SWR-Bridge-02.jpg
  • R&S SWR-Bridge-03.jpg
  • R&S SWR-Bridge-04.jpg
_._|_._
Det er meget nedslående å leve i en tid da det er lettere
å sprenge et atom enn en fordom.
Albert Einstein

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108

Samstag, 24. Februar 2007, 14:17

Hallo Brückenbauer!

Die Schaar der "helping hands" wird ja immer größer, finde ich ganz toll!!
Vielen Dank für Deine Einschätzungen Ralf, das sind genau die Informationen, die uns "Unwissenden" auf die Sprünge hilft! N30 und 4C65 hab ich hier.Da ich im Moment noch kein dünnes Koax habe, werde ich heute Abend mal eine Art "Machbarkeitsstudie" mit verdrilltem Cu-L versuchen. Vielleicht kann man so schon ein paar Kerne selektieren.
Tnx auch an Kai-Erik, hier interessiert ALLES was mit SWR-Brücken zu tun hat!

Ein schönes WE, Andreas

109

Samstag, 24. Februar 2007, 14:53

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »eric1« (21. Juni 2012, 16:40)


110

Samstag, 24. Februar 2007, 16:37

Hallo, eine Frage an die Fachleute:
Würde ich eine meßbare Verbesserung der Eigenschaften meiner beschriebenen Brücke erreichen, wenn ich die Schirmdämpfung des verwendeten RG178 erhöhen kann ?
Hintergrund: Ich habe mal probiert, aus einem Stück RG178 selber Semi-Rigid-Kabel zu machen, in dem ich einfach die Außenisolation entfernet, und dann das Geflecht sparsam aber dicht verlötete. So erreicht man bestimmt auch 70 dB Schirmdämpfung beim Kabel, aber lohnt sich das auch ? Aus mechanischer Sicht - ja.

73, Andreas

111

Sonntag, 25. Februar 2007, 16:16

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Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »eric1« (21. Juni 2012, 16:40)


112

Sonntag, 25. Februar 2007, 18:26

Hallo Eric!
Tolles Ergebnis, mit den neuen Kernen klappt es ja immer besser. Da muß man sicher bald fragen: "how long can we build" :D
@ all: meine ersten Versuche mit Ringkernen und verdrillten Leitungen waren durchweg negativ. (wegen der Leitungen!!)
Wer Versuche in dieser Richtung anstellen will (also mit Ringkernen), sollte m.E. auch von vornherein auf eine Trennung von Widerstandsteil und Ferritteil in Form von mindestens 2 Kammern achten. Das sieht man besonders bei Kai-Eriks Foto recht gut!
Günter wies in einem Posting auch schon einmal auf die Problematik der unerwünschten Kopplungen hin, die man so vielleicht reduzieren könnte.

73 und einen schönen Restsonntag, Andreas

PS: Wäre nicht der "Ortskurvenschreiber"=Antennenanalysator aus dem FUNKAMATEUR 3/07 S. 282ff nicht die "Eierlegende Wollmilchsau" bezüglich der Ferritkerneignungs-Untersuchung ??

113

Sonntag, 25. Februar 2007, 20:14

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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »eric1« (21. Juni 2012, 16:41)


114

Sonntag, 25. Februar 2007, 20:44

Hi Eric!
Du kennst ja inzwischen meine Affinität zu guten HF-Wegen, und ich kann mir gut vorstellen, daß die Kurve im tieferfrequenten Teil flacher wird wenn Du:
A) die Seitenteile mit den SMAs unten auch so schön über die ganze Breite mit Ground verlötest wie Du´s beim HF-Eingang gemacht hast und
B) das drosselseitige Ende der Schirmung der Semirigidkabel ebenfalls breit mit Masse verlötest (einige mm breites LP-Material oder breitgezogenen Koax-Schirm)

73, Andreas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DH7AZ« (25. Februar 2007, 20:44)


115

Montag, 26. Februar 2007, 22:22

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Über mich: Hallo zusammen
ich interessiere mich im Amateurfunk natürlich für QRP und heute vor allem für Kurzwellen Gerätebau und Antennenbau. Früher war ich nur auf 2m, 70cm und 23cm qrv und muss nun auf Kurzwelle lernen das Erdleitungen auf Kurzwelle auch strahlen, hi.
Mein Hobby im Hobby ist die Messtechnik, wenn ich ehrlich bin auch bei mir im qrl.
Wenn jemand messtechnische Probleme hat darf er sich gerne an mich wenden
vy 73 de Michel DB2GM
db2gm at darc. de

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116

Montag, 26. Februar 2007, 22:57

Brücke Nr. 2

Guten Abend an alle Brückenbauer,
nun habe ich heute auch wieder etwas Zeit gefunden und Brücke 2 gebaut. Diese benutzt immer noch die selben Ferrithülsen wie in der ersten Brücke weil es mich reizte zu messen ob sich durch den Aufbau etwas ändern verbessern lässt. Die Platine habe ich den Empfehlungen mit 0,8mm FR4 realisiert dadurch wurden die Leiterbahnen schmaler und ich habe nur je einen 51Ohm 0603 SMD Widerstand benutzt. Das Festmantelkabel ist weiterhin UT85 mit 2,2mm Durchmesser.
Bild 1 und 2 zeigt den Aufbau der Brücke, alle Buchsen sind jetzt in SMA realisiert.
Bild 3 zeigt dei Messergebnisse wieder von 40MHZ bis 2040MHz also 200MHz pro Div, oben wider die Referenz bei Leerlauf und unten Werte mit angeschlossener Seele und nur angeschlossenem Mantel, bei mir war es mit angeschlossener Seele etwas besser. Ein bisschen Dämpfungsschaum hat auch noch ein paar dB gebracht. Eine Deckelresonanz konnte ich bei dieser Brücke bis 2GHz nicht messen
Bild 4 zeigt wieder die Anpassung an den 4 Brücken Toren. Eric hatte dazu die Frage was dies genau bedeute. Ich habe alle 4 Ein-bzw. Ausgänge der Messbrücke mit 50 Ohm Abschlüssen abgeschlossen und dann jeweils einen der 4 Ein- oder Ausgänge am Netzwerkanalysator angeschlossen und die Anpassung dieses Tores gemessen, die anderen waren immer richtig abgeschlossen. Die Anpassung ist wieder nicht sehr berauschend.
Bild 5 zeigt den Vergleich zwischen meiner ersten Brücke und der neuen Brücke 2.

Wenn ich das richtig verglichen habe dann ist der "Luft" Aufbau von Andreas doch noch um einiges besser als mein Aufbau auf Platine

Als nächstes will ich nun die anderen Ferrithülsen einsetzen mit welchen Andreas und Eric schon so guten Werte erreicht haben. Ich werde meine Brücke 2 nehmen und das Koaxialkabel und die Ferrithülsen austauschen, dann haben wir einen Vergleich wie sich das bemerkbar macht.

vy 73 de Michael DB2GM
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117

Dienstag, 27. Februar 2007, 16:55

Hallo Brückenfreunde!

Ich habe gestern erste Versuch mit verschiedenen Ringkernen und dünnem Koax gemacht. Der Unterschied zw. Koax und verdrilltem CuL liegt so um 10 dB (nicht dokumentiert - und ist frequenzabhängig). Eine Abschirmung des Widerstandsteils in diesem Aufbau brachte nochmal so 2-3 dB.
Fotos der neueren Version sind angehängt.
Bei der Wickelei empfiehlt es sich, die Wicklungsanfänge und -Enden mit Schmelzklebstoff festzulegen.
Die Wicklungsdaten:
R16 Mat. N30 13 Wd.
R12 Mat. 4C6(5) 11 Wd.
R10 Mat. MF183 (~3H1??) 9 Wd.
Unterhalb 80 MHz wird die Richtschärfe langsam besser als 30 dB, darüber ist diese Konstellation ungeeignet. Da mir kein anderes Ringkernmaterial zur Verfügung steht, werde ich diesen Weg vorerst nicht weiterverfolgen.

@Eric: ein "dicker" Lötkolben (mit vorgeschaltetem Steckdosendimmer!) macht die Arbeit mit wärmezehrenden Lötstellen deutlich leichter. (Jetzt weiß ich auch, woher der Berg Entlötlitzenschnipsel herkommt. :).

Die Toleranzen der Ferrite können je nach Material einige 10 % betragen, bei der Auswahl der DLKs für meine Ringmischer hab ich aus 10 Stk. nur 3 Pärchen gefunden. Beim Material 4W620 sind es lt. Datenblatt +- 25%, da bist Du doch noch sehr gut! Wenn Dir diese Ungleichheit jedoch großen Verdruß bereitet, wirst Du wohl ein Röhrchen teilen müssen! ;)

73, Andreas

PS: Es hat sich kein Elefant auf das Gehäuse gesetzt. Ich hatte es lediglich mal durchgesägt und "verlängert" und nun wieder etwas kürzer gemacht! :D :D
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DH7AZ« (27. Februar 2007, 17:01)


118

Dienstag, 27. Februar 2007, 19:04

--gelöscht--

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »eric1« (21. Juni 2012, 16:41)


119

Dienstag, 27. Februar 2007, 21:43

Messung ZRB2

Hallo Brückenbauer,

wie versprochen kommt eine Messung der R&S Meßbrücke.

Ich habe diese mit einem Networkanalyzer ZVR gemacht. Der NWA selbst wurde incl. angeschlossener Meßkabel (Generatorport, Detektorport) kalibriert. Die 0dB Linie entspricht einem -13dB Offset, was etwa der Grunddämpfung der Brücke entspricht. Alle Meßkurven besitzen diesen Offset.

Die lila Kurven sind mit offener Buchse/Stecker und die grünen Kurven mit 50Ohm Abschluß entstanden. Als 50Ohm Abschluß habe ich Präzisionsteile aus HP Calibration Kits genommen (immer ohne Zwischenstecker oder Adapter).
Das Bild mit den glatten Kurven bezieht sich auf die nackte Meßbrücke. (lila=offen, grün=50Ohm Abschluß). Das Bild mit der starken Welligkeit ist mit einem 50Ohm Kabel von ca. 60cm Länge entstanden. Ich habe verschiedene Kabel ausprobiert und mit dem besten Teil das Bild gemacht. Es war ein dickes Network Analyzer Testkabel der Fa. Rosenberger.

Man sieht, daß der Frequenzgang der Brücke allein (Meßport offen) ca. 2dB bis 4GHz beträgt. Dies läßt sich mit dem sehr dünnen und langen Semi-Rigid Koax in der Brücke erklären.
Die Direktivitv ist sagenhafte 50dB bis 2GHz und immer noch dast 40dB bis 3GHz. Bei 4GHz sind noch fast 30dB übrig.

Der Frequenzgang ist in Kombination mit einem hochwertigen Testkabel, wie erwartet, etwas wellig (Kabel offen = lila Kurve). Die 23dB Testport Anpassung, welche im Datenblatt steht, würde dies erklären. (habe ich nicht nachgemessen)
Die grüne Kurve mit den starken Einbrüchen zeigt eine Direktivity der Gesamtanordnung von min. 30... 36dB. (Kabel mit 50Ohm Präzisionsabschluß)
Die ausgezeichnete Directivity der Meßbrücke kommt also nicht voll zur Geltung.

Ich denke, daß das Optimierungsziel der Direktivitv 35... 40dB sein sollte. 30... 35dB ist mit einem mittelguten Kabel auch ok.
Auf jeden Fall sollte man versuchen die Welligkeit bei starker Fehlanpassung zu minimieren. Sonst kann man zwar 50 Ohm ganz genau messen, 500 Ohm oder 5 Ohm aber nur noch schätzen. Dafür ist eine gute Meßportanpassung notwendig.

@Andreas
Ein schönes Kunstwerk mit Ringkernen hast Du da geschaffen. :)
Leider ist die Performance nicht so gut.
Ich denke die Windungszahl und Reihenfolge ist noch nicht optimal. Nach dem Brückenwiderständen muß das Material mit der hochfrequentesten Wirksamkeit kommen. Das ist der lila Kern. Der sollte auch nur 4...5 Windungen haben, sonst wird der Kern mit der Wicklungskapazität überbrückt und so am oberen Frequenzende unwirksam. Wenn der Kern nicht als Erster in der Kette kommt, dann ist außerdem eine große Streukapazität der Wicklung des ersten Kerns gegen das Gehäuse wirksam (bei Dir blauer Kern mit Wicklung), was mit steigender Frequenz einen Nebenschluß der Drossel bedeutet.
Wenn man eine Brücke mit einem blauen Ringkern für eine größere Drosselimpedanz bei 1MHz und darunter ergänzt, dann würde ich diese auf der Detektorport Seite einfügen.


73 von Ralf
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Beiträge: 41

Über mich: Hallo zusammen
ich interessiere mich im Amateurfunk natürlich für QRP und heute vor allem für Kurzwellen Gerätebau und Antennenbau. Früher war ich nur auf 2m, 70cm und 23cm qrv und muss nun auf Kurzwelle lernen das Erdleitungen auf Kurzwelle auch strahlen, hi.
Mein Hobby im Hobby ist die Messtechnik, wenn ich ehrlich bin auch bei mir im qrl.
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vy 73 de Michel DB2GM
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120

Dienstag, 27. Februar 2007, 21:56

RE: Brücke Nr. 2

Zitat

Original von eric1
zu Brücke Nr. 2
Hallo Michael,
Wo willst Du in etwa hin mit Deiner Brücke ? Wenn ich Günter richtig verstehe kann man so 30dBm bei 1.6GHz erreichen.


Hallo Eric danke für Deine Tipps. Wo will ich mit der Brücke hin? Ih habe da eigentlich kein Ziel, ich dachte mir nur da ich mit dem Messgerät 2GHz messen konnte das ich auch diesen Bereich mal mit ansehe, weil ich da vielleicht Veränderungen in den einzelnen Konfigurationen besser sehe. Ansonsten reichen mir die üblichen Amateurfunk Bänder. Es packt einen natürlich nur dann auch der Spiel und Optimier Trieb.

Zitat

Original von eric1
zu Brücke Nr. 2
Ich habe mir einmal die Bilder näher angesehen und obwohl Du sicherlich HF-fester bist als ich (ich lerne ja noch), elaube bitte einige Kommentare aus den Beobachtungen mit meinen Brückenexperimenten (die evtl. auch bei Dir zutreffen könnten)

Nur zu Eric, das ist ja das tolle an dem Forum. Jeder hat eine gute Idee und jeder versucht was anders zu optimieren, bzw. beobachtet was anderes. Um ehrlich zu sein ich habe mir die OZ Schaltung schon lange nicht mehr angesehen. Das ist wirklich eine gute Erinnerung.

Zitat

Original von eric1
zu Brücke Nr. 2
1) Die Widerstände und die Gabelung sind relativ "weit" weg vom Generatortor, versuche die Widerstände von der Stripline parallel zu halten (ist in der Originalpublikation und bei der OZ auch so) und die Gabelung (aber viel kürzer) danach, dann könntest Du auch die Dr2 Innenader kürzen. Wenn Du die RS Brücke anschaust und auch die OZ (wegen der kleineren Ferrite ist alles viel näher im Eingangsbereich beieinander)

2) biege die Innenader der Dr2 einmal hoch (von der Platine weg), ich konnte hier mit der Schlaufe (so wie auf dem OZ Bild bei Vergrösserung zu sehen) die Richtschärfe oberhalb 45dBm @500MHz fast beliebig einstellen (bis über 50dBm), bei mir ist die Schlaufe etwa 2mm lang, schau Dir mal die RS Brücke an, da sind das wohl 1/10-tel


Ja das probiere ich mal, gute Idee.
Vielleicht mache ich mir das nächste Gehäuse mal auch selbst, das Schubert Gehäuse ist für diese Anwendung etwas breit nur ich hatte die gerade rumliegen, ausserdem mag ich die Metallarbeiten nicht so toll, hi.
Insbesonders das mit der Schlaufe ist ein Versuch Wert darauf bin ich nicht gekommen. Mal shen was das in meinem Aufbau bringt.

Zitat

Original von eric1
zu Brücke Nr. 2
3) Die Platine ist wohl von "unten" mit Masse verlötet ? ...wahrscheinlich eine Laienfrage von mir :(

Ja, aber täusche dich nicht ales schon da gewesen das so was vergessen wurde, hi.

Zitat

Original von eric1
zu Brücke Nr. 2

4) siehst Du eine Veränderung, wenn die Ferrite nicht ganz so nahe an der Platine anliegen ? Ich meine zu sehen, dass die OZ-Brücke dort Aussparungen hat , die Originalpublikation hat unterhalb der R`s ein "Luftfenster" und die Auflagefläche und der untere Platinenteil dort (unterhalb der Ferrite) ist "freigeätzt", das Original und die OZ löten jeweils immer nur auf einer Seite der Platine and die Gehäusewand und unterscheiden auch von wo Adern und Masse verlötet werden (oben/unten)...hast Du die Publikation ? sonst -->PN


Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Meinst Du die Stirnseiten der Ferritte, oder allgemein unter den Ferritten? Unter den Ferriten ist bei mir gar kiene Platine. Oder meinst Du das ich die Ferritte weiter von den FR4 Stirnseiten wegbewegen soll?
So habe ich das noch gar nicht betrachtet.
habe mir das OZ Bild gerade nochmals angesehen, Du meinst die Stirnseiten, jetzt begreife ich es. Wobei mir auffällt das die dünnen Ferritte sogar bei der OZ Lösung auf der Platine aufliegen, oder sehe ich das falsch?
Habt Ihr eigentlich schon mal jemand einen zweiten dickeren Satz Ferritte probiert, den über die anderen zu stülpen? Ich glaube ich habe aber nichts mit so großem Durchmesser ausser ein paar Ringkerne.

Zitat

Original von eric1
zu Brücke Nr. 2

5) Bei mir war es so daß die vorn an den Ferrriten herausschauenden "Stummel" ziemlich gleich sein mussten, hast Du einmal das L der Drosseln gemessen ? ist gleich ?

Nein das habe ich bisher nicht gemessen, das kann ich aber mal machen. Mal sehen wie ich die Dinger (Kabel) wieder raus bekomme.

Dann vielen Dank für die Hinweise Eric und ich probiere mal weiter. Wird aber wieder ein paar Tage gehen, ich habe gerade wieder andere Prioritäten bekommen, hi
vy 73 de Michael DB2GM

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DB2GM« (27. Februar 2007, 22:05)


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