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1

Donnerstag, 29. März 2018, 18:06

Reinigung der Leiterplatten nach dem Lötvorgang.

Hallo zusammen,

mich würde interessieren, ob jemand die Leiterplatten des M-Solf nach dem löten reinigt. Ich erinnere mich, dass in der Anleitung zu einem 3cm Transverter, zu einer Reinigung mit Isopropanol geraten wurde.

Ich habe mal versucht, ein brauchbares Foto zu machen. Muss so was eventuell gereinigt werden, bzw. vom Flussmittel befreit werden.

73 Bert, DF7DJ
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2

Donnerstag, 29. März 2018, 18:22

Hallo Bert,

aus meiner Praxis:

ich nehme alte Zahnbürsten und eine kleine Edelstahl Schüssel.
1. Durchgang mit Brennspiritus
:
N. Durchgang mit Ethanol 100%

Die Zahnbürsten ist für die mechanische Reinigung auf der Leiterplatte.
Dabei läuft der "Dreck" in die Schüssel und das Bauteil steht aufrecht in dieser.
73 de Uwe
DC5PI

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3

Donnerstag, 29. März 2018, 21:34

Hallo Uwe,

Danke für die Antwort.

Leider hast Du meine Frage nicht so recht beantwortet. Muss SO etwas überhaupt gereinigt werden?? Man sieht ja nix, was sich zu waschen lohnt. Ich löte mit extrem dünnem Zinn und da kommt dann eben auch extrem wenig Flussmittel raus. Andere Flußmittel nutze ich nicht..

@ DL7BJ: Ich habe nicht überlegt was ich tue, wenn ich die Frage in diesem Teil des Forums stelle. Das hätte man anders lösen können. SRI

Vielleicht ist es möglich meine Frage in den Teil des Forums zu verschieben, in dem alle Schreibrechte haben..

Frohes Osterfest, 73
Bert, DF7DJ

4

Donnerstag, 29. März 2018, 21:51

Da von allgemeinem Interesse habe ich das Thema Mal verschoben. Da ich Bett gut kenne, habe ich das ohne Rückfrage einfach gemacht :thumbsup:
73/2 de Peter, DL2FI
Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

5

Donnerstag, 29. März 2018, 22:03

Hallo Bert,

wie geschrieben, ich reigen nach dem Aufbau immer die Platine.
Aber wie Du es für Dich handhaben solltest, kann ich nicht entscheiden,
deshalb schrieb ich nur etwas über das Verfahren.
Vielleicht so viel, HF kann auch mal einen anderen Weg über das Flussmittel und anhängedem Staub nehmen.
Ich mag auch das Kleben des Flussmittels nicht.
73 de Uwe
DC5PI

6

Donnerstag, 29. März 2018, 22:10

Hallo Bert,
ich habe im Kw bereich noch keine schlechten Erfahrungen machen müssen die auf Flußmittelreste zurückzuführen waren. Im Gigahz Bereich wird das anders sein. Wenn es zu säuisch wird reinige ich das Schlachtfeld mit Spiritus, aber auch nur aus optischen Gründen. Deine Platine ist doch noch recht sauber da würde ich nichts machen.
73 de uwe df7bl
Uwe df7bl

Wenn Du meinst etwas geht nicht, dann störe nicht die, die es gerade machen.

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7

Donnerstag, 29. März 2018, 22:51

Hallo zusammen,

ja vielen Dank für die Antworten.. Am Ende läuft es so, wie ich es hier nicht anders erwartet hätte.

Ich werde nichts waschen.

Mir ist bekannt, DC5PI Uwe, dass Du immer besonders pingelig bastelst. Sei es beim bauen wie auch beim messen HI. Nimms mir nicht krumm, ich lass mal 5 Gerade sein..

Danke an Peter,Uwe und Uwe.

Frohes Osterfest.
Bert, DF7DJ

8

Donnerstag, 29. März 2018, 23:36

Moin Bert,
mich würde interessieren, ob jemand die Leiterplatten des M-Solf nach dem löten reinigt. Ich erinnere mich, dass in der Anleitung zu einem 3cm Transverter, zu einer Reinigung mit Isopropanol geraten wurde.

Ich habe mal versucht, ein brauchbares Foto zu machen. Muss so was eventuell gereinigt werden, bzw. vom Flussmittel befreit werden.
Das kommt auf das verwendete Loetzinn an und die Halogene, die enthalten sind. Wir hatten vor vielen Jahren in der Stallluft in der Landwirtschaft damit mal erhebliche Probleme. Die hohe Luftfeuchtigkeit mit den ueblichen "Gasen" in einem Rindviehstall sorgten dafuer, dass die Flussmittelreste zu einer klebrigen Masse wurden, die dann auch geleitet hat. Da spielt die Frequenz keine Rolle. Ein Wechsel des Loetzinns hatte das Problem dann beseitigt, auch ohne Waschen. Damals war das ein halogenfreies Lot von Elsold, Goslar.

Heute verwende nur noch ein halogenfreies Lot von Felder https://www.buerklin.com/de/loetdraht/p/11l436 Den bleifreien Typ habe ich gerade nicht parat, weiss nicht wo die Rolle gerade im Haus liegt ;-) Wobei ich gar nicht genau weiss, ob es ueberhaupt noch Lot mit Halogenen gibt, aber man hat ja als Bastler durchaus mal aelteres Lot in der Schublade.

Trotzdem reinige ich die Leiterplatten mit Isopropanol oder/und Kontakt WL Spray und einfachen Kuechenpapier. Sieht einfach besser aus. Siehe Foto.

Bei den SMD Bauteilen hast Du auch sehr viel Lot genommen, ich vermute, Du hast keinen Flussmittelstift verwendet. Kann ich nur empfehlen, damit braucht man nur das Lot, was an der Spitze ist und die Loetungen werden ganz sauber.

https://www.reichelt.de/Flussmittel-Loet…ft&trstct=pos_0

Gibt es aber auch von anderen Lieferanten und Herstellern.

Bei Dir sieht man auch deutlich, dass Du die Pins von den SMD ICs einzeln geloetet hast. Das mache ich gar nicht, ich punkte das IC nur mit den auesseren Pins an, dann den Flussmittelstift und ordentlich die Pins einstreichen. Dann mache ich etwas Loetzinn auf die Spitze und ziehe diese einfach ueber alle Pins, d.h. ich loete bei ganz kleinen IC alle Pins auf einmal.

Bei den grossen ICs wie auf dem Foto wird es schon etwas schwieriger, weil bei einfachen Loetstationen die Spitze nicht genug Waerme nachbekommt. Da wird es zum Ende dann "klebrig". Ich verwende eine JBC Station (da werden die Spitzen nicht kalt) und fuer die SMD ICs eine Hohlkehlenspitze, die nimmt etwas mehr Loetzinn auf. Bei den kleinen Dingern sollte das aber mit dem Fluxer und jeder einigermassen guten Loetstation funktionieren.

Mit einem guten Lot und dem Fluxer bleiben dann schon nicht mehr so viele Reste an Flussmittel auf der Platine, die man schnell mit etwas Isopropanol und WL Spray beseitigt hat. Dann ist man einfach auf der sicheren Seite und wie Uwe schon schrieb, es klebt nicht mehr so eklig :S

73, Tom

PS: Ergaenzend noch, ueberschuessiges Lot nehme ich mit einer Entloetlitze auf, da habe ich verschiedene Staerken. Die von Reichtelt ist ok. Dabei verwende ich dann auch den Fluxmittelstift, da fliesst das Lot einfach besser.
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9

Freitag, 30. März 2018, 07:15

Hallo zusammen,
ich habe schon viele Platinen mit bedrahteten Teilen gelötet und da noch nie die Platine gereinigt. Die funktionieren bis heute alle noch. Eine Platine mit SMD war auch dabei, da hatte ich das Gefühl, man braucht noch weniger Lot, sodass ich da auch keinen Grund zur Reinigung hatte.

Gruß
Stefan
Gruß Stefan



Amateurfunk ist die teuerste Art der kostenlosen Kommunikation!

10

Freitag, 30. März 2018, 09:26

Moin,
ich habe schon viele Platinen mit bedrahteten Teilen gelötet und da noch nie die Platine gereinigt. Die funktionieren bis heute alle noch. Eine Platine mit SMD war auch dabei, da hatte ich das Gefühl, man braucht noch weniger Lot, sodass ich da auch keinen Grund zur Reinigung hatte.
Das musst Du ja auch nicht und bei bedrahteten Bauteilen ist das weniger kritisch und fuer den Bastler auch nicht entscheidend.

Wir haben aber professionell Geraete gebaut und da geht es auch um Folgekosten. Professionelle Bestuecker bieten auch immer eine Reinigung der Boards mit an. Hier sind z.B. die gleichen Gruende aufgefuehrt, die ich oben erwaehnt hatte:

http://www.hofmannlp.de/produkte/bestuec…baugruppen.html
http://www.zestron.com/de/anwendungen/sm…nreinigung.html
uva. mehr

Aber das muss letztendlich jeder selbst entscheiden und die Frage lautete ja, ob man das macht und warum man das macht. Ich mache das bei SMD immer, weil ich es so gewohnt bin und moegliche Fehlerquellen gleich ausschliessen will. Das Bild von dem Chip ist uebrigens vom VNA nach N2PK, da moechte ich einfach nicht, dass durch irgendwelche Flussmittelreste ein Messergebnis verfaelscht wird.

Oder anders gesagt, so eine Reinigung dauert nur wenige Sekunden und kann eine stundenlange Fehlersuche vermeiden :D

73, Tom
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11

Freitag, 30. März 2018, 09:31

Moin zusammen, Moin Tom und Stefan.

Also ich habe jetzt noch mal nachgeschaut. Ich löte mit Stannol 0,5 mm und einem Weller Magnastat mit der Bleistiftspitze 7 (meine Ich). Das mache ich aber schon 40 Jahre so und bin kurz davor wieder einen Ersatzkolben zu bestellen.

Ich habe auch beim näheren Hinschauen das Gefühl, dass es häufig etwas weniger Zinn sein könnte. Ist aber nicht ganz einfach. Wenns läuft, dann läufts. Ich möchte aber nicht nach dem löten wieder mit der Entlötlitze an den Bauteilen rumheizen.

Zusätzliche Flussmittel kenne ich nicht und habe ich bisher auch nur z.B. auf dem Video vom DF8OE in Verbindung mit dem MCHF gesehen. Das ist eine abenteuerliche Methode, die ich gern mal probieren möchte.

Meine Leiterplatten sehen absolut sauber aus. Man kann keine klebrige Masse entdecken. Ich will aber noch mal mein Microskop aufbauen und mir das damit anschauen. Vielleicht mache ich da noch mal ein Bild für Euch.

Danke erst mal für die Anteilnahme..

Frohe Ostern
Bert, DF7DJ

12

Freitag, 30. März 2018, 09:58

Moin Bert,
Ich habe auch beim näheren Hinschauen das Gefühl, dass es häufig etwas weniger Zinn sein könnte. Ist aber nicht ganz einfach. Wenns läuft, dann läufts. Ich möchte aber nicht nach dem löten wieder mit der Entlötlitze an den Bauteilen rumheizen.
Schau Dir mal das Video an, wie das Loetzinn mit so einem Stift fliesst. Da reicht etwas Loetzinn an der Spitze, man braucht nicht noch extra mit dem Loetzinn ran. Ich nehme an, dass Video zum mcHF verwendet die gleiche Technik - Drag soldering. Das geht schnell und sauber mit dem Fluxstift.

https://www.youtube.com/watch?v=9Sfggumc-Tc

73, Tom
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13

Freitag, 30. März 2018, 11:03

Hallo Bert,

im Hobbybereich ist eine Entfernung der Flussmittelreste selten nötig. Machen wir nicht mal in der Firma, gab noch nie Probleme. In der kommerziellen Leiterplattenbestückung wird meist gereinigt, um die Platine nachher mit automatischen Testsystemen leicht kontaktieren zu können.

Wenn schon reinigen, dann aber bitte draußen oder mit guter Lüftung. Isopropanol und andere Lösungsmittel schädigen v.a. das Nervensystem. Du fällst nicht gleich tot um, aber unterschiedlichste Gesundheitsprobleme viele Jahre später müssen auch nicht sein.

Frohes Basteln!

73
Marcus

14

Freitag, 30. März 2018, 11:38

Moin Marcus,
Isopropanol
Isopropanol ist ein einwertiger Alkohol, wird in vielen Reinigungsmitteln verwendet, im Nagelstudio fuer die Damen, in Kosmetika, im Krankenaus als Desinfektionsmittel und in der Lebensmittelindustrie. Wenn Du einen Kanister Scheibenreiniger nachfuellst und dann die Scheibenreinigung am Auto betaetigst, dann schnueffelst Du auch Isopropanol. Das Zeug ist weder sensibilisierend noch mutagen und man kommt im normalen Alltag da sicher mehrfach mit in Beruehrung.

Nur trinken sollte man den nicht. Da ist Ethanol besser, aber auch teurer. Man koennte auch einfach Wodka zum Reinigen verwenden, hat die gleiche Wirkung. Nach ein paar Glaeschen sieht die Leiterplatte dann auch viel besser aus :D

Lueften sollte man aber bei groesseren Mengen, auf jeden Fall Zuendfunken und offene Flammen vermeiden.

73, Tom
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15

Freitag, 30. März 2018, 11:56

Hallo Tom,

ich weiß, daß solche Lösungsmittel vielseitig verwendet werden, und daß ihre Wirkung auf den Mensch verharmlost wird. Kenne mich da medizinisch recht gut aus.

Ist aber wurscht, ich wollte hier keine medizinische Diskussion entfachen sondern lediglich einen guten Tip geben. Schließlich bricht man sich ja keinen ab, wenn man bei der ab und zu doch notwendigen Verwendung dieser Stoffe auf gute Lüftung achtet :rolleyes:

73
Marcus