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Donnerstag, 1. Dezember 2016, 22:35

Frage zur Berechnung EFHW-Matchbox mit Amidon.Ringkernen FT82-43 bzw. FT50-43

Hallo allerseits,

ich hätte eine Frage zur Berechnung der Kerngröße für einen HF-Transformator in einer Matchbox zur Anpassung einer EFHW-Antenne.

Hintergrund: Ich möchte mir eine sehr kompakte Triband-EFHW-Antenne ähnlich der “EFT-10/20/40 Trail Friendly” (http://www.lnrprecision.com/endfedz/trail-friendly/) bauen.

Eine Anleitung gibt es sehr schön bei https://vk3yy.wordpress.com/2014/08/31/e…-for-40m20m10m/.

Darin ist ein Transformator mit folgendem Wicklungsverhältnis:

- Primärwicklung 3 Windungen bifilar mit der Sekundärwicklung
- Sekundärwicklung 24 Windungen

Also 1:8.

Ich nutze maximal 5 Watt aus meinem FT817 für SSB und CW.

Nun ist mein Problem, dass ich reichlich FT50-43-Kerne habe, die Bauanleitung aber den nächstgrößeren FT82-43 vorsieht (und der sich auch in der kommerziellen Variante befindet).

Nun habe ich Schwierigkeiten zu berechnen, ob der FT50 für meine 5 Watt auch noch ausreicht.

Mit dem Mini-Ringkernrechner-Programm kann man die Flussdichte eigentlich berechnen und mit den Werten von Amidon vergleichen.

Nun ist mir aber nicht klar, welche Spannung hier relevant ist.

Auf der Seite der Primärwicklung habe ich bei 5 W etwa 15,8 V RMS (aus SQR(5W*50R)) oder ca. 44 V Peak-to-Peak.

Bei einem Übersetzungsverhältnis von 1:8 kommen auf der Sekundärseite meinem Verständnis nach 126 V RMS und 352 V Peak-to-Peak heraus.

Welche Spannung verwendet man den nun, um die Flussdichte im Kern in mT zu berechnen?

Meiner Intuition nach müsste es nur auf die Primäwicklung ankommen - dann würde der FT50 bis etwa 10 W funktionieren. Ist das richtig?

Vielen Dank!
Martin, DK3IT


PS: Ich habe diesen Beitrag zunächst leider ins falsche Forum gestellt und werde ihn dort gleich löschen.

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Freitag, 2. Dezember 2016, 10:38

Hallo Martin,

ich würde hier einfach, wie auf der VK3YY Seite beschrieben, einen zweiten, identischen Übertrager wickeln und diesen back-to-back statt der Antenne an den ersten anschließen, mit einem normalen 50 Ohm dummyload an der 3 Windungen-Wicklung des zweiten Übertragers. Dann kannst Du mit einem Oszi die Spannungen messen und Deine Berechnungen verifizieren.

Eine andere Möglichkeit wäre, 2 Stück 50er Kerne übereinanderzulegen und dann zu bewickeln, mit nur 2 Windungen primär und 16 sekundär.

Viele Informationen findest Du unter dem Suchbegriff HiEndFed.


73 Wolfgang

3

Freitag, 2. Dezember 2016, 15:22

Danke!

Hallo Wolfgang,
danke!

Ich werde jetzt mal beides probieren - ein Transformator mit einem T50-43 und dann gespiegelt einen identischen dahinter, um den Verlust zu messen, und einen Transformator aus zwei T50-43 übereinander mit 2:16 Windungen.

Inzwischen vermute ich, dass man beim Mini-Ringkernrechner die Spannung an der Primärwicklung als RMS eingeben muss. Dann reicht der T50-43 allerdings bei 5 Watt nicht mehr, da er bei 7 Mhz einen Flux von 9,07 mT verursacht (bei einer Primärwicklung mit 3 Windungen = 3.96 uH). Das wären 178 % des maxFlux aus dem Datenblatt.

Auf der anderen Seite nutzt die LNR-Antenne nur einen T82-43 (siehe), ist aber für 25 W spezifiziert (laut http://www.lnrprecision.com/endfedz-specs/).

Bei 35 V RMS und gleichem Aufbau (3 Windungen, hier 4.23 uH) kommt man auch auf 11.44 mT Flux, damit 200% 178 % des maxFlux aus dem Datenblatt (5,7 mT).


Mir ist nicht ganz klar, ob die LNR-Antenne den Kern jenseits der Specs betreibt, oder man wegen des Duty Cycle etc. tatsächlich einen geringen Flux erreicht.


Mit anderen Worten: Wenn die LNR-Version mit einem T82-43 bis 25 Watt belastbar ist, sollte der T50-43 mit 5 W noch gut klarkommen.



Falls jemand aber noch einen theoretisch sauberen Weg aufzeigen kann, dieses Problem der Ringkernbemessung bei einem EFHW-Matcher (oder anderen HF-Transformatoren) anzugehen, wäre ich dafür dankbar.


Martin, DK3IT

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4

Freitag, 2. Dezember 2016, 18:23

Hallo Martin,

wir haben bei H21 im Rahmen eines Projektes ca. 10 solcher Antennen mit FT140-43 Kernen, 0,8 mm CUL-Draht und 0,1 nF Kondensatoren zur Kompensation aufgebaut.
Hier kannst du ein paar Bilder des Prototypen sehen: https://sites.google.com/site/uwedl4ac/h…bwellenstrahler
Als Durchgangsdämpfung für einen Koppler habe ich maximal 1,3 dB gemessen... ein Fuchskreis ist nur unwesentlich besser...

Das Übersetzungsverhältnis habe ich noch für meinen Einsatzbereich optimiert: mit 2:15 komme ich besser hin. Auf dem Bild meiner kleinen Homepage ist noch 2:17 abgebildet. 2:15 transformiert dann also ca. 2800 Ohm auf 50 Ohm...
Final haben wir die Koppler übrigens in kleine Abzweigdosen (halbe Größe) eingebaut.

Ein größerer Kern lässt auch dickeren Draht mit großerem Wickelabstand zu...

Viel Spaß und Erfolg beim Basteln!
vy 73/72 de Uwe, DL4AC
www.dl4ac.de

5

Samstag, 3. Dezember 2016, 11:02

Vielleicht hilft dieser ältere Beitrag von HB9PTJ hier im Forum?
73/2 de Peter, DL2FI
Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

6

Sonntag, 4. Dezember 2016, 18:22

Hallo Peter,
der FT140-43 ist ein Ferrit-Breitband-Ringkern und kein Resonanzkern wie der T130. Da ist doch der ein Unterschied vorhanden.

73
Gerhard

7

Sonntag, 4. Dezember 2016, 23:03

Ergebnisse

Hallo allerseits,
also, ich habe das Wochenende genutzt, um das zum Teil auszutesten. Anbei meine Ergebnisse.

Ich habe, wie vorgeschlagen, den HF-Trafo zwei Mal mit einem FT50-43 gebaut und spiegelbildlich verbunden. Das Ende wurde mit 50 Ohm terminiert und die Eingangs- (Kanal 1, gelb) und Ausgangsspannung (Kanal 2, blau) mit dem Oszilloskop analysiert.

Die wichtigsten Ergebnisse:

1. Der Verlust pro Transformator mit einem FT50-43 bleibt bei 0.5 - 5 W an einem FT817 ziemlich konstant bei 0,5 dB. Ich habe die Messung mit CW als Modulation und nach ca 2 sec. Dauerstrich gemacht. Der Kern scheint für 5 W also auszureichen. Bei SSTV und Digimodes mit einem 100%-Duty-Cycle mag es anders aussehen, wenn durch den ohmschen Widerstand des Drahtes noch Erwärmung hinzukommt, aber für meine Fälle passt das so.

2. Man kann schön sehen, dass der FT-817 entgegen anderslautender Gerüchte sehr wohl seine volle Leistung aus internen (!) NiMH-Akkus bringt. die Messung 5wtt.png ist mit einem externen Netzteil, die Messung 5wtt-low-battery mit quasi leeren Eneloop-Akkus (Nennkapazität 1900 mAh, Restkapazität beim Test ca. 200 mAh; Batteriespannung bei TX unter 8 Volt).

3. Wenn ich das richtig verstehe, resultieren die niedrigeren Spannungen für Vrms gegenüber den theoretischen Werten (5 W bei 50 Ohm => SQRT(5*50) => 15,8V) daraus, dass am Ausgang der Schaltung ja der Dummyload parallel zur Impedanz der Primärwicklung mit etwa 170 Ohm bei 7,1 MHz liegt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich da nicht etwas fundamental missverstanden habe, nehme aber an, dass die tatsächliche Last hier dann R1*R2/(R1+R2) = 170*50/(170+50) = ca. 38 Ohm beträgt.

Den Doppelkern (2x FT50-43 gestapelt mit 2:16) habe ich gebaut, aber noch nicht vermessen.

Nochmals vielen Dank für Eure Hilfe - sobald die Antenne im Einsatz erprobt wurde, schicke ich meinen Baubericht.


73 de Martin, DK3IT

PS: Die dB-Berechnung war natürlich falsch, gerade korrigiert.
»DK3IT« hat folgende Bilder angehängt:
  • 5wtt.png
  • 5wtt-low-battery.png
  • 1wtt.png
  • 0.5wtt.png
»DK3IT« hat folgende Datei angehängt:

8

Montag, 5. Dezember 2016, 00:20

3. Wenn ich das richtig verstehe, resultieren die niedrigeren Spannungen für Vrms gegenüber den theoretischen Werten (5 W bei 50 Ohm => SQRT(5*50) => 15,8V) daraus, dass am Ausgang der Schaltung ja der Dummyload parallel zur Impedanz der Primärwicklung mit etwa 170 Ohm bei 7,1 MHz liegt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich da nicht etwas fundamental missverstanden habe, nehme aber an, dass die tatsächliche Last hier dann R1*R2/(R1+R2) = 170*50/(170+50) = ca. 38 Ohm beträgt.

Hallo Martin,

dieser Theorie kann ich nicht so richtig folgen. 5W an 50 Ohm out bedeutet, dass an 50 Ohm auch tatsächlich 5W anliegen. Das sollte die Ausgangsimpedanz entsprechend anpassen. Ausgangsleistung ist ohne interne Verluste angegeben. Ich vermute, dass die 2 Trafos nicht direkt eine saubere reale Transformation machen (Phasenverschiebung) und somit noch einen Blindanteil einbringen.

Zur Kontrolle wäre das SWR Interessant, bzw. eine Kontrollmessung an dem 50 Ohm Abschluss ohne Trafos im Vergleich. Dann wäre der Verlust ein Vergleich mit und ohne Trafos. Seltsam ist, dass die Ausgangsleistung bei 0.5W noch näher an der Zielleistung ist als bei 5W.

Quellcode

1
2
3
4
5
TRX   real  Verhältnis
0,5	0,36	0,72
1	0,72	0,72
2,5	1,58	0,63
5	3,28	0,66


Das hat also keine konkrete Tendenz, kann somit an der Regelung der TRX liegen. Erst eine Kontrolle mit puren 50 Ohm kann da eine Aussage geben. Die ca. 7pF der Tastköpfe sollten bei 7MHz noch nicht eingehen: ca. 3k5 Impedanz. Also bitte nicht versuchen an dem hochohmigen Punkt zwischen den Trafos zu messen.

Noch eine kleine Betrachtung am Rande: bei der Verdrahtung auch schon bei 7Mhz auf Längen achten: 10cm Litze sind ca 4,4 Ohm induktiv. Da sind schnell mal 10% "weg".

vy73 de Karsten, DD1KT

9

Montag, 5. Dezember 2016, 09:48

Leistung etc.

Hallo Karsten,
danke für den Hinweis! Ich vermute, entweder ist die Ursache für den Verlust im etwas bastelmäßigen Messaufbau zu suchen, oder ich hatte versehentlich den 150pF-Kondensator für die spätere Matchbox schon parallel zum Eingang geschaltet. 150 pF bei 7.100 MHz sind auch etwa 150 Ohm.
Ich kann die Messung jetzt leider nicht leicht wiederholen, weil der eine Kern bereits in meiner Matchbox verbaut ist.

Wenn ich noch eine baue, werde ich wohl auch die Wickeltechik nach Joe Reisert/W1JR versuchen, also bei der Hälfte der Windungen der Sekundärwicklung diagonal zur anderen Kernseite, damit Eingang und Ausgang weit auseinanderliegen.

So ist es ja auch hier

https://sites.google.com/site/uwedl4ac/h…bwellenstrahler

und

https://pa3hho.wordpress.com/end-fed-ant…nd-fed-english/

gezeigt, während das Originaldesign darauf verzichtet:

http://www.hamradio.me/antennas/lnr-prec…xamination.html

vy73 - Martin, Dk3IT

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Dienstag, 6. Dezember 2016, 17:09

Ergebnisse

Hallo allerseits,
also, ich konnte heute in der Mittagspause meine fertige "Ultralight" EFHW für 40-20-10m abstimmen und testen. Anbei die Ergebnisse.

1. Die ganze Konstruktion wiegt mit Haspel, Koaxkabel+BNC, Loading Coil und kurzem Gegengewicht nur 112 g.

2. Das SWR für 40 und 20 m ist sehr gut, wobei sie in 40m ein wenig schmalbandig ist; das ist aber für mich kein Problem. Für 10 m geht sie gerade noch, aber das ist in diesen Zeiten ja ohnehin eher nicht so wichtig.

3. Auf Anhieb ist mir mit 5 W ein SSB-Kontakt nach Norwegen mit 59+5dB geglückt. Bei RBN wurde ich noch in Island mit 14 dB SNR empfangen.

Die Formen für die ganzen Bauteile habe ich per 3D-Druck erzeugt und stelle sie gerne zur Verfügung.

Ich werde vermutlich noch eine zweite Version mit einem T82-43 bauen und vergleichen.

Falls jemand noch Ideen hat, wie sie im 40m-Band breiter und und auf 10m besser werden könnte, wäre ich dafür dankbar.

vy 73 de Martin, DK3IT
»DK3IT« hat folgende Bilder angehängt:
  • efhw-assembled.jpg
  • swr-40m.jpg
  • swr-20m.jpg
  • swr-10m.jpg
  • efhw-rbd-20m.jpg

11

Dienstag, 6. Dezember 2016, 18:18

Hallo Martin

Das schaut doch recht brauchbar aus . :)
Gruss

Uli

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Dienstag, 6. Dezember 2016, 21:59

Nachtrag: SWR bei 10 m

Hallo,
ich habe noch einmal über die nicht so gute Performance bei 10 m nachgedacht: Das könnte daran liegen, dass ich die Antenna (da nur 10m Mast) nicht ganz sauber als Vertical aufstellen konnte, sondern einen Rest von ca. 3 m in ca. 1,5 m Höhe am Mast fixiert und dann schräg nach unten gespannt habe. Bei 40m und 20 m scheint das auch zu passen, weil auf diesem kurzen Endstück meinem Verständnis kaum noch ein Strom fließt. Bei 10 m sind 3 m Rest in 1.5 - 70 cm Höhe über Grund aber natürlich eine andere Hausnummer.

Ich werde die Antenne demnächst mal als Sloper, Horizontal und Inverted Vee testen. Vielleicht löst sich das Problem auf 10m dadurch.

Martin

Nachtrag: Dass die letzten/ersten 3m im 10m-Band eine viel größere Rolle spielen, sieht man auch in der Grafik hier:
https://pa3hho.wordpress.com/end-fed-ant…nd-fed-english/

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DK3IT« (6. Dezember 2016, 23:22)


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Mittwoch, 7. Dezember 2016, 20:26

Bauteile im 3D-Druck

Hallo allerseits,

die Bauteile für diese Antenna als 3D-Druckdateien sind nun online:

http://www.thingiverse.com/thing:1948711

Sie eignen sich auch für jede andere endgespeiste leichte Antenne. Wenn man für einen Fuchskreis einen Drehkondensator verwenden möchte, muss man nur noch ein Loch in den Deckel oder Boden bohren. Haspel und Gehäuse für die Matchbox sind hier ein Teil, das an der Seite passend abgerundet ist, um die Loading Coil aufzunehmen. Mit kleinen Clips kann die Loading Coil am Mast befestigt werden, das entlastet die Spitze bei GFK-Ruten sehr, weil diese ganz oben dann nur noch das dünne Kabel tragen müssen.

Viel Spaß beim Nachbau!

Martin

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Donnerstag, 8. Dezember 2016, 17:31

Ausgangsleistung FT-817ND

Hallo,
ich habe inzwischen die Messung am FT-817 gemacht - am Dummyload bringt er auch mit fast leeren Mignon-Akkus und 7.5 V Batteriespannung unter Last noch 5 W. Weil das ein Thema für sich ist, habe ich die Messergebnisse in einen eigenen Beitrag gestellt:

http://www.qrpforum.de/index.php?page=Thread&threadID=11087


73 de Martin

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Samstag, 10. Dezember 2016, 15:22

SWR auf 10m

Hallo,
ich habe heute die Antenne noch mal mit idealem Aufbau nachgemessen (als Sloper vom 10m-Mast, der auf einem kleinen Hügel stand): Das SWR für 10m bessert sich hier auch kaum, man bleibt bei 1,7 - 2,0. Am AUfbau liegt das also nicht. Ich vermute, man könnte noch versuchen, über die Kapazität des Kondensators parallel zur Primärwindung oder eben durch eine Joe-Reisert-Wickelttechnik etwas herauszuholen. Beides werde ich demnächst mal versuchen - also einen kleinen Trimmer parallel zum Kondensator (und den etwas kleiner - z.B. 120 pF fest und 50 pF Trimmer oder so), und die andere Wickeltechnik für die Sekundärwicklung.

vy 73 de Martin, DK3IT

16

Dienstag, 20. Dezember 2016, 19:47

Messergebnisse

Hallo,
am Wochenende habe ich an dem Übertrager nocheinmal weitergebaut und drei Varianten versucht, um insbesondere das SWR auf 10m noch herunterzubringen. Am wirksamsten war es, den Kondensator parallel zur Primärwicklung von 150 pF auf 47 pF zu reduzieren. Die Wickelweise nach Joe Reisert bringt auch mal etwas. Hier meine Ergebnisse an einem 3,2kOhm Widerstand als Dummy:


Variante 1: T82-43 normal (3 Windungen bifilar, dann weiter normal, n=24)
40m: SWR 1.26
20m: SWR 1.17
10m: SWR 1.45

Variante 2: T82-43 normal (3 Windungen bifilar, Sekundärwicklung n= 24 nach Joe Reisert)
40m: SWR 1.23
20m: SWR 1.14
10m: SWR 1.33


Variante 3: 2x T50 gestapelt (Primär 2 Windungen bifilar, Sekundär n=16 normal)
40m: SWR 1.24
20m: SWR 1.15
10m: SWR 1.46


Die Effizienz der drei Varianten habe ich (noch) nicht verglichen, weil ich zu faul war, alle drei doppelt aufzubauen. Kommt vielleicht noch.


Die 80m-Variante habe ich inzwischen auch gebaut und abgestimmt. Sie lässt sich auf 80 und 40 m gut verwenden. Auf 20m und den höheren Bändern, die sie eigentlich beherrschen sollt, bekomme ich sie allerdings nicht resonant (als Sloper am 10m-Mast gespannt): WennsSie auf 80m bei 3555 KHz und bei 40m bei 7050 KHz ihr minimales SWR hat, liegt die Resonanzfrequenz bei 20m bei 13.600 - 13.800 MHz und das SWR im 20m-Band ist viel zu hoch.


Ich vermute, dass das (auch) an der Aufbausituation hängt, weil die Antenne auf 20m ja 1/1 Wellenlänge hat und die Höhe über dem Boden am Ende hier anders wirkt. Falls jemand eine Idee hat, bitte her damit.


Richtig gravierend ist das nicht, weil ich auch die kürzere Fassung für 40-20-10m anstecken kann, wenn ich 80m nicht brauche, und das ist eigentlich nur abends/nachts der Fall. 80m ist für mich als Neuling auch ein ganz schön lautes Band ;-)


Aber immerhin habe ich jetzt auch eine portable Sendeantenne für 80m, die ich abends im Sommerurlaub etc. vielleicht mal brauche. Bis Schweden ging sie gestern abend mit 5 WTT in CW.


Martin

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Montag, 6. Februar 2017, 18:20

Counterpoise am Coax

Hi,
die oben beschriebenen Antennen nach

- https://vk3yy.wordpress.com/2014/08/31/e…-for-40m20m10m/ und
- http://pa-11019.blogspot.de/2012/04/149-…ntennas-35.html

funktionieren im Praxiseinsatz wirklich gut; aber ein Problem habe ich noch:

Bei diesem Design dient ja der Mantel der Leitung zum Tx als Gegengewicht. Wenn ich jetzt die Antennen bei kaltem Wetter mal aus dem Garten ins Wohnzimmer führen will und ein längeres Koax-Kabel (5-7m) verwende, bekomme ich irgendwann das SWR nicht mehr herunter, insbesondere auf 20m
Meine Vermutung ist, dass das daran liegt, dass ich dann ein zu langes Gegengewicht habe.

Sollte man vielleicht die Verbindung der Masse auf der hochohmigen Ausgangsseite des Trafos mit einem Schalter versehen und in solchen Fällen NUR ein Gegengewicht anschließen und den Mantel des Koax-Kabels nur mit der Primärseite des Trafos verbinden?

Also z.B. hier

https://3.bp.blogspot.com/-qUije0F9FBs/V…1600/stepup.JPG


nur die rechte grüne Leitung an den Koax-Mantel (und den Kondensator) und die rote Leitung nur mit einem separaten Gegengewicht verbinden? Würde das etwas bringen?

73 de Martin, DK3IT

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Donnerstag, 9. Februar 2017, 08:54

Hallo Martin,

hast Du denn eine Mantelwellensperre auf dem Koaxkabel? Eine solche, etwa 5-10 m vom UnUn entfert auf dem Speisekabel angebracht, sollte für stabile Verhältnisse sorgen, auch wenn das Kabel einmal verlängert wird.
Wenn die Konstruktion allerdings auf Veränderungen am Massepunkt mit SWR-Abweichungen reagiert, besteht m.E. evtl. doch keine exakte Halbwellenresonanz, zumindest nicht für alle vorgesehenen Bänder.

73 Wolfgang

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Montag, 6. März 2017, 21:59

Mantelwellensperre

Sorry für die späte Antwort!

Ich hatte keine Mantelwellensperre drauf; das Design von LNR bzw.

https://vk3yy.wordpress.com/2014/08/31/e…-for-40m20m10m/

nutzt ja auch extra den Mantel der Zuleitung mit als Counterpoise (siehe Bild unten). Deshalb war meine Vermutung, dass man bei längerer Zuleitung
- eine kurzes Stück Kabel als Counterpoise am Ausgang des Trafos anschließen und
- die Verbindung unten am Trafo mit einem Schalter o.ä. trennen sollte.

Oder sollte das keinen Unterschied machen?

Die Antenne selbst ist laut Antennenanalysator resonant und die Probleme treten eben auch nur auf, wenn man die Zuleitung verlängert.

vy 73 de Martin, DK3IT


<img src="https://vk3yy.files.wordpress.com/2014/08/matcher-1.jpg" alt="matcher-1.jpg" title="matcher-1.jpg" style="font-size: 0.8em;" />

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Donnerstag, 16. November 2017, 19:54

end fed, uwe

Beim AFU-barcamp habe ich den Beitrag von DK6TM gerne gehört und daraufhin mal meine Langdraht-Anpassbox geändert. Wichtigste messstechnische Erkenntnis: die 3k2Ohm sind zu hoch angesetzt, sobald echte Umwelt den Draht "bedrängt." Mit geschätzten 1k8 Ohm landet man näher an den Verhältnissen in der Praxis.

Wenn 10m und 6m schlecht laufen: liegt an der Eigenkapazität der Wicklung.

Die Schätzung des Leistungs-Eigenverlustes von -1.5dB halte ich nach ersten Tests für zu schön. Mit dem Material 43 kann man viel machen - aber nicht alles. Eine erste Prüfung mit einem Schnellaufbau mit 4C65 scheint viel versprechend.
Heute abend purzelte ein schöner großer TX58/41/18-4C65 auf den Tisch. Der bekommt Abstandshalter für die Wicklung und wird mal mit Flachband Cu bewickelt. Kompensations-C aus Glimmer.

Mal schauen, ob das gut wird. Ich habe schon mehrere Eigenbau-Anpassgeräte wieder geschlachtet...

End fed generell: es macht 0 Sinn, deutliche Teile mühsam und teuer erzeugter HF-Leistung in Mantelwellensperren zu verbraten. Mit einem Gegengewicht aus Draht siehts viel besser aus. Die schönsten Gegengewichte sind resonant und elevated. 8)

vy 73! Jochen