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  • »Alexander DG8KAD« ist männlich
  • »Alexander DG8KAD« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 19. August 2016, 12:00

ALC Signal KIO2 / KPA100

Hallo
Wenn ich eine Röhrenendstufe am K2 mit KPA100 betreiben möchte braucht diese Endstufe außer der PTT noch ein ALC Signal vom Funkgerät. Für die PTT habe ich durch die Endstufe jetzt einen fertigen Anschluss an der Rückwand der KPA100 den ich dazu nutzen kann. Bei der Beschreibung der CAT Schnittstelle finde ich das am RS232 Port an Pin 4 ein ALC Signal anliegt. "Automatic Level Control from an external amp to the SSB adapter. Refer to our web site for related application notes."


Kann ich jetzt einfach Pin4 ALC und PIN 1 Ground mit der Röhrenendstufe verbinden oder muss hier noch was beachtet werden?


Bis her wurde die Röhrenendstufe mit einem IC 7700 genutzt. Dieses Gerät hat auf der Rückwand einen ALC Anschluss der einfach mit einem Kabel mit der PA verbunden wird.


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Alexander
Alexander
DG8KAD
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2

Samstag, 20. August 2016, 09:45

Hallo Alexander,

ich habe diese Application Note zum K2 auch nicht gefunden. Aber auf der K3-Webseite von Elecraft steht:

"Most rig / external amplifier combinations do not benefit from hooking up ALC and in fact generate more distortion than without it, due to overshoot from the widely differing ALC voltage, loop gain and ALC reaction times generated by different amplifiers. Many amplifier manufacturers (Alpha, Acom etc.) recommend not using ALC."


Auf Altdeutsch: Kannst Du verwenden, ist aber bei den meisten Verstärkern nicht gut.

Bei fast allen Verstärkern liefert der ALC-Ausgang eine negative (!) Spannung, wenn der Verstärker übersteuert wird. Diese Spannung liegt im Bereich von ein paar Volt. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass Du Deinen Verstärker genauso anschließen kannst, wie Du schreibst. Allerdings ist es vielleicht besser, den Verstärker gar nicht erst zu übersteuern.

73 Daniel DM3DA
Daniel DM3DA, Düsseldorf JO31jf, DOK R01 +++ Morse-Hörspiele auf http://dm3da.tuxomania.net

3

Samstag, 20. August 2016, 10:50

Hallo
Wenn ich eine Röhrenendstufe am K2 mit KPA100 betreiben möchte braucht diese Endstufe außer der PTT noch ein ALC Signal vom Funkgerät. Für die PTT habe ich durch die Endstufe jetzt einen fertigen Anschluss an der Rückwand der KPA100 den ich dazu nutzen kann. Bei der Beschreibung der CAT Schnittstelle finde ich das am RS232 Port an Pin 4 ein ALC Signal anliegt. "Automatic Level Control from an external amp to the SSB adapter. Refer to our web site for related application notes."


Kann ich jetzt einfach Pin4 ALC und PIN 1 Ground mit der Röhrenendstufe verbinden oder muss hier noch was beachtet werden?


Bis her wurde die Röhrenendstufe mit einem IC 7700 genutzt. Dieses Gerät hat auf der Rückwand einen ALC Anschluss der einfach mit einem Kabel mit der PA verbunden wird.


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Alexander
Ich denke mal, das ist ein Missverständnis, Alex. Eigentlich ist es genau anders herum, die PA gibt ein ALC Signal heraus. Damit wird der Steuersender herab geregelt, wenn die PA übersteuert.

Diese Art der Regelung wird noch häufig benutzt, sie stammt aber aus einer Zeit, als man die Steuerleistung noch nicht sehr reproduzierbar einstellen konnte. Stichwort: Anodenstrom Dip.
Aus der Funktion der ALC erklärt sich, warum Elecraft die Verwendung nicht empfiehlt, sogar anlehnt. Das ALC Signal kommt dann, wenn die Endstufe bereits übersteuert ist. Da steht die Leistung aber auch schon an der Antenne und mit der Leistung auch alle Verzerrungen die so eine Übersteuerung mit sich bringt.

Besser ist es, pro Band einmal die Leistung zu ermitteln, die man braucht um die PA auszusteuern aber nicht zu übersteuern. Beim K3 kann man diese Leistung pro Band abspeichern, beim K2 musst du dir halt einen Zettel mit den Werten an die Wand hängen :-)
73/2 de Peter, DL2FI
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4

Samstag, 20. August 2016, 11:47

Hallo

Mir war die ALC-Verbindung zwischen Funkgerät und PA unbekannt bis ich diese bei Franz-Josef an seiner Station gesehen hatte. Eine Röhrenendstufe übersteuere ich wenn ich mehr Leistung aus der Endstufe bekomme als diese eigentlich abgeben darf, oder woher merk ich, das ich ein unsauberes Signal erzeuge.


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Alexander
Alexander
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5

Samstag, 20. August 2016, 12:35

Hallo Alexander,

Du weißt normalerweise nicht genau, wie viel Leistung Deine Endstufe aussenden darf. Das hängt von dem Betriebszustand der Röhren, der Spannung, der Frequenz und der Antennenanpassung ab (habe ich etwas vergessen?).

Bei CW ist die Einstellung recht einfach. Du stimmst die Leistung erst mit relativ wenig Leistung ab, dann gibst Du mehr und mehr Leistung dazu, bis die Leistung der Endstufe nicht mehr ansteigt kaum noch ansteigt. Das ist das Maximum, bei dem Du aber schon übersteuerst. Dann drehst Du die Eingangsleistung zurück, bis die Endstufe nur noch 90% des Maximums aussendest. Diese Eingangsleistung schreibst Du Dir auf. Mehr solltest Du auf keinen Fall Deiner Endstufe zumuten.

Das geht natürlich am besten an einem Dummy-Load.

Mit SSB nimmst Du die gleiche Leistung - und nicht mehr. Wichtig ist, dass Du den Sprachprozessor eingeschaltet hast. Bei dem K2 darf die Menüeinstellung also nicht "1-1" lauten. Sonst hast Du hohe Sprachspitzen, die die Endstufe übersteuern.

Du kannst auch ein Oszilloskop an den AGC-Aushang der Endstufe anschließen. Stelle die Eingangsleistung so ein, dass die Endstufe keine AGC-Spannung generiert, auch nicht bei Sprache.

73 Daniel DM3DA
Daniel DM3DA, Düsseldorf JO31jf, DOK R01 +++ Morse-Hörspiele auf http://dm3da.tuxomania.net

6

Samstag, 20. August 2016, 13:04

ALC lahmlegen

Hallo,
ich möchte die Anti-ALC-Empfehlung gern untermauern. Es ist vollkommen korrekt, die
Verstärkung einer SSB_Senderkette so einzustellen, dass die Kennlinie einer Endstufe ausgenutzt aber nicht "überfahren" wird.
Eine Regelung nach der bandbreitenbegrenzenden Stufe einer SSB-Erzeugung (Filter, DSP, etc.) ist schädlich.
Vor dem Filter ist es sinnvoll die Sprachdynamik zu reduzieren. Und auch den Frequenzgang erforderlichenfalls zu korrigieren.
Leider bieten viele Geräte dazu keine ausreichenden Möglichkeiten. Vorbildlich sind hier der TS830/930 zu nennen.
Da gibt es Pegelbegrenzungs-Möglichkeiten in einer ZF-Lage. Vor einem SSB-Filter !
Die immer wieder gehörte Meinung, ich reduziere die Mikrofonverstärkung, weil sich auf dem Nachbarkanal Jemand beklagt, ist GRUNDFALSCH !
Die Verstärkung NACH dem Filter muss angepasst/reduziert werden. Gegebenenfalls läßt sich die auf den TRX wirkende ALC mit einer einstellbaren
Gleichspannung zu einer konstanten aber verstellbaren Verstärkung des Senderzuges überreden.
Für die Rückkopplung aus einer PA gibt es keinen Grund, wenn sich eine definitive Ansteuerleistung einstellen läßt.
Weiterhin, das hat jetzt mit der ALC nichts, wohl aber mit Intermodulation zu tun, haben viele SSB-Signale einen Frequenzgang, der in Trägernähe
viel zu viel Pegel aufweist. Diese Spitzen sind bei nicht vorhandener Pegelbegrenzung für Splatter verantwortlich.
Außer dass niedrige Frequenzen kaum einen Beirag für die Silbenverständlichkeit leisten, ist es Energieverschwendung.
Ziel sollte eine ausgewogenes Leistungsdichtespektrum innerhalb der SSB-Filterkurve sein.
Die meisten SDR-Konzepte erfüllen all das Genannte vorbildlich. Dynamikompression ohne hörbare Verzerrungen sind möglich. Eine exakt kontrollierbare
Ausgangsleistung auch. PowerSDR enthält seit einigen Versionen eine Funktion CESSB. Das ist die Abkürzung von Controlled Envelope SSB.
Dazu gibt es einen Artikel von W9GR in der QEX November7Dezember 2014.

73
Andreas
DL5CN
dl5cn

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dl5cn« (21. August 2016, 23:54)


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