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Samstag, 23. Januar 2016, 01:39

Mosquita - ein Baubericht

Hallo,

meine ersten Kontakte zum Amateurfunk liegen schon über 30 Jahre zurück, ich habe euch
in der Zeit mit kleinen selbstgebauten Empfängern (z.T. mit Röhren) immer mal wieder zugehört.
Nun habe ich endlich Nägel mit Köpfen gemacht, seit ein paar Wochen darf ich nun auch senden.

Ich habe mir vorgenommen erstmal richtig CW zu lernen. Ausserdem will ich soviel wie möglich selber bauen.

Also habe ich mir als erstes eine Mosquita unter den Weihnachtsbaum gelegt. (Erst mal klein anfangen)
Vor zwei Jahren hatte ich mir schon den Dipit gebaut, der war jetzt natürlich sehr nützlich.

Ein paar Worte zum Aufbau selber:
Ich habe mich größten Teils (bis auf ein paar kleine individuelle Abweichungen) an die Bauanleitung gehalten.

Nach dem Motto "die unangenehmen Dinge zuerst" habe ich erst mal die beiden SMD-Teile aufgelötet und
alle Spulen gewickelt. Entgegen allen Horrorgeschichten fand ich die Bobinspulen gar nicht so schlimm.

BG1-Stromversorgung und BG2-NF waren schnell erledigt, alle Tests im grünen Bereich.

BG3-ZF hat schon etwas länger gedauert. Hier hat sich auch der erste Fehler eingeschlichen.
(Schaltkreisfassung seitenverkehrt eingelötet, wie peinlich ist das denn ;( ) Trotzdem lief alles wie es sollte.
Kopfhörer an den NF Ausgang der Mosquita, Dipit auf der ZF deutlich zu hören.

BG4-VFO war für mich der schwierigste Teil. Das bestücken der Teile war kein Problem, einzige Besonderheit
ist hier Trimmpoti P3. Hier war mal ein stehender Typ vorgesehen, der aber durch einen liegenden Typ ersetzt
wurde. Die Bohrlöcher haben dafür aber nicht den richtigen Abstand. Peter schlägt hier eine Konstruktion vor
welche die Beine des Potis mit kurzen Drahtstücken verlängert.
Wenn man alle drei Beinchen des Potis (sehr vorsichtig !) zurechtbiegt kriegt man ihn aber auch so rein. (Foto)
Beim ersten Test lief alles, aber zu früh gefreut. Das VFO-Signal sah auf dem Oszi blitzsauber aus,
aber 120Khz zu hoch. Alles schieben der Windungen von L4 half nichts, die Frequenz blieb zu hoch. Also Spule
noch mal raus und mit zwei Wdg mehr neu gewickelt. Hierbei habe ich wieder einmal festgestellt das auslöten
so gar nicht mein Ding ist. Das muss ich wirklich mal üben.
Jetzt war die Frequenz zu tief, lies sich aber geradeso auf den Sollwert abgleichen. HF an Pin6 von IC1 560mVss.
Sollte ich noch eine Mosquita bauen werde ich die Spule erstmal provisorisch von unten anlöten.

BG5-Tiefpassfilter war schnell erledigt, meine Spulen waren ja schon fertig.
Zum Test hab ich wieder mein Dipit angeworfen. Beim Abgleich von L1 hatte ich ein eindeutiges Maximum,
bei C51 dagegen nicht. Aber das war ja lt. Baubeschreibung auch zu erwarten.
Dann habe ich meine kleine 70cm Loop-Antenne angeschlossen und mal über das Band gekurbelt.
Und das hörte sich doch schon richtig gut an. :thumbsup: Mehrere CW-Stationen, stabiler VFO trotz Drahtverhau um den Platinenhalter.

BG6-TX-Preamp war für mich der Abgleich ein Problem. Der Dipit hat kein S-Meter und nur nach Gehör wollte ich das auch
nicht machen. Also habe ich einen alten Weltempfänger rausgekramt, der hatte so ein Pseudo-S-Meter (5-Balken LED-Anzeige).
Damit habe ich L5 und L6 so gut es geht auf Maximum abgeglichen, ich hoffe das war genau genug.

BG7-PA hat nicht viele Teile. Spannend für mich war der Abgleich, schließlich ist das ja mein erster Sender überhaupt :thumbup:
Also erstmal ein Dummyload zusammengelötet, ich hoffe das Ding ist HF-tauglich (20x 1K-1W, Foto) Einen Leistungsmesser
habe ich noch nicht. Beim Abgleich von L5 und L6 ergab sich ein eindeutiges Maximum. Bei C51 auch, allerdings bei fast
eingedrehtem Trimmer.

Und hier bin ich wirklich unsicher ob L7 richtig ist weil der Trimmer auf Anschlag steht.

Das Ausgangssignal sieht aber gut aus. (14V Betriebsspannung, 650mA, ca. 4Watt wenn man dem Oszi trauen kann)
Sollte ich es damit gut sein lassen oder geht da noch was mit diesem Serienschwingkreis ?

Abschließend bleibt noch zu sagen das der Aufbau dieses Bausatzes sehr viel Spaß gemacht hat und bestimmt nicht
mein letzter war. (ZM-4 wäre wohl als nächstes angesagt)

73 de Bernd
DF7LX
»DF7LX« hat folgende Bilder angehängt:
  • Platine.jpg
  • Dummyload.jpg
  • Sendesignal.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DF7LX« (23. Januar 2016, 10:38)


2

Samstag, 23. Januar 2016, 11:40

Das Ausgangssignal sieht aber gut aus. (14V Betriebsspannung, 650mA, ca. 4Watt wenn man dem Oszi trauen kann)
Sollte ich es damit gut sein lassen oder geht da noch was mit diesem Serienschwingkreis ?
Danke erst mal für den schönen Bericht, Bernd. In deutschen Foren liest man ja eher dann etwas, wenn es nicht funktioniert. Ich freue mich immer, wenn sich auch mal jemand meldet, bei dem es geklappt hat.

L7/C51 sollen in erster Linie verhindern, dass die Dame statt wie vorgesehen auf 40m plötzlich auf 80m sendet. Die Resonanz verläuft sehr flach, die genaue Einstellung des Trimmers ist eigentlich unkritisch. Wenn du die Windungen innen im Ring gezählt hast und nicht außen, dann ist das schon ok so. Ich würde das daher so lassen.

Wie genau dein Skope die Leistung misst, hängt von der 3dB Bandbreite ab. Ein als 10MHz Skope ausgewiesenes Gerät zeigt bei 10MHz etwa 3dB zu wenig an. Ist aber unwesentlich, da dein QSO Partner kaum einen Unterschied merken wird , wenn du mit 4 statt mit 5W sendest. :-)
73/2 de Peter, DL2FI
Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

3

Sonntag, 24. Januar 2016, 13:44

L7/C51 sollen in erster Linie verhindern, dass die Dame statt wie vorgesehen auf 40m plötzlich auf 80m sendet. Die Resonanz verläuft sehr flach, die genaue Einstellung des Trimmers ist eigentlich unkritisch. Wenn du die Windungen innen im Ring gezählt hast und nicht außen, dann ist das schon ok so. Ich würde das daher so lassen.

Hallo Peter,

ich hab noch mal nachgezählt. Es sind 24 Wdg innen im Ring. Ich lass das jetzt so, jetzt ist das Gehäuse dran.

Kleiner Hinweis:
Beim Prüfen ist mir noch was aufgefallen:
In der Baumappe auf Seite 30 steht: [ ] L7 24 Wdg 0,4 mm CuL auf T37-2 (rot)
aber im Schaltplan steht für die selbe Spule: 23 Wdg T37-2.

73 de Bernd
DF7LX

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4

Sonntag, 24. Januar 2016, 14:47

Hallo Bernd, was für eine "Belastbarkeit" hat deine Dummyload?

Könntest du bitte ein Foto von der Front machen?

72 Janek DO3OA
|„Da Pinguine nicht fliegen können, können sie auch nicht abstürzen“| findus.rauschfunk.de

5

Sonntag, 24. Januar 2016, 15:32

Kleiner Hinweis:
Beim Prüfen ist mir noch was aufgefallen:
In der Baumappe auf Seite 30 steht: [ ] L7 24 Wdg 0,4 mm CuL auf T37-2 (rot)
aber im Schaltplan steht für die selbe Spule: 23 Wdg T37-2.
Der Text der Baumappe ist leichter aktuell zu halten, als die Schaltpläne. Da der Schaltplan ja die Baugruppen spiegelt, ist der Aufwand enorm. Danke für den Hinweis.
73/2 de Peter, DL2FI
Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

6

Sonntag, 24. Januar 2016, 20:50

Hallo Bernd, was für eine "Belastbarkeit" hat deine Dummyload?

Könntest du bitte ein Foto von der Front machen?
Hallo Janek,

da er aus 20 Widerständen zu je ein Watt besteht sollte er eine Belatbarkeit von 20 Watt haben. Kurzzeitig wird er sicher auch ein paar Watt mehr abkönnen. Ob er im VHF oder UHF-Bereich
noch zu gebrauchen ist weiß ich leider auch nicht. Auf dem Foto fehlt noch das Abschirmgehäuse.

73 de Bernd
DF7LX
»DF7LX« hat folgendes Bild angehängt:
  • Dummyload_2.jpg

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7

Sonntag, 24. Januar 2016, 20:55

Welchen Wert haben die Wiederstände?
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8

Sonntag, 24. Januar 2016, 21:06

1k, wenn man sie parallel schaltet

9

Sonntag, 24. Januar 2016, 21:11

1k, wenn man sie parallel schaltet
Ähm... 'ne Dummyload von 1 KOhm?
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10

Sonntag, 24. Januar 2016, 21:20

?
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11

Sonntag, 24. Januar 2016, 21:31

?
Moin,
na, das ist doch eine leichte Matheaufgabe. Wir benötigen in der AFU-Technik in der Regel 50 Ohm als Abschlußwiderstand am Sender. Das ist ja bekannt. Es sind 20 Widerstände verbaut und alle parallel geschaltet. Wieviel Ohm hat einer? :whistling:
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Sonntag, 24. Januar 2016, 21:36

hatte wohl gedankenspruenge gemacht. also nicht dediziert hergeleitet.
er fragte nach dem wert eines widerstandes und wenn man sie parallel schaltet erharlt man 50w.
tschuldigung fuer den hopser
addi

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13

Sonntag, 24. Januar 2016, 21:38

Ja genau 20 R's a 1k Ohm passt doch
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14

Sonntag, 24. Januar 2016, 21:42

hatte wohl gedankenspruenge gemacht. also nicht dediziert hergeleitet.
er fragte nach dem wert eines widerstandes und wenn man sie parallel schaltet erharlt man 50w.
tschuldigung fuer den hopser
addi
Hallo Addi, kein Problem, kenne ich. 8) Wobei die Frage von Janek nach Deiner Beschreibung ja nicht nötig war. 50 Ohm ist als Dummy-R allseits bekannt und "20 Widerstände" hattest Du ja geschrieben. Wollte Janek mal rechnen lassen. Er ist noch jung und kann das schneller. ^^
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Sonntag, 24. Januar 2016, 21:53

damals, als ich noch jung war, gab es noch die volksschule :-) . da war noch kopfrechnen angesagt.
hat bis heute gehalten. naeherungsweise rechenschieber.
addi

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16

Sonntag, 24. Januar 2016, 21:54

Ich nehme einfach 7 Wiederstände a 330 Ohm löte die ans Ende eines PL Stecker und Fertig...
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Sonntag, 24. Januar 2016, 21:57

bedenke die belastbarkeit der r's. falls zu knapp nimm einen alten cpu-luefter um die waerme abzufuehren
addi

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Sonntag, 24. Januar 2016, 22:12

damals, als ich noch jung war, gab es noch die volksschule :-) . da war noch kopfrechnen angesagt.
hat bis heute gehalten. naeherungsweise rechenschieber.
addi
<seufz> Erinnerungen werden wach. Rechenschieber habe ich hier auch noch ein paar... Hachja. ^^
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Sonntag, 24. Januar 2016, 22:36

reitz hatte gute. gabs auch fuer gemengerechnungen fuer den huettenbetrieb.

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Sonntag, 15. Mai 2016, 23:16

Mosquita - Frage zum Frequenzzähler

Hallo,

Ich habe jetzt meine kleine Mosquita-Amateurfunkstation in der Version 1.0 fast fertig. Hat ein bischen länger gedauert als geplant war.
Wie man vieleicht auf dem Foto sieht habe ich den Frequenzzähler von QRP-Projekt verwendet. Dazu hätte ich mal eine Frage.
Ich habe den Offset des Zählers eingestellt in dem ich das Oszillatorsignal am TCA440 mit dem Eingang des Frequenzzählers verbunden
habe und dann im Menü den Offset gesetzt habe.
Ist das so richtig ? Kann der Zähler den BFO verstimmen ? Oder muss man noch irgendwie die Ablage durch die Tonhöhe berücksichtigen ?

73 de Bernd
DF7LX
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