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Sonntag, 20. August 2017, 10:42

Schaltnetzteil streikt

Unser Problem ist,
Schaltnetzteil wird an einer 230V - Steckdose betrieben. (Schiff)
Die 230 Volt stammen von einem 230V Generator der wiederum von einem 110 Motor betrieben und wiederum von einem Dieselmotor angetrieben wird.

Verschiedene Schaltnetzteil - Fabrikate für 13V ( 20-60Amp) funktionieren nur kurzzeitig. kein Ausgang


Ein Schaltnetzteil - Fabrikat (XYZ) arbeitet zuverlässig. Ein Netzteil mit Trafo ebenfalls


Die Frage ist, welche Kriterien man beachten muß beim Kauf eines zuverlässig arbeitenden Schaltnetzteils.


Tipps willkommen.


Uwe , DK1KQ; Museumsschiff Feuerschiff Elbe1

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Sonntag, 20. August 2017, 11:05

Die Frage ist, welche Kriterien man beachten muß beim Kauf eines zuverlässig arbeitenden Schaltnetzteils.[/size]
Moin,
Schaltnetzteile gibts ja inzwischen wie Sand am Meer. Ich finde es allerdings gut, dass Du die Ausgangssituation geschildert hast. Ich würde die Frage- und Aufgabenstellung ändern wollen: Welche Kriterien muss die Eingangsspannung erfüllen, damit ein klassisches Schaltnetzteil lange arbeitet?
Konkret: Wie sehen die 230V denn aus? Wie sie erzeugt werden, ist im Grunde egal, wenn das Ergebnis so ist, wie an Land. Ist die Spannung wirklich kontinuierlich gleichmässig sinusförmig? Diverse Schwankungen in der Höhe wird ein Schaltnetzteil kompensieren, aber wie sieht es mit der Signalsauberkeit aus? Spannungseinbrüche und /oder -spitzen 'drauf?
Gehts im Leerlauf (oder mit leichter rein ohmscher Last) kaputt oder erst, nachdem HF in der Luft war? Stichwort HF auf 230V-Leitung.

Beim Versuch, daheim den "Innenwiderstand des Kraftwerkes" zu messen, sind ja schon viele gescheitert. Vor allem preiswerte Messgeräte, hi. Denn ein gutes Lichtnetz daheim hat einen geringen Innenwiderstand auch für HF (vereinfacht gesprochen). Wie siehts auf dem Schiff aus? Stichwort Spannungseinbruchsspitzen bei Belastung durch SSB / CW, mit denen das Schaltnetzteil nicht umgehen kann? Das Stromquelle auf dem Schiff hat sicher einen anderen "Innenwiderstand" als daheim.

Eine grafische Erfassung der Bordspannungsversorgung über die Zeit an der Stelle, wo das NT hängt, wäre eine Hilfe zur Fehlersuche. Das sind so ein paar fixe Gedanken, die mir kommen.
73 de Michael, DF2OK Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gern hätten. Webseite qrz.com YouTube Twitter
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3

Sonntag, 20. August 2017, 11:54

Moin,

da Schaltnetzteile in der Regel von 90-240V arbeiten und die Spannung mit einem Generator erzeugt wird, wuerde ich darauf tippen, dass der Sinus schon in Ordnung ist. Die Frage ist aber, wie sieht es mit der Frequenz aus? Da wuerde ich eher das Problem sehen.

73, Tom
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4

Sonntag, 20. August 2017, 12:02

Verschiedene Schaltnetzteil - Fabrikate für 13V ( 20-60Amp) funktionieren nur kurzzeitig. kein Ausgang
Ein Schaltnetzteil - Fabrikat (XYZ) arbeitet zuverlässig. Ein Netzteil mit Trafo ebenfalls
Die Frage ist, welche Kriterien man beachten muß beim Kauf eines zuverlässig arbeitenden Schaltnetzteils.


Die Antwort lautet: nur noch Schaltnetzteile des Fabrikats (XYZ) kaufen. :)

Mal Spass beiseite. Mit so spärlichen Angaben (funktionieren nur kurzzeitig ??) und unnötigen Verklausulierungen (verschiedene Fabrikate, Fabrikat XYZ ) bleibt jede Stellungnahme dazu ein blindes Stochern im Nebel. Nenne Dinge konkret beim Namen und beschreibe das Drumherum des Versagens etwas konkreter, dann kann man dir vielleicht besser helfen.

73
Günter

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5

Sonntag, 20. August 2017, 13:19

Gewisse Schaltnetzteile "wollen" nur mit Invertergeneratoren betrieben werden, Ansonsten machen sie das schlicht nicht mit.

Aber wie oben gesagt, mit "unnötigen Verklausierungen", kommt man schlicht nicht viel weiter.

Nenn die Kinder beim Namen

Fred
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6

Sonntag, 20. August 2017, 22:19

Hallo die Runde,

eine Frage an den Fragenden. Dazu bitte das Schaltnetzteil öffnen, sonst kommen wir hier nicht weiter. Ist im Eingang
eine "Powerfaktorkorrektur" PFC vorhanden ? Weiter erforderlich mal eine Versuchsgleichrichtung mit Grätzbrücke und
nachfolgendem Elko aufbauen , etwas an Last , so etwa 10W sind ausreichend an die Gleichspannung hängen. Die Elkos
der Gleichrichtung sollten etwa den Wert der im Schaltnetzteil sein , so etwa 100µF mit jedoch 450V .
Folgendes passiert in neueren Schaltnetzteilen mit richtiger PFC, die Eingangsspannung wird gleichgerichtet, dem nachgeschaltet
ist eine Drossel in der Plusleitung, die ständig mit kurzen Impulsen nach Masse magnetisch aufgeladen und in der Pause wieder
entladen wird. Das Ergebnis ist wie beim altbekannten Weidezaungerät, es entsteht ein Gegenimpuls der über eine Sperrdiode
einen nachfolgenden Elko auflädt. Die Spannungen die dabei herauskommen, liegen so um die 400V bis 430V. Dieses Ergebnis
wird von einem Steuer-IC , dem PFC - IC überwacht und versucht ständig auf den vorgesehenen Wert zu halten. Das IC hat auch
Schutzfunktionen, bei schon zu hoher Eingangsspannung beginnt es erst gar nicht zu arbeiten. Es gibt auch Schaltkreise, bei
denen ist die PFC Funktion nicht ihre alleinige Aufgabe, sie steuern gleichzeitig auch das eigentliche Netzteil , wo dann die 12V,5V
und 3,3V raus kommen. So kann es vorkommen, dass wegen zu hoher Spannung das Netzteil abschaltet oder erst gar nicht
seine Funktion anfängt. Es gibt auch Netzteile, wohl älterer Bauart, die haben keine korrekte PFC, sondern nur eine Drossel.
Diese sorgt dafür, dass das Netz nicht so stark mit den Aufladeimpulsen der Eingangselkos belastet wird. In diesen Netzteilen
haben die Eingangselkos so etwa 335V , Netzspannung 235V mal 1,414 , sind dann eben in etwa dieser Wert. Wenn die
Eingangsspannung aus dem Generator nun eine andere Spannung als ein Sinus aufweist und dabei Spannungsspitzen
auftreten, die die PFC Funktion ausschaltet, dann kann es zu dem Problem kommen , dass nichts mehr geht.
Die von mir genannten Netzteile ohne richtige PFC erkennt man beim Öffnen an der großen Drossel. Falls erforderlich
werde ich von so einem Netzteil mal ein Foto vom Innenleben hier einstellen. Hersteller und Typen sind unterschiedlich,
jedenfalls älteren Datums von vor über 5 Jahren.

Uwe, ich hoffe etwas zur Verunsicherung beigetragen zu haben.... um wie viele Netzteile handelt es sich ?
Man könnte ja mal etwas nachforschen...

73 de
Manfred , dl3arw