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1

Montag, 26. Dezember 2016, 19:12

Offizielles Raspberry Pi Netzteil stört Kurzwelle

Moin allerseits,

ich habe mir einen Pi 3 mit dem offiziellen Netzteil zugelegt. Einfach mal bei google "offizielles raspberry pi 3 netzteil" eingeben. Ich hatte auf Kurzwelle erhebliche Störungen durch rauschen mit etwa S 8 je nach Band und dann nach langem suchen endlich mal den pi 3 runter gefahren und das Netzteil aus der Steckdose gezogen. Auf einmal konnte ich wieder Kurzwelle hören, d.h. das das Grundrauschen von S 8 auf S 1 runter gegangen ist. Nachdem ich den Pi mit einem anderen Steckernetzteil wieder gebootet hatte war immer noch alles ruhig. Mich würde mal interessieren ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Mein 13,5 m Dipol hängt ca. 6 m über dem Gebäude mit dem Raspberry Pi.

73 Michael
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QRP mit Mosquita und 2 Watt macht Spass

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2

Montag, 26. Dezember 2016, 19:18

Hey Michael, das ist auch bei dem Ladegerät dieser Gelben ALDI ActionCam der Fall.

Bei Reichelt gibt's ein NT, welches keine Probleme macht, mehr Leistung hat und günstiger ist!
https://www.reichelt.de/Schaltnetzteile-…&ARTICLE=137080
»DO3OA« hat folgende Datei angehängt:
  • RS-15-SPEC.pdf (918,26 kB - 37 mal heruntergeladen - zuletzt: 16. September 2018, 10:49)
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »DO3OA« (28. Dezember 2016, 10:43)


3

Dienstag, 27. Dezember 2016, 10:18

Hallo Janek,

von diesem Netzteil habe ich schon viel gutes gehört, aber Einschaltstrom 65A ........
72/73 de Uli
DF5SF

4

Dienstag, 27. Dezember 2016, 10:53

..aber Einschaltstrom 65A ........

Das ist eine Eigenschaft nahezu aller primär getakteten Schalt-Netzteile und LED-Netzteile. Der "Inrush Current" kann je Phasenlage zum Einschaltzeitpunkt für max. 1 bis 2 ms fließen. Manche Netzteile haben dazu einen NTC zur Begrenzung eingebaut.

73
Günter

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5

Dienstag, 27. Dezember 2016, 10:58

Der Einschaltstrom findet sich aber nicht im Datenblatt des Herstellers!

Und was sagt die Angabe in den technischen Daten beim Händler denn aus? Es kann unter ungünstigen Umständen für eine nicht definierte Zeit ein Strom von 65A fließen. Oder positiv ausgedrückt: Der Einschaltsrom ist auf max. 65 A begrenzt! Für wie lange der Strom fließt, steht aber nicht fest! Und für weniger als 20ms (also eine Halbwelle) ist das eh unproblematisch. EIn heute üblicher Leitungsschutzschalter in der Unterverteilung mit 16A Nennstrom und Auslösecharakteristik B würde erst bei 80 A für 200 ms Dauer (das sind 10 Halbwellen) auslösen.

Problem der Angbae ist schlicht, dass die Dauer des maximalen Einschaltsromes nicht angegeben ist und die Aussage deshalb absolut nutzlos ist!

Was mir im diskutierten Zusammenhang viel mehr Sorgen macht, ist die Tatsache, dass es hier als Netzteil für den elektrotechnischen Laien Verwendung finden soll (zur Versorgung eines Raspberry Pi) , obwohl es offene netzspannungsführende Klemmen hat! Sowas gehört nicht in Laienhand ohne zusätzliches Gehäuse!
vy 72 de DH8DAP, Frank aus Schwelm nr Wuppertal, JO31PG

Ich bin Westfale von Geburt und Europäer aus Überzeugung!

www.golf19.de

6

Dienstag, 27. Dezember 2016, 11:09

.... für weniger als 20ms (also eine Halbwelle) ist das eh unproblematisch.....Problem der Angbae ist schlicht, dass die Dauer des maximalen Einschaltsromes nicht angegeben ist und die Aussage deshalb absolut nutzlos ist!

Meanwell gibt in seinen FAQ eine Maximaldauer von 1 bis 2 Millisekunden für den Inrush an. Hauptursache ist der Ladestromstoß des Gleichrichters und von den X und Y Kondensatoren im EMV-Filter. (Im Grunde also eine positive Nachricht).

Allgemeine Info über Entstehung, Kurvenform und Timing des Einschaltstromstoßes beim primär getakteten Schaltnetzteil hier:
http://www.interpoint.com/product_docume…ush_Current.pdf



P.S. Ein 50 Hz Netztrafo weist auch einen beträchtlichen Einschaltstromstoß auf, wenn er zufällig im Nulldurchgang eingeschaltet wird. Nur dass dieser Einschaltstromstoß bedeutend länger als 1mS anhält.

73
Günter

7

Dienstag, 27. Dezember 2016, 17:33

Moin,

ich verwende diese Meanwell Netzteile schon länger für alle möglichen Dinge und kann bisher keine negativen Beeinträchtigungen auf KW feststellen.

73, Tom
DARC I18 |DL-QRP-AG #1186|G-QRP #14624|FISTS #15933|SKCC #13896|LIDS #88 https://twitter.com/DL7BJ

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8

Dienstag, 27. Dezember 2016, 18:56

Jup, das ganze in einem kleinen Gehäuse dann stören einem auch die "offenen" Klemmen nicht!

Jan
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9

Dienstag, 27. Dezember 2016, 19:50

Hallo Jan,

vielen dank für den Tipp, habe mir das mal angesehen und denke das macht keinen schlechten Eindruck. Da der Pi sowieso in einem 19" Gehäuse sitzt und noch Platz ist kann das Netzteil dort noch gut mit rein.

Ja, diese Chinanetzteile sind mitunter echt übel was Störungen auf KW angeht. Aber für solche Erfahrungen ist das Forum ja gut geeignet.

73 Michael
Hey Michael, das ist auch bei dem Ladegerät dieser Gelben ALDI ActionCam der Fall.

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10

Dienstag, 27. Dezember 2016, 20:49

Hallo Michael,

das freut mich!

Ich finde Frank's "einwand" aber auch absolut richtig!


Was mir im diskutierten Zusammenhang viel mehr Sorgen macht, ist die Tatsache, dass es hier als Netzteil für den elektrotechnischen Laien Verwendung finden soll (zur Versorgung eines Raspberry Pi) , obwohl es offene netzspannungsführende Klemmen hat! Sowas gehört nicht in Laienhand ohne zusätzliches Gehäuse!


Ich finde ja folgendes NT für unterwegs spannend....

Jan
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