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Freitag, 20. Mai 2016, 00:04

Micro SWR Meter

Hallo,

ich habe einen Messkopf und eine LED-Anzeige des Micro SWR Meter.
Den Messkopf habe ich ausprobiert. Bei ca. 0,5 Watt Output und einem 10 K Vorwiderstand haben ich etwa 85 mikro Ampere beim Vorlauf und fast 0 mikro Ampere beim Rücklauf (50 Ohm Abschlusswiderstand, bei anderen Abschlusswiderständen entsprechend größeren Strom). Das sollte ersteinmal passen.
Meine Frage: Wie schließe ich nun die Platine mit LED-Anzeige an? Betriebsspannung und Masse ist klar. An der Messkopfplatine gibt es "Anschluss 5 und 6" , an der Diodenanzeige "Forward und Reflected". Brauche ich den Vorwiderstand auch in der LED-Variante?


Hoffe, Ihr könnt mir da weiterhelfen.

Schöne Grüße

Dirk
DL5FB (ex DO5DKB)

  • »DF7DJ« ist männlich

Beiträge: 297

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2

Freitag, 20. Mai 2016, 08:02

Hallo Dirk,

ich habe vor einiger Zeit die Baugruppe in einen Spatz eingebaut und habe die Anschlüsse 5 und 6 direkt auf Forward und Reflected verdrahtet.

Du hast sicher die Baumappe: www.qrpproject.de/Media/pdf/MicroSWR.pdf

Hier steht als letzter Satz, ganz am Ende, dass der Wiederstand R1 bei der LED Variante nicht benötigt wird. Da es in der ganzen Beschreibeung keinen R1 gibt, vermute ich mal, dass sich dieser Satz auf den Wiederstand RV als Vorwiederstand für die Variante mit Messgerät bezieht.

73 Herbert, DF7DJ

3

Freitag, 20. Mai 2016, 14:36

Danke für die Info, Herbert.


Die Baumappe kenne ich. Ja, es ist nur ein
RV in der Zeigervariante zu sehen, wahrscheinlich ist das der
beschrieben R1, der bei LED-Anzeige wegfällt (?!).



Zum Messprozess:

Beim Zeigermessinstrument muss ich ja immer erst auf Vollausschlag beim Vorlauf abstimmen - je nach Output des Senders. Muss ich bei der LED-Version auch irgendwie erst auf Vollausschlag ("Rot") abstimmen? Oder ist es, bezogen auf das angezeigte SWR, egal, ob man mit 100mW oder 5 Watt (oder 10 Watt) auf den Eingang der
Messplatine geht? Hast Du nur einen Schalter - "SWR-Messen" vs. "Ein/Ausgang des SWR-Messers überbrücken" ?
Anschlüsse 5 und 6 hast Du fest auf Forward und Reflected verdrahtet, ohne Schalter oder so?


Schönen Nachmittag, Dirk

  • »DL3ARW« ist männlich

Beiträge: 591

Hobbys: analoge hf und nf-technik , qrp , eigenbau

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4

Freitag, 20. Mai 2016, 21:00

Hallo Dirk,

der mit Rv bezeichnete Widerstand ist der, mit dem man bei einer bestimmten
Leistung den Vorlauf auf Maximum stellt, dann umschaltet ohne dabei die Leistung
zu ändern und den Rücklauf abliest. Das Zeigermessgerät muss entsprechend der
Leistung immer neu auf Vollausschlag beim Vorlauf eingestellt werden.
Bei der elektronischen Variante musst Du nicht "eichen" , die "Rechnung" macht die
Elektonik. Rot bedeutet "Achtung" , es ist die reflektierte Leistung. Grün bedeutet
vorlaufende Leistung "minus" rücklaufande Leistung.
Das Ganze funktioniert schon ab einigen 100mW , habe auch schon mit 10W abgestimmt.
Wichtig ist der korrekte Aufbau des Messtrafos. Die 1Wdg "muss" wirklich mittig durch den
kleinen Ringkern gehen und die paar Windungen auf dem Kern "müssen" wirklich gleichmäßig
verteilt sein.

und noch eins... Glückwunsch zum neuen Rufzeichen, habe ich jetzt erst mitbekommen.

73 de
Manfred , dl3arw

5

Sonntag, 22. Mai 2016, 08:42

Hallo Manfred,

besten Dank für die Informationen. Ich probiere das in den kommenden Tage aus. Wenn das alles funktioniert, würde sich mein Portabelequipment weiter reduzieren. Das wäre prima.

Ich denke, dass ich mit der A-Lizenz nun auch öfter mal am Tage portabel, mit dem HB1B und Selbstbaugeräten, aktiv sein kann.

Schöne Grüße

Dirk