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1

Freitag, 4. März 2016, 11:29

Wer hat Erfahrung zu ELV - 30-MHz-DDS-Funktionsgenerator DDS 130

Moinsen Zusammen,

hat jemand unter uns Erfahrungen zu dem
30-MHz-DDS-Funktionsgenerator DDS 130

von ELV ? <- LINK

Wäre sehr hilfreich wenn Ihr Eure Erfahrungen hier kund tun könntet.

Vielen Dank und beste 72/3 de

sTef
72/73 de sTef DM5TU und DL/VY1QRP
DL-QRP-AG *GM G-QRP #8769 CalQRP #034 NAP #1607 AK/QRP #407



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2

Freitag, 4. März 2016, 20:57

Hallo,

ich habe keine Erfahrung mit dem Gerät, kann aber vielleicht doch helfen. Was willst Du denn damit machen? Sofern Du die Wobbelfunktionen nicht brauchst kommst und das Teil als VFO nutzen möchtest, kommst Du mit einem AD9850 oder AD9851 Board von EBay plus einem Arduino zur Ansteuerung preiswerter weg. Auch was die Signalqualität betrifft sind diese DDS ICs besser als der im ELV DDS130. Ein FA Netzwerktester, der leider nur noch gebraucht zu bekommen ist, ist noch viel besser und kann auch wobbeln.

Wenn Du das Teil als VFO nehmen möchtest, dann gibt es also technisch überlegene Alternativen die viel weniger kosten, allerdings hast Du dann keinen Komplettbausatz. Wenn Du z.b "AD9850 Arduino" in eine Suchmaschie Deiner Wahl eingibst, findest Du jede Menge Projekte mit dem EBay Board. Ich benutze es auch als VFO für Projekte. Der NWT vom Funkamateur ist hierfür besser aber auch "unhandlicher" :-)

Ich hoffe, trotz das ich zum DDS130 nicht viel sagen kann, geholfen zu haben.

73 und ein schönes Wochenende

Sven

3

Samstag, 5. März 2016, 08:30

Ein FA Netzwerktester, der leider nur noch gebraucht zu bekommen ist, ist noch viel besser und kann auch wobbeln.


Den FA-Netzwerktester gibt es zwar nicht mehr, dafür aus dem Reich der Mitte einen Clone des NWT500 der sogar bis 550MHz geht, solide funktioniert und mit einem erstaunlich kompletten Lieferumfang einherkommt.

Der Threadopener sucht allerdings keinen Netzwerktester, sondern fragt nach Erfahrungen über einen programmierbaren Funktionsgenerator, der digital generierte Sinus-, Dreieck- und Rechtecksignale mit hohem Pegel ausgibt und modulierbar ist.

73
Günter

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4

Samstag, 5. März 2016, 10:12

Hallo Sven, Hallo Günther,

danke für Eure Antworten.

Nun, ich bin nach langer Zeit wieder dabei QRP und Selbstbau zu betreiben. Nach 15 Jahren ohne viel Kontakt zum Hobby stelle ich fest, dass sich auch viel im Bereich der Mess- und Prüfmittel getan hat. Vieles wird heute auf Basis von Arduinos, Raspberries und sonstigen Hard/Softwarelösungen möglich gemacht. Das alles auch noch auf Basis von Open Source. Genial. Hätte mir dies jemand von 15 Jahren erzählt, ich hätte es nicht geglaubt!

Das was Sven hier schreibt geht schon in die Richtung in welche auch ich mittlerweile tendiere.

Was sucht jemand der fast keine Messmittel hat?

Eine Plattform auf der sich ein Mess- und Prüfmittelpark aufbauen lässt.
Die AFU Projekte die nun auch auf der Arduinoplattform vorangetrieben werden sind schon sehr beeindruckend.
DDS VFO (Arduino Si5351), Netzwerkanalyser SARK-100 (Arduino), CW Keyer (Arduino), Open Source QRP TRX (Arduino) .... etc. Von den relativ geringen Kosten mal abgesehen.

Was ich zu Beginn such(te) war lediglich ein Signalgenerator welcher mir beim Abgleich meiner Selbstbauprojekte zur Seite stehen kann.
Wobbeln kommt selbstverständlich gleich mit dazu.

Jetzt die Frage an Sven:

Gibt es mittlerweile Quellcode für die Realisierung eines Signalgenerators zum Abgleich von Empfängern und Selbstblaufilter auf Arduino-Basis?

Ich nehme an JA.
Vielleicht könntest Du hierzu Dich noch einmal konkret Äußern.

So wie es aussieht werde ich immer stärker in die Arduino Richtung geschuppst.....

Vielen Dank

Beste 72/3 de

sTef
72/73 de sTef DM5TU und DL/VY1QRP
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5

Samstag, 5. März 2016, 11:02

Hallo Stef,

meine Sicht der Dinge:
wenn du "Jugend forscht" betreiben willst und Freude daran hast, geh den Weg weiter mit Arduino etc.
Die Chance eines Reinfalls ist groß und billiger als ein erprobtes Gerät wird es auch nicht. Die erforderliche Hard- Firm- und Software brödelt man auch nicht an einem Wochenende zusammen.

Mit einem Signalgenerator oder einem Funktionsgenerator ist es ja bei Weitem nicht getan. Man braucht dazu auch das Gegenstück - einen HF-Detektor. Generatoren allein sind für HF- Messungen wie Filterabgleich, Reflexionsmessung etc. nahezu nicht ausreichend. Hier benötigt man in der Regel die Kombination Generator-log-Detektor und Wobbelfunktionalität.

Messungen mit HF sind nicht trivial und neben der Firmware für den Generator und HF-Detektor braucht man ja noch die entsprechende PC-Benutzeroberfläche eines HF-Netzwerktesters. Und das mit Kalibirierung, Skalierung, Umrechnung, grafischer Ausgabe etc. zu realisieren ist ein Riesenaufwand und erfordert neben fundiertem Know-How in der HF-Messtechnik ständige Pflege, Fehlerbereinigung und Programmupdates. Die Software macht aus der Hardware erst ein Messgerät. Wenn du verlässlich messen willst, greife besser auf erprobte Lösungen zurück.

Mit einem skalaren NWT500 Clone, Firmware und Software beruhen auf der Entwicklung von DJ4JAL, der sie unter GNU Lizenz frei verfügbar gemacht hat: http://www.dl4jal.eu/hfm9.htm. Damit kommt man am günstigsten an ein braucbares HF-Messgerät um Filter abzugleichen, Rückflussdämpfung (SWR) zu messen und als DDS Signalgenerator. (Im Grunde sehr ähnlich wie der nicht mehr lieferbare FA-NWT)

Eine Stufe aufwändiger und kostspielieger sind vektoriell messende Geräte wie der MiniVNA, der MetroVNA oder der hervorragende VNWA3 von DG8SAQ. Sie messen Betrag und Phase und können daher S-Parameter messen und Impedanzen komplex ermitteln und im Smith-Diagramm darstellen.

Allen vorgenannten Geräten gemeinsam ist: sie haben eine mehr oder weniger kompfortable Benutzeroberfläche, auf dem PC, das die Arbeit damit erst ermöglicht. Manche haben Bluetooth Anbindung, so dass man sie abgesetzt an Antennen hängen kann und mit einer Benutzeroberfläche eines Android Smartphones bedienen und auslesen kann.

73
Günter

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »DL4ZAO« (5. März 2016, 11:46)


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6

Samstag, 5. März 2016, 21:01

Sehr wahr!

Hallo Günter,

bei Deinen Ausführungen zu "Jugend Forscht" habe ich mich schon etwas wiedergefunden.
Alles Neue braucht seine Zeit um mit ihm umgehen zu können. Von Nix kommt Nix.
Mit einem skalaren NWT500 Clone, Firmware und Software beruhen auf der Entwicklung von DJ4JAL, der sie unter GNU Lizenz frei verfügbar gemacht hat: http://www.dl4jal.eu/hfm9.htm. Damit kommt man am günstigsten an ein braucbares HF-Messgerät um Filter abzugleichen, Rückflussdämpfung (SWR) zu messen und als DDS Signalgenerator. (Im Grunde sehr ähnlich wie der nicht mehr lieferbare FA-NWT)


Bzgl. der Messtechnik gebe ich Dir klar recht. Es ist sinnvoll mit existierenden Systemen zu arbeiten, welche dauerhaft belastbare Messergebnisse liefern werden.

Dennoch ist der Einsatz der DIY-Digitaltechnik von großem Reiz und evtl. auch als x.te Revolution im Amateurfunk zu verstehen.
Es ähnelt eher ein wenig dem PLUG&PLAY. ..."Nimm dieses Board und dieses Shield...... den Quellcode bekommst Du hier....." und schwupps... done.
Aber so ist es eben auch nicht mal eben so schnell gemacht. Verschließen können, aber vor allem sollten wir uns nicht davor mit dieser Technik zu experimentieren.


Zurück zu Deinem Vorschlag:

Diese Software zusammen mit dieser Hardware...... das wäre Deine Wahl für die beschriebenen Aufgaben.
Ich werde mir die Softwaredokumentation zu Gemüte führen. Dann werde ich schlauer sein und kann weitere Fragen stellen.
Ich weiß dass der NWA des FA auch ein Display hatte.


@Günter: Hast Du zum Aufbau und Inbetriebnahme dieses "Endgerätes" (Hard, - und Softwareseitig) evtl. Erfahrungen?

@Sven: Wenn Du aus dem "Reich des Arduino" noch Dinge zu berichten weisst, dann bitte.

Beste 72/3 es tks fer help

sTef
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7

Sonntag, 6. März 2016, 10:27

Guten Morgen,

was meinst Du damit ?

Zitat

Ich weiß dass der NWA des FA auch ein Display hatte.

Ich habe den FA-NWT01 und seit 2014 auch einen NWT4000, das sind so genannte Black Boxen, die über eine Verbindung zum PC mit WinOS oder Linux eine Steuerung und Anzeige zulässt.

Für den FA-NWT01 verwende ich einen eigens entwickelten RS232-USB-Wandler mit FTDI FT232 Chip.
Der NWT4000 hat nun nach einen Upgrade einen original FTDI FT232 Chip auf gelötet bekommen, vorher war es nur eine Clon, der nicht sauber das USB 2.0 Protokoll unterstützt.
73 de Uwe
DC5PI

8

Sonntag, 6. März 2016, 17:13

Diese Software zusammen mit dieser Hardware...... das wäre Deine Wahl für die beschriebenen Aufgaben.


Diese Hardware stammt ursprünglich von DL1ALT, die Firmware und die PC-Software von DL4JAL. Allerdings ist die Originalhardware von DL1ALT mit einem PIC Mikrocontroller realisiert, whärend der China-Clone auf einen Atmega von AVR portiert wurde. Mit Beiden läuft als Bediensoftware auf dem PC die Lösung von DL4JAL.

Es gibt dazu einen recht informativen Thread im Mikrocontroller Forum
http://www.mikrocontroller.net/topic/343026

Zu deiner Frage Ich selber benutze einen verktoriellen VNWA2. Ich kenne aber im OV drei Funkfreunde, die sich das China-Teil vor kürzlich zugelegt haben und damit sehr zufrieden sind. Zumal man ein DDS Generator/Detektor/Controller zu dem Preis nicht selber bauen kann. Auspacken, Einschalten- geht.

Bilder zu dem China Teil findet man hier: http://www.mikrocontroller.net/topic/343026#4006130
Der Schaltplan ist hier: http://www.mikrocontroller.net/attachmen…apshots/001.png

73
Günter

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »DL4ZAO« (7. März 2016, 15:15)