Sie sind nicht angemeldet.

301

Sonntag, 26. Oktober 2014, 17:40

MA12 für 80m

Hallo Manfred,
vielen Dank für Deinen Vorschlag und für den Hinweis auf die Seite von Jörn, DK7JB. Das ist wirklich eine tolle Seite mit super-Informationen für den aktiven Bastler und Funkamateur.

Sicher kann ich auch ein entsprechendes Quarzfilter für 6,1440 MHz nach der "trial-and-error-Methode" realisieren. Aber ohne Erfahrung würde ich wahrscheinlich die empfindliche 2-layer-Platine durch mehrfaches Ein- und Auslöten von Quarzen und anderen Komponenten zerstören, bevor die Baugruppe überhaupt 100%tig funktioniert.

Das Experimentieren, Messen und Auswechseln von Bauteilen geht eben nicht sonderlich gut beim Aufbau einer
dicht bepackten Platine. Das ist auch der Grund, weshalb ich beim Quarzfilter und bei der ZF auf die bewährte 4,9152 MHz Ausführung verbleiben möchte.
Vor diesem Hintergrund kommt ein Vorschlag von Horst, DJ6EV, von dem ich glaube, daß er sehr gut ist und auch meiner Vorstellung am besten entspricht.

Horst schlägt vor, die ZF von 4,9152 MHz und damit auch Filter und Quarze wie bei der 40m-Ausführung zu belassen und den VFO nicht unterhalb sondern oberhalb der ZF schwingen zu lassen. Dabei ergäbe sich dann eine VFO-Frequenz von 8405 kHz bis 8525 kHz. L4 sollte dann ein T50-6 oder T50-10 mit einer Induktivität von ca. 2uH sein, bewickelt mit ca 22 Windungen. Die frequenzbestimmenden Festkapazitäten müssen natürlich NP0, Mica oder Styrofol-Kondensatoren sein.

Mir gefällt dieser Vorschlag so gut, daß ich den MA12-80 wahrscheinlich so realisieren werde. RX- und TX-Bandpässe müssen natürlich der Arbeitsfrequenz im 80m-Band angepasst werden.

Ein weiterer Vorschlag zur Lösung des RIT-Problems hat meine Aufmerksamkeit gefunden. Der Helvetia-Telegraphy-Club beschreibt in seiner Dokumentation zum Treffen in Uster einen MA12 für 80m, bei dem der VFO mit Hilfe eines CD4066 zwischen Empfang und Senden entsprechend der RIT-Ablage umgetastet wird. Hier liegen allerdings noch keine Erfahrungen vor, ob die getastete Umschaltung nicht zu unakzeptablen Frequenzverwerfungen führt.
Dem Helvetia-Telegraphy-Club "Herzlichen Dank" für die Super-Dokumentation.

Vy 73, Jakob, DL2GN

  • »DL3ARW« ist männlich

Beiträge: 567

Hobbys: analoge hf und nf-technik , qrp , eigenbau

  • Nachricht senden

302

Sonntag, 26. Oktober 2014, 19:26

Hallo Jakob,

viele Wege führen nach " Rom " . Der Vorschlag vom Horst ist schon in Ordnung.
Du solltest generell Obacht geben bei der Dimensionierung des HF-Eingangsbandfilters
und Kurzschließens im Sendefall mittels der beiden PIN-Dioden. Wenn diese nicht genügend
Strom erhalten, schließen sie den Eingang nicht gut genug dicht und es kommt etwas HF
beim Senden zur selbstschwingenden Mischstufe und verursacht dort Mitzieheffekte.
Aber das wist Du dann beim Aufbauen merken wenn Du die Signale auf einem seperatem
Empfänger abhörst. Bei mir hörte sich das wie " wimmern " an. Nachdem ich den Strom
durch die PIN-Dioden auf den doppelten Strom eingestellt habe, funktioniert es prima.
8MHz als freilaufender Oszillator sind schon möglich , alles mechanisch stabil bauen
mit dicken Draht für die Spule.

wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Projekt. aber messe die Quarze vorher aus, denn
ständiges ein-und ausbauen bekommt der Leiterplatte nicht...
Ich hoffe, Du hast genügend Quarze...

73 de
Manfred , dl3arw

303

Dienstag, 28. Oktober 2014, 09:59

Hallo Conrad,
meine Antistatikausstattung beinhaltet eine Matte mit Anschlüssen für die Verbindungen. Jedes Anschlusskabel hat einen 1M-OHM Widerstand eingebaut, also Armband zur Matte, Lötstation zur Matte und dann mit einem weiteren Kabel mit 1M an den Heizkörper angeschlossen. Da ich nicht mehr auf Teppichboden löte (Küche im 1. Stock hat Granitfliesen), entfällt eine Bodenmatte.

Hallo Gerhard,
meine (no-name) Lötstation hatte die Lötspitze über den Schützkontakt (Steckdose) geerdet. Ich habe dies unterbrochen und einen Draht nach außen durch die Gehäuse geführt. Am Ende des Drahtes einen Bananenstecker dran gemacht und mit Matte & Armband verknüpft (da wo das Armband an der Matte angeschlossen ist, gibt es 2 Anschlusse und 1 war frei). Somit sollte der Potentialausgleich zwischen Matte, Armband und Lötstation gewährleistet sein und alle zusammen auch geerdet (Erdungsdraht von Matte an Gasleitung angeschlossen), stimmt?

73 Conrad

304

Dienstag, 28. Oktober 2014, 10:29

Jedes Anschlusskabel hat einen 1M-OHM Widerstand eingebaut, also Armband zur Matte, Lötstation zur Matte und dann mit einem weiteren Kabel mit 1M an den Heizkörper angeschlossen.

Hallo Gerhard,
meine (no-name) Lötstation hatte die Lötspitze über den Schützkontakt (Steckdose) geerdet. Ich habe dies unterbrochen und einen Draht nach außen durch die Gehäuse geführt. Am Ende des Drahtes einen Bananenstecker dran gemacht und mit Matte & Armband verknüpft (da wo das Armband an der Matte angeschlossen ist, gibt es 2 Anschlusse und 1 war frei). Somit sollte der Potentialausgleich zwischen Matte, Armband und Lötstation gewährleistet sein und alle zusammen auch geerdet (Erdungsdraht von Matte an Gasleitung angeschlossen), stimmt?
Hallo Conrad,

bitte die 1 MOhm-Widerstände nicht vergessen! Sie dienen zum einen zur langsamen (also nicht schlagartigen und damit schädlichen) Abführen von Aufladungen und zum anderen liegst Du beim Berühren von netzspannungsführenden Leitungsteilen ohne Widerstände direkt mit Deinen Körper am Schutzleiter! Lebensgefahr!!

Beispiel, bitte nicht nachmachen: Würdest Du freiwillig ein blankes Stück Metall in der einen Hand in den spanngsführenden Kontakt der Netzsteckdose stecken und mit der anderen Hand direkt an den Schutzkontakt fassen? Sicher nicht.

Bei einer zufälligen Berührung eines Netzspannungsführenden Teils passiert bei dem von Dir beschriebenen Aufbau genau das Gleiche. Beim Arbeiten an Elektrogeräten mit 230V~ Betrieb ist deshalb ein VDE-gerechter und geprüfter Schutztrenntrafo vorgeschrieben. Damit gibt es keine galvanische - also direkt leitungsgebundene - Verbindung ins Stromversorgungsnetz. Und deshalb auch keinen Schutzleiter.

Die von Gerhard beschriebene und von mir in den Links gezeigten Beschaltungen mit Widerständen sind nicht nur zu Dekozwecken oder Umsatzsteigerung eingebaut, sie sind lebenswichtig.
73 de Michael, DF2OK Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gern hätten. Webseite qrz.com YouTube Twitter
~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

305

Dienstag, 28. Oktober 2014, 11:28

Hallo Michael,

ja, der Erdungsdraht (Matte zu Gasleitung) hat schon einen 1M Widerstand (Serien-)geschaltet. Meine Frage wäre: muss ich noch einen Widerstand auf den Draht zwischen Lötstation und Matte einbauen? Da ich hier "nur" ein Potentialausgleich erreichen und die Erdung über den Erdungsdraht der Matte gemeinsam schaffen will, wäre diese Lösung mehr oder weniger anwendbar?

73 Conrad

306

Dienstag, 28. Oktober 2014, 12:31

Moin,

vielleicht hilft die Beschreibung meines Werkstattplatzes. Komponenten:
  • Armband mit Drucknopf und eingebauten 1 MOhm-Widerstand
  • Mattenanschlußkabel mit Druckknopf und eingebauten 1 MOhm-Widerstand
  • Matte mit zwei Druckkopfanschlüssen
  • Erdungsbaustein = Verbindungskasten mit drei Eingängen und einem Ausgang. Die drei Eingänge sind parallelgeschaltet und weisen zum Augangsbuchse einen Widerstand von 2,2 MOhm auf
  • "Kastrierter" Netzstecker ohne Steckerstifte aber mit Schutzkontakten und kurzem Kabel, (rund 0 Ohm) dass an den Ausgang des Verbindungskastens gesteckt wird
Folgende Geräte sind an die Eingangseite (drei Buchsen) des Erdungsbausteins angeschlossen:
1) Matte (ergibt 3,2 MOhm zum Schutzleiter der Netzsteckdose)
Das Armband wird an die MATTE angeschlossen.
2) Weller Lötstation (hat intern noch einen 100 kOhm Widerstand zur Erdungsbuchse, ergibt 2,3 MOhm zum Schutzleiter der Netzsteckdose)
3) Weller Entlötstation (hat keinen Widerstand vom Körper zur Erdungsbuchse, ergibt 2,2 MOhm zum Schutzleiter der Netzsteckdose)

Wie ich weiter oben schon beschrieben habe, ist die gemeinsame Erdung nach den Schutzwiderständen durch die Schutzkontakte der Netzsteckdose vorzunehmen. Die Gasleitung sollte dazu nicht genutzt und nicht an Deinem Arbeitsplatz angeschlossen werden. Sonst verschleppst Du Spannungen.

Wir haben das Material vor vielen Jahren bei folgender Firma (als Beispiel genannt) gekauft, wo Du auch weitere Infomaterialien findest:
http://www.kvt-canespa.de/downloads.php Beispiele:
http://www.canespa.de/catalog/File/hk/de/Seite24-25.pdf
http://www.canespa.de/catalog/File/hk/de/Seite26-28.pdf
http://www.canespa.de/catalog/File/hk/de/Seite%2029.pdf
73 de Michael, DF2OK Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gern hätten. Webseite qrz.com YouTube Twitter
~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

Zurzeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher