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Donnerstag, 14. November 2013, 10:37

Asoziales Verhalten auf den DX Frequenzen

Ein sehr sehenswerter Beitrag zum Thema von K6VVA auf Michaels Blog: hier
73/2 de Peter, DL2FI
Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

2

Donnerstag, 14. November 2013, 14:05

Moin Peter,

der Beitrag im Blog ist gut, das Verhalten auf den Bändern ist es oft leider nicht. Ich wurde auf den Film bereits durch diesen Thread http://www.qrpforum.de/index.php?page=Th…70792#post70792 aufmerksam. Die Beobachtungen von Michael, DL2YMR kann ich, wie viele von uns sicher auch, bestätigen. Der Funkfreund dort hat absolut recht. Es wäre schön, wenn dieser Filmbeitrag viele Ohren erreicht. Noch schöner wäre es, wenn er von den Ohren aus im Gehirn landet und dort bleibt. ;) Ergänzender Link: DX Code Of Conduct im Wortlaut http://dx-code.org/ in deutscher Übersetzung http://dx-code.org/deutsch.html und weiteres: http://dx-code.org/home.html
73 de Michael, DF2OK Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gern hätten. Webseite qrz.com YouTube Twitter
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3

Donnerstag, 14. November 2013, 16:20

Sehr interessante Präsentation, sollte man gesehen haben. Schade dass nur in Englisch verfügbar, man sollte es in alle Sprachen übersetzen.

Spannend finde ich die Herleitung, in dürren Worten: Den Stress im Pileup reduzieren durch glasklare Betriebstechnik, angepasstes Tempo und absolut konsequente Betriebstechnik. Mutwillige Störer (bei Identifikation des Calls) anschreiben, anprangern und auch öffentlich ausgrenzen... Könnte funktionieren, könnte aber auch völlig entgleisen. Einen Versuch ist es allemal wert, die Initiative muß von der Dxpedition ausgehen.

Was das ab und an eingestreute "up" anbelangt oute ich mich jetzt mal als jemand, dem das leider auch schon passiert ist obwohl ich durchaus mit der Technik umzugehen verstehe. "Up" gehört, auf's gelbe Ledlein gekuckt und dann schnell rot geworden und den Splitknopf gedrückt, der aus unerfindlichen Gründen nicht drin war... Auf den Hinweis "up" reagiert man schnell und ist dankbar dafür, das sonstige schmückende Beiwerk wie gm, lid, idiot,ass müsste tatsächlich nicht sein :)

In Summe ist es allerdings tatsächlich an der Zeit etwas aktiver gegen solche Auswüchse vorzugehen, in den letzten Wochen war es schier unerträglich und ich habe mehr als nur ein Mal resigniert abgeschaltet um den Unfug nicht mehr hören zu müssen. Wer da zuhört muß doch meinen dass wir Hams völlig gaga sind und das empfinde ich als äußerst peinlich.



73, Jo

dj3cq
--- real men don't modulate ---

4

Donnerstag, 14. November 2013, 19:58

Nicht nur DX...
Im Sommer war ich mit mein Iler qrv. Ich hoerte eine unbekannte Bayrische Station mit F Prefix auf Urlaub in Frankreich im gespraech mit eine andere Deutsche Station. Ich meldete mich ein als PD7MAA/QRP und bekam als antwort ; Da ist wieder so ein qrp Wikser ..... ?( Total ueberrascht rief ich noch mal und bekam als Antwort ; QRP Arschloch....

Traurich. :thumbdown:


73 John
73' John PD7MAA

Fertigt Travelloop Antennen 40-10m. http://pa-11019.blogspot.nl/

5

Freitag, 15. November 2013, 06:42

Hallo John,

das tut mir leid. Als Besitzer eines deutschen Rufzeichens schäme ich mich dafür.
Schade, dass sich die Calls solcher Leute hier nicht veröffentlichen lassen, denn
mit solchen Typen möchte ich eigentlich kein QSO fahren.

73, Peter

6

Freitag, 15. November 2013, 10:00

Ich meldete mich ein als PD7MAA/QRP und bekam als antwort ; Da ist wieder so ein qrp Wikser .....
Moin, das ist in der Tat extrem herb. Aus eigenen Erfahrungen und eben diesen Berichten anderer vermeide ich es immer, mich als QRP-Station erkennen zu geben. Selbst wenn ich mal SSB mache - was selten vorkommt - um ein Gerät zu testen, sage ich nichts zu allen (!) Stationsdaten. Bei meinem Anruf bspw. in eine Runde nenne ich gleich meine Absicht: Gerät repariert, Testen, ob es noch geht und wie es klingt. Dann mal Schalterstellung A und dann Schalterstellung B. Oder auch Reglerstellung 1 Uhr oder 11 Uhr, je nachdem. Erst wenn ich Rapporte erhalten habe, sage ich, was ich habe und was ich gemacht habe.

BTW: Dabei bin ich immer mal wieder gespannt, wie die Reaktion ist, wenn ich zwar eine Änderung ankündige, sie aber nicht mache. Wenn denn der Rapport "Keine oder kaum eine Veränderung" kommt, weiss ich, dass ich einen seriösen Partner an der Strippe habe. Wobei ich die Änderung im nächten Durchgang wirklich vornehme. Ferner muss es sich um deutlich spürbare Änderungen handeln, die nicht QSB oder QRM zuzuschreiben sind bzw. dort untergehen. Sonst wäre es unfair.

Ohne Vorinformationen können sie, wenn sie mir auf 80m bspw. 59 für meinen Argonauten gegeben haben, nicht mehr aus der Nummer 'raus. Mit dem Loslassen von o.g. Sprüchen wird es dann schwerer.

Leider muss ich heute diese psychologische Vorgehensweise wählen, denn sonst geht der Schuss nach hinten los, wenn ich mich mit Gerät X oder Leistung Y von vorneherein oute. Die einen mögen nämlich X oder Y nicht und sind voreingenommen. Das gab es zwar "früher" auch schon, jedoch selten.
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »DF2OK« (15. November 2013, 10:36)


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7

Freitag, 15. November 2013, 12:47

Asoziales Verhaltn

Ihr habt ja alle recht ,das Verhalten hat sich in den letzten Jahren nur noch verschlechtert,auch bei uns in der Schweiz wird es immer schlimmer,auf den Relais und und den KW-Bändern geht es wie Sau zu,vieles kommt davon das wir hier überaus leichten Zugang zu HB9 -Prüfung haben.40 Fragen auswendig lernen ca.1Woche aufwand und dann an die Prüfung und schon hast Du die HB9....es wahr noch nie so einfach wie momentan,leider kommt mit diesem auch Gesindel zum Amateurfunk,wollen und können sich nicht an Vorschriften halten.Funkbetrieb und Anstand ist ein Fremdwort.Leider.

Wir hoffen auch das es wieder mal besser wird.

vy 73 de Harald

8

Freitag, 15. November 2013, 13:15

Moin,

ich glaube nicht, dass es mit der Prüfung zusammenhängt. Funkamateure sind auch nur ein Teil der Gesellschaft und solches Verhalten zieht sich durch alle Bereiche unabhängig vom Bildungsgrad. Vom Amateurfunk über Social Media bis hin zu persönlichen Kontakten. Selbst im Supermarkt oder auf offener Straße, insbesondere im Straßenverkehr, kann es bereits passieren, dass man "angeblubbert" wird. Ich habe den Eindruck, dass es mehr Menschen werden, die ein Ventil für ihre eigene Unzufriedenheit suchen.

73, Tom
DARC I18 |DL-QRP-AG #1186|G-QRP #14624|FISTS #15933|SKCC #13896|LIDS #88 https://twitter.com/DL7BJ

9

Freitag, 15. November 2013, 13:36

Moin.

"ich glaube nicht, dass es mit der Prüfung zusammenhängt."

Tom, nicht mit der Prüfung als solche, aber mit den Rahmenbedingungen, die auch durch unsere Gesellschaft geschaffen worden sind. Mal ein paar Gedanken.

Ich lese keine DX-Meldungen etx.. Habe auch selten das Logprogramm an und sehe daher auch kaum Clusterspots. Allerdings habe ich damals (ab 1975 von DXern und Contestern) eine passende betriebstechnische Ausbildung genossen und weiss mich i.d.R. zu benehmen.

Fall A)
Wenn ich beim Kurbeln auf einen Freuquenzbereich gelange, wo der Bär tobt, dann kann ich davon ausgehen, dass sich dort wahrscheinlich ein seltener Vogel in der Nähe befindet.
Fall B)
Ich kurble von der "falschen" Seite auf eine für mich scheinbar freie QRG (weil ich den seltenen Vogel nicht hören kann, tote Zone etx.), dann frage ich doch als anständiger Amateur "QRL ?" Dann mit Pause nochmal. Spätestens beim 2. Mal würde ich einen Hinweis bekommen und ich drehe weiter...
Fall C)
Es gibt bekannt DX-Zentren, wo sich die seltenen Vögel meist aufhalten.

Zu A: Interessiert mich das, dann höre ich. Hören, hören und immer wieder hören. Meist finde ich dann auch heraus, wer der seltene Vogel ist und wo er hört.
Zu B: Weil diese Variante ob der geschilderten Problematiken (Polizisten auf der Vogel-QRG) schon eher unwahrscheinlich ist, kann ich aber durch eine gute Betriebstechnik (Frage nach der freien QRG) Stress vermeiden.
Zu C: Über die kann ich mich informieren.

Ich bin der Meinung, dass ich - obwohl mich DXing nicht sonderlich interessiert - mich betriebstechnisch so orientieren kann, dass ich kein ASSI auf dem Band bin.

Problem: Die vielen Selfmade-Katalog-Auswendig-Lern-Funker haben a) keine Betriebspraxis, b) bekommen sie durch alte Hasen nicht oder falsch vermittelt und - schlimmer noch c) übernehmen sie von den "Vorbildern". Wenn sich bereits mehr als 50% der Funkamateure nicht mehr im Verein sind und Dank der Auswendiglernerei mit dem Funken beginnen, wo soll dann eine fundierte Ausbildung - von wenigen Ausnahmen abgesehen - herkommen? Für die Prüfung und Durchführung von Funkbetrieb brauche ich keinen Verein. Und keine Ausbilder. Das hat sich mitlerweile herumgesprochen. :whistling:

Deshalb ist der Aufruf in dem Vortrag richtig, diese betriebstechnischen Grundlagen zu vermitteln!
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10

Freitag, 15. November 2013, 13:51

Moin Michael,
Deshalb ist der Aufruf in dem Vortrag richtig, diese betriebstechnischen Grundlagen zu vermitteln!
volle Zustimmung, keine Frage! Da stehe ich auch hinter.

Es gibt aber im "echten Leben" und auch auf den Bändern Beispiele, wo sich Menschen "austoben". Da sind genügend Funkamateure dabei, die ihre Prüfung nach den alten Bestimmungen mit umfangreicher Ausbildung abgelegt haben. Diese Ellenbogen-Mentalität ist halt überall in der heutigen Gesellschaft zu finden. Die Äußerungen, die John sich anhören musste oder Dein Beispiel zeigen doch, dass auch Funkamateure nur ein Spiegelbild der Gesellschaft sind: "Mein Haus, mein Auto, mein Boot". Das meinte ich damit.

73, Tom
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11

Freitag, 15. November 2013, 16:49

Die Äußerungen, die John sich anhören musste oder Dein Beispiel zeigen doch, dass auch Funkamateure nur ein Spiegelbild der Gesellschaft sind: "Mein Haus, mein Auto, mein Boot". Das meinte ich damit.
So isses, genau. Das sind eben die Ausnahmen, von denen ich schrieb: "wo soll dann eine fundierte Ausbildung - von wenigen Ausnahmen abgesehen - herkommen?" Damals waren wir jung; jetzt sind wir die "Alten". Daher liegt es an uns, bessere Vorbilder zu sein.
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12

Freitag, 15. November 2013, 18:47

Die Äußerungen, die John sich anhören "durfte" haben m.E. nichts, aber auch gar nichts mit mangelnder Amateurausbildung zu tun,
sondern eher mit mangelndem Respekt vor dem Anderen oder schlechter Kinderstube.
Wie Tom bereits bemerkt hat, finden sich solche Auswüchse in vielen Teilen in unserer Gesellschaft.
Gerade in Kreisen, die sich als besonders elitär empfinden, schaut man dann gern auf andere herab.
Vorbild? :thumbdown:
vy 73 de Andreas, DC3AFA

13

Freitag, 15. November 2013, 19:41

Zum Glück gibt es da draussen noch OM’s mit richtigen
Hamspirit. :thumbup:





73 John
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Freitag, 15. November 2013, 19:54

@Raimund:
Oder es war gar keine Beschimpfung, sondern das Betriebszeichen .-... und damit ein durchaus ernstgemeintes "Bitte warten", was ja auch gut zur Situation passen würde als kurze Info, dass die QRP-Station gehört wurde. Denn für eine Beschimpfung "vermisse" ich ein zweites S.
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Samstag, 16. November 2013, 12:03

...sehr beliebt scheint auch zur Beschimpfung die Zeichenkombination "as" zu sein, wenn eine QRP-Station eine DX-Station anruft.

Ich kann es John nachfühlen!

72 de DL1EGR, Raimund



Ich rufe jedes DX an das ich hören kann. Auch Simplex. Ein "as" wurde mir noch nie entgegengeworfen denn ich nutze nie den Anhang /QRP oder Leerzeichen QRP. Ist ja zum einen kein Anhang entsprechend den üblichen Regelwerken und zum andern würde es nur das Call künstlich verlängern. Auf den üblichen QRP Aktivitätsfrequenzen kann man das der Info halber natürlich nutzen aber in Pileups oder auf "normalen" QRG´s hat man selbst schuld wenn man sich selbst outet. Macht man besser als "Überraschungseffekt" am Ende des QSO´s

;) :D
73´s Jürgen , Red Pitaya SDR 5 wtts, 2 x 6,5 m indoor ... Member Log4OM Betatest Team

16

Samstag, 16. November 2013, 14:48

Moin,

"as" und "eb" sind - ohne Buchstabenabstand gegeben - Betriebszeichen und bedeuten "a second" oder, passend in Deutsch "ein bischen". Umgangssprachlich: Warte 'nen Augenblick oder Moment mal bitte.
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17

Montag, 18. November 2013, 12:18

Nun .... viele QRP Leute sind recht selten auf den Bändern und da verwundert es nicht, das manche mit einigen Betriebsabkürzungen / Betriebsweisen nicht klar kommen.

In meiner QRP Zeit habe ich unerlaubter weise dann schon mal /QRP gegeben, weil ich festgestellt habe, das manche OPs sehr genau auf QRP achten und dann speziell nach QRP fragen.

Wenn ich heute ab und an mal ein Pile up habe, dann achte ich schon sehr auf QRP Stationen und lass die Meute mal warten, bis ich ein oder zwei ( echte ) QRP Stationen gearbeitet habe. Die echten QRP Stationen erkennt man schon, das die nicht mit S9 plus 15 db rein kommen, ob wohl alle anderen gerade mal S9 schaffen ;-)

Zu dem liegt es auch an jedem selber, wenn er Fehlverhalten bei anderen feststellt !
So hatte ich mich schon von Anfang an, direkt an den Verursacher im OV gewendet und ihm seine falsche Ausdrucksweise, oder seine falsche Betriebsart angesprochen und ihm alternativen aufgezeigt. Das haben 99 % der angesprochenen, dann auch befolgt.
Sehe ich heute Fehlverhalten auf den Bändern, dann mache ich bei Digital Betriebsarten ein Bildschirmfoto ( z.B. bei Übermodulation .... ) und sende dieses dem OP per Mail zu, mit dem Hinweis, das er evtl. mal seine Aussteuerung oder seine Leistung überprüfen soll. auch hier kam überwiegend Positive Rückmeldung, weil sich kein anderer bemüht hatte, diesen Unglücksraben an zu sprechen.

Da ich kein Ausländisch spreche und auch nicht schreiben kann, schreibe ich meistens in AFU Text oder lasse einfache Sätze mit Google Translator schreiben.

Leider ist das nennen von QRX oder stand by, so wie in CW das as leider bei vielen OP´s unbekannt und diese rufen lustig weiter und stören da durch oft das QSO was gerade noch läuft. Meiner Meinung nach müsste das in den Örtlichen Radio Clubs öfter angesprochen werden ( halt Betriebstechnik ).

Aber bitte im Höflichen und umgangssprachlichen Rahmen, sonst kann der Schuss auch nach hinten los gehen ;-(

vy 73 de Bert SA2BRN – SE2I