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Donnerstag, 22. Januar 2009, 11:41

Quarztester 2. Version

Hallo,
ich schaue mir gerade die Schaltung im Report 4-2008 (Seite 12, Bild 2) an.

Eine technische Frage dazu:
Welchen Zweck hat die Z-Diode (2v7) an dieser Stelle?

Die Speisespannung beträgt 3,0 Volt (2xAA), bei neuen Zellen gerne auch etwas mehr. Eine Z-Dioden-Stabilisierungsschaltung (hier von 3V auf 2.7V) OHNE Vorwiderstand kenne ich nicht. So jedenfalls fliesst m.E. doch unnötig Strom 'quer'.

Also könnte es das eigentlich nicht sein.

Verpolungsschutz? Da reicht m.W. auch eine normale Diode. Entweder passend gegen Masse oder die übliche 'Angstdiode' in Reihe mit der Stromversorgung.

Überspannungsschutz? Eine Diode über 3V Betriebsspannung wäre aus o.g. Grund meine Wahl.

Oder sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht? :rolleyes:

pse info = tnx +
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Donnerstag, 22. Januar 2009, 12:32

RE: Quarztester 2. Version

Manchmal sind die Lösungen ganz profan. Ingo hat von mir veraltete Unterlagen bekommen. Im ersten Entwurf war der Vorwiderstand ganz einfach vergessen worden.

Die Z-Diode ist in diesem Fall eine Erfahrungsdiode.
Das bedeutet: ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Funkamateure nicht gerne Batterien kaufen und bei einem solchen Bausatz gerne mal eben ein Netzteil mit 2 Krokostrippen anschließen. In diesen Fällen soll die Spannung auf 2,7 V begrenzt werden. Ist die Spannung höher als 2,7V macht der Oszillator zu viel power um noch als Signalgenerator eingesetzt werden zu können.
73/2 de Peter, DL2FI
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3

Donnerstag, 22. Januar 2009, 12:52

RE: Quarztester 2. Version

Hallo Forum,

Hi Grüß Euch lbe. Freunde :)

Ich überlege gerade ob die Ub dann nicht 2 bis 2.2 Volt sind, weil man noch die (Z)Dioden, DURCHBRUCH Spannung abgezogen werden sollte / muss?. Also Minus 0.5 bis 0,7 V...

Vielen Dank für das Lesen, ich würde mich über viele Überlegungen Freuen :)

Bis denn vy 72s es eine schöne Woche de Norby aus Belecke :)

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Vy 72/73s de Norby aus Belecke

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4

Donnerstag, 22. Januar 2009, 13:01

RE: Quarztester 2. Version

Hallo Norby,
eine Z-Diode bricht in der Sperrrichtung durch, in diesem Fall bei 2,7V.
Vy 72/73 de Gerhard

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5

Donnerstag, 22. Januar 2009, 13:15

RE: Quarztester 2. Version

Hi Forum,

Hallo Gerhard, TNX STIMMT, ich werde das nachher mal Durch -Experimentieren, damit DAS wieder im Brain sitzen bleibt Hi :)

Vielen Dank für den Hinweis, zeigt es doch das man (ICH), auch schon mal Betriebsblind sind / ist und dann in die falsche Richtung Denkt hi :)

Bis denn weiterhin viel Spaß am Hobby und Basteln mit vy 72s de Norby :)
Vy 72/73s de Norby aus Belecke

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6

Donnerstag, 22. Januar 2009, 13:23

RE: Quarztester 2. Version

Zitat

Original von DL2FI
Die Z-Diode ist in diesem Fall eine Erfahrungsdiode.
Wieder was gelernt :)

Ok, danke für die schnelle Antwort. Dann ist also im Bausatz ein Vorwiderstand vorgesehen. Prima.

@Norby "Member nun auch in G-QRP # 12593" Willkommen im Club!
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7

Freitag, 23. Januar 2009, 10:33

Hallo,

den Sinn der Z- Diode hat Peter ja nun erläutert und das ein Widerstand zur Strombegrenzung nötig ist, sonst wird nur die Batterie leer oder die Z-Diode gibt den Geist auf. Gestattet aber noch einen Hinweis. Alle Z-Dioden unter 5V arbeiten in Durchlassrichtung und haben relativ große Toleranzen. Die Z-Dioden arbeiten je nach Spannung mit verschiedenen Effekten, die nicht alle Herr Zener entdeckt hat, deshalb heißen die Dioden Z-Dioden und nicht mehr Zenerdioden.

73 de Gerd, DM2CDB

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Freitag, 23. Januar 2009, 14:25

Hallo Gerd,

ich kannte das nur bei Z-Dioden in der Nähe von 1 Volt.
Haben die von Dir genannten Dioden unter 5 Volt auch ein Sperrverhalten?

73 Olaf, DL7VHF

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dl7vhf« (23. Januar 2009, 14:25)


9

Freitag, 23. Januar 2009, 15:38

Zitat

Original von DM2CDB
Hallo,

den Sinn der Z- Diode hat Peter ja nun erläutert und das ein Widerstand zur Strombegrenzung nötig ist, sonst wird nur die Batterie leer oder die Z-Diode gibt den Geist auf. Gestattet aber noch einen Hinweis. Alle Z-Dioden unter 5V arbeiten in Durchlassrichtung und haben relativ große Toleranzen. Die Z-Dioden arbeiten je nach Spannung mit verschiedenen Effekten, die nicht alle Herr Zener entdeckt hat, deshalb heißen die Dioden Z-Dioden und nicht mehr Zenerdioden.

73 de Gerd, DM2CDB


Hallo Gerd,
vielen Dank für den Hinweis. Im Datenblatt von Phillips ließt man auch etwas von der maximalen Strombelastung rückwärts. Auch die Sperrschichtkapazität sagt das Gegenteil.
Schönes Wochenende...
Vy 72/73 de Gerhard

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DC4LO« (23. Januar 2009, 19:31)


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10

Freitag, 23. Januar 2009, 21:46

Hallo,

die Frage von Olaf hat ihre Berechtigung. Offensichtlich habe ich die technologische Weiterentwicklung auf diesem speziellen Gebiet nicht mitbekommen. Testen kann man die Z-Dioden, die im Durchlassbereich eine Kennlinie wie eine normale Diode haben und in Sperrrichtung entsprechend der Z-Spannung durchbrechen. Sollten in Durchlassrichtungen Spannungen entsprechend der Z-Spannung auftauchen, ist dies keine echte Z-Diode.

Während in den70er und Anfang der 80er Jahre Z-Dioden mit Spannungen kleiner 5V aus mehreren in Reihe geschalteten Si-Dioden hergestellt wurden, ist inzwischen die Herstellung von normalen Z-Dioden durch die Ionenimplantation möglich geworden, da nur so die erforderliche dünne Sperrschicht zuverlässig erzeugt werden kann.

Z-Dioden mit Spannungen zwischen 2-5 V funktionieren nach den Zener-Effekt, bei denen Elektronen durch die Sperrschicht tunneln. Sie haben einen negativen Temperaturkoeffizienten. Nur diese Art Z-Dioden werden auf Wunsch von Herrn Zener als Zener-Dioden bezeichnet, während die Z-Dioden ab 6,5V mit dem Lawineneffekt arbeiten und einen positiven Temperaturkoeffizienten haben. Im Spannungsbereich zwischen 5 - 6,5V wirken beide Effekte, was man auch am Temperaturkoeffizienten sehen kann. So weit zur Klarstellung.

73 de Gerd, DM2CDB