Posts by DL8LRZ

    Vielleicht noch eine Idee. Die Antenne ist unsymmetrisch (Draht/Regenrohr). Ich würde mal testen, wenn nicht bereits gemacht, ob Mantelwellensperren helfen. Auf alle Fälle vor dem Tuner, aber auch zwischen Tuner und TRX kann helfen. Es kommt darauf an, störende Erdschleifen zwischen verschiedenen Erdpunkten zu verhindern. Es dürfte zumindest 2 Erdpunkte geben - Regenrohr und TRX/Netzteil.

    Die Aussage "Trafonetzteil stört, Akku nicht" deutet darauf hin (HF-Erdung über Netzteil fehlt). So ein Netzteil stellt zwar eine Trennung für 50Hz dar, aber für HF besitzt es oft kapazitive Verbindungen zwischen Ein- und Ausgang.

    Die Netzteile strahlen nach meinen Beobachtungen auf 2 Wegen: über die Leitungen und über das Streufeld des Wandlertrafos. Dieses Magnetfeld wird auch gern von Spulen in der Nähe aufgenommen, wie Deine große Verlängerungsspule.

    73 Reiner

    Hallo,

    ich benutze unter WIN10 auch den "MYAVR light" mit dem zugehörigen Programmiertool unter Bascom, geht problemlos.

    Meine Heim-Sensortaste ist nun seit über 10 Jahren im Einsatz (mit einem AT90-S2313 noch, insgesamt 7 Sensorflächen für Tastung und Funktionen) und LiIon-Telefonakku. Läuft einwandfrei, Nachladen erst nach ein paar Monaten erforderlich.

    Ich habe auch die Probleme bei konventioneller Anordnung der Paddlesensoren gehabt, da es keinen Druckpunkt gibt, wenn man was fühlt, hat die Taste schon reagiert. Deshalb benutze ich nebeneinander angeordnete Sensorflächen und wische mit dem Finger. Bei meinem BCR und QCX habe ich die Flächen ins/ans Gehäuse integriert, platzsparend und unempfindlich bei Transport.

    Ich würde auch keine Zusatzkondensatoren an den Sensoren vorsehen, da sie die Kapazitätssprünge durch Berühren deutlich verringern. Dann eher einen nicht zu großen Widerstand Richtung AVR-PIN und auf die internen Schutzdioden am AVR verlassen, wie oben gemacht. Folie über den Sensorflächen macht sich beim Wischen gut.

    Einziger Nachteil der Wischmethode aus meiner Sicht: Mit feuchten Fingern rutscht es holprig, entsprechend ist das Ergebnis.

    vy 73 Reiner

    Hallo Wolfgang,

    meine praktischen Erfahrungen mit LiOn:

    Ich habe vor etwa 3 Jahren beim P... ca 25 alte Telefonakkus gekauft, Nennkapazität 1Ah, integrierte Schutzschaltung, Preis knapp 1€/Stück, waren unbenutzt und müssen viele Jahre im Regal gelegen haben. Lt. meinem Test lag die Kapazität bei 75-85% des Nennwertes. 20% ohne Klemmenspannung (Unterspannungsschutz), waren nach dem Laden im oberen Bereich der getesteten Kapazität.

    Verwendung: 16 Stück werkeln als Gruppe 4S3P in meinem BCR (ca 2,4Ah) und bescheren eine stabile, ausdauernde Batterie, deutlich besser gegenüber den vorherigen Mignon-NiMh.

    2 Stück ersetzen im Bauteiltester LCR-T4 die häufig leeren 9V-Blocks und halten gefühlt "ewig".

    Das letzte Exemplar habe ich anstelle der defekten Zelle im Antennenanalyser SARK-110 eingebaut, der nun statt 5min etwa 2Std. durchhält.

    Also wie im Bartschneider, gelegentliche Nutzung.

    Was nach meinen Erfahrungen Gift ist:

    Ständiges Vollladen, wie der Laptop, der immer am Netz hängt, führt zu nachlassender Kapazität.

    Ständiger Betrieb nahe der Grenzwerte (Unter/Überspannung, Lade/Entladestrom) nagt auch an der Lebensdauer, wie z.B. Akkusauger u.a. mit Minibatterien usw.

    Gelagerte mehrzellige Batterien sollten ab und zu kontrolliert/geladen werden, da durch die (eventuell im Akku integrierte) Schutzelektronk eine geringe Entladung auftreten kann.

    Ansonsten gibt es viele Informationen dazu im Netz.

    73 Reiner

    Ich hatte einmal einen direkten Empfangsvergleich zwischen Stabantenne und geschirmter Ferritantenne am gleichen Standort im Zimmer, industrielle Geräte, ich glaube, war alles von AOR und entsprechend teuer.

    Oberhalb 7-10Mhz waren Unterschiede unwesentlich. Darunter hatte die Ferritantenne Vorteile, geschätzt um 6dB SN, teils durch das Prinzip, teils durch die Richtwirkung. Es war deutlich, aber noch kein Wunder. Man muss Standortvorteile nutzen, wenn man mehr hören will

    73 Reiner

    Hallo,

    nochmals meine persönliche Meinung: zu I-CW werden sich die Geister immer(?) scheiden. Der eine legt Wert auf die direkte Funkverbindung, egal, wie schwierig das technische Umfeld ist, der andere will eine CW-Verbindung, egal auf welchem Weg, und hat da mit dem Internet keinerlei "Antennenprobleme" vor Ort. Hauptsache ist doch, daß jeder mit seinem Weg glücklich wird. Und daran scheiden sich die Geister in Pro und Contra, genauso wie bei QSOs mit übers Internet vernetzten Relais u.s.w. Außenstehende fragen in einer solchen Diskussion wahrscheinlich nur, warum wir nicht gleich das simple Telefon benutzen, und vor kurzem war FT8 noch Teufelszeug und jetzt machen es fast alle.

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    Die letzten Beiträge hier treffen wohl des Pudels Kern. Indoor aus dem Wohnzimmer im stahlarmierten Betonneubau (wie es die Seniorenresidenzen hier im Umfeld sind), insbesondere, wenn man nicht "oben" wohnt und kein Vorgarten/Balkon verfügbar ist, ist erheblich schwieriger wie aus dem hoch und schon quasi halb im Freien liegenden Dachboden mit Holzdachsparren. Das Konzept mit getrennter S/E-Antenne erscheint mir am aussichtsreichsten, man kann die Sendeantenne entsprechend den örtlichen Bedingungen wählen und nach Abstrahlung optimieren und eine kleine (unauffällige) Empfangsantenne an einem Punkt geringer Störfeldstärke positionieren, 1/2m vor dem Fenster kann da schon deutliche Unterschiede bewirken.

    Störunterdrückungssysteme wie X-Phase funktionieren gut beim Sonderfall einer einzelnen, stabil einfallenden Störquelle, wenn man die zwei erforderlichen Empfangsantennen sinnvoll unterbringen kann. Nach meinen Erfahrungen geht die Wirkung drastisch zurück, wenn wie häufig im realen Leben mehrere Störquellen aus unterschiedlichen Richtungen zu unterdrücken sind, man kann nur eine ausblenden. Ich bin z.B. völlig mit dem Ausblenden der Straßenbahnstörungen an den sich ständig ändernden Amplituden und Winkeln gescheitert. Und auch das allgemeine Prasseln kommt meist von überall her und lässt sich auch durch fleißiges Kompensieren kaum beeindrucken.
    Zu LED, soweit man es beeinflussen kann: Alle mit wenigen Power-LED (z.B. mit den dickeren Sockeln) haben Schaltregler und stören mehr oder weniger. Störfrei sind Bauarten ohne Schaltregler direkt an der Betriebsspannung, daß sind die chinesischen "Maiskolbenlampen", die Filamentlampen u.a., in denen 55-65 LED in Reihe liegen und die direkt mit der gleichgerichteten Netzspannung versorgt werden.

    vy 73 Reiner

    Anhand meiner Erfahrungen (mit Magnetloop bzw. random wire, vorwiegend 30m) aus den letzten Jahren sind Indoorantennen auf KW zum Glücksspiel geworden. Das "Herauskommen" aus modernen Gebäuden erweist sich häufig als schwierig, leicht zu sehen an den Rapportunterschieden (RBN) zwischen indoor und outdoor mit gleicher Antenne.

    Das Hauptproblem ist aber der Empfang. Es prasselt ständig rund um den Tag mal mehr oder weniger stark. Dank der jetzt überall anzutreffenden LED-Leuchten fällt der Empfang häufig völlig aus, mal mit der Toilettenbeleuchtung, mal mit dem Flurlicht usw., je nach Störpotential der verbauten Leuchtmittel.

    Ich habe auch stabile SSB-QSO mit indoor-Magnetloop mit Sibirien gemacht - aber da hingen noch Glühlampen an der Decke und Netzteile hatten einen 50Hz-Trafo (und der SFI lag eher bei 120 anstatt wie derzeit um 70).

    Es kommt also auf den konkreten Einzelfall an, ob es geht oder nicht. Schon die Fensterbank ist oft deutlich besser als indoor.

    73 Reiner

    Hallo Bernd,

    nur so eine Idee zum Testen.

    Das Schaltnetzteil hat zwar Filter drin, aber der Schalenkern, wohl der Wandlertrafo, ist nicht magnetisch geschirmt. Die Dinger können ein lästiges Streufeld abgeben. ich hatte bei meinem QCX leichte Einstrahlung, die auf Abblockkondensatoren/Filter nicht reagierte. Ursache war das Magnetfeld der Wandlerdrossel, Einstreuung in den 8cm entfernten Ringkern/Leitungen des Eingangskreises. Ein dünner Ms-blechstreifen als Ringabschirmung brachte schon gut 10dB Reduzierung, zusätzlicher Masseanschluss des Ringes bewirkte nichts.

    73 Reiner

    Hallo,

    zur Oberfläche: Das Problem dürfte nicht die leichte Oxydschicht sein, sondern eher durch Korossion verursachte Rauhigkeiten, die den Oberflächenwiderstand vergrößern. Zahlenmäßig ist der Einfluß mir unbekannt. Andererseits wirkt eine Beschichtung der Oberfläche (Plastik, Lack usw.) in Abhängigkeit von der dielektrischen Güte des Materials mehr oder weniger stark dämpfend, bei den üblichen PVC-Umhüllungen von Drähten und Kabeln schon recht deutlich feststellbar (Probeschleife aus 1,5mm² Installationsdraht, Schleifenstrom bei gleicher Ansteuerung vergleichen mit und ohne Isolierumhüllung).

    Hallo,

    meine Erfahrungen

    Wand- und Bodenabstand unter 20-30cm dämpfen rapid.

    Alle Materialien an der Loopschleife müssen dielektrisch hochwertig sein.

    Meine letzte Loop hatte im Freien etwa den doppelten Resonanzwiderstand als im Zimmer, ohne sonstige Änderungen, also vorher deutliche Dämpfung durch das Umfeld.

    Vergrößerung des Umfanges bringt mehr Gewinn als Vergrößerung des Leiterdurchmessers.

    Ansonsten das Programm Magnetloop.exe benutzen für Erkenntnisse.

    73 Reiner. HNY