Posts by DL8LRZ

    Ich habe auch so einiges experimentiert mit Magnetloops, zuletzt mit dem Ziel /P und <=20W (8m Umfang). Kapazitive Kopplung brachte bei mir Probleme mit größerem Abstimmbereich, Trafoeinkopplung am heißen Ende ist auch mit mehr oder weniger Verlusten behaftet und bedarf einiger Aufmerksamkeit für den Ringkern, Ringkerneinkopplung im Strombauch erwies sich als sehr komplex (und alle Typen/Größen habe ich nicht herumliegen), selbst in der G4FON-Variante habe ich mir bei 5-8W die Finger am Kern verbrannt, der Resonanzstrom in der Schleife ist nicht ohne. Ich bin letztlich immer wieder bei der Y-Anpassung gelandet, verlustarm, einfach einzustellen und aufzubauen (Mantelwellensperre in der Zuleitung empfehlenswert). Zwischen 60 und 30m ändert sich das SWR nicht, bei 80m und 20m läuft es deutlich weg, (kann wahrscheinlich mit der Form des Y noch etwas verbessert werden). Nichts gegen die Koppelschleife, aber ich habe subjektiv was gegen das Gefummel mit der richtigen Positionierung. Aber mit viel rechnen und testen bekommt Jochen vielleicht doch eine gute Ringkernvariante hin, wäre interessant, wie die aussieht.

    73 Reiner

    LiFePo4 gilt als eigensicher und langlebig, leider auch relativ teuer. Beim Aufbau aus Einzelzellen würde ich auf ein BMS nicht verzichten, nach meinen Erfahrungen haben auch auf einmal gekaufte Zellen nicht immer völlige Übereinstimmung. Bei einer fertigen Batterie sollte man wissen, ob ein BMS eingebaut ist, es übernimmt ja auch die Unterspannungsabschaltung, falls das Ausschalten vergessen wird. Solide Technik, die Parameter passen gut zur 13,5V-Technik.

    Nur halb so schwer und auch preislich günstiger sind die LiPo-Akkus aus dem Modellbau (und wohl in den meisten Powerbanks sowie viele Einbauakkus), ich verwende sie im QRP-Gerät. Z.B. C=850mAh/14,4V, Ladestrom 1C, Entladestrom 20-30C Preis um 9€, etwas größer wie ein 9V-Block. Sie haben meist kein eingebautes BMS, Balancer muß also beim Laden dran und Unterspannungsabschaltung fehlt auch, also am besten gleich BMS mit einbauen. Es gibt so einige Besipiele aus dem Flugmodellbau, bei denen sie in Brand geraten, was aber bei der gelegentlichen Misshandlung schon mal vorkommen kann ( Akku kommt nach 50C-Entladung vom Flug heiß zurück, wird schnell mit 30C aufgeladen, soll ja in 10min wieder starten, wen wundert es, wenn er dann qualmt?)

    Ich habe in meinem BCR (kann 10W) einen "refurbished" Li ion 16V/2,3Ah-Akku drin (alte Handyzellen). Der hält eine gefühlte Ewigkeit bei stabiler Spannung, auch bei längeren CQ-Rufen, aber nur um 70mA bei RX. Mit den vorher verwendeten NiMh annähern gleicher Kapazität sah das deutlich schlechter aus. Der Knackpunkt wird sein, wieviel der SDR schon bei Empfang verbraucht, da können dann 2Ah schon knapp werden, wenn das mehrere 100mA sind.

    Ist in allen Bereichen inzwischen Standard, und bei EBAY wird ja schnell mal die Verpackung zum Preis des Inhaltes angeboten, da ist alles möglich. 300 - 400% Preisunterschied für das gleiche Produkt sind heute normal, oder halt Schnäppchen-Werbeaktion in der Kaufhalle für ein Produkt, das am gleichen Ort vor der Werbeaktion 30% billiger im Normalhandel zu haben war. Und auch wenn ich 2 Brötchen zum Früfstück brauche, ist es nicht unbedingt vorteilhaft, 5 zum Preis von 4 1/2 zu kaufen. Aber wenn das Handy in einem großen Markt vor Ort am Sonntag günstig angeboten wird, ab Montag aber 30% mehr kostet ("unsere Preise sind Sonntags immer niedriger"), dann fühle ich mich verarscht und kaufe im Netz zum günstigeren Preis, interessanterweise beim gleichen Markt. Ist halt Marktwirtschaft, man muß sich darauf einstellen. Bei Kleinteilen sind inzwischen die Versandkosten oft im Bereich der Bauteilkosten, da beginnen sich meine Bestellgewohnheiten deutlich zu ändern, China und Amazon freut es.

    Die Paddles habe ich auch im Netz gesehen, sehr billig, soweit man es erkennen konnte, nicht nur im Preis. Da hat wohl einer seinen 3D-Drucker getestet. Das Wort Manual ist nahezu unbekannt. Es gibt auch durchaus ordentliches aus China, aber nicht in der 1€-Ecke, und sobald hiesiger Service dran hängt (ich hatte eine zeitlang Gleitsichtbrillen von dort und war sehr zufrieden), nähern sich die Preise deutschen Standards. Und ja, die 10 ATMEL waren nicht neu, aber funktionierten, bei ca 8€ Gesamtkosten kein Problem für Bastler. Meine Tochter hatte ein Brautkleid von dort: Einschätzung: Sieht gut aus, die Hochzeit halten die Nähte durch, dann hängt es sowieso in der Ecke. Über den Preis hat sie nur den Kopf geschüttelt, wie das geht. Man sollte wissen, was man tut, und selten auch einen Totalverlust verkraften können, habe auch schon Sendungen im Werbemüll neben dem Briefkasten gefunden.

    73 Reiner

    Hallo,

    vielleicht noch etwas zu Regenrinnen als Gegengewicht/Antenne im Sendefall. So schön sie sich zur Verbesserung der Abstrahlung einer Antenne eignen, so bösartig können gelegentlich auch die Nebenwirkungen sein. Ich kam auch mal in antennenlosen Zeiten auf die Idee, 2,5W SSB zwischen Heizungsrohr und Dachrinne als "Dipol" einzuspeisen (Wohnblock). Das ging auf 80m sogar erfolgreich. Aber schon am nächsten Tag erhielt ich die Mitteilung, daß im Nachbaraufgang auf der gegenüberliegenden Hausseite im Radio nur noch meine Signale erschienen. Das (Koffer-) Radio stand auf der Fensterbank, also auch zwischen Heizung und Regenrohr, und war offensichtlich durch starke Signale völlig übersteuert. Es kann also unvorhersehbare Effekte geben.

    Ein weiterer Hinweis aus alten Zeiten lautete, daß man eine Dachrinne als TVI-Quelle ausgemacht hatte, die Antenne hing sogar nur in der Nähe. Als Ursache wurde Korrosion an den gesteckten Dachrinnenübergängen angegeben (die waren in der DDR ja meist schon "etwas älter"), infolgedessen diese als Diode arbeiteten und Oberwellen/Mischprodukte erzeugten und abstrahlten. Es muß nicht auftreten, aber es kann halt manchmal so sein.

    Die Bemerkungen zu Dachrinnen sollen nicht abschrecken, sondern etwas sensibilisieren für mögliche Effekte. Und althergebrachte Radios werden immer seltener, dafür haben wir jetzt Router und Controller überall verbaut.

    73 Reiner

    Hallo,

    daß mehrere Erdpunkte ( Hier Dachrinne als Gegengewicht, Netzteil für Antennentuner, Netzteil für Funkgerät, bei manchem noch ein angeschlossener Computer) den Störpegel zumindest in städtischen Gebieten hochtreiben, ist eine weitverbreitete Erkenntnis. Die Wirkung beruht auf Erdschleifen, da der HF-Störpegel an den einzelnen Erdpunkten unterschiedlich ist. Die fließenden HF-Ausgleichsströme verursachen Spannungsabfälle auf den Kabeln, die man letztlich als Störung empfängt. Bei Netzteilen ist zwar IN und OUT galvanisch getrennt, aber HF-mäßig wird häufig einiges übergekoppelt. Und das Funkgerät ist kapazitiv immer mit nenneswert mit der Erde am Aufstellungsort verbunden, spätestens, wenn der Op die KH aufsetzt oder das Paddle bzw. Funkgerät anfasst.

    Abhilfe bringt, wie hier erläutert, die Verwendung nur eines Erdpunktes. Alternativ kann man die Erdschleifen durch Mantelwellensperren zwischen den Erdpunkten unterbrechen. Ein breites Feld für eigene Experimente, was im konkreten Fall wirklich hilft, es kann in jedem einzelnen Fall etwas anders sein.

    73 Reiner

    Ich baue auch hin und wieder Gehäuse aus LP-Material, und habe bisher noch keine Probleme gehabt. Sollte ich kritische Stellen haben, kommt folgende Technik zum Einsatz:

    - Verstärkung der Lötnaht durch in die Kehle eingelöteten Cu-Draht (ca 0,5mm), verteilt die Kräfte auf eine deutlich größere Cu-Fläche.

    - Einlöten von Stabilisierungsstreifen oder kleinen Dreieckstücken an kritischen Stellen. (Darauf können bei entsprechender Auslegung (verzinnte) Muttern rückseitig angelötet werden (Schraube eindrehen zum Anlöten), mit denen z.B. eine Frontplatte verschraubt werden kann.

    Siehe auch: DL2LTO unter Themenmix/Tipps für Bastler Dort kann man unter Baubeschreibung ein PDF-File zum Gehäusebau herunterladen.

    oder https://www.qsl.net/dl2lux/gehaeuse/gehaeuse.html für gewichtiger/größere Gehäuse

    Ich würde es so sehen:

    Q3 bis Q5 sind der Sender und arbeiten völlig eigenständig. Sie werden nur bei gedrücktem Key aktiv.

    Q6 sperrt den Weg zum Empfänger beim Senden und schaltet bei geöffnetem Key den Empfänger (unterer Schaltungsteil) an die Antenne.

    Q7 arbeitet als Vorverstärker und und verhindert die Abstrahlung der HF des Mischers über die Antenne.

    Q8 schaltet den Empfänger beim Senden stumm.

    Q10 erzeugt den Mithörton bei gedrücktem Key.

    REGEN ist, wie schon gesagt, so einzustellen, daß die Schaltung gerade schwingt. Je stärker die Rückkopplung ist, desto unempfindlicher wird der Empfänger, reißt die Schwingung ab, können nur noch AM-Signale empfangen werden.

    Ich habe meinen BCR (ehemals mit 80m-Erweiterung), nachdem ich ihn nach fast 10 Jahren Ruhepause (auch von CW) reaktviert hatte, kürzlich so umgebaut, daß 60m anstelle von 80m (portabel benutze ich 80m faktisch nicht) anwählbar sind. Die Reichweiten von FT8 sind zwar toll, aber nach einem Jahr nur klicken denkt auch ein Digitalanhänger und mäßiger CW-OP über Alternativen nach.

    Ich bin so vorgegangen:

    - Ausbau der 80m-Erweiterung (eigentlich wegen der besseren Zugänglichkeit zu den TP-Filtern der übrigen Bänder zwecks Abgleich)

    - Nutzung des 80m-Bereiches der Software für 60m (VFO umgestimmt)

    - Das Empfängerbandfilter ging bei mir gerade noch bis 5,3MHz abzustimmen (ohne 80m-Erweiterung)

    - Es wird ein externer 6-poliger 60m-Tiefpass außen am BCR angeschlossen bei 60m-Betrieb, da der interne 40m TP die 1.Oberwelle von 60m faktisch ungedämpft passieren lässt.

    Durch eine Unachtsamkeit beim Ausbau der 80m-Erweiterung arbeitete T1 anfangs nicht (R3-Source Verbindung unterbrochen, Empfänger seeeehr leise), trotzdem gelangen einige Verbindungen per Magnetloop auf 60m, Maximum war SV8. Ich bin angenehm überrascht vom 60m-Band.

    Reiner


    p.s.: Genau genommen braucht man also einen BCR in Grundkonfiguration, einen externen Tiefpass für 60m, die Software für die 80m-Erweiterung und etwa Glück mit dem Abstimmbereich des Eingangsbandfilters. Der Umbau des Tiefpassfilters der 80m-Erweiterung war mir zu kritisch.

    Hallo DE2HGP

    Wenn es LED sein sollen - es gibt doch die Superhellen, auch farbig, die sollten sich bei einem mA oder noch weniger als Anzeige einsetzen lassen. Da würde am Vorwiderstand nicht viel verlorengehen (ca 1mW/V). Den Strom könnte man bei Bedarf auch mit einfachen Konstantstromregler (mit spannungsfesten Mosfet) über einen größeren Bereich stabilisieren, falls der einfache Vorwiderstand wegen der Helligkeitsdifferenzen nicht gewollt wird.
    Ansonsten - zu meiner Zeit waren überall Glimmlampen drin, und die hielten ewig. Schwarz wurden die nur, wenn sie zum Erreichen großer Helligkeit mit hohen Strömen betrieben wurden oder nach mehrjährigen intensiven Betrieb. Heute sind sie zunehmend ein schwer beschaffbares, teueres Bauelement.

    73 Reiner