Posts by AJ6QL

    Unsere Hochfrequenz ist eine "nicht ionisiernde" Strahlung, verändert also nicht das Erbgut. Hält man die Grenzwerte ein, gibt es keine gesundheitlichen Probleme.

    Guenter, aufpassen sollte man dennoch. Bei meiner Episode sass ich nichtmal annaehernd bei der Antenne, sondern zwei Etagen tiefer im Shack. Contest, CW, mehr als ein Kilowatt aus fuenfmal PL509 (war damals legal). Nach einiger Zeit schmerzte mein rechter Arm und das hatte nichts mit Sehnenscheiden vom Geben oder so zu tun, fuehlte sich anders an, eine Art Dauerschmerz. Als ich den Arm mit der linken Hand anfasste, war er stark erwaermt. Ich hatte den direkt laengs auf einem Stueck RG8 Kabel zur Antenne liegen, aber nicht bemerkt, dass es da oben "geballert" hatte und das SWR voll aus dem Ruder gelaufen war. Wie das die Roehren mitgemacht haben, ist mir heute noch ein Raetsel, die Anoden waren voll am Gluehen.


    73, Joerg

    Moin Frank,


    Die guten alten FT-243 Militaer-Quarze sind dafuer sehr geeignet. So sehen die aus:


    https://www.hayseed.net/~jpk5lad/K5LAD%20Memories/Vols%2026-30/Crystal%20PIX/Crystals%202.JPG


    Neben der Groesse des Kristalls haben sie einen weiteren Vorteil. Man kann sie aufschrauben, den Quarz rausholen und mit feinem Schmirgelpapier und Nass-Schleifen auf eine hoehere Frequenz bringen. Niedriger geht schlecht, also auf dem Flohmarkt keinen Quarz mit zu hoher Frequenz nehmen.


    Hier wird beschrieben, wie man das macht:


    crystal grinding FT-243 crystal blanks


    73, Joerg

    Wolfgang, moderne Transceiver haben (leider) oft nur die internen Pull-up Widerstaende eines Micro Processors als Stromquelle. Bei den ueblichen 3.3V und 50k hat man dann weniger als 100 Micro-Ampere. Das muessen die Paddles packen und z.B. mein altes Bencher BY1 tut das auch. Alle paar Wochen ein Papier durch die Kontakte ziehen reicht.


    73, Joerg

    Bert, da Du Dich mit dem Spider Beam wohl gut auskennst, wie kritisch ist dessen Montage knapp ueber einem Metalldach? Meine Situation ist, dass wir ein Metallschindeldach geringer Steilheit haben, vermutlich um 20 Grad. Wegen der Naehe einer Landebahn darf ich kaum hoeher, der Beam kaeme also je nach Drehrichtung und Wind auf einer Seite des Mastes (also asymmetrisch) bis auf 1-2m an die metallene Dachbedeckung heran. Wuerde das den Spider Beam hoffnungslos verstimmen?


    73, Joerg (another brass pounder)

    Moin Peter,

    @Karsten und Jörg, die alten Zeiten sind einfach vorbei, CW ist sowieso kein Thema mehr

    Das kann ich nicht bestaetigen. Euer DARC offenbar auch nicht:

    DARC say CW is most popular mode | Amateur Radio News


    Klar hat FT8 viel bei CW und SSB abgesogen. Doch irgendwann merken viele dort, dass das langweilig wird, keine richtigen QSOs. CW wird sicher eines Tages weniger, weil das hohen Lerneinsatz und fast taegliche Praxis erfordert. Doch dass es kein Thema mehr ist, das stimmt einfach nicht. Ein gutes Bild kann man sich machen, wenn man mal in anderen Laendern per Web-SDR reinhoert. Etwa in unserer Gegend ins 40m-Band hierueber:


    http://websdr1.kfsdr.com:8901/


    Es gab Tage, da bekam ich nach dem Abendessen auf 40m CW kaum ein Bein an die Erde und bin auf 30m ausgewichen. Das war wie der Koelner Ring im Berufsverkehr. Als ich Ende 2020 nach 35 Jahren Pause wieder mit Amateurfunk anfing, dachte ich, dass das wohl SSB wuerde. Bis ich entdeckte, wieviel besser moderne TRX in CW sind als alte, und wie belebt die CW-Teile der Baender sind.


    außer daß es heute mehr freiwillig machen als früher nach der Prüfung

    Das ist es. Gestern abend hatte ich z.B. wieder einen netten CW-Kloen mit Guny KK7DEU. Ein Teenager, der sofort als Technician mit CW anfing. Im August bestand er die Pruefung fuer General. Inzwischen hat er mich alten Knacker locker ueberholt und ist in Richtung 40wpm unterwegs. Das sind keine Einzelfaelle.


    Viele jungen Leute haben auch einen spritzigeren Stil als die meisten aelteren. Selten Standard-QSOs, flotte Themenwechsel, Rufzeichen nur alle paar Minuten so wie gesetzlich vorgeschrieben, ansonsten keine formelle Uebergabe, stattdessen <bk> oder sogar QSK ohne <bk>.


    73, Joerg

    Klaus-Peter, wenn CW auch nicht geht, ist es unwahrscheinlich, dass das Problem am ZF-Filter liegt. Es waere schon sehr ungewoehnlich, dass gleich zwei kaputtgegangen sind. Hier kann sich ein "Signal Injector" anbieten, diese kleinen Saegezahngeneratoren in Stiftform. Kann man sich selbstbauen. Steilflankiger Ausgang eines Funktionsgenerator reicht auch. Auf einige hundert Hertz stellen, Amplitude nicht mehr als 0.1Vpp, und einen Kondensator von einigen hundert pF in Serie.


    Die Oberwellen reichen locker bis zur ZF und weit darueber. Damit kann man Loetstellen im Signalpfad antatzen und horchen, ob und wieviel im Lautsprecher ankommt. Von hinten nach vorn. Erst bei AM, dann bei SSB. Dabei sollte sich zeigen, wo und wie weit vorn das Signal bei SSB verloren geht.


    Ich habe bei meinem Stift manchmal eine kleine Verlaengerung drangebaut mit einem winzigen Kondensator von einigen hundert pF in Serie. Damit kann man kaum was kaputtmachen, wenn man mal versehentlich eine falsche Loetstelle antatzt.


    73, Joerg

    Ich fände eine begrenzte Zulassung auf Kurzwelle, in Bezug auf Frequenzbereiche und Sendeleisrung, wie damals die Novice Lizenz in den USA mir denen ich gemeinsam als A-Lizensler auf 15m meine CW Fähigkeiten übte interessanter, als nur Rauschfunk anzubieten.

    Karsten, das sehe ich auch so. Ich hatte einige CW-QSOs mit Technician Lizenzinhabern auf KW. Einige davon sind inzwischen zu hoeheren Klasssen aufgestiegen. Noch heute habe ich das auf einer Radtour einem Bekannten erklaert, dass er ruhig erstmal nur die Technician Pruefung machen koennte. Danach loslegen und wir koennen auf KW CW ueben, denn daran hat er viel Interesse. Zum Glueck ist die Technician Lizenz nicht zeitlich begrenzt, wie das mit der alten Novice Lizenz mal war.


    73, Joerg

    Ein Modul damit hatte schon jemand als Fertigprodukt erwaehnt, doch da ja ein Selbstbau geplant ist:


    dra818simples


    Wie gut (oder ob ueberhaupt) das den Funkschutzgesetzen entspricht, weiss ich nicht. Es sollte wohl mindestens noch ein Tiefpass in Richtung Antenne, doch das ist mit ein paar Kondensatoren und Spulen erledigt. Dabei koennte der Aspirant gleich noch was ueber Filter-Design lernen.


    73, Joerg

    Zur Reparatur dieses modular aufgebauten Gerätes braucht man meistens auch den Adapterplatinensatz.

    Im Prinzip ja, doch die koennte man nur noch mit erheblichem Aufwand selbst herstellen. Ich habe modulare Geraete mit massenweise kleinen Einsteckkarten repariert, man kann sich behelfen. Z.B. bei dieser Taubheitsgeschichte, wo nach der Untersuchung der Kontakte die Betrachtung des 2.4kHz Filter angesagt waere. Da kann man an Ein- und Ausgang je einen 3-4kOhm Widerstand anloeten und die freien Enden nach oben rausgucken lassen. Bei sehr gedrungenem Aufbau mit einem Schnipsel Strohhalm darueber. Absolutmessungen sind damit zwar nicht moeglich, doch man wuerde mit einem einfachen KW-Empfaenger diagnostizieren koennen, ob der Pegel am Ausgang im Durchlassbereich drastisch niedriger ist als am Filtereingang. Wenn nicht, dann nochmal ueber die ganze Filter-Platine und nun wuesste man, ob das Filter oder etwas im Umschaltzweig defekt ist. Hoffentlich letzteres ...


    73, Joerg

    Klaus-Peter, ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen, aber wenn das kein Problem mit einem Schaltkontakt ist, kann das 2.4kHz ZF-Quarzfilter defekt geworden sein. Dies laesst sich leicht pruefen, indem Du es mal mit einem kleinen Kondensator ueberbrueckst. Wenn das bei korrekt eingestellter Empfangsfrequenz einen satten Anstieg des Empfangspegels bringt, hat es das Quarzfilter vermutlich hinter sich. Sie koennen intern durch Korrosion defekt werden oder auch durch einen harten Schlag (Geraet heruntergefallen oder so).


    73, Joerg

    Ich starte mit einem Ic—705 samt MAT—705 tuner.

    Dazu für SOTA noch ein ordentlicher Akku.

    Florian, mit Icom kann man nicht viel falsch machen. Das ist fast immer solide Technik.


    Bei externen Akkus fuer SOTA waere vermutlich immer noch Li-Ion besser als LiFePO, weil sie pro Wattstunde weniger wiegen. Man muss das alles ja meist per Rucksack auf den Gipfel bringen. In der Hoffnung, dass es unterwegs wenigstens eine gute Jausenstube gibt :)

    Der Morserino ist parallel dazu hoffentlich bald in der Post

    Sauber! Wieder einer mehr, der den CW-Wiedereinstieg in Angriff nimmt. Tat ich letztes Jahr im Februar auch und jetzt bin ich bei rund 22wpm angekommen. In den CW-Academy Gruppen gibt es viele Leute, die den Morserino benutzen.


    73, Joerg

    Vor einiger Zeit wurde hier die Sende-/Empfangsumschaltung diskutiert und viele haben die Diodenumschaltung favorisiert.

    Peter, das ist wegen der Full-QSK-Faehigkeit, die Relais nicht wirklich haben oder wo sie alsbald verschleissen. Um dann nach einigen Jahren mit viel Pech nicht mehr beschaffbar zu sein so wie bei meinem NRD-515.

    Im Moment wird in der K4 Group das Problem von WA1NSE diskutiert. Gerald hat Störungen von Radiosender, welche von der Diodenumschaltung verursacht werden, wie seine Tests gezeigt haben.

    Bei solchen Effekten muss man methodisch rangehen. Wieviel Strom wird durch diese Dioden geschickt, wenn sie schliessen sollen? Wieviel Sperrspannung im geoeffneten Zustand? Ist das wirklich genug?


    Ich habe im Leben viele T/R Switches entwickelt, bei denen Intermodulation kritisch war. Den meisten Aerger gibt es, wenn ein starkes Signal im unteren Bereich des Frequenzspektrums zuviele Ladungstraeger aus einer leitenden PIN-Diode schwemmt und es dadurch zu leichten Gleichrichtereffekten kommt. Dann wird diese PIN-Diode ungewollt zu einem schwachen Mischer. In solchen Faellen ist mehr Gleichstrom angesagt und hier sollte man Versuche unternehmen, ehe man die Flinte ins Korn wirft.


    Zitat "Also eine viel billigere Lösung als Relais, warum wird in die Relais investiert?". Die Relais-Loesung ist oft die billigere. Ich hatte vor zwei Wochen so einen Fall, wie ueblich ein Lieferengpass, ein grosses Relais war unbeschaffbar geworden. Der Kunde bat mich, Ersatz zu suchen, doch es duerfe keinesfalls mehr als $0.70 kosten. Stueckzahlen unter 10000/Jahr. Mit einem Diodenschalter ist man rasch darueber, denn es sind auch die Bestueckungskosten und der Overhead (Beschaffung, Lagerhaltung, etc. von nur einem anstatt einem halben Dutzend Bauteilvarianten) zu beruecksichtigen. Ist die Dioden-Loesung die paar zig Cents mehr wert? Bei der heutzutage leider geringeren Bedeutung der Betriebsart CW wird das von Entwickler-Teams vielleicht nicht immer so gesehen. Bei Elecraft schon, aber m.W. sind die beiden Gruender CW-Spezis.


    Lustig ist das bei meinem IC-7100. Der hat auf KW das uebliche Klapperrelais. Im 2m-Teil auch. Im 70cm-Teil hingegen lautlose Halbleiter-Umschaltung mit vollem QSK. Ein Genuss, doch auf 70cm ist in CW ueberhaupt nichts los.


    73, Joerg

    Thomas, da bisher keine Antworten kamen: Ich habe so etwas mit einer kernigen Schraube und einer grossen Unterlegscheibe (oft selbst aus Alu gefertigt) gemacht. Schrauben fuer KFZ-Bremssaettel eignen sich gut und sind leicht beschaffbar. Unter und ueber den Trafo zum Schutz der Wicklungen Gummi, dass er quasi eingebettet zu liegen kommt. Grosse runde Gummimatten gibt es als Helfer beim Oeffnen von grossen Gurkenglaesern. Man stueplt sie ueber die Deckel, damit die Handinnenflaeche gut packt. Alternativ Stuecke aus einem alten Motorradschlauch schneiden.


    Wichtig: Man darf niemals vergessen, dass oben auf dieses Gebilde keinesfalls Metall drauffallen darf und zum Chassis hin kurzschliesst. Das ergaebe Stroeme wie bei einem Schweissgeraet, Funkenspruehen und so weiter.


    Eine Alternative waere, sich ein Stueck Delrin zu besorgen und sich mit der Stichsaege ein Doppel-U rausscheinden. Dick genug, dass es den Trafo auch seitlich haelt. Falls mal ein Erdbeben kommt oder so. Es kann sein, dass Delrin bei Euch POM heisst, Tom DL7BJ hat es m.W. schon benutzt. Delrin ist sehr schoen fuer solche Jobs, ich habe damit vor ein paar Wochen die Druck-Klammern fuer das Gamma-Match einer 2m Yagi gebaut. In Delrin kann man Gewinde schneiden, sodass die Schraube nicht oben herausguckt. Das habe ich aber nie probiert und mene Schrauben gingen immer durch Bohrungen im Delrin hindurch.


    73, Joerg

    Peter, so ein "Short" ist gewoehnlich ein Stueck Leiterbahn, sonst haetten sie einen Widerstand mit 0R eingezeichnet, zumal er auf der Stueckliste auftauchen muss. Das oder auch Zero_Ohms Jumper oeffnen normalerweise nicht, bevor die Kabelader oder die Leiterbahn beschaedigt sind.


    Das ist eine Strategie, die ich von Kunden kenne. Wenn ich denen vorschlug, zwecks Beseitigung von EMV Problemen und anderen Malessen die Trennung der Ground Planes zu beseitigen, kam oft viel Widerstand und Einspruch. Am Ende machten sie es zaehneknirschend, aber mit "Angst-Jumpers". Diese kann man selbst nach dem Layout noch vom Platinenhersteller mit einem Gerber Editor loeschen lassen. Sind immer dringeblieben :)


    Die Ferritperlen sind MMZ1005B601C von TDK, kleine 0402 mit 600ohm bei 100MHz, also nichts dolles. Das haelt VHF/UHF Stoerungen heraus, wenn man wie die meisten nebenbei ein FM Geraet betriebt und vielleicht eine Endstufe dahinter hat. Wenn man so eine Ferritperle auch in der Erd-Rueckfuehrung vorsieht, wirkt das wie eine Gleichtaktdrossel. In diesem Fall ist sie jedoch witzlos, da der Schirm ohne Drossel aufgelegt ist. Da hat also jemand zwei Cents verschenkt ...


    73, Joerg

    Nur was soll C2789, wenn der durch R2831 überbrückt wird?

    Tom, das ist vielleicht eine Arbeitsbeschaffungsmassnahme fuer Murata :)

    Der Ground vom Mikrofon soll nur das Mikrofonsignal übertragen. Das ist bei fast allen Funkgeräten identisch gemacht.

    Peter, bei meinem IC-7100 liegt Mic-GND direkt auf Geraetemasse. Beim JST-100 sowie den ganzen Altgeraeten auch. HF-Einstrahlungen hatte ich noch nie, wobei ich aber meist CW benutze.


    Nach meiner jahrzehntelangen Erfahrung als Ingenieur im Analogbereich bringen Trennungen von Massen fast immer Aerger und ich tat das nie. Die haeufigsten Probleme, die ich damit bei anderen Designs sah, waren Durchfaelle bei der EMV Pruefung.


    73, Joerg

    Moin Tom,


    Was passiert im FTDX10, wenn man die Warnung in Deiner Anleitung nicht beherzigt und Mikrofonmasse auf Geraetemasse legt? Ein gepfefferter Knall? Magischer Rauch? In dem Fall wuerde ich um die metallene Huelse des 3.5mm Klinkensteckers auf dem Bild einen Schrumpfschlach ziehen, denn der koennte versehentlich mit Antennensteckern oder anderem stationsgeerdeten Zubehoer in Beruehung kommen.


    73, Joerg