Posts by DL4ZAO

    Wer hat es gemerkt?


    Gestern um 13:00 UTC wurde die heftigste Sonneneruption der vergangenen Jahre beobachtet. Ein sogannter Flare der Stärke X3.4 traf auf die Erde und führte zu einem Radio Blackout (Moegel Dellinger Effekt) der die Kurzwelle von 1305 UTC bis 1325 UTC auslöschte. Auch kommende Woche ist erhöhte Sonnenaktivität vorausgesagt. In diesem kurzen Video der NASA, wird in eindrucksvoll schönen Bildern das gestrige Feuerwerk auf der Sonne zeitgerafft und in verschiedenen Wellenlängenbereichen gezeigt:

    NASA Video - X3.4 Flare 9Feb2024


    Auf der Aufzeichnung des Web SDR Twente ist der seltene Radio-Blackout um 13 Uhr UTC hier am Beispiele des 40m Bandes gut zu erkennen:



    73, Günter

    Woraus schließt du, dass es sich bei dem Tuner um einen Fuchskreis handelt?

    Zum Beispiel durch scharfes Hinschauen aufs Schaltbild :)




    mehr Info zum geerdeten Fuchskreis: http://oe1iah.at/Hardware/Antennen/FuchsAntenne.shtml



    Und wenn es sich um einen Fuchskreis handelt könnte man dann nicht L und C beim Aufbau variieren um ebenfalls 10 m abstimmen zu können?


    Grundsätzlich ja, siehe den vorstehenden Link.


    73

    Günter

    Das Buch von Wes Hayward ist zum letzten Mal 2003 als revidierte Version erschienen mit einem weiteren Nachdruck in 2009. Die von der ARRL aufgelegte Ausgabe von 2017 ist ein unverändertes Reprint der letzten Version aber ohne die damals beiliegende CD. ("This edition was not intended to include any changes of any sort" W7ZOI). Die ARRL weist ausdrücklich darauf hin, dass in der Reprint Ausgabe veraltete Links und Bezüge mit Stand 2003 enthalten sind.


    ARRL Reintroduces a Popular Classic — Experimental Methods in RF Design


    Die 2003er Ausgabe dieses hervorragenden Praxis-Buches ist mit etwas Suche als pdf Kopie im Web zu finden. Die Errata zu dem Buch ( 70 Seiten pdf) sind auf der W7ZOI Webseite herunterzuladen: http://w7zoi.net/emerrata.html



    Die Originalausgaben dieses Klassikers werden im Buchantiquariat zu stolzen Preisen gehandelt: https://www.abebooks.de/978087…o-Amateurs-0872598799/plp


    73

    Günter

    Zur Frage zur Enstehung von Mantelwellen die Erkenntnis: "Wenn wegen eines Tuners mehr Leistung an die Leitung abgegeben wird, dann gibt es auch mehr Mantelwellen, darum ist der Tuner als eine Ursache von Mantelwellen anzusehen."


    Ich dachte erst das wäre satirisch gemeint. Die logische Folgerung daraus ist: Die Hauptursache für Mantelwellen ist der Netzschalter. Denn so lange der Sender abgeschaltet ist, geht keine HF-Leistung raus und es gibt auch keine Mantelwellen. Warum ist da vorher noch keiner draufgekommen?


    Das war hier mal ein ernstzunehmendes technisches Forum.


    73, Günter

    Wahrscheinich ist dieses Papier von Wippermann gemeint


    https://www.dg0sa.de/langdraht.pdf


    mit dem Bezug auf dieses Bild.



    Die Zeichnung zeigt beispielhaft an einem LC angepassten Langdraht und den Kirchhoffschen Knotenregeln, wie an der durch Z = 2200 Ohm verusachten Stromaufteilung nach Masse ein Teilstrom als Mantelwelle geleitet wird. Das hat aber nichts ursächlich mit dem L-C Anpassglied zu tun. Das kann man weglassen und das L durch eine Brücke ersetzten, ohne dass sich an der Mantelwellenführung etwas ändert. Das Bild taugt mitnichten als Erklärung, dass ein Tuner Mantelwellen verursacht oder beiseitigen könnte. Im Gegenteil, DG0SA zeigt damit sehr deutlich, dass die Mantelwellenströme ab dem Enststehungsknoten um das LC-Glied Anpassglied herum fließen. Das geht auch aus dem verbal erläuterten Zusammenhang von DG0SAs Beispiel hervor.


    Jörg hat sich da in etwas verrannt.


    73

    Günter

    Nur mal so am Rande zum Nachdenken: Mantelwellenströme treten gleichermaßen bei reinen Empfangsantennen auf, auch bei perfekt angepassten Aktivantennen. Und da ist weit und breit kein Tuner und kein TX und keine ALC im Spiel. Die Entstehungsursache der Ausgleichsströme auf dem Kabelaußenmantel ist - äquivalent wie beim Sendebetrieb - in der Regel eine Unsymmetrie bzw. Potentialdifferenz gegen Erde. Abhilfe schafft eine/mehrere Verdrosselungen des Außenmantels im Kabelweg aber bestimmt kein Antennen-Tuner.


    73

    Günter

    Jörg, so leid es mir tut und ohne deine persönliche Integrität in Frage zu stellen, ich finde das sind viele Worte, aber wenig belastbare Substanz. Da werden plötzlich Sendeleistung, ALC, SWR und Antennenanpassgerät ohne faktische Begründung und nicht untermauert durch solide Quellen in einen scheinbaren Zusammenhang bei der Entstehung von Mantelwellen verschwurbelt. Im Widerspruch zu allen bisher gezeigten Simulationen und zu Literatur und Veröffentlichungen. Ich für mich möchte es an dieser Stelle dabei belassen. Wer lieber glauben möchte, dem wünsche ich viel Erfolg beim Wegstimmen von Mantelströmen mit dem Anpassgerät.


    73, Günter

    Max, die vorgenannten Quellen fassen das für Laien (Funkamateure) schon gut zusammen. Noch einfacher geht es meines Erachtens nicht ohne oberflächlich zu sein. HF-Technik ist nun mal nicht so ganz trivial. Insbesondere das Papier von Wolfgang Wippermann erklärt die Problematik von Grund auf in einfachen Worten und Darstellungen. Cebik und Rauch nähern sich analytisch unterstützt mit EZNEC Simulationen.


    Und wer möchte, kann gerne noch da stöbern, darin ist zumindest versucht, es einfach darzustellen: "Balun - verstehen, bauen, prüfen (pdf)"


    73

    Günter

    Auch wenn es nervt: es gibt keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Tuner. Anpassung, VSWR und Mantelwellenentstehung. Auch wenn diese Folklore scheinbar unausrottbar durch die Amateurlandschaft geistert.


    Zusätzlich zu den bereits genannten Papieren von Wippermann hier noch die anerkannten amerikanischen Weisen zum Thema der Entstehung von Mantelwellenströmen (Common Mode Currents)


    W8JI, Tom Rauch "Common Mode Currents"


    W8JI, Tom Rauch "Properly testing Baluns"


    Und ganz besonders mit vielen EZNec Simulationen
    W4RNL, L. B. Cebik "Common Mode picture show"


    Und wer gerne Youtube Videos schaut, hier ein verständlicher Vortrag (eng)
    Common Mode Current, what is it?


    Wer nach dem Durchackern immer noch meint, er müsse einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Mantelwellen und Anpassung postulieren, ohne dies mit den Kirchhoffschen Regeln begründen zu können, dann kann ich auch nicht weiterhelfen und passe.


    73

    Günter

    Richtig, und die unsymmetrische Last haben wir hier, wenn am Tuner keine Mantelwellensperre irgendeiner Art verbaut ist. Wenn der Tuner die Antenne optimal angepasst hat, also seinen Job gut erledigt,

    Jörg, die Anpassung eines TX an das Kabel mit Hilfe eines Tuners hat mit der Entstehung von Mantelwellen ursächlich nichts zu tun. Ob der Tuner an der Schnittstelle zum Kabel zur Antenne angepasst hat oder nicht ist für die Enstehung der Mantelwellen irrelevant. Sonst könnte man mit dem Tuner ja die Mantelwellen wegstimmen; und man weiß, das das nicht geht. Für Mantelwellenströme ist es egal ob ein Tuner in der Leitung ist oder nicht. Anpassung ist nicht ursächlich für Mantelwellen. Man kann perfekt abgestimmte Anpassung und dennoch Mantelwellen auf der Leitung haben und man kann Fehlanpassung ohne Mantelwellen auf der Leitung haben. Mantelwellen/Glöeichtaktströme und Anpassung/Fehlanpassung haben voneinander unabhängige Entstehungsmechanismen.


    Zutreffend ist, dass eine Mantelwellensperre diese Ausgleichsströme unterdrücken kann, egal ob in einem Tuner eingebaut oder separat. Das hat aber mit der Funktion des Tuners nichts zu tun. Ein Tuner passt nur konjuigiert komplex die Senderausgangsimpedanz auf die Impedanz am Eingang des Koaxkabels (nicht der Antenne) an, um maximale Leistung an die Leitung abzugeben. Existierende Mantelwellen bleiben davon vollkommen unbeeinflusst, genauso wie eine Fehlanpassung oben an der Antenne vom Tuner unten nicht beeinflusst wird.


    73

    Günter