Posts by DL4ZAO

    EAGLE fliegt davon.


    Autodesk hat EAGLE für 2026 abgekündigt. Danach gibt es nur noch die Produktentwickungssoftware "Fusion".


    https://www.autodesk.de/support/technical/article/caas/sfdcarticles/sfdcarticles/DEU/Autodesk-EAGLE-Announcement-Next-steps-and-FAQ.html


    Weiter heißt es von Autodesk:

    "EAGLE Free ist bis zum 7. Juni 2026 weiterhin verfügbar. Nach dem 6. Juni 2026 können Sie nicht mehr auf EAGLE Free zugreifen. Alternativ können Sie sich auch für das Autodesk Fusion for Personal Use-Abonnement registrieren, um Zugriff auf die kostenlose elektronische Umgebung zu erhalten. EAGLE-Konstruktions- und Bibliotheksdateien sind vollständig kompatibel mit der Elektronikanwendung Autodesk Fusion, die im Autodesk Fusion-Abonnement für den persönlichen Gebrauch enthalten ist."


    Vielleicht ein Wink, um langsam auf das kostenlose KiCad umzusteigen.


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    Günter

    Daran muss man sich gewöhnen, nicht Alles, was in Amateurfunkkreisen und im Web publiziert wird, macht auch technisch Sinn. Kritische Nachfragen sind durchaus angebracht. Generell gilt, ein Koaxialkabel, dessen Schirm nur einseitig angeschlossen ist, verhält sich nicht länger wie eine HF-Leitung. Bei kurzen Stücken fällt die das nicht immer gleich auf, aber schon bei einem halben Meter sieht man deutliche Welligkeiten in der Übertragung, die durch die Kabel- und Gehäuseresonanzen verursacht wird, denn die HF sucht sich dann Umwege nach Masse.


    73

    Günter

    Einige Bauanleitungen beschreiben die Anbindung über Koaxkabel, wo die Abschirmung einseitig an die PL-Buchse angelötet wird und auf Platinenseite offen bleibt

    Ungünstig und schädlich. Denn bei einseitige angeschlossenem Schirm wirkt ein Koaxialkabelstück wie ein Parallelkapazität zwischen Antennenanschluss und Masse.

    Dann besser nur ein kurzer unabgeschirmter Draht. So lange das in einem kleinen rundum gut leitenden Metallgehäuse untergebracht ist, ist bei den kurzen Leitungslängen für KW kein gravierender Nachteil zu erwarten.
    Am solidesten ist immer noch ein Stück Koaxialkabel - wie es sich gehört beidseitig mit Masse verbunden.


    73

    Günter

    Generell zeigen auch Metall-Metall Kontaktierungen zu einem gewissen Grad nichtlineares Verhalten und verursachen passive Intermodulationsprodukte. Das ist auch der Grund, warum bei Mobilfunk-Antennenanlage, wo Sender und empfindliche Empfänger die gleiche oder benachbarte Antennen teilen, für Antennen und Steckverbinder eine mindest Intermodulationsfestigkeit gefordert und spezifiziert ist. Sogar auf Leiterplatten oder in HF-Steckverbindungen entsteht passive Intermodulation.


    Artikel: Warum passive Intermodulation immer wichtiger wird.


    Zitat daraus:

    "Auf atomarer Ebene ist auch die best-polierte Kontaktfläche ein Gebirge, der Kontakt zwischen zwei Konnektor-Flächen ist auch bei hohem Anpressdruck eine große Zahl von Punktkontakten. Diese Metall-Metall-Kontakte verhalten sich stark nicht-linear (ähnlich wie Dioden-Kontakte) und tragen ebenfalls zu Passiver IM bei."


    73

    Günter

    Was strahlt denn am Koax ab? Doch nur das Signal, nichts anderes.

    Das Koax soll gar nichts abstrahlen. Es geht hier nicht um Oberwellen oder IM Produkte, sondern um einen dritten Leiter - den Außenmantel des Koaxialkabels - der als zusätzlicher "Antennen-Draht" strahlt. Es leuchtet wohl ein, dass ein dritter strahlender Draht an einer Antenne sowohl deren Anpassung als auch deren Abstrahlcharakteristik gravierend beeinflusst. Ganz abgesehen davon, dass man es tunlichst vermeiden sollte, einen strahlenden Leiter - den Koaxmantel - ins Shack zu führen. Gleichtaktsignale aka Mantelwellen unterdrückt man am besten am Enstehungsort. Dummerweise können das mehrere Ursachen-Orte sein, was mehr als ein Gleichtaktfilter erforderlich machen kann.


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    Günter

    Oft nur in Russland entwickelt, dann anderswo, häufig in China gefertigt und von dort erfolgt auch die Kaufwabwicklung, Zahlung und der Versand. Aber ich glaube nicht, dass Lab599 in Russland produziert. Die haben offenbar Distributoren überall auf der Welt.


    73

    Günter

    Eventuell müsstest du auch mal eine SWR-Kurve ohne Messkoppler als Vergleich machen, sonst wird es schwierig die Qualität des Messkopplers einzuschätzen.

    So wie ich Rene verstanden habe, ist sein Plot die Messung der Rückflussdämpfung seines urspränglich verwendeten Dummy.Abschlusses direkt am NWT. Vielleicht kann Rene kurz klarstellen, wie er das gemessen hat?


    73

    Günter

    Danke für die Messung Rene,


    Man sieht: die verwendete Dummy Load hat im günstigsten Fall auf 1,5 MHz etwas über 30 dB Reflexionsdämpfung, die sich bis 30 MHz auf ca. 13 dB verschlechtert. Es leuchtet ein, dass die Richt-Dämpfung des Kopplers nie besser eingestellt werden kann als die Reflexionsdämpfung des angeschlossenen Lastwiderstandes. Denn am Ausgang des Messzweiges erscheint - so wie es sein soll - eine Leistung, die der Reflexionsdämpfung der angeschlossenen Last proportional ist. Das erklärt, warum mit dem schlechten Abschluss die angestrebten 40 dB Richtschärfe nicht eingestellt werden konnten. Und es bedeutet im Umkehrschluss: um die Richtschärfe eines Messkopplers zu justieren, muss man den Durchgangszweig mit einem Abschlusswiderstand terminieren, dessen Reflexionsfaktor besser ist, als die angestrebte Richtschärfe des Messkopplers.


    Als Nebenanmerkung sei gestattet auf die Proportionen hinzuweisen, über die wir hier reden. Ein Reflexionsfaktor von 30 dB entspricht einem VSWR von 1,05. Ein Reflexionsfaktor von 13 dB entspricht einem VSWR von 1,6. Werte ab 30 dB sind m. E. für eine VSWR Anzeige als hinreichend genau anzusehen. Für die Anwendung als genaues Messgerät ist es natürlich schöner, bis 40 dB Reflexionsdämpfung messen zu können.


    Tabelle Reflexionsdämpfung <> VSWR


    73

    Günter

    Hallo Rene,

    der eigentliche Grund für den Thread hat sich ja glücklich erledigt, aber die Ursache für die ursprüngliche Fehlanzeige, die anfangs verwendete Dummy Load, weckt mein Interesse. Du hast ja einen FA-NWT, und vielleicht auch die dazugehörige VSWR Brücke. Könntest du bitte mal die Rückflussdämpfung/VSWR dieser Dummy messen und posten? Es wäre interessant zu wissen, welche Fehlanpassung am Ausgang des Kopplers zu der beobachteten Abweichung bei der Einstellung der Auskoppeldämpfung am Messausgang des Kopplers führt.


    73

    Günter

    Danke für die Info, Rene.

    Schon eigenartig, von einem 50 Ohm Abschluss Widerstand eines Kalibriersets sollte man annehmen dürfen, dass er zumindest auf den relativ niedrigen Frequenzen des Nutzfrequenzbereichs des Kopplers genau ist . Sollte das nicht der Fall sein, wäre nämlich auch die Kalibrierung des VNA fehlerhaft und die Messungen ergeben unzuverlässige Werte.


    Mein Vorschlag, lass den Abschlusswiderstand, wenn es möglich ist, bei einem befreundeten OM mit entsprechenden Messmitteln überprüfen, damit du Gewissheit hast. Da dieser VNA-Kalibrierabschluss ein SMA Teil ist, der Messkoppler aber UHF Norm Steckverbinder hat, kann auch noch der Adapter UHF-SMA als Unsicherheitsfaktor in Frage kommen.


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    Günter

    Gut dass Theorie und Praxis wieder im Einklang sind.

    Die Frage nach dem ordnungsgemäßen 50 Ohm Abschluss stand von Beginn an im Raum. Du hast in deiner Messaufbauskizze zwar einen 50 Ohm Abschluss gezeichnet, der offenbar aber keiner war. Gut dass Ingo daran gezweifelt hat.
    Rene, was wurde denn als Abschluss verwendet?


    73

    Günter

    Ja, Sonne, Mond uns Sterne sind seit tausenden von Jahren von allgemeinem Interesse für die Menscheit, warum also nicht auch für den Deutschlandfunk. Die einen sagen heute damit die Zunkunft voraus, andere beschäftigten sich schon vor hunderten von Jahren mit wissenschaftlicher Akribie damit und manche wurden deswegen als Ketzer verfolgt.


    Wikipedia: "Erste Beobachtungen von Sonnenflecken und Eruptionen sind bereits aus dem 4. Jh. v. u. Z. durch Theophrastus von Ephesos überliefert. Seit 1610 werden Sonnenflecken systematisch und mit Teleskop beobachtet und gezählt."


    73

    Günter