Posts by dj3ei

    Gut funktioniert eine Free-Soft / Open Source Software, die noch ziemlich frisch auf dem Markt ist. Der Name ist "wfview" .

    Danke, Bert!


    Erst gestern bin ich dazu gekommen, wfview auszuprobieren. Kurzzusammenfassung: 👍

    Bericht mit Details: Eine kleinen Installations- und Konfigurationsorgie nach Anleitung, dann konnte ich ein QSO führen. Betriebsart JS8 mit Programm JS8Call, Verbindung PC-TRX nur über WiFi, ohne Kabel zwischen den beiden. OS auf dem PC Debian GNU Linux (derzeit noch Version Buster). Software Wfview und JS8Call beides selbst kompiliert.

    Einschub: JS8 funktioniert ähnlich wie FT-8 und das Programm JS8Call ähnlich wie WSJTX, aber mit interessanten zusätzlichen Features: Einmal kann man damit gut QSOs mit Inhalten führen jenseits von 599 / 73. Andererseits macht JS8Call aus der eigenen Funkstation so eine Art Mailbox. Das macht alles Spaß und wäre einen eigenen Thread wert.


    Allerdings funkt das WLAN-Modul im IC-705 leider nur auf dem 2,4 GHz-Band. Hier in der Großstadt Berlin herrscht auf hoffnungslos überbelegten Kanälen Hauen und Stechen. Je nachdem, was die liebe Nachbarschaft gerade so treibt, stockt die Verbindung immer wieder. Das kenne ich auch von anderen Geräten und es war beim IC-705 gestern auch so. Normalerweise nutze ich für WLAN 5 GHz, da ist alles ruhig und fluffig.


    Das erste QSO lief glatt und problemlos. Beim zweiten QSO hakte und öste es dann gewaltig. Das Gesamtsystem aus Wfview, Audio Loop und JS8Call ist nicht besonders gut darin, nach einer Unterbrechung alles wieder selbstständig ins Lot zu bringen. Ich wechselte dann im laufenden QSO von WiFi auf USB zurück. Es hat dann aber "ewig" lange gedauert, bis ich wieder senden konnte. Lange fummelte und fummelte ich mit verschiedenen Audiodevices aus der langen Liste, aber der TRX sendete ums Verrecken nicht. Glücklicherweise ist der QSO-Partner von gestern ein guter Freund und wir hatten einen Seitenkanal über den Messenger "Signal". Endlich fiel mir ein, dass ich nicht nur am PC fummeln muss, sondern auch im IC-705 die Sendemodulation von WiFi auf USB zurück konfigurieren 😳.


    Mein Fazit also: Wfview funktioniert. Das 2,4 GHz-WLAN des IC-705 ist nicht mehr zeitgemäß.


    Vy 73, Andreas, DJ3EI

    Hallo, Ihr Lieben,


    hier meine 2c: TL;DR: Ich hab mir vor einigen Monaten den IC-705 gekauft, fand den Preis zum Schlucken aber bin mit dem Gerät bisher sehr zufrieden.


    Jeder Jeck ist anders... Hier ein paar Highlights aus meiner persönlichen Sicht:


    Ich wohne in einer Stadtwohnung mit provisorischer Antennensituation (Abbau nach jeder Funkaktion), bei der eine Selbstbeschreibung keinen Sinn macht. Da habe ich keine Lust, Geld auszugeben für einen 100 W TRX und einen 100 W Antennentuner und ein 200 W Netzteil und und und.


    Dipolantennen, Flachbandkabel und ein Z-Match (ZM4) koppeln den TRX mit dem Äther. Zum Abstimmen kann ich die Sendeleistung sehr weit runterdrehen auf ein paar Milliwatt (1 % auf der Anzeige). Die eingebaute SWR Balkenanzeige funktioniert immer noch prima. Wenn ich damit das SWR auf 1 runterdrehe habe, ist sie bei vollen 5 Watt meist immer noch bei 1, schlimmstenfalls mal bei 1,2 oder so.


    Selbst mit dem kleinen mitgelieferte Akkuchen habe ich schon eine GMA-Aktivierung von zwei Stunden oder so gestemmt, und er war noch nicht restlos leer. Die Anzeige lässt sich übrigens auch im Freien ganz gut ablesen.


    Für mich ist der IC-705 die ultimative Kontestmaschine. Ich habe den IC-705 erst gekauft, als die Messwerte an verschiedenen Stellen publiziert wurden und die fand ich ok. Für meine konkrete Antennensituation reicht die Großsignalfestigkeit allemal. Die Wasserfallanzeige ist Klasse! Im S&P-Modus habe ich ein nicht so volles Band viel schneller abgegrast als mit "Durchkurbeln" mit meinem Blue Cool Radio. Außerdem bin ich jetzt auch auf 10, 12 und 15 m QRV und obendrein in SSB. Meine persönliche Bestleistung bei der IARU HF habe ich erheblich verbessert.


    Kleine SD-Karte in das Gerät gesteckt und es nimmt alles auf, was so passiert. Das finde ich nett.


    Integration mit dem Computer war für mich ein Thema. Die gute Nachricht: Jetzt funktioniert das. Ich genieße den für mich neuen Comfort einer CAT-Steuerung beim Contest: Standardkram wird auf Tastendruck direkt aus dem Logprogramm gesendet (ok, das war mit der Speichermorsetaste auch noch relativ komfortabel), bei Bandwechsel muss ich nicht mehr daran denken, dem Computer Bescheid zu geben und im Log landen die genauen Frequenzen, und ich brauche keine extra USB-Soundkarte mehr auf dem Stationstisch (die im Laptop taugt nichts). Vergleichsmaßstab bei mir war das Blue Cool Radio, für viele von Euch wird CAT-Steuerung eine alte Jacke sein.


    In der Tat wollte ich partout ein USB-Kabel zwischen TRX und PC und nix sonst. Ich habe mir etliche andere Geräte angeschaut, ehe ich zum IC-705 gegriffen habe. Jedes Gerät, dass immer noch Line-in und Line-out anbietet für die NF und USB zwar hat, aber nur für CAT nutzt, fiel bei mir sofort durch. Nein, danke; ich bin den Kabelsalat leid.


    Das hat am Anfang ziemlich rumgezickt: Ich hatte HF auf dem USB-Kabel, was mein Laptop gar nicht mochte (bis zum Absturz). Inzwischen habe ich das einigermaßen im Griff, geholfen haben ein Ferritring, durch den das USB-Kabel zwischen TRX und PC mehrfach gewickelt ist und ein weiterer für das Koaxkabel zwischen TRX und Z-Match. Ich hatte gedacht, mein Z-Match arbeite als symmetrischer Tuner, und meine Dipolantennen einschließlich Flachband-Antennenkabel sind auch einigermaßen symmetrisch, aber augenscheinlich habe ich doch Mantelwellen.


    Ich habe auch versucht, die Steuerung des IC-705 über WLAN ans Laufen zu kriegen. Leider bietet ICOM die entsprechende Software nur für Windows an, und Windows kommt mir nicht ins Haus, ich bin zufriedener/dogmatischer Linuxnutzer seit Anfang der 90er Jahre. Es gibt eine alternative Opensource-Software für Linux. Ich habe den Empfang damit ans Laufen bekommen, aber bei ersten Sendeversuchen stottert der TRX, das funktioniert bei mir noch nicht. Irgendwann will ich da mal ran und schauen, ob ich das repariert kriege; ist ja schließlich Open Source und ich kann programmieren. Aber bisher fehlte die Zeit dazu.


    Was prima funktioniert: Endlich bin ich auch auf 2 m in CW und Digimodes QRV! Von Berlin aus im 2 m-Band auf Bornholm gehört zu werden, das hat was! (Mit meiner üblichen Bandleitungsantenne und laut PSK-Reporter, kein QSO.) Und ich brauche für das wöchentliche CW-Trainings-QSO mit meinem Freund und OV-Kameraden Bernd meine 20 m - Antenne nicht mehr aufbauen: Auf 2 m reicht diese Bandleitungsantenne aus dem Zimmer heraus.


    Mit der Bedienung komme ich gut klar. Was ich im laufenden Betrieb brauche, ist "vorne". Die Menüs "hinten" finde ich recht gut sortiert. Ich habe für sowas ein schlechtes Gedächtnis und bin über Handfunken-Einstellungen schon oft schier verzweifelt; beim IC-705 kommt es selten vor, dass ich in die Bedienungsanleitung schauen muss.


    Ich habe mir meinen IC-705 vom Händler für 60 m öffnen lassen. Mein "Hoflieferant" Dathe hat das kostenlos erledigt.


    Sauer war ich, dass ICOM schon großflächig Werbung für den IC-705 geschaltet hat, als das Ding noch gar nicht verfügbar war am Markt. Und diese doch nicht ganz unwichtige Tatsache wurde in der Werbung verschwiegen. Solches Geschäftsgebaren mag ich nicht. Eine kleingedruckte Zeile irgendwo in der Anzeige "voraussichtlich lieferbar ..." oder so hätte mir schon genügt. Wenn das fehlt, diagnostiziere ich mangelnde Kundenorientierung des Anbieters. Viele andere hat das nicht gestört. Nun, jeder Jeck ist anders.


    Das erstaunlich kleine Format fasziniert. Allerdings graust es mir bei der Vorstellung, das Ding jemals aufzuschrauben - ich bin handwerklich nicht sonderlich geschickt und dem Vernehmen nach geht es da eng eng eng zu innen. Um die Ablesbarkeit auf dem Schreibtisch zu erhöhen, will ich mir irgendwann mal einen Ständer bauen.

    Die Bedienungsanleitung verlangt an der DC-Buchse offizielle 13,8 Volt +/- 15%. Und man soll das Gerät nicht ohne Akku betreiben. Auch hier vermute ich mangelnde Kundenorientierung, diesmal beim Abfassen dieser Anleitung. Ich habe den IC-705 jedenfalls auch schon an weniger betrieben und natürlich funktioniert das. Der eingebaute Akku liefert ja auch nur 7,8 V. Und natürlich kann man den abmachen und das Kistchen tut weiter, über DC versorgt.

    Dass man das Akkuchen notfalls auch per USB-Buchse laden kann, ist vielleicht nützlicher, als man zunächst denken mag.

    Also: Ich bin mit dem Gerät recht zufrieden. Teuer, ja, aber ich bekomme was geboten, was zu meinen Anforderungen passt. Bisher habe ich meinen Spaß mit dem Gerät.

    Vy 73, Andreas, DJ3EI

    Nochmal Danke, Andreas!


    Ich konnte auf Anhieb kompilieren! sudo apt-get install gputils, dann musste ich noch LINKERSCRIPT=/usr/share/gputils/lkr/16f877a_g.lkr) ändern, und schon lief die Sache. So leicht hatte ich mir das nicht vorgestellt! Cool! In meinem Fall Debian Jessie, funktioniert vielleicht auch unter Ubuntu.


    Zwei kleine Bitten hätte ich noch an Dich:


    a) Mich interessiert, welche Version der Sourcen das jetzt ist. Version 1.6, richtig?


    b) Bist Du noch so nett, zu überprüfen, ob deine Datei mc.hex (gerne von vor ein paar Jahren) dieselbe SHA256 hat, die bei mir rausgekommen ist?

    Code
    $ sha256sum mc.hex
    f305609270c253750b459b912be9836ff27b22804f05c0b189892e7b405eb536  mc.hex

    Du schreibst noch etwas pessimistisch:

    Unter Windows wird es nicht zu kompilieren gehen.

    Doch, keine Bange! Zumindest, wer als Windowsuser bereit sind, sich Docker zu installieren, der kann das auch auf Windows kompilieren. Wer es nicht weiß: "Docker" bedeutet, dass man ein kleines Linux unter Windows laufen lässt. Damit geht das bestimmt! Zumindest das Compilieren. Wie man die fertige .hex - Datei dann auf den PIC brennt, ist eine andere Frage.


    Wenn da irgendjemand Interesse hat, kann ich schnell mal eben das Nötige zusammenstellen (definitiv noch dieses Jahr 😉). Das ist eine Fingerübung. Ich mach sowas auf dem Job auch dauernd.


    Es grüßt (sehr zufrieden mit dieser Entwicklung)


    Andreas, DJ3EI

    Ihr Lieben!

    Willst Du damit allen Ernstes ein vor 15 Jahren festgelegtes Konzept kritisieren und eine Überarbeitung einfordern ???

    Ich beantworte diese (rhetorischen) Fragen mal, als wären sie ernst gestellt. Aber natürlich tue ich das nicht für Holger, sondern nur für mich selbst.


    Kurzversion: Ja und Nein.


    Langversion: Ich habe Spaß an meinem BCR und würde es gerne noch viele Jahre weiter benutzen können.


    "Einfordern" will ich aber gar nichts. Schon gar nicht von Andreas (dl4jal).


    Einschub direkt an Andreas: Du hast das Ding damals programmiert und dafür herzlichen Dank! Du lieferst hier (für mich) wertvolle Informationen und Ratschläge und dafür gleich nochmal herzlichen Dank! (Dass ich Deinem Hardwareerweiterungsvorschlag gegenüber etwas skeptisch bin, tut dem keinen Abbruch.) Wenn Du nicht außerdem nach Jahren das Programmierfass wieder neu aufmachen magst und kannst, das kann ich gut verstehen.


    Aber "ist so und da kann man nix machen"? Mag ich auch nicht akzeptieren. Die Hardwarelösung, die Andreas vorschlägt, ist mir suspekt - für meinen Geschmack eher eine Notlösung. Nennt er ja auch selbst so. Eine Softwarelösung wäre mir lieber. Dass ich damit ein Konzept kritisiere, nehme ich billigend in Kauf, ja. Dass das Konzept 15 Jahre alt ist, stört mich nicht. (Übrigens kann man das BCR auch heute noch kaufen im QRP-Shop.)


    Frage an Peter, DL2FI: Unter welchen Umständen wärst Du bereit, den alten Sourcecode heraus zu geben, damit man die Software verbessern kann? Ich kann programmieren, auch µC und Assembler, und würde mir die Sache mal anschauen wollen. Das geht also jetzt weniger in die Richtung "Überarbeitung einfordern" als "Überarbeitung anbieten". (Obwohl ich dieses Jahr ziemlich garantiert nicht dazu kommen werde, dazu habe ich schon zu viel anderes laufen.)


    Kurzfristig habe ich vor, verschiedene Hardwareerweiterungen so lange auszuprobieren, bis ich eine finde, die für mich gut funktioniert. Die von Andreas ist ein Kandidat. Ich will aber anfangen mit einen einfachen Widerstand von 4,7k zwischen Pin RB1 und +5V. Wenn meine These stimmt, dass eine Kombination von Schwingen und Übersprechen das Problem verursacht, reicht das vielleicht schon.


    Es grüßt Euch alle herzlich


    Andreas

    Hallo, Ihr Lieben,


    ich bin ja ein neugieriger Mensch und habe noch ein bisschen weiter darüber nachgedacht, was mit meinem BCR eigentlich los ist.


    Das nervige, nervige Symptom: Ich drehe etwas, und die Frequenz springt (gelegentlich) blitzartig. Ich erlebe es (zu) oft, dass sie um zum Beispiel 200 kHz weiter gesprungen ist. Übrigens immer nach oben, nie nach unten.


    Wie kann das passieren?


    Wenn der gerade schaltende Kontakt einfach nur prellt? Das reicht nicht.


    Da springt die Frequenz in die eine Richtung und anschließend wieder zurück in die andere Richtung. 200 mal meinetwegen, obwohl ich 200 Prellvorgänge schon ziemlich unplausibel finde. Aber die Frequenzverstellung bei diesen ganzen Prellvorgängen ginge immer vor und sofort wieder zurück. Am Ende des Prellens wäre die Frequenz genau um das eine kHz (oder um 100 Hz oder 10 Hz je nach Einstelllung) weiter, wo sie hin soll. Nur zwischendurch halt Wackelei. Damit könnte man ja noch leben.


    Wie ich die Sache verstehe: So lange eines der beiden Signal konstant ist, kann die Frequenz gar keine 200 kHz weiter springen. Da kann das andere Signal herumtanzen, wie es will.


    Ein derartiges Frequenzhopsen kann ich mir aber anders erklären: Wenn da zwischendurch etwas ins Schwingen gerät.


    Ich meine, etwas gelesen zu haben, dass TTL-Buffer im PIC zu Instabilitäten neigen, wenn man langsam steigende oder fallende Signale an die Pins gibt. (Ich habe dazu aber keine Quelle. War das hier im Forum irgendwo?)


    Ein Frequenzsprung, wie ich ihn erlebe, kann dann entstehen, wenn die Elektronik hinter dem einen Pin schwingt und die Schwingungen auf den anderen Pin koppeln. Hinter dem anderen Pin steckt ja dieselbe Elektronik, die also mit der selben Frequenz grundsätzlich schwingungsbereit ist. Und das erklärt auch die hohe Zahl, dass die Frequenz (manchmal) 200 kHz weiterrutscht (ist mir vorgestern noch passiert).


    Das kann ich mir das dann vorstellen, wenn beim Drehregler selbst beide Kontakte gerade offen sind. Dann liefert der Drehregler selbst keine geordneten Verhältnisse mehr, sondern lässt das Potential in der Luft hängen.


    Es grüßt Euch


    Andreas

    Danke für die Beiträge!


    Ich hab inzwischen ein bisschen herumgesucht. Hier ein paar Rechercheergebnisse:


    Im BCR gehen die beiden Drehreglerdrähte laut Manual an die Pins 36 und 37 des PIC16F877PLCC. Das sind die Anschlüsse RB0 und RB1.


    RB0 ist ein flankengesteuerter Interrupt. Irgendwo auf dem Weg zwischen Pin und Interruptlogik ist ein Schmitt-Trigger. Über die Größe der Hysterese sagt das PIC-Datenblatt leider nichts, aber es gibt sie. Dagegen ist RB1 einfach nur ein Input-Pin mit einem TTL-Input, ohne Schmitt-Trigger.


    Das Datenblatt des PIC sagt außerdem, dass die (im BCR benutzte) interne Pull-Up Stromquellen sind, die irgendwas zwischen 50µA und 400µA liefert, typisch 250µA.


    Der Drehgeber von meinem BCR hat 30 Rastungen pro Drehung. Beim Hersteller Alps finde ich auf der Webseite derzeit vier Drehregler mit 30 Rastungen ("Detents"). Bei jedem dieser vier steht im Datenblatt, dass man den Regler mit mindestens 1 mA Durchflussstrom betreiben soll. Wir betreiben nur mit einem Bruchteil davon.


    Bei uns im OV war im Zusammenhang mit Relaiskontakten gelegentlich von "alten Hasen" zu hören, dass man die nicht mit zu wenig Strom betreiben soll. Im Laufe der Zeit hören die Relais sonst auf, sauber zu funktionieren. Der Strom "putzt" die Kontakte, wenn man ihn nur lässt. Auch bei Morsetasten hört man gelegentlich den Rat, genug Strom drüber laufen zu lassen. Ob es bei Drehgebern einen ähnlichen Zusammenhang gibt? Wenn ja, könnte ein Widerstand von je 4,7 kΩ nach +5V ein Teil der Lösung sein...


    Und alle vier Datenblätter warnen einstimmig davor, dass man die ersten drei Millisekunden nach der Schaltflanke mit Prellen rechnen muss. Das verstehe ich schon so, dass der Hersteller eine Timer-gesteuerte Software-Entprellung empfiehlt.


    Andreas - welche schlechten Erfahrungen hast Du damit gemacht? Es ist lange her... Aber erinnerst Du Dich noch an Einzelheiten?


    Ich habe schon überlege, mir einen neuen Drehregler zu besorgen und den mit größeren 4,7 kΩ Widerständen nach +5V einzubauen. Aber wenn ich dann mit einem Kondensator für 3 ms Ruhe erzwingen wollen würde statt mit Software, bräuchte ich einen Kondensator bei 3 µF. Da habe ich dann wieder Angst vor zu viel Kurzsschlussstrom. Bei den 250µA typischen Strom aus dem PIC bräuchte man übrigens über den Daumen gepeilt immer noch einen Kondensator von 500 nF, wenn der 3 ms brauchen soll, um sich auf nicht mehr als 1,5 V aufzuladen.


    Dass unsere BCRs überhaupt so gut funktionieren, wie sie es tun, spricht wirklich für die Qualität der Drehregler! - Die wir komplett außerhalb dessen betreiben, was das Datenblatt rät.


    Es grüßt (etwas ratlos, was nun tun)


    Andreas, DJ3EI

    Hallo, Andreas,

    Hallo, hier meldet sich der noch der Softwareschreiber zu diesem Thema. Die 10n sind bestimmt eine gute Idee. Eine SW-Entprellung gestaltet sich in diesem Fall schwierig, da ueber die Schaltflanke des Drehgebers ein Interrupt ausgeloest wird und die Schritte werden in der Interruptroutine verarbeitet. In den Interruptroutinen muss der Programmablauf sehr schnell erfolgen (der Mithoerton z.B. wird auch in dieser Routine generiert). ...

    Ah! Danke für die Erhellung!


    Ich habe da so eine Idee: Zum Entprellen währen der Behandlung des Interrupts weitere Drehregler-Interrupts erst einmal abstellen. Statt dessen einen Timer loslaufen lassen; über den Daumen gepeilt so 20 ms rum. Wenn die Timerzeit und das Prellen vorbei sind (neuer Interrupt), erst dann den Drehregler-Interrupt wieder einschalten. Bzw., um Deinen schönen Trick mit der Verdopplung zu nutzen, erst dann den umgekehrten Interrupt wieder einschalten.

    Würde das gehen?


    Würde das gehen, ist aber zu kompliziert, um es tatsächlich umzusetzen?


    Völliger Blödsinn?


    Was meinst Du?


    Vy 73 de Andreas, DJ3EI


    Nachtrag:

    (der Mithoerton z.B. wird auch in dieser Routine generiert)

    Perfekt! Die hier benutzte Zeitbasis kann man dann für diesen Zweck gleich mitbenutzen.

    Gut, dass es diese alte Diskussion noch gibt!


    Ich habe mein BCR seit Jahren regelmäßig in Betrieb und es wird bei mir nach und nach immer schlimmer mit der Springerei. Heute war es dann so weit: Ich konnte überhaupt nicht mehr normal über das Band drehen, ständig Sprünge, sehr nervig. Ich versuche es mal mit den Kondensatoren. Auf die Idee wäre ich von alleine nicht gekommen!


    Falls nochmal eine neue Softwareversion für das BCR erstellt wird (würde), kann (könnte) man das Problem elegant ein für alle Mal im Controller lösen. Wenn der 200 Impulse in wenigen Millisekunden sieht - das sollte er einfach nicht ernst nehmen bzw. nur den ersten Impuls.

    Ich kenne mich da nicht genau aus - aber liefert so ein Drehgeber nicht zwei phasenverschobene Signale? Was gibt der Drehgeber ab, wenn beim BCR die Anzeige springt? Prellen dann beide Signale?


    So lange nur eins prellt, sollte das per Software sehr einfach erkennbar sein.


    Egal. So lange will ich nicht warten, bis ich mein BCR wieder einsetzen kann. Also Schraubendreher, Kondensatoren und Lötkolben ausbuddeln und schauen, ob die Kur mir auch hilft!


    Vy 73, Andreas

    Ihr Lieben,


    wenn jemand eine Personengruppe als behindert darstellt und auf diese Tour kritisiert, das geht ja so was von überhaupt gar nicht. Klar.


    Aber, wenn ich mir den Text so durchlese, dann frage ich mich, ob das wirklich so gemeint war. Oder nicht einfach nur ungeschickt ausgedrückt ist?


    Nochmal die entscheidende Stelle:

    Quote

    Sicher, wer hohe Berge erklimmt, trägt natürlich nur geringe Last (Batterien), und dem zur Folge kleine Leistung mit sich. Dafür gibt es auf den Bändern extra QRP-Bereiche. (Frequenzabschnitte für Funker mit "Behindertenausweis“ = eingeschränkte technische Möglichkeiten)

    Kann man das nicht auch ganz anders verstehen?


    Einem Behinderten, noch dazu mit Ausweis, wird jeder rücksichtsvoll begegnen.


    Wenn jemand auf einen hohen Berg klettert, kann er natürlich nur wenig Energie nach oben schleppen. Er hat also selbstverständlich nur geringe Leistung und nur eingeschränkte technische Möglichkeiten. Ist halt auf einem Berg. Da ist es sozusagen amtlich, fast so, als hätte derjenige einen Ausweis.


    Diesen Leuten gebührt auch, dass ihnen rücksichtsvoll begegnet wird, genauso wie das einem Behinderten gebührt. Deshalb sind ja extra QRP-Bereiche ausgewiesen, wo sie sich tummeln können.


    Könnte der Text auch so gemeint sein? Ich vermute, er ist es.


    Anders verstehe ich weder das "Sicher" am Anfang noch das "natürlich" in der Mitte. Beides sind doch Worte, die eine Zustimmung durch den Autor ausdrücken.


    Würde er diese beiden Worte in den Text schreiben, wenn er alle QRP-Funker, auch die nicht anders können, in einen Topf werfen will? Ich denke, nein.


    Also ist der Vergleichspunkt tatsächlich die Rücksichtname, die jeder Mensch gerne Behinderten entgegenbringen wird und jeder Funker QRP-Funkern, die nicht anders können.


    Ich empfinde diesen Vergleich als extrem ungeschickt. Weil man schnell denken kann, es würden die QRP-Funker auf üble Weise mit Behinderten gleichgesetzt (was beide diffamieren würde). Was ja, noch mal, gar nicht geht. Das ist klar.


    Der Text baut eine Falle für dieses Missverständnis.


    Aber es geht an der Stelle eben nicht um alle QRP-Funker. Sondern hier geht es um solche, die aus guten Gründen nicht anders funken können als mit kleiner Leistung. Denen empfiehlt er, die QRP-Bereiche zu nutzen und allen empfiehlt er (gerade durch seinen Vergleich), sie rücksichtsvoll zu behandeln.


    Doof formuliert, das. Wenn ich in der Redaktion gesessen hätte, hätte ich das auch nicht durchgewunken, genau wie Peter (DL2FI) auch. Dieselbe Sache kann man problemlos auch ohne anrüchigen Vergleich sagen.


    Aber, wenn meine Interpretation stimmt, ist es soooo schlimm dann auch wieder nicht gemeint gewesen.


    Es grüßt Euch alle


    Andreas, DJ3EI


    (der in seiner Mietwohnung kaum eine Chance hat, eine Selbsterklärung abzugeben, und daher auch fast immer auf 10 W EIRP eingeschränkt ist)

    Moin, Erich und Ihr anderen,


    erst einmal kann ich heftig bestätigen, dass es einfach Spaß macht, so etwas zu entwickeln!


    Ich habe seit Anfang des Jahres ein selbstprogrammiertes Ührchen im Betrieb - aber mit etwas anderer Zielsetzung: Es soll mir nachts im Schlafzimmer die Zeit zeigen.


    Als besonderes Schmankerl betreibe ich das Ding nicht (direkt) aus der Steckdose, sondern über vier Mignonakkus der 2Ah - Klasse. Die ich nicht öfter als einmal in etwa drei Monaten austauschen will. Damit ergab sich die Zielsetzung, den Gesamtstromverbrauch unter 1 mA zu halten.


    Das habe ich hingekriegt. Die CPU (ein ATMega16L in meinem Fall) pennt fast die ganze Zeit. Die sechs LED-Ziffern (jede Siebensegment plus ".") werden 128 mal in der Sekunde für je 30 µs unter Strom gesetzt. Das gibt eine fürs dunkle Schlafzimmer angemessene Helligkeit bei einem Gesamtenergieverbrauch bei 1 mA wie geplant.


    Ich habe blöderweise die Dioden mit Vorschaltwiderständen von 470 Ohm an den µC angeschlossen. Hätte ich hier kleinere Werte benutzt, könnte ich die LEDs für die gleiche Helligkeit noch kürzer aufleuchten lassen und die CPU würde länger schlafen.



    Ich lerne gerade, wie ich die Ungenauigkeit des Uhrenquarzes (Frequenz zu hoch) durch
    einen numerischen Ozsillator so zurechtstreicheln kann, daß eine genauer laufende
    Uhr dabei herauskommt.


    Ich habe das wie folgt gelöst: Meinen 32768Hz Uhrenquarz ausgemessen, indem ich die Uhr einfach im Spätsommer einige Wochen habe laufen lassen und über die Abweichung Buch führte. Er schwang etwa 32767,25 mal pro Sekunde.


    Mein Uhrenquarz hängt am Timer2. Ich kompensiere die Abweichung, indem ich bei jedem Timer2-Überlauf (also 128 mal in der Sekunde, wenn mein Quarz genau wäre) im Interrupthandler die Zahl 33.555.198 zu einem 32bit - Wert addiere. Wenn bei dieser Addition der 32bit - Wert überläuft, ist eine Sekunde um. Ginge mein Quarz genau, würde ich 2 ** 32 / 128 = 33.554.432 addieren.


    Nach Weglassen von hier unwichtigen Details sieht das in C so aus:



    Das Hauptprogramm, durch den Timerüberlauf-Interrupt mit aufgeweckt, bucht die Sekunden von der seconds Variable runter (zieht 1 ab, wenn da was ist) und dort rein, wo die LEDs gefüttert werden, die anschließend aufleuchten.


    Weitere Schmankerl:


    • Als "User Interface" benutze ich einen Bananenstecker (an Masse), den ich auf Heftzwecken tippe. Damit kann ich die Uhr stellen und auch beliebig zwischen den Zeitzonen UTC, MEZ und MESZ wechseln. (Ich hätte auch Taster nehmen können.)
    • Der ADC misst einmal alle zehn Sekunden die Batteriespannung. Sind die Akkus schon ziemlich erschöpft, werden die Sekunden nicht mehr angezeigt: Zeit für den Akkuwechsel. Sinkt die Akkuspannung weiter, geht die Anzeige ganz aus, damit die Uhr noch möglichst lange weiter läuft.
    • Den Akkuwechsel überbrücke ich mit einem 1F - Kondensator.
    • Ebenfalls per ADC greife ich alle zehn Sekunden die Helligkeit der Umgebung mittels einer Fotodiode ab. Ich könnte die LEDs dann passend heller regeln. Aber damit wäre der Akku zu schnell leer. Ich mache statt dessen die LEDs ganz aus, wenn es hell ist (dann kann ich schließlich auch meine Armbanduhr erkennen). Nur zu jeder vollen Stunde wird kurz mit der nötigen Helligkeit angezeigt, falls ich gerade im Radio DLF höre und mit dem Zeitzeichen vergleichen will.
    • Es wird derzeit kälter in unserem Schlafzimmer, wodurch die Uhr jetzt ungefähr eine Sekunde in drei Wochen nach geht. Um hier noch etwas heraus zu holen, habe ich an den Quarz mit Heißkleber einen LM335 Temperatursensor gebabscht. Ich habe vor, gelegentlich die Temperaturkurve des Quarzes zu erfassen. (Ein GPS-Modul dafür habe ich.) Dann kann ich statt mit der festen Zahl 33.555.198 mit einer zur Quarztemperatur passenden Zahl kompensieren.


    Alle ADC-Messungen gehen gegen die eingebaute Referenz. Spannungsteiler reduzieren die zu messenden Spannungen sinngemäss. Damit diese Spannungsteiler nicht den Akku nach und nach leer saugen, werden Fotodiode oder Temperatursensor überhaupt nur während der Messungen unter Strom gesetzt, über einen jeweils dazu dedizierten IO-Pin. Die Batteriespannung wird analog auch nicht direkt gemessen, sondern die Ausgangsspannung an einem IO-Pin, ebenfalls durch Spannungsteiler passend reduziert.


    Ich habe jeden Abend kurz vor dem Einschlafen meine Freude an meinem "Ührchen", das oben auf dem Kleiderschrank still und ohne jede Blendwirkung seinen Dienst tut.


    Ich wünsche auch Euch solche Zufriedenheit mit Euren Selbstbauprojekten!


    73, Andreas

    Hallo, alle,


    ich war da noch nie, überlege aber heftig, das heuer zu ändern...


    Derzeit habe ich mir zusammen gesucht, was andere vielleicht auch interessieren wird: Koordinaten 50,94186°Nord 11,79314° Ost, Link auf die Openstreetmap-Karte mit Marker: http://www.openstreetmap.org/?…14#map=13/50.9419/11.7931.


    Vom Busbahnhof am ICE-Bahnhof "Jena Paradies" aus fährt am Samstagmorgen um 9:00 Uhr MESZ ein Bus 431 Richtung Eisenberg, der planmäßig 9:28 an der Haltestelle "Droschka, Bürgel" ankommt. Fußentfernung zum Gasthof laut Karte etwa 500 m. Wenn der Artikel in der neuesten FA recht hat und das Programm am Samstag um 10:00 losgeht, passt das.


    Vy 73,


    Andreas

    Hallo, Roland,

    Ein kleines Rechenbeispiel soll das verdeutlichen: ... Habe ich mich irgendwo verrechnet, oder ist der Effekt wirklich so schlimm?

    Nein, ganz so schlimm ist der Effekt glücklicherweise nicht. Du rechnest völlig richtig, aber Du rechnest einen idealen Transformator durch. Du hast aber nur einen realen (Spar-)Transformator. Der Unterschied: Die Windungen sind nicht perfekt gekoppelt.


    Die Primärseite eines realen Transformators verhält sich wie ein idealer Transformator (dass ist der, den Du kurzschließt) in Reihe mit einer Spule. Die Verluste halten sich in Grenzen.


    Ein Stichwort in dem Zusammenhang ist "Koppelfaktor".


    Es grüßt herzlich


    Andreas

    Hallo, Herbert,

    es steht doch an allen Ecken und Ecken, das Details folgen. Du hast Termin und Uhrzeit und das muss reichen.


    Alles braucht seine Zeit..

    versteh mich nicht falsch: Ich will ja keinem Stress machen. Aber mir stand es tatsächlich noch nicht an genug Ecken und Enden.


    Auf unserer Startseite stieß ich auf "9. Juni 2012: DL-QRP-AG Treffen in Werl während der Werler Antennentage". Das war aber bloß blanker Text, kein Link, nix zum Klicken. Kein Problem: "Werler Antennentage" in die Forumssuche. Doch Problem: Da kam nix. Erst nach einiger Wühlerei fand ich den Thread hier.


    Da dachte ich bai mich selbst, woll?: "Dat is kaputt, aba dat kannse reparian." :)


    Dazu einfach einen Beitrag geschrieben, in dem die entscheidenden Worte auftauchen, nach denen jeder suchen wird. Seither findet man jetzt den Thread hier. Hat doch geklappt!


    Wo ich schon dabei war, ein bisschen gegoogelt. Die paar Links, die ich gefunden hatte, gleich mit reingeschrieben in meinen Artikel.


    Dabei aber bei den Werlern auf ein "dead link" gestoßen. (Dat kannich nu nich reparian, ne?)


    Also Mail geschrieben. Der Oli DL1OLI ist auch sofort drauf angesprungen und hat das bestens in Ordnung gebracht. Das mit "Link kaputt, Mail unterwegs" habe ich dann oben wieder rausnehmen können. Und noch ein Link (Facebook) mehr aufnehmen.


    Jetzt wisst Ihr zum Beispiel alle, dass man da auch campen kann. Und Ihr kriegt auch raus, wo das genau ist. Beide Infos lag hier im Forum vorher noch nicht auf dem silbernen Tablett herum.


    Manchmal kann man sogar mithelfen, wenn man von der Sache selbst keine Ahnung hat.


    Treppenwitz: Inzwischen ist mir familiär was dazwischen gekommen. Vermutlich werde ich selbst gar nicht dabei sein können in Werl. :( Ham spirit rulez...


    Euch anderen viel Spaß dort!


    Andreas

    Hallo, Peter und alle,


    das Ding läuft unter Werler Antennentage oder, ganz korrekt, Lippe-Hellweg Antennentage.


    (So, ab sofort findet man diesen Thread unter diesem Schlagwort hoffentlich auch über die Forumssuche! :) )


    Angekündigt ist es http://www.darc.de/distrikte/o/17/termineveranstaltungen/ und vor allem http://www.darc.de/distrikte/o…-lippe-antennentage-werl/ und ganz schick bunt unter https://www.facebook.com/events/308673062526457/ .


    Weitere Informationen habe ich gefunden unter http://www.darc-o10.de/contrex…calendar&cmd=event&id=129 .


    Vy 73, Andreas

    Hallo, Fede und Ihr anderen,

    ein induktionskochfeld arbeitet da mit viel mehr technik! vielleicht sind die angegebenen 2000W eher als vergleichszahl zu normalen kochfeldern gemeint!? oder vielleicht ist es auch so wie in der werbung von audio-verstärkern, wo gerne auch die spitzen- anstatt der sinusleistung angegeben wird!?

    Leistung von Lärm messen ist nicht so einfach. Aber aus Wassermenge, Temperaturdifferenz und Zeit kann man die Leistung einer Wasserheizmaschine in Watt leicht ausrechnen. Bei Kochfeldern und Wasserheizern ist die Welt einfacher.


    Beispiel: Mein stinknormaler 2 kW Wasserkocher, mit dem wir jeden Morgen das Wasser für den Frühstückstee bereiten, hat 500 ml Wasser eben in 100 s zum Kochen gebracht. Geschätzte Starttemperatur war 20°C, also Temperaturdifferenz 80°C. Also sind 80 * 0,5 = 40 kcal Energie zum Heizen nötig gewesen. Das muss man mit etwa 4,2 multiplizieren, um auf kiloWattsekunden zu kommen. Also hat mein Kocher in 100 s eine Energie von 168 kWs ins Wasser gepumpt. Das ergibt eine tatsächliche Wärmeleistung von 1,7 kW, die das Teil abgegeben hat.


    Erstaunlich schlecht! Aber im Vergleich zur kleinen Wassermenge ist das Metall des Kochers relativ groß. Das muss ja mit erhitzt werden.


    Also eine zweite Messung mit 1,2 Liter Wasser: Gefordert werden diesmal 96 kcal, also 403 kWs, wozu der Kocher 215 Sekunden brauchte, was auf 1,9 kW hinaus läuft. Besser!


    Solche Messungen wird der erste Warentest-Ingenieur mit Deinem Wasserkocher auch machen, wenn der irgendwann auf den Markt kommt. Ich empfehle Euch, solche Messungen mit dem unveränderten Kochfeld und, sobald er funktioniert, mit Eurem Versuchsaufbau auch durchzuführen.


    Mit freundlichem Gruß


    Andreas