Posts by DK5BU

    Hallo Joerg,


    ich habe hier als Zweit-Distro Devuan; das ist auch so ein Exot, der teils eigene Pakete und teils Original-Debian-Pakete verwendet. Funktioniert aber alles ohne Probleme. Das Mumble-Paket stammt aus dem Debian-Repo (das ist bei Antix Linux genau so).


    Dass Updates noch funktionieren, dass Du beliebige Software nachinstallieren kannst und nur Mumble Probleme macht, kann ich nicht nachvollziehen. Die losen Enden, die da bei Dir aus dem Nebel gucken, wollen für mich einfach nicht zusammen passen.


    Es könnte sein, dass das alles Folgefehler einer ganz anderen Ursache sind. Die ist vielleicht auch für das Ursprungsproblem mit EchoLink verantwortlich.


    Entweder ist Dein Antix Linux flaky oder Dein Internet-Zugang. Vermutlich wird Dir das immer wieder mal auf die Füße fallen, selbst wenn es erst mal klappen sollte, mit so einem ranzigen Teamspeak-Flatpak um das eigentliche Problem herum zu arbeiten.


    73,

    Ralf

    Na ja,


    dann verliere mal nicht aus den Augen, dass Dein Altix-Linux wohl kaputt ist und vermutlich auch keine Sicherheits-Updates mehr erhält.


    "404 File-not-found" klingt übrigens so, als würde der Mirror, von dem Du die Software bisher bezogen hast, Antix gar nicht mehr anbieten. Vielleicht musst Du nur 'nen neuen Server eintragen.


    Wenn nicht mal der Link
    http://repo.antixlinux.com/bus…eyring_20019.3.14_all.deb funktioniert, wundert es mich, dass Du überhaupt noch ins Internet kommst....


    73,

    Ralf

    Hallo Joerg,


    zu dem Problem mit Mumble auf Antix Linux:


    Oh, oh, da gibt es anscheinend ein grösseres Problem mit Deinem Antix-Linux:


    Die nutzen zwei Paket-Repos: das von Debian und ihr eigenes, in dem die Antix-spezifischen Sachen stecken. Beide sind kryptografisch abgesichert ("tamper-proof", sozusagen).


    Die Paket-Repos werden auf mehrere Server gespiegelt, um die Last zu verteilen. Und das Repo auf dem von Dir genutzten Spiegelserver war wohl gerade in einem inkonsistenten Zustand, als Du drauf zugegriffen hast, und anscheinend ist nun Dein Krypto-"Schlüsselbund" weg oder beschädigt.


    Das ist also ein generelles Antix-Problem, dass Du reparieren musst - sonst gibt's keine Updates mehr.


    Habe auf die Schnelle das hier gefunden:


    [SOLVED] EXPKEYSIG error - antiX-forum
    While updating I get the following error: "W: GPG error: https://mirrors.evowise.com/mxlinux-packages/antix/buster buster InRelease: The following signatures…
    www.antixforum.com


    Da ist beschrieben, wie man auf der Kommandozeile einen kaputten Schlüsselring repariert. Bin nicht ganz sicher, ob das bereits die komplette Problemlösung ist, aber schaden kann es nicht.


    73,

    Ralf


    PS: Antix ist ganz hübsch und kompakt, gefällt mir also, aber bei solch kleinen Projekten kann eher mal was schief gehen.....

    Hi Joerg,


    falls das mit Echolink zu mühsam wird oder gar nicht klappen will:


    Da Ihr lediglich eine reine Internet-Verbindung behötigt, um Telegrafie zu üben, wäre ICW vermutlich die unproblematischere Alternative.


    ICW nutzt die Qt-Software "Mumble", ein Audio-Konferenzsystem, das aus der OpenSource und Linux-Welt stammt, aber auch für andere OS verfügbar ist.


    Es gibt in den USA den ICW-Mumble-Server von W5UXH mit max. 50 Plätzen.... Du könntest also noch ein paar Freunde mitbringen ;)


    Bräuchtest nur einen Mumble-Client, der im Repo von Debian, Ubuntu usw. direkt enthalten ist.


    Irgend 'ne Verifikation für den Server-Zutritt ist nicht erforderlich, da es keine technische Querverbindung zu Amateurfunk gibt- man kann da einfach so loslegen.


    Ich nutze ICW seit etwa 2 Jahren auf einem deutschen Server - es hat mir so viel Spass gemacht, dass ich inzwischen wieder eine KW-Behelfsantenne habe und auch wieder auf KW QRV bin. Ohne ICW wäre ich vermutlich nicht auf die Idee gekommen.


    Eine Beschreibung in Englisch gibt's hier:


    icwoip
    Welcome to iCW - internet CW CWoip (CW over internet protocol) Full Duplex morse code audio with high fidelity sound Fast, Full Break-in Qsk, due to low…
    sites.google.com


    Und eine von mir gibt's hier:


    Internet-Telegrafie


    73,

    Ralf

    Hallo Ingo,


    danke für den Tipp - ja, das hätte ich vielleicht als nächstes ausprobiert (Plan "C"). Aber mir schien der Aufwand recht hoch; ich hätte wohl einen Arduino Micro Pro genommen, Libraries zusammensuchen und mich da auch mit dem Energiesparen per Powerdown abmühen müssen - das Thema wird ja bei Arduinos eher stiefmütterlich behandelt.


    Die HX711 haben zwar eine genügend hohe Auflösung, ich war aber auch unsicher, ob ich mir bei Batteriebetrieb irgendwelche "Schmutzeffekte" einhandele, wenn ich mit einer 1kg-Wägezelle im 10g-Bereich hantiere.


    Eine 100g-Wägezelle wäre der unproblematischere Weg - den werde ich erst einmal nehmen und gucken, ob ich damit weiter komme.


    73,

    Ralf

    Hallo Holger,


    ja, auf die TAL221 hatte ich ein Auge geworfen, und wie im ersten Beitrag angefügt, gibt's die auch bei mehreren deutschen Händlern. Ich hatte jedoch irrtümlich gespeichert, dass die von Adafruit stammen, und dort hatte ich sie folglich nicht gefunden.


    Exp-Tech liefert übrigens nur noch an gewerbliche Kunden (ganz oben rechts ist ein unscheinbarer Hinweis für Privatkunden).


    Es gibt 100g-Wägezellen auch beim US-Ausbeuter-Laden mit dem großen "A" - wer da kaufen mag, findet dort zahlreiche Lieferanten.

    73,

    Ralf

    Update:


    Die Sache mit dem ständigen Umkonfigurieren des ATtiny13-Komparators hat zwar irgendwann grundsätzlich geklappt, aber der Ansprech-Druck war nur in einer Richtung akzeptabel; in der anderen Richtung war jedoch hoher Kraftaufwand nötig. Keine Ahnung, warum. Habs's also beerdigt.


    Mit einem ATtiny85 und seinem ADC geht es deutlich besser, aber noch nicht wirklich komfortabel. Die 1kg-Wägezelle ist zu unempfindlich bzw. die 20-fache Verstärkung des internen ADC-Vorverstärkers ist etwas zu knapp. Ich muß etwa den doppelten bis dreifachen Anpressdruck im Vergleich zu meinem MFJ- Bencher-BY1-Clone aufwenden, obwohl ein längeres Paddle-Griffstück das kompensieren sollte.

    Der Stromverbrauch ist leider auch relativ hoch - 7 mA bei 5V Betriebsspannung. 5mA "frisst" die Wägezelle. Unter 3V fängt das Ding an, zu spinnen. Weiss noch nicht, warum. Das Aufwecken per Reset-Taster und das Abschalten per Watchdog-Timer nach 15 Minuten klappen übrigens.


    Der Bauteile-Aufwand gefällt mir: Wägezelle (links), ATtiny85, Elko, Trimmer, Taster, 2 Widerstände - that's all :)





    Mit einer empfindlicheren Wägezelle oder einem separaten Vorverstärker könnte das gut funktionieren - und der Mikrocontroller könnte nebenbei auch die Keyer-Funktionalität übernehmen.

    73,

    Ralf


    PS: Wer den BASCOM_Code aufbohren will oder für die Umsetzung in eine "richtige" Programmiersprache reingucken will:


    waegezelle-t85.zip

    Hallo Markus,


    hatte gestern erst einmal Plan "B" versucht. Ich bin ATtiny13-Fan, weil der ATtiny13 so wenige Features hat, dass er zu meinen geringen Programmier-Fähigkeiten passt. Aber der hat keinen ADC-Vorverstärker.... jedoch einen internen Komparator an PB0/PB1.


    Aber nur einen, nicht zwei; daher hatte ich gestern Nachmittag versucht, ob man den dynamisch so umkonfigurieren kann, dass er abwechselnd beide Rollen für die Auswertung eines Einhebel-Wägezellen-Paddles spielen kann (in Anlehnung an das erste Schaltbild). Den Verstimmungs-Trimm-Widerstand hatte ich an PB2 gehängt und zwischen Low und Hi umgeschaltet und den (internen) Komparator-Ausgang abwechselnd auf Hi oder Low abgefragt.


    Aber geht wohl nicht; außer einem Knoten im Hirn ist nix dabei rausgekommen.


    Also doch Plan "A"; ATTiny25 (bzw. ATtiny85, weil die noch in der Bastelkiste vorhanden sein müssten).

    Wägezellen-Brücken-Ausgänge an PB3/PB4, PB2 soll die Brücken-Versorgungsspannung schalten, PB0 und PB1 werden die Ausgänge, und an PB5/Reset soll ein Poti für die Empfindlichkeits-Vorgabe und ein Reset-Taster zum Aufwecken ran. Abschalten per Timer nach einigen Minuten Nicht-Benutzung.


    73,

    Ralf

    Hallo Max, hallo Hans,


    an einer Reparatur war ich nicht sonderlich interessiert. Das Ding hat mich ja auch nix gekostet. Mit dem Wissen, dass eine Wägezelle grundsätzlich als Paddle funktioniert, wollte/will ich mich an eigene Experimente machen.


    Vielleicht kann man die Wägezelle und die hochwertigen Alu-Frästeile (Gehäuse, Grundplatte) weiter mit eigener Elektronik verwenden.


    Die Schaltung ist auf einer einseitigen Platine aufgebaut. Die IC-Bezeichnungen sind abgeschliffen. Vermutlich wird ein (14-poliger) PIC-Controller verwendet. Da dessen ADC zu unempfindlich ist, dient anscheinend ein Doppel-OP-Amp zur Vorverstärkung der Brücken-Differenzspannungen (bei der Einhebel-Version wird nur ein OP-Amp verwendet; der zweite ist tot gelegt).


    Habe mir die Schaltung aber nur recht flüchtig angeschaut.


    Die Verstärkung des OP-Amps ist recht "sportlich" - 470 kOhm Gegenkopplung mit 500 Ohm Brücken-Innenwiderstand macht fast 1000-fache Verstärkung. Mit einem 680kOhm-Widerstand gegen Masse wird die Brücke anscheinend so verstimmt, dass die Messwerte immer im positiven Bereich liegen (da war ich bei meinen Komparatorversuchen selbst auch schon drauf gekommen).


    Interessanter Weise liegt die Brücke nicht an 3V, sondern wird über einen Vorwiderstand mit geringerer Spannung betrieben. Offenbar, um Strom zu sparen; daher die hohe Verstärkung des OP-Amps.


    73,

    Ralf

    Moin moin,



    ich wollte schon seit längerer Zeit immer mal ausprobieren, ob man Wägezellen als druck-abhängige Sensor-Paddles verwenden kann. Ihre Handhabung wäre "näher" an der von mechanischen Paddles, denn die Hebel sind zwar starr, reagieren aber reproduzierbar auf die Andruck-Kraft, während kapazitive Padddles eher auf die Größe der direkt berührten Fläche ansprechen.


    Bei kapazitiven Paddles reicht also "leiseste Berührung". Sie sind gut geeignet für OPs, bei denen die Finger beim Geben "fliegen".


    Wer die Finger nah am Paddle behält, dürfte mit einem druck-abhängigen Paddle besser zurecht kommen.



    Es gibt Wägezellen von Adafruit Sparkfun ab 100g Maximal-Messgewicht, die man auch bei deutschen Versendern erhält. Hatte mich nie zu einer Bestellung hinreißen lassen, aber neuerdings gibt es bei Reichelt Wägezellen (plus Standard-AD-Wandler für solche Zellen - HX711 - die man hier nicht benötigt) für "schlappe" 6 Euro.


    Leider ist die empfindlichste Reichelt-Wägezelle für eine Maximal-Masse von 1kg ausgelegt; eigentlich etwas ungünstig für die Zweckentfremdung als Paddle.



    Habe es trotzdem probiert.



    Wägezellen bestehen laut Tante Wikipedia meist aus vier in Brückenschaltung angeordneten Dehnungs-Messtreifen und liefern SEHR geringe Differenzspannungen - meist 2mV / V.


    Bei 50g Anpress"kraft" und 3 V Betriebsspannung also nur "winzige" 0,3 mV.


    Trotzdem kann man sie mit Operationsverstärkern in Komparatorschaltung recht ordentlich auswerten. Dazu "verstimmt" man eine Brückenhälfte gezielt durch einen hochohmigen Widerstand, damit der Ausgang des Komparators in eine stabile Ruhelage kippt. Wird nun Druck auf die Wägezelle in die richtige Richtung ausgeübt, schlägt der Komparator-Ausgang in die Arbeitslage um.


    Die Wägezellen haben übrigens meist 4 * 1kOhm. Unklar ist mir, wie viel Spannung (bzw. Leistung) sie vertragen. Ein HX711-IC versorgt sie aber immerhin mit bis zu 5,5V.





    Mit zwei gegensinnig beschalteten Komparatoren kann man erreichen, dass der eine Komparator in positiver Druck-Richtung anspricht, der andere in der Gegenrichtung. Schon hat man ein Einhebel-Paddle!


    Die Einstellung ist jedoch etwas "fummelig", weil sich die beiden "Verstimmungs-Trimmer" gegenseitig beeinflussen.



    Unkritischer ist in dieser Hinsicht ein Sqeeze-Paddle, denn die beiden Komparatoren sind voneinander unabhängig und auch gleichartig beschaltet (sofern eine Wägezelle 180° um ihre Achse gedreht wird). Die zweite Wägezelle ist imfolgenden Schaltbild nicht eingezeichnet.



    Ich hatte lediglich Doppel-Op-Amps LM358 herumliegen. Die funktionieren erst ab 6-7V halbwegs und die Ausgänge schalten nicht wirklich auf "Low", sondern behalten eine Rest-Spannung. Mein Pico-Keyer spricht darauf leider noch nicht an. Ich habe mir daher zum Testen mit Anzeige-LEDs geholfen.


    Auch ist die Kalibrierung stark von der Betriebsspannung abhängig. Ich hoffe, es liegt nur dran, dass die LM358 zu nah an der Minimal-Betriebsspannung betrieben werden. Der Gesamt-Stromverbrauch ist auch recht hoch (knapp 10 mA).


    Aber immerhin.... ich konnte das eine Ende des Wägebalkens mit der linken Hand auf die Tischkante drücken und mit dem freien Ende mit nur leichtem Fingerdruck recht flott geben (durchaus vergleichbar mit einem üblichen mechanischen Paddle).


    Mit moderneren Rail-To-Rail-Op-Amps müsste es eigentlich besser funktionieren - z.B. mit MCP602, die es noch im DIP-Gehäuse gibt. Auch der Stromverbrauch müsste damit sinken (auf etwa 4 mA). Wird aber eine Weile dauern, bis sich für mich wieder eine Reichelt-Bestellung lohnt....


    Bis dahin probiere ich es vielleicht mal mit einem ATtiny 85 oder 84. Der ADC löst zwar nur 1024 Schritte auf (also 3mV), aber man kann über den ADMux optional einen 20-fach-Verstärker aktivieren. Das könnte reichen.



    In den obigen Schaltungsvorschlägen fehlen übrigens noch die HF-Abblock-Kondensatoren. Die OpAmp-Lösung hat trotz des relativ hohen Stromverbrauches jedoch den Charme, "altherren-geeignet" zu sein ;)


    1.mp3.zip


    Warnung: das Ganze ist nicht ausentwickelt, sondern soll Anregung für eigene Experimente sein.


    73,

    Ralf



    Edit:

    Die empfindlicheren Adafruit Sparkfun-Wägezellen mit 100g und 500g werden von Adafruit selbst nicht mehr angeboten; hier in Deutschland werden wohl nur noch Restbestände abverkauft


    Die Sparkfun-Wägezellen mit 100g Nenngewicht werden in den USA nach wie vor von Sparkfun angeboten (BezeichnungTAL221) und sind bei mehreren deutschen Händlern erhältlich. Weiß auch nicht, wie ich auf das schmale Brett geraten war, dass die von Adafruit stammen.