Messungen an ATU (Rauschmessbrücke)

  • Hallo Michael,


    seit vielen Jahren begegnet mir solch ein Problem. Ob es nun SWR-Meter oder andere Messgeräte sind - man findet manchmal trotz gutem Abschlusswiderstand einfach kein Minimum.
    Ich denke, es liegt an den "unsichtbaren" Imaginäranteilen des Abschlusses, verursacht durch Messkabel oder andere äußere Einflüsse wie Deckelkapazitäten o.ä.
    Bei einer Rauschmessbrücke, die nicht nur R-variabel sondern auch +/- C-variabel hat, kann man ja die Anteile wegstimmen.


    73 von Olaf, DL7VHF

  • Lbe OMs,


    was meines Erachtens das Prinzipbild der Rauschmeßbrücke von der Realität unterscheidet ist, daß eine Antenne selbst Empfangsenergie in den Brückenkreis speist!


    Daher ist es immer vom Vorteil, wenn beim Abstimmen einer Antenne das eigene Sendesignal für die Messung auch das dominierende ist.


    HW?

  • Hallo,


    man muss sich zuerst darüber klar werden, dass man üblicherweise mit einem Tuner Antennen anpasst, die keine 50 Ohm Fußpunktimpedanz haben. Die meisten Tuner können daher durchaus NICHT 50 Ohm an 50 Ohm anpassen! Es wäre also z. B. sinnvoll einen solchen Tuner mit einem 1-k-Pot abzuschließen und so erst mal bei vorab auf 50 Ohm abgeglichener Rauschbrücke die Transformation, ausgehend von 50 Ohm, herauszufinden. Also z. B. 50 Ohm > 150 Ohm. Dreht man den Tuner um, sollte sich bei gleicher Einstellung eine Anpassimpedanz von etwa 17 Ohm ergeben. Natürlich unter der Voraussetzung, dass keine Blindelemente vorhanden sind. Weil man mit einem PI-Filter u. U. 50 Ohm auf 50 Ohm transformieren kann, ist für höhere SWR der Abstimmbereich eingeschränkt. Daher verwendet man dann T-Glieder oder Z-Mach-Konfigurationen.


    73, Uli, DK4SX