Hobo-Frequenzplan -- VFO/BFO Frequenzen

  • In den letzten Tagen habe ich mich mit den Quarzfiltern vom Hobo beschäftigt und den Hobo nach der Anleitung von Peter abgestimmt. Die Abstimmanleitung von Peter führt wohl zu einem abgestimmten HOBO, nicht aber zu meinem tiefen Verständnis.

    Den Frequenzplan habe ich noch nicht richtig verstanden und würde mich über eure Hilfestellungen freuen. Gesucht wird also eine Erklärung der richtigen Lage der Quarzfilter (SSB & CW) und VFO-/BFO-Frequenzen zueinander (für das 40m-Band LSB).

    Nehmen wir mal an, dass der Eingangspreselector, der Mischer und der Bandpassfilter für den DDS gut abgestimmt sind. Desweiteren wurde der DDS mit einem Frequenzzähler genau kalibriert.
    Der SSB und der CW-Filter wurden ausgemessen und für unsere Diskussion können wir folgende Messdaten zugrunde legen:
    SSB: Bw 2,4kHz - 9000,430kHz bis 9002,930kHz - Mitte: 9001,680kHz
    CW: Bw 500Hz - 9000,160kHz bis 9000,660 kHz - Mitte: 9000,410 KHz
    Der CW-Filter liegt also am unteren Ende des SSB Filters.

    Es soll im 40m-Band auf genau 7,030MHz ein SSB und ein CW Signal empfangen werden. Wo genau müssen bei meinen Filtern die VFO und die BFO-Frequenzen liegen? Mit welchen Anzeigefehlern der Frequenz muss ich beim HOBO rechnen. (die genauen Frequenzangaben sollen nur dem Verständnis dienen ;) )

    Über Hinweise über klassische Einstellmethode mit einem Messsender würde ich mich auch freuen. Als Messmittel stehen ein Oszi, Frequenzzähler, Messsender, Pegelmesser und ein VNWA zur Verfügung.

    Angefügte Bilder:
    Bild 1: Gedanken im Bild verdeutlicht
    Bild 2: Filter mit dem VNWA vermessen
    Bild 3: SSB-Filter über die Regelspannung am ZF-Verstärker vermessen.

    [EDIT] Querverweis: Aus dieser Anfrage hat sich ein größeres Projekt entwickelt: http://www.bartelsos.de/dk7jb.php/experimente-mit-dem-hobo

  • Der Link war mir bekannt, und hat mir leider nur teilweise geholfen.
    Wenn das SSB-Signal bei 7,030MHz liegt, welche Frequenzen müssen dann der VFO und der BFO haben? Der Quarzfilter hat den Durchlassbereich bei 9000,430kHz bis 9002,930kHz.
    Mir ist bekannt dass der VFO ungefähr bei 16MHz liegt. Aber wo genau?

    Grüße Jörn

  • Hallo, Jörn,

    Quote

    Wenn das SSB-Signal bei 7,030MHz liegt, welche Frequenzen müssen dann der VFO und der BFO haben? Der Quarzfilter hat den Durchlassbereich bei 9000,430kHz bis 9002,930kHz.

    beginne einfachheitshalber am BFO und arbeite dich nach vorne:

    BFO = 9000,430kHz - 0,3kHz = 9000,130kHz (es wird erstmal USB erzeugt!)
    VFO = 7030,00kHz + 9000,130kHz = 16030,13kHz

    Diese Frequenz gibt der VFO aus, das Display sollte den virtuellen Träger (7030kHz) anzeigen. Weil die VFO-Frequenz über die ZF schwingt wird das vorhin erzeugte USB in LSB gewandelt (Seitenbandinversion).

    vy 72/73, Reinhold.

  • Hallo Reinhold,
    du hast mir die entscheidenden Hinweise gegeben. Das ist ja richtig interessant.

    Da das BFO-Signal unterhalb liegt dreht sich das Signal um und das „gedrehte“ LSB-Signal wird wieder richtig ausgerichtet. Da wäre ich nie von alleine drauf gekommen.
    In der Anlage habe ich versucht es graphisch darzustellen. Könnt ihr es bitte auf Fehler überprüfen?

    Ab wo werden die 300 Hz Verschiebung zum Träger gemessen? Ab dem -3dB oder ab dem -6dB Punkt?

    Vielleicht könntest du noch etwas zu der VFO und BFO-Lage beim CW-RX und beim CW-TX erzählen?

    Grüße Jörn

  • Hallo, Jörn,

    Quote

    In der Anlage habe ich versucht es graphisch darzustellen. Könnt ihr es bitte auf Fehler überprüfen?

    Die Dachschräge für das ZF-Band müsste andersrum geneigt sein und der ZF Träger links davon stehen. Du möchtest LSB empfangen, im ersten Frequenzumsetzer wird daraus USB und daher mußt du zwangsläufig auch USB demodulieren. Siehe dazu folgendes Bild:

    Quote

    Ab wo werden die 300 Hz Verschiebung zum Träger gemessen? Ab dem -3dB oder ab dem -6dB Punkt?

    Bei ZF Filter wird die Bandbreite zwischen den 6dB Punkten angegeben, dein SSB Filter ist also tatsächlich breiter als 2,4kHz. Das Rechenbsp. gilt für die vom VNA ermittelten 3dB Eckpunkte. Möchtest du doch lieber die 6dB Eckpunkte (bessere Seitenbandunterdrückung aber auch mehr hohe Frequenzen im Audioband) nehmen muss der BFO etwas tiefer gelegt werden.

    Quote

    Vielleicht könntest du noch etwas zu der VFO und BFO-Lage beim CW-RX und beim CW-TX erzählen?

    Ich habe die BFO Frequenzen, je nach Präferenz, getrennt für CW-L und CW-U angegeben. Als CW Ablage habe ich hier 650Hz genommen, läßt sich aber leicht ändern. Bei TX muss der BFO auf 9000,41kHz (Mittenfrequenz CW-Filter) gezogen werden, damit bist du "transceive" mit der Gegenstation. Das Display zeigt 7030kHz an.

    vy 72/73, Reinhold.

  • Reinhold,
    auch von mir ein großes Dankeschön. Mit deinem Diagramm konnten meine Denkhürden beseitigt werden. Jetzt habe auch ich die Zusammenhänge verstanden.
    Grüße Jörn

    [EDIT] Querverweis: Aus dieser Anfrage hat sich ein größeres Projekt entwickelt: http://www.bartelsos.de/dk7jb.php/experimente-mit-dem-hobo

  • Ich bedanke mich in aller Form bei den OMs, die diese Sachverhalte an dieser Stelle so deutlich und verständlich formuliert haben! Das nenne ich Ham Spirit!

    Ich habe mein Hobo kurz vor Weihnachten fertiggestellt, habe aber bis Ende Januar mit seiner Abstimmung bitter un elend gekämpft. Bei allem Respekt und Ehre für das Handbuch, aber daraus bin ich nicht schlau geworden: ganz im Gegenteil. Hatte ich an einer Stelle geglaubt, etwas verstanden zu haben, so ist mein Veständnis auf der nächsten Seite oder spätestens beim lesen der Korrekturen der Arbeitsmappe verflogen. Liegt wohl an meinen dürftigen Deutschkentnissen (bin Ausländer)!

    Eine bestimmte Sache hat mich aber sehr gewurmt, und zwar die Einstellung der Frequenzanzeige, damit sie auch das zeigt, was stimmt. Ich bin kein Genauigkeitsfanatiker, aber eine Anzeige zu haben, die auf 2 Dezimalstellen genau genau daneben anzeigt ist für mich gelinde gesagt ungewöhnlich. Zwar ist das Hobo kein Messgerät, aber das sieht man ihm am Preisschild nicht an.

    Die an einer anderen Stelle in diesem Forum empfohlene "Korrektur" der Frequenzanzeige durch Veränderung der DDS-Kalibration anhand einer Rundfunkstation (welche Rundfunkstationen gibt es auf 10m?) hat mich deswegen enttäuscht, als das sie die ganze Vorarbeit der Bestimmung der ZF-Filtermitte zunichte macht. Nach (gefühlten) Wochen der Irrfahrt habe ich für mich einen etwas anderen Weg gegangen und in der Hoffnung, dass diese Erfahrungen jemandem helfen könnten, schreibe ich sie hier nieder (don't follow the Handbuch, write one):

    1: Kalibration der DDS. Diese habe ich mit Hilfe eines Frequezzählers vorgenommen, und zwar so, dass wenn die ZF auf 9,0MHz gestellt ist, die DDS auch genau 9,0MHz ausgibt. Danach habe ich die Kalibration der DDS nicht mehr geändert!

    Kein Frequenzzähler? Aber bitte: es gab Zeiten, es gab Länder, wo der Nachweis eines Frequenzmessmittels im Shack (und des geschickten Umganges mit ihm) eine Pflicht für die Erteilung einer Sendegenehmigung war. Jetzt sind die Zeiten anders, aber es wird sich schon jemand im OV finden, der zumindest ein Grid-Dip-Meter besitzt und diesen freundlicherweise ausleiht!

    2:Anschliessend habe ich die Filterkurven auf Papier aufgenommen. Die Abgleich-nach-Zahlen Methode aus dem Handbuch hat mich total verwirrt und deren Korrekturen hier im Netz total durcheinandergebracht. Was wird wo eingestellt und warum habe ich erst aus diesem Thread und aus dem Projekt von DK7JB verstanden. Hilfreich zum Verständnis sind die Filterkurven aber sehr, und zwar die, der EIGENEN Filter, denn die Streuung ist groß. Trotzdem muss ich hier die Kurven meiner eigenen Filter posten (siehe Grafik anbei). Diese dienen als Diskussionsgrundlage.

    In der Grafik anbei ist die blaue Kurve der SSB-Rx Filter. Die grüne Kurve ist der CW-Rx Filter und die rote ist der gemeinsame SSB-CW Sendefilter.

    Nun aber zunächst zur Einstellung der ZF (im Menu): nach dem Handbuch hätte ich die ZF auf die blaue Kurve im "Filter MAXIMUM", also bei etwa 9,002MHz setzen sollen. Das ist nach meiner Meinung verwirrend. Zwischen der FilterMITTE und FilterMAXIMUM ist zumindest bei mir ein Unterschied.

    Ermittlung der SSB-Rx-Filtermitte mit der -6dB Breite : 8,9989 MHz Links und 9,00375MHz Rechts ergeben eine Mitte von 9,001325 MHz. Lustigerweise führt das auch zu der Feststellung, dass meine -6dB Filterbreite für SSB Rx ganze 4,85kHz beträgt. Shapefaktoren habe ich gar nicht mehr gerechnet. Gut: weitermachen!

    An der so berechneten FilterMitte hätte ich laut Handbuch die ZF festnageln sollen (Menueintrag). Habe ich aber nicht getan, weil das zu einer Abweichung der Anzeige mit 1,4Khz vom Soll geführt hätte. Beim Sichten der Kurven ist mir aufgefallen, dass es viel schicker wäre, ansttat der SSB-Rx Filtermitte die CW-Rx Filtermitte zu nehmen. Dann beträgt der Unterschied (bei meinem Aufbau) nur 320Hz von der "Istfrequenz" und den kann ich sowieso durch den Abgleich der BFO-s geschickt austarieren. Auf dieser Weise stimmt die Anzeige für mich (zumindest für CW).

    Die BFO Einstellung habe ich anhand der gemessenen Filterkurven und der Diskussion in diesem Thread vorgenommen. Die Einstellungswege der BFOs, die im Handbuch beschrieben werden, habe ich erst im Nachhinein verstanden: sie stimmen, kommen mir aber sehr durch die Brust ins Auge vor: habe personlich viel Zeit, sehr viel Zeit damit verloren.

    SSB Rx BFO: aus der DIskussion von und mit DK7JB habe ich verstanden: -3dB Punkt auf der blauen Kurve suchen (bei mir @ 8,99945MHz) und 300kH weiter östlich davon gehen, also auf 8,99915MHz. Diese Frequenz mit dem Poti P3 als SSB BFO setzen. Eigentlich wusste ich, dass man den SSB BFO auf die -6dB Schulter der Filterkurve setzt, aber sei es drum. Ich habe beides ausprobiert und es ist Jacke wie Hose, bzw. Teufel oder Belzebub, denn man kriegt in beiden Fällen etwas zu viel mit: entweder zu viel falsches Seitenband oder zu viel Höhen. Ich habe mich für die Höhen entschieden, weil man diese mit einem Audio-Tiefpass wohl abschneiden kann, das falsche Seitenband aber nicht: persönliches Geschmack. Von der im Handbuch beschriebenen Methode mit einem 1/10 von einer Spannung halte ich persönlich deswegen nichts, weil ich dadurch schwer verstanden habe, was ich dort verschraube. Lustigerweise fürt die dort beschriebene Methode auch zu irgend einem Ergebniss, in meinem Fall zu einem mit zu viel unerwünschtem Seitenband. Weil die Filter aber breit sind, ist die Einstellung wenig kritisch. Mir ging es hier mehr ums Verständnis.

    CW-Tx BFO (Poti P5): dieser kommt bei mir auf die CW Filtermitte in 9,00032MHz auf der grünen Kurve (die in diesem Fall fast mit dem Maximum übereinstimmt) und stellt die Berühmte Zero-Beat Position dar. Die -6dB CW-Rx Filterbreite ist mit 1400Hz groß genug um damit ggf. SSB empfangen zu können.

    CW Rx BFO (Poti P4): Weitere 600Hz östlich davon, also bei 8,999720 liegt der eine mögliche CW-Rx-BFO Punkt. Dagegen liegt 600Hz westlich davon, also bei 9,009920MHz der andere. Beide sind möglich, beide haben vor und Nachteile, ich habe mich für den ersten Punkt bei 8,99972MHz entschieden (mit P4 einstellen) und habe somit einen Gleichlauf der SSB und CW Position wenn ich am VFO drehe.

    Somit sind die BFOs eingestellt und die ZF fest im Menu gespeichert und ich habe auch verstanden, was ich gemacht habe. Sendet jemand in CW auf 7,03MHz, so stelle ich bei mir 7,03MHz ein und höre ein 600Hz Ton. Bei SSB ist es wohl nicht mehr so, aber bei SSB ist die Verwirrung eh groß: wird in SSB die Position des unterdrückten Trägers oder die, der Seitenbandmitte von der Anzeige angezeigt? Diese Frage ist wohl nur unter Sophisten, Frequenzplaner, Korinther oder Digitalfunker von Bedeutung. Mir ging es (so ähnlich wie DK7JB) hauptsächlich darum zu verstehen, was ich wo einstelle.

    Wer bis hier gelesen hat, hat sich wohl gefragt, was mit der roten Kurve im Diagramm passiert, der SSB-CW Tx Filter. Den kann man hier nur bewundern und fragen, wie der zustande gekommen ist. Ich habe ihn so aufgenommen, dass ich am Filterausgang das Signal gemessen habe (mit einem Oszi um den dual gate FET Transistor herum gepoppelt) während ich am Poti P5 die BFO Schritt für Schritt verstellt habe. Dabei habe ich am Pin 6 vom IC1 die Frequenz gemessen. Die Kurve hört rechts plötzlich und mitten drinn auf, weil dort der BFO Verstellbereich endet. Sehr kompliziert: einfacher wäre es mit einem NWA, aber der FIlter war bei mir schon in seinem Schirm-Gefängnis eingebaut.

    Am SSB-CW Tx filter kann man keine BFO-s einstellen. Aber aus der Überlagerung der SSB Rx (Blau) und SSB Tx Kurve (Rot) lässt sich zumindest verstehen, was passiert, wenn man den einzigen SSB BFO hin oder her bewegt. Warum die Entwickler ganze 2 BFOs für CW und nur einen für SSB erdacht haben wird mir deswegen ewig ein Geheimnis bleiben, weil es doch ein eifaches gewesen wäre, die 600Hz Shift füf CW aus dem DDS zu holen und nich dafür ein ganzes BFO zu opfern. Bei SSB wären nach meiner bescheidenen Meinung getrennte BFOs eher von Bedeutung. So kann man nur ein Kompromiss eingehen, denn die Filter stimmen weder in der Flankenposition, noch in der Filtermitte oder -Maxima überein. Auf dieser Weise sind bei mir die Schlumpfstimmen entweder im SSB Empfangsweg von mir oder im SSB Sendepfad von dem QSO Partner zu hören. Wenn man aber etwas davon versteht, kann man eventuell ein Mittelweg finden: und genau das ist, was ich mit dieser grafischen Darstellung bezweckt habe.

    Ich hoffe, der Beitrag hier hilft jemandem. Läuft mein Hobo jetzt gut? Bin ich damit zufrieden? Zum Vergleich steht mir kein FT1000 zur Verfügung: neben mein Hobo läuft auf 40m in CW ein SW40+ und im SSB ein SG2020, ich mit Tränen in den Augen in der Mitte ... kann mir jemand vielleicht eine vernünftige Quarz-Filterplatine besorgen? Und die zwei Relays? Quarze besorge ich mir selber und ausmessen kann ich sie auch.

    73! Razvan DL2ARL

  • Hallo Funkfreunde,
    über die Feiertage habe ich probiert, mein stiefkindlichen Hobo (40m) ans Wasser zu lassen. Ich weiss, dass die TX-Modulation schlecht ist, aber ich dachte... eigentlich dachte ich nix, wollte es mal aufs Band ausprobieren. Nun, es geht nicht, meine Modulation nicht nur rauh, sie ist unverständlich.

    Nein, ich habe keine HF Einstreuung nirgendwo. Ein parallel laufender SG2020, gespeist aus der gleichen Spannungsquelle und angeschlossen an der gleichen Antenne, mit dem gleichen Mikrophon (nicht zur gleichen Zeit natürlich) ergibt die beste Modulation aller Zeiten.

    Nein, ich habe nicht mit dem Sprach-Prozessor verexperimentiert und versucht 100W aus der Kiste zu holen. Den Prozessor habe ich bewusst in seiner neutralsten Stellung gedreht, bzw. zum selber abhören überbrückt.

    Nein, die Endstufe arbeitet in ihrem richtigen Arbeitspunkt.

    Im Selbstversuch ist es schwierig, die Verständlichkeit des Signals zu prüfen, denn ich weiss, was ich ins Mikrofon pfeiffe. Zweitonmessungen sind eine gute Hilfe, aber bringen nicht viel. Das Problem lässt sich einigermaßen verbessern, wenn ich die SSB-BFO verschiebe. Dann wird die Modulation besser, es ergeben sich aber leider zwei Kollateralschäden, die weniger lustig sind:

    1: ich sende DSB, ja eigentlich AM, denn der Träger ist nur "unterdrückt" aber kräftig anwesend. Würde mich nicht sonderlich stören wenn ich 5kW senden würde, aber mit QRP ist es bitter. Ausserdem habe ich gelernt, dass das AM und DSB auf 40m vom Gesetz her unerwünscht sind (über dem Gründ lässt sich streiten).

    2: im Rx empfange ich DSB (wenn ich die BFO verschoben habe), was heisst, dass das ganze Band voll mit Schlumpfstimmen wird und die Abstimmung auf eine bestimmte LSB Station noch schwieriger wird.

    Für den RX Filter habe ich mir Quarze besorgt und ich habe sowohl die Mittel als auch die geistige Bereitschaft (intelectual challenge) sie zu sortieren. Es fehlt nur noch die Platine, aber Verhandlungen sind im Gange.
    Für den Tx Filter sehe ich aber sehr schwarz, denn der ist in seinem Schirm-Loch begraben und ich wüsste nicht, wie man ihn zu einem vernünftigen Filter ergänzen könnte. Hat jemand eine Idee?

    -----------------

    Mit meinem Hobo, den ich zur Jahreswende fertig gelötet habe, ist noch kein einziges QSO zustande gekommen. Dafür habe ich oft an dem VFO Knopf gedreht, um wiederholten Male die 3 BFOs abzustimmen und um die DDS zu kalibrieren (gebe zu, es hat länger gedauert bis ich kapiert habe was wo ist). Das Problem ist, dass nun der VFO Knopf bei mir ein gehöriges Spiel hat. Nein, er hat sich nicht aus der Lötstelle befreit, nein die Frontplatine ist nicht locker, sondern die Achse des Drehgebers spielt in seiner Fassung. Ist einfach ausgeleiert.

    Das würde mich auch nicht sonderlich stören, aber das Problem ist, dass es kein Kontakt mehr macht, wenn ich auf dem VFO Knopf drücke um ins Menü zu kommen oder (noch öffter) um die Schrittweite zu ändern.

    Kennt jemand eine Lösung? Vielleicht aufmachen und von hinten mit einem Presshammer vernieten?

    Frohe Ostern weiterhin und 73!

    Razvan

  • Hallo Razvan,

    vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen recht ausführlich darstellst, das macht es leichter, Deine Gedanken zu verstehen.
    Ich glaube, dass Deine Messung am TX-Filter einen Fehler hat. Die direkte Messung am Eingang des Dualgate FET wird das Filter sehr wahrscheinlich verstimmen.
    Die Folge ist eine verschobene Kurve. Wenn Du das Filter sauber messen und dann verbessern willst, wirst Du es ausbauen müssen. Sorry.
    Aber es gibt bereits für dieses Filter ein Workaround, weil es die gleiche Baugruppe ist, wie im Solf.
    Besorge Dir einfach eine Filterplatine für den Einabu von 6 Quarzen, wie es sie für den Solf gibt. Ich glaube, ich habe sogar eine übrig, weil ich ein Filter in SMD-Technik eingebaut habe :D
    Die passt in die SSB-TX-Baugruppe hinein. Dann kannst Du ein Set von 6 Quarzen ausmessen und ein Filter mit den gewünschten Eigenschaften bauen.
    Ähnlich geht es auch mit den RX-Filtern. Mit viel Geschick und unter Verwendung von SMD-Kondensatoren könnte man eine RX-Filterplatine mit 6 Quarzen für CW und 8 Quarzen für SSB entwickeln.
    4 Pole ist relativ wenig, das wurde beim Solf auch später auf 6 Pole für alle Filter erhöht.

    Wegen des Drehgebers: Auslöten und pinkompatiblen neuen einbauen düfte das Beste sein :(

    73 de Heiko, DL2VER

  • Ich habe ihn so aufgenommen, dass ich am Filterausgang das Signal gemessen habe (mit einem Oszi um den dual gate FET Transistor herum gepoppelt) während ich am Poti P5 die BFO Schritt für Schritt verstellt habe.


    Hallo Heiko und vielen Dank für die Hinweise!

    Sorry, ich war undeutlich:

    Ich habe ihn so aufgenommen, dass ich am Filterausgang das Signal gemessen habe (mit einem Oszi um den dual gate FET Transistor herum gepoppelt) während ich am Poti P5 die BFO Schritt für Schritt verstellt habe.

    "herum gepoppelt" habe ich auf die Sekundärseite des FETs und NICHT an seinem Eingang.

    Die direkte Messung am Eingang des Dualgate FET wird das Filter sehr wahrscheinlich verstimmen.


    Aber auch damit habe ich gespielt. Die Verfälschung, die sich durch Fehlanpassung bei einem nicht reaktiven Abschluss (auf Deutsch: Filter auf 50Ohm rein resistive Last heruntergequält) ist lediglich in der Amplitude zu sehen. Diese Fehlanpassung führt nach meiner Meinung NICHT zu einer Verfälschung des Frequenzganges. Über die richtige Vermessung des TX Filters und der damit verbundenen Schwierigkeiten hat auch DK7JB in seiner hervorragenden Anleitung geschrieben.

    Wenn man dagegen doof mit einer reaktiven Sonde nach Holzfällerart misst, indem man am Ausgang des Filters beliebige Reaktanzen über eine beliebig lange Leitung hineintransformiert, so wird natürlich der Frequenzgang des Filters verfälscht. So weit bin ich aber nicht gekommen. Die Schwierigkeit, weswegen ich so auf Umwege gemessen habe, ergab sich dadurch, dass die Platine so unzugänglich
    vergraben ist. Man hätte zwei Ösen, oder zwei Bohrlöcher voresehen
    sollen, an denen man sie packen und rausziehen kann. So muss ich an zwei
    Widerstände ziehen, was mir in der Seele weh tut.

    Dir einfach eine Filterplatine für den Einabu von 6 Quarzen, wie es sie für den Solf gibt. Ich glaube, ich habe sogar eine übrig, weil ich ein Filter in SMD-Technik eingebaut habe :D

    Wenn ich die Platine haben könnte (natürlich nicht umsonst), so würde ich mich sehr bedanken! Ich könnte auch mit einer Platine in SMD-Technik etwas anfangen, allerdings sind die Quarze, die ich habe, bedrahtet. Bitte um PN oder direkt über mein Rufzeichen at qsl punct net.

    Übrigens: eine sehr lustige, ja sogar nützliche Sache: wenn man den Hobo einschaltet, so ergibt sich zunächst ein Schwall Rauschen. Das hat mich interessiert und dem bin ich nachgegangen. Bis zur vollständigen Initialisierung durch den Professor, ist der DDS Baustein in einem nur sich selber und seiner leiblichen Mutter bekannten Zustand und rauscht munter ganz rosa vor sich hin. Soweit sogut, kein Problem damit, ganz im Gegenteil: it's not a bug, it's a feature!

    Dasselbe passiert auch, wenn man ins Menüpunkt "DDS Initialisierung" geht. Der DDS Baustein rauscht vor sich hin und der Rauschpegel ist gut und gerne ausreichend, um mit Hilfe eines audio- Spektrumanalysers (nach einem vorschriftsmäßigen festklemmen der AGC :rolleyes: ) die Filter-Durchlasskurve auf dem Monitor anzuzeigen. Süss, nicht wahr? Und nützlich vielleicht. Sicher, nicht ganz das Wahre, denn das Rauschen kommt "irgendwie" in die Kette hinein und nicht über die vorschrifsmäßige Antennebuchse, aber als "eingebaute Rauschquelle" trotzdem vermarktungsfähig.

    73, Razvan DL2ARL