Frequenzsprünge

  • Hallo,
    bei meinem BCR sind beim Betätigen des Drehgebers immer wieder undefinierte Frequenzsprünge augetreten, die ich auf das Prellen der Kontakte zurückführe. Da ich sowieso das Gerät in ein neues Gehäuse getan habe, hatte ich mich damit auch beschäftigt. Im Gerät liegen ja schon je 1nF direkt vor dem Eingang des Prozessors. Welche Eigenschaften der hat, weiß ich leider nicht. Aber zwei 47nF direkt über die Drehgeberkontakte haben bei mir geholfen. Das Gerät verhält sich seit der Änderung tadellos. Die Dimensionierung der Kondensatoren kann bestimmt optimiert werden. Jedenfalls braucht ich keinen neuen Drehgeber.


    73/72 de Uwe DL2KZA

  • Hallo Uwe,


    ich habe auch diese Frequenzsprünge in meinem BCR. Es war aber noch nicht so gravierend, dass ich es nicht auch so hätte lassen können. Doch meistens nervt es dann doch, wenn man auf einmal beim Drehen 200 Khz-Sprünge in der Anzeige hat. Es ist ja nicht die Anzeige, die Frequenz ändert sich natürlich mit.


    Ich habe den Drehgeber vom aussehen nicht mehr so im Kopf, hast du einen bedrahteten Kondensator über die Anschlüsse gelegt?


    Müsste, wie du geschrieben hast, für die Entprellung nicht die 2 ein NF-Kondensatoren (C79/C80) zuständig sein?


    Ich dachte, ich hätte hier im Forum mal etwas über dieses Problem gelesen, doch wo?


    73 de Achim

  • Versuch es doch einfach mal. Wir haben nur 1nF zum abblocken genommen, weil man uns gesagt hat, dass die Ports des Pics nicht höher belastet werden dürfen. Wenn das Springen der QRG mit 47 nF weg ist und der PIC noch spielt, dann ist das doch eine prima Lösung.Die PINs des Drehgebers haben RM 2,5, du kannst also beliebig 805 SMD oder bedrahtet nehmen.

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Hallo Peter, Achim, Uwe


    zu der Problematik der Größe der C's habe ich folgendes anzumerken.


    Die beiden Anschlüsse des Controllers arbeiten als Eingang. Da der Kondensator nicht von den internen Transistoren entladen werden muss, ist dess Größe theoretisch unbegrenzt.


    Es existieren zwei Faktoren, die dabei beachtet werden sollten.
    Erstens:
    einer der Eingänge (Port B1) ist ohne Triggerschaltung realisiert, d.h. bei sehr langsamen Spannungsänderungen können (nicht müssen) intern Schwingungen auftreten und damit ist der Eingangspegel nicht mehr eindeutig erkennbar. Jedoch macht Microchip dafür keine Angaben.
    Zweitens:
    ist die Größe der Kapazität für die maximale Impulsfrequenz am Eingang verantwortlich, die Zeitkonstante des internen Pull-Up-Widerstandes mit dem Kondensator legt diese dann fest.


    Mit welchen Signalen der Controller bei meinem Speaky klar kommen muss, habe ich mal mit einem Oszi aufgenommen und als Bild angehängt.
    Hier sind die C'S 10nF groß. Eine Vergrößerung auf 33nF bereinigt die Signale nicht wesentlich. Mit spaßenshalber angelöteten 470nF konnte ich sehr langsam weiter abstimmen.

  • Hallo Achim,


    entschuldige, aber die Antwort hat etwas gedauert ... Urlaub ohne Rechner!!! ...
    Der Drehgeber hat eine Seite 3 Anschlüsse mit rund 2,5mm Abstand. Der mittlere davon liegt auf Massepotential, die äußeren gehen zu den Eingängen des Pic. Bei mir liegen zwei 47nF 0805 ohne Draht direkt auf den Anschlüssen.
    Der Drehgeber hat dann noch mal 2 Kontakte, die auch das Menü einschalten. Da habe ich nichts weiter gemacht.
    Das Gerät hatte ich mit zur Aktivierung des Ruden, EU-057 mit. BCR, ZM-4 mit 5/8 Strahler für 17m am Bug vom Kutter Seefuchs. Mit der Variante konnte ich ungestörte QSO's fahren, obwohl an Bord noch auf 40m cw mit 100 W auf Langdraht gearbeitet wurde und an Land 3 Stationen mit 100W, 10W und 7W auf 80 bis 20m qrv waren, alle in Sichtweite.


    72 de Uwe DL2KZA

  • Hallo Zusammen,


    Die Kondensatoren in verschiedenen Kapazitäten habe ich mir schon besorgt, wie gesagt, im Moment komme ich auch so zurecht. Ich bin dankbar für alle Informationen die das BCR betreffen.
    Ab Freitag bin ich auch eine Woche auf der grünen Wiese im Allgäu und nehme natürlich dieses tolle Gerät mit.


    73 de Achim

  • Hallo Uwe,


    Ich habe gestern, so wie du beschrieben hast, zwei 47 nF 0805 Kondensatoren an den Originaldrehgeber des BCR gelötet. Ist ja ganz einfach, beim mitgelieferten Gehäuse muss nur das Bodenblech weg und schon liegt die ganze Lötseite der Platine vor einem. Seitdem habe ich keine Frequenzsprünge mehr. Herzlichen Dank an dich für den tollen Tipp.


    73 de Achim

  • Moin Uwe,
    vielen Dank für den tollen Tip, hatte nur 10nF in der Krabbelkiste, geht auch prima.
    Habe mir fast Daumen und Finger abgekurbelt, kein einziger Sprung mehr, hi.

  • Gut, dass es diese alte Diskussion noch gibt!


    Ich habe mein BCR seit Jahren regelmäßig in Betrieb und es wird bei mir nach und nach immer schlimmer mit der Springerei. Heute war es dann so weit: Ich konnte überhaupt nicht mehr normal über das Band drehen, ständig Sprünge, sehr nervig. Ich versuche es mal mit den Kondensatoren. Auf die Idee wäre ich von alleine nicht gekommen!


    Falls nochmal eine neue Softwareversion für das BCR erstellt wird (würde), kann (könnte) man das Problem elegant ein für alle Mal im Controller lösen. Wenn der 200 Impulse in wenigen Millisekunden sieht - das sollte er einfach nicht ernst nehmen bzw. nur den ersten Impuls.

    Ich kenne mich da nicht genau aus - aber liefert so ein Drehgeber nicht zwei phasenverschobene Signale? Was gibt der Drehgeber ab, wenn beim BCR die Anzeige springt? Prellen dann beide Signale?


    So lange nur eins prellt, sollte das per Software sehr einfach erkennbar sein.


    Egal. So lange will ich nicht warten, bis ich mein BCR wieder einsetzen kann. Also Schraubendreher, Kondensatoren und Lötkolben ausbuddeln und schauen, ob die Kur mir auch hilft!


    Vy 73, Andreas