ATX-Mainboard: Kondensatoren verlieren Elektrolyt

  • Hi Leute,


    habe gerade beim Upgrade meines Rechners bemerkt, dass einige der Kondensatoren in der Nähe der CPU leicht aufgebläht erscheinen und Elektrolyt austritt.


    Hat jemand eine schwache Ahnung, ob ich den PC überhaupt weiterbetreiben kann? Oder muss ich sofort das Mainboard tauschen, um Schäden an den anderen Komponenten zu vermeiden?


    Für jegliche Infos wäre ich dankbar!


    Gruss
    Torsten

    73,
    Torsten, DL8KFO

  • Hallo,
    solche Probleme mit ausgelaufenen Kondensatoren habe ich sehr häufig hier im QRL.Durch Überspannung(schlechte/billige Netzteile) oder minderwertige Elkos bricht oben am Elko die Sollbruchstelle und der Elko läuft aus und trocknet dann aus.Irgendwann wird das Borad nicht mehr funktionieren weil der Spannungsregler(Schaltregler) nicht anspringt,und das PC-Netzteil nicht startet.Am besten du gehst zum PC-Händler deines Vertrauens und holst dir ein altes Board.Dort lötest du die Elkos die du benötigst aus und wechselst die dann anschließend auf deinem Board.(am besten alle Elkos rund um die CPU die etwas größer sind)Mit dieser Methode hatte ich immer 100% Erfolg,ohne mit viel Aufwand Board zu tauschen und einen Neuinstallation vornehmen zu müssen.
    Wenn noch Fragen sind dann kurze Info!!


    Heiko DL1HTY

  • Elkos haben nur eine begrenzte Lebensdauer und die nimmt mit steigender Umgebungstemperatur auch noch rapide ab. Das wird leider oft vergessen. Gerade bei einem Rechner, der vielleicht Tag und Nacht läuft werden die Elkos in der Nähe der "heißen" CPU stark beansprucht.
    Schau mal in die Datenblätter der Elkohersteller, da werden teilweise nur 10.000 Stunden bei 85°C als Lebensdauer angegeben. Das sind gerade mal 15 Monate ununterbrochener Betrieb.
    Tausche die Elkos aus gegen gute Markenfabrikate, es gibt auch Typen, die bis 105°C spezifiziert sind und Du hast für die nächsten Jahre Ruhe.

    Heinz DH2FA, KM5VT

  • ich hatte fr.mittag über die Liste auch eine info gepostet,
    die aber gar nicht hier aufgetaucht ist.
    merkwürdig...


    73 volker

    ______________


    73 de Volker,
    1DL 1 VAW

  • Hi Leute,


    nachdem ich den Grund für die Alterung der Elkos gefunden habe (nominal zu schwaches Netzteil; läuft fast ständig unter Volllast) kommt jetzt das nächste Problem.
    Die gesuchten Elkos (radial) sind 3300µF 6,3V mit einem Durchmesser von 10mm und einer Länge von 25mm.
    Ein größerer Diameter ist aufgrund der Packungsdichte nicht möglich.
    Woher bekomme ich diese Bauteile?!?
    Bislang war jegliches Forschen im Internet vergeblich. Kann mir von euch jemand einen Tipp geben??

    73,
    Torsten, DL8KFO

  • Hallo Funkfreund,
    diese Elkos wirst du auch ganz schlecht bekommen.Es handelt sich um Sonderbauformen,da dort z.B. Spannungen von 6,25 V und 1800µF Kapazität angegeben werden.
    Ich empfehle den Ausbau von Elkos aus gebrauchten ausgesonderten Motherboards.Anders wirst du nicht an diese Elkos kommen,ich mache das genauso!


    Heiko DL1HTY

  • Hallo,


    wie viele Elkos 3300uF / 6,3V brauchst du denn?
    Deine Antwort bitte unter
    wlaessig at t-online.de


    73 de Wolfgang DL2JWL

  • Hi Wolfgang,


    ..bin bei EBay fündig geworden; aber danke für Deine Mitteilung!

    73,
    Torsten, DL8KFO

  • Hi Leute,


    nun hatte ich das Mainboard auf dem Tisch liegen - und was passiert beim Entlöten? Nichts.
    Ich bekomme die Bauteile schlicht und ergreifend nicht entlötet, da ich das Lot nicht schmelzen kann. So was habe ich ja noch nie erlebt. Dachte erst, die Lötstation wäre defekt und habe bei eingestellten 360° mal etwas Lot an die Spitze gehalten - und glücklicherweise den Kopf früh genug weggezogen :)


    Problem: Das Lot auf dem Mainboard sieht viel silbriger aus, könnte also PB-loses Lot sein. Nur wie kann ich die LRCs entlöten? Die Station macht bei 420° Schluss und es tut sicht trotzdem nichts. Außerdem möchte ich die Leiterbahnen nicht zu sehr quälen. Jetzt ist guer Rat teuer. :(

    73,
    Torsten, DL8KFO

  • Auch bleifreies Lot schmilzt schon weit unter 300°C. Ich nehme an, daß Deine Lötkolbenspitze nicht genug Wärme auf die Mulitiayerplatine bringt. Die Elkos hängen ja an der Betriebsspannung, bzw. Masse, da sind die Leiterbahnen entsprechen flächig ausgeführt. Nimm einfach zusätzliches neues Lot und schmelze einen dicken Batzen auf den Lötanschluß, dann kann die Wärme wirken und das Ganze schmelzen. Hat bei mir immer geholfen.


    73

    Heinz DH2FA, KM5VT

  • Nimm einfach einen leistungsstärkeren (nicht gleichbedeutend mit heißeren) Lötkolben. 60 oder 80 Watt sollten den Erfolg bringen.


    72 de Ingo, DK3RED

  • Mein tipp weg mit dem dreg und neues rein umlöten spinnt der nieim leben keine garantie und andere komponenten könen auch zu schaden kommen ne würde ich nciht machen lieber gleich ein neues von http://www.conrad.de oder extremus oder so muss du gucken aber umlöten würde ich nciht da kann viel zu vile kapput gehen ich weiss das aus eigenererfahrung nicht nachmachen ;)

  • Klar, einfacher ist das.
    Aber ehe ich das ganze System so wie es da steht neu einrichte, würde ich zur Not auch die einzelnen Beinchen der CPU neu anlöten. :)

    73,
    Torsten, DL8KFO