Verbessertes Bandfilter für den K1

  • Hallo,


    im Qrp-Report 1-2008 stellt Rolf, DK9DQ, ein verbessertes Bandfilter für den K1 vor. Da mir der K1 schon seit längerer Zeit gefällt, hat der Beitrag meine Aufmerksamkeit geweckt.


    Mich würde jetzt interessieren, welche Erfahrungen ihr mit dem Aufbau der Modikationen gemacht habt. Wurden eure Erwartungen erfüllt ? Könnt ihr die Erfahrungen von Rolf bestätigen, und gibt es möglicherweise Änderungen, die bislang noch nicht vorgestellt und diskutiert worden sind ?


    Ich bin auf eure Reaktionen gespannt.


    73 de Klaus-Peter, DJ4DI

  • Hallo,


    auf meine Frage habe ich bislang eine Antwort erhalten, adressiert an meine private eMail-Adresse.


    Lieber OM, beim Abspeichern ist Deine eMail durch eine Unachtsamkeit meinerseits leider verloren gegangen.


    Bitte sende mir Deinen Beitrag noch einmal zu. Vielen Dank.


    73 de Klaus-Peter, DJ4DI

  • Hallo Klaus-Peter!


    Na dann will ich mal antworten..
    Also ich habe den K1 im Dez. 2006 gebaut. 4-Band Version mit 15m und 80kHz Abstimmbandbreite.
    Die Bandfilter habe ich nicht modifiziert. Probleme hatte ich allerdings bisher bei mir nicht feststelle können, die dies nötig gemacht hätten.
    Als Antenne verwende ich eine ZS6BKW bzw. eine W3DZZ.


    Vy 73 Martin DH3FR

  • Hallo Klaus-Peter,


    ich habe einen K1-4Band mit den Bändern 40/30/20/17 aufgebaut und anschließend noch ein 2-Band-Modul für 80/15m.


    Nun meine Meinung:
    Elecraft ist aus Gründen der Vereinfachung und Nachbausicherheit diesen "Eingangsfilterkompromiß" eingegangen. Wenn überhaupt, bringt das aber nur in Europa bemerkbare Nachteile.


    4-Band-Modul:
    Jeweils zwei benachbarte Bänder werden mit C-Umschaltung über ein Eingangsfilter gefahren, wodurch die Dimensionierung natürlich nicht optimal ist.
    Im praktischen Betrieb habe ich keine negativen Auswirkungen feststellen können und selbst in den Abendstunden muß ich auf 40m den Abschwächer nicht einschalten.


    2-Band-Modul:
    Durch die vorgegebene Fertigspule von 1 uH mit relativ geringer Güte ergibt sich bei 80m ein nur filterähnliches Gebilde, für 15m sah ich bei mir keine Probleme.
    Dennoch habe ich das 2-Band-Modul original aufgebaut und war gespannt auf das Ergebnis. Zu meiner Überraschung funktioniert auch 80m recht ordentlich und beim vorgesehenen Verwendungszweck des K1 (portabele- Fieldday- Reisen) gibt es keine Probleme.


    Fazit:
    Wenn man nur die 2-Band-Module verwendet, könnte man für jedes Band optimale Eingangsfilter dimensionieren und realisieren. Bischen schwierig wirds, weil man zusätzlich Abgleich-Cs (Trimmer) unterbringen müßte.
    Die Frage, ob das für den vorgesehenen K1-Einsatzfall nötig ist, muß jeder für sich entscheiden - bei mir war es nicht nötig, ich bin mit meinem K1 zufrieden.


    Frohe Pfingsten

    72/73
    Con


    DM5AA - DOK V11 - JO64SC
    DL-QRP-AG#297 - G-QRP#7939 - AGCW#1957 - RU-QRP#345
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  • Nun, dann will ich mal versuchen mit vorsichtigen Formulierungen Stellung zu nehemn, da ich den in dem Report Artikel umgebauten Transceiver nach dem Umbau bei mir in der Werkstatt hatte um ihn wieder funktionsfähig zu machen. Der Umbau war offensichtlich vorgenommen worden ohne jemals das Original zu testen, einige der Original Lötaugen waren noch jungfräulich.


    1. Der K1/2, also die Zwei Band Ausführung hat unter unseren Verhältnissen an großen Antennen Probleme mit dem Intermodulationsverhalten, das ist richtig. Bei den im portablen Bereich üblichen Antennen merkt man allerdings kaum etwas. Der Grumpelmumpf im Hintergrund bewegt sich etwa in der Größenordnung FT817, TS420, FT897 usw. Das Blocking im Nahbereich ist besser als bei den erwähnten Japanern.


    2. Der K1/4 ist durch die Verwendung von Spulen höherer Güte deutlich besser. An meiner Loop z.B. an der ein FT817 abends auf 40m zu macht funktioniert er noch sehr ordentlich. Die etwas ungewohnte Methode bei ein und der selben Spule den Bandwechsel dur umschalten eines Trimmers zu bewerkstelligen ist anders als in dem Artikel beschrieben kein Problem. Die Gesamtgüte des Schwingkreises und damit die Bandbreite wird durch die Güte der Spule bestimmt und nicht durch das LC Verhältnis.


    3. Man kann die Eingangsfilter des 2Band-Moduls natürlich verbessern. Auf Grund des Platzes muss man dabei aber schon genau wissen, was man tut. Natürlich ereicht man mit einem T80 Ringkern eine bessere Güte als mit einem T37. Ist man dann aber gezwungen wegen des vorhandenen Platzes den Ringkern auf lange Strippen und dicke Lötnägel zu setzen, dann verliert man den geringen Vorteil sehr schnell wieder. Wenn man die Einkopplung über Kapazitive Teiler beibehält, dann wird das ganze schnell monströs. Die Kreiskapazität liegt bei > 1200 pF, da ist dann ein 30pF Keramiktrimmer vielleicht optimal was die Güte angeht, damit jedoch den Resonanzpunkt finden zu wollen ist dann ein Abenteuer.


    Fazit:
    Man sollte sich den K1 (K2 an dieser Stelle war ein Tipfehler, danke für den Hinweis, Con. Obwohl dieser Rat auch an Modifikationswütige K2 Besitzer gilt :D) erst mal ausführlich im Original vornehmen und dann entscheiden, ob sich ein Umbau lohnt.
    Wenn man umbaut, dann muss man eine Strategie entwickeln. Es ist wenig Platz vorhanden, man ist an die vorgegebenen Leiterbahnen gebunden. Ein HF Technisch sauberer Umbau ist möglich, ist jedoch wenn er eine Verbesserung bringen soll nicht trivial und sollte versierten Bastlern vorbehalten bleiben.
    Eine schlechte Ausführung ist letztlich dann aber nicht wirklich tragisch, die Bandmodule sind ja als Steckmodul ausgeführt und man kann, wenn alle Stricke reissen, ein neues bestellen und den Umbau in die Vitrine stellen.

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Quote

    Original von DL2FI


    Fazit:
    Man sollte sich den K2 erst mal ausführlich im Original vornehmen und dann entscheiden, ob sich ein Umbau lohnt.
    Wenn man umbaut, dann muss man eine Strategie entwickeln. Es ist wenig Platz vorhanden, man ist an die vorgegebenen Leiterbahnen gebunden. Ein HF Technisch sauberer Umbau ist möglich, ist jedoch wenn er eine Verbesserung bringen soll nicht trivial und sollte versierten Bastlern vorbehalten bleiben.
    Eine schlechte Ausführung ist letztlich dann aber nicht wirklich tragisch, die Bandmodule sind ja als Steckmodul ausgeführt und man kann, wenn alle Stricke reissen, ein neues bestellen und den Umbau in die Vitrine stellen.



    Prima, ich wollte es nur nicht so deutlich sagen :P, wobei natürlich der K1 gemeint ist.

    72/73
    Con


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