"Amateurfunk Versuche" auf 500 kHz

  • Auf die Gefahr hin mich im eigenen Nest unbeliebt zu machen aber in der berechtigten Hoffnung Unterstützung zu finden:
    Meine Meinung zu den Versuchen der Funkamateure die Frequenz 500 kHz zu okupieren:


    Jahrzehnte lang war die Frequenz 500 kHz die internationale Notruf Frequenz im Seefunk. Es ist wahrscheinlich die einzigste Frequenz die selbst in Krisenzeiten von jedem Funker respektiert wurde, auf der zu festen Zeiten absolute Funkstille für jeden, der sich nicht in einer Notsituation befand herrschte.


    Mit dem Aufkommen der Komunikation über Sateliten wurden nach und nach die Küstenfunkstellen überflüssig, die Frequenz 500kHz hat heute keine praktische Bedeutung mehr.


    DAO sendete auf 500 kHz am 31.12.1993 zum letzten mal:
    cq cq cq de dao dao dao gm = kiel radio/dao on 500/470 khz is closing down for ever. but stations staying alife as long as being in our mind. thanks to all for good cooperation all the years since 1946. good luck, goodbye.+
    never again d a o sk sk


    hier eine original Tonaufzeichnung von DAO


    DAN sendete auf 500 kHz am 31.12.1995 zum letzten mal
    cq cq cq de dan dan dan = this is the last announcement on 500 khz: norddeichradio/dan will close the medium wave telegraphy service and the security watch on 500 khz now. oxb will maintain watch on 500 khz for german sar area++ de dan dan +


    hier eine original Tonaufzeichnung von DAN


    http://www.seefunker.de/homepage/seefunk.htm


    Auf der Seefunk Seite von Silvester, DH4PB sind weitere originale Tonaufzeichnungen zu hören.


    Internationale Gemeinschaften von ehemaligen und aktiven Seefunkern haben nun den Vorschlag gemacht, die Frequenz 500kHz wegen ihrer einmaligen Geschichte und wegen ihrer übergroßen Bedeutung für die Funker zu einer Museumsfrequenz zu erklären. Welch grandiose Vorstellung, eines Tages auf 500 kHz als Erinnerung an historische Zeiten in regelmäßigen Abständen rund um die Welt in Telegrafie die Rufzeichen der früheren Küstenfunkstellen hören zu können, ein lebendiges Museum einer großartigen Geschichte.


    Sylvester DH4PB war aktiver Funkoffizier und er ist einer von uns. Ich selbst war nie Seefunker, habe aber großen Respekt davor und schliesse mich 100% Sylvesters Aufruf an: "500 kHz muss eine Museumsfrequenz werden"!!!


    Der Vorstoß von Funkamateuren, die 500 kHz für Versuchszwecke benutzen zu dürfen weil irgend etwas erforscht werden soll ist kann ich nicht ernst nehmen. Es gibt wohl keine Frequenz für die es so viele Berichte und Dokumentationen über Ausbreitungsphenomene und andere Eigenschaften gibt wie 500kHz.


    Unterstützt die Forderung der Seefunker. Besucht die Internetseite zum Thema Memorial Frequenz und tragt euch zur Unterstützung dort ins Gästebuch ein.sylfoecking@seefunker.de

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Hallo Peter,


    Quote

    Original von DL2FI
    Auf die Gefahr hin mich im eigenen Nest unbeliebt zu machen ...


    da setzt ich doch noch einen drauf: Wir brauchen nicht noch eine Frequenz für "599 tu".
    Mehr Inhalte auf den bereits zugeteilten Frequenzen wäre schön.

  • Hallo Zusammen,


    >Der Vorstoß von Funkamateuren, die 500 kHz für Versuchszwecke benutzen zu dürfen weil irgend etwas erforscht werden soll ist kann ich nicht ernst nehmen.


    ich kann diesen Satz überhaupt nicht verstehen. Für mich ist das 500Khz Band eine sehr interessante Frequenz um Reichweiten versuche zu machen. Nur aus historischen Gründen können Frequenzen anderen Funkdiensten nicht untersagt werden. Der Funkamateur wird in Zukunft sicherlich noch oft seine Frequenzen abgeben und alte gebrauchte übernehmen müssen. Wenn wir uns hier nicht Flexibel zeigen, werden wir in Zukunft nichts mehr zum testen haben. Ich würde mich auf Zuweisung von 502- 510 Khz für Versuchszwecke freuen.


    73 Karl-Heinz
    DL6EBS

  • Hallo,


    ich stimme in dieser Hinsicht Peter und Karl-Heinz (DF7KHK) voll zu.


    Neues zur Ausbreitung im Lang- und Mittelwellenbereich ist wohl kaum zu erwarten. Reichweitentests mit modernen Übertragungsverfahren sind sicher interessant aber es besteht für uns Funkamateure die Gefahr uns zu verzetteln.


    Mein Steckenpferd neben QRP auf KW sind vor allem die höheren Frequenzbereiche. Momentan bin ich bis 13cm QRV, höhere Frequenzen (10GHz) sind in Planung. Es ist ein Trauerspiel, das auf den UHF/SHF-Bändern außerhalb der Conteste so wenig Aktivität herrscht.


    Dabei kann man dort tatsächlich noch Ausbreitungseffekte studieren. Speziell auf 23cm und 13cm sind mit beherrschbarer Stationsausrüstung regelmäßig Entfernungen um 500km überbrückbar.


    Karl-Heinz (DL6EBS) mag Recht haben, dass wir in Zukunft auf Frequenzen verzichten müssen. Wir sollten aber durch intensive Nutzung eben der bereits zugeteilten Frequenzbereiche alles dafür tun, dass dieser Fall möglichst gar nicht erst eintritt.


    vy 73


    Karsten - DL3HRT

  • Karl-Heinz: mit allem Respekt: es geht um QRG 500 kHz, nicht um einen Frequenzabschnitt, den Du auf 502-510 festlegst. Für mich spräche nichts gegen eine Reservierung der alten Notruffrequenz für genannten Zweck. Der 08/15-Standard-Ham braucht sie nicht, schon gar nicht unter dem Mäntelchen "Versuchszwecke". Da haben wir schon einen Spielplatz namens 160m, der aufgrund seiner Grenzlage viel interessanter und technisch einfacher zu benutzen ist, wo aber noch immer viel zu wenige hams aktiv sind. Im übrigen laufen schon genügend Versuche auf 153 kHz. Wie viele nehmen daran teil?
    Und wenn wir uns schon für weitere Bänder interessieren: wir werden vermutlich, aufgrund leidvoller Erfahrung mit 6m, auf Ewigkeit auf Teilnahme im 5 MHz Bereich warten dürfen, von 4m und 220 MHz mal ganz abgesehen...

    vy73 de Fred DL6XAZ - E12 - EPC 1419 - FHC 763
    FT-8x7 & KX1 #0808 etc.
    Flying Pig #62 / DL-QRP 2543 / ARS-DL /SOWP


  • Karl Heinz,


    1. geht es um die 500kHz, exakt und genau um diese, nicht um einen Bereich.


    2. Über ernsthafte Bemühungen Ausbreitungsbedingungen zu erforschen freue ich mich wie ich mich über jeden Ansatz freue, der den AFU von dem blöden cfm 599 tu "QSO" wegbringt. ABER: wenn es irgendwo nix mehr zu erforschen gibt, dann ist es die 500kHz. Dicke Logbücher sind voll mit echten Empfangsberichten. Jeder Seefunker kann dir Geschichten erzählen von Notrufen auf 500 kHz, die er über 10.000 km gehört hat.


    Nur noch ätzend ist es, wenn Funkamateure stolz berichten, dass sie das CQD der Titanic nachgespielt hätten und befreundete OMs es noch in ein paar hundert km Entfernung gehört hätten (passiert in USA)


    Ich finde die Vorstellung zu Ehren aller Seefunker und ihrer Gegenstellen an den Küsten eine Museumsfrequenz zu haben auf der alle paar Minuten eines der alten Rufzeichen ertönt faszinierend. Ich würde mir SOFORT einen 500 kHz Empfänger bauen um dieses Museum bei jeder Gelegenheit vorstellen zu können. Die öffentliche Vorführung des Museums, das wäre ein sinnvoller Anteil daran den der Amateurfunk leisten könnte.


    Wie mir Sylverster eben schrieb hat die CQDL die Veröffentlichung einer Erklärung zu dieser Museumsidee von Seefunkern die gleichzeitig Funkamateure sind abgelehnt.

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • sri, mir ist die Zitate-Funktion abhanden gekommen...


    Peter schrieb:
    "Wie mir Sylverster eben schrieb hat die CQDL die Veröffentlichung einer Erklärung zu dieser Museumsidee von Seefunkern die gleichzeitig Funkamateure sind abgelehnt."


    Gibt es eine Begründung?


    Jürgen

  • Hallo Beisammen!


    Warum nicht die QRG 500 kHz reservieren als "Museeums QRG"?


    Ich bin eigentlich einer derjenigen dem die Sätze vom althergebrachten, und das muss so bleiben etc. an der Antennenspitze stehen.


    Aber auf 500 kHz wurde ein Stück Geschichte geschrieben. Jahrelang haben Küstenfunkstellen und Funkoffiziere auf See genau diese QRG abgehört. Ich kenne noch son alten Seebären ( Der Ausdruck sei mir verziehen.) Tausende Seeleute verdanken dieser QRG Ihr Leben. Für jeden Mist wird ein Gedenktag, Feiertag etc. eingerichtet. Warum nicht mal eine "Museeums QRG"?


    Zum Thema Zuteilung für Ausbreitungstudien, oder generelle Freigabe:


    Wenn schon Freigabe des Bereichs um 500 kHz dann aber Bitte drüber oder drunter. Nicht genau diese QRG.
    Ausserdem gibts schon ganze Schrankwände mit Logs die eigentlich nur noch Ausgewertet werden müssten.
    Allerdings stehe ich einem weiteren Bandsegment sehr sceptisch gegenüber. Mansche Bänder die wir schon haben sind von eigentlich tot bis sporadisch belegt. Nutzen wir doch erstmal die uns zur Verfügung stehenden Bänder.


    Die Idee mit der Automatischen Sendung der alten Rufzeichen finde ich gar nicht mal so schlecht. Vllt auch nur wie SAQ ein paar mal im Jahr.....


    Die CQ DL kann ich da überhaupt nicht verstehen. Aber das ist anscheinend Politik.




    Wie heisst es doch so schön:


    "Old stations never die! They just fade away".


    Also macht Euch Stark und lasst dieses Stück Geschichte nicht verblassen.


    So und jetzt dürft Ihr über mich herfallen HI


    73 de MIKE DO2TUX

    Geht nicht gibts nicht!!! Alles über 10 Watt ist Stromverschwendung!!!
    DL-QRP-AG 2835 G-QRP 12308 DARC B12 JN59PM
    Spatz II 80m * Pixie's 160,80,15,10 m * BITX80,15,10m* SoftRock 80m * Softrock 30/40m im Bau

    Edited once, last by DK2TUX ().

  • Hallo
    Zu dem "Gerangel" um die 500khz fällt mir nur der Ausspruch von meinem Liblingskomponisten, Gustav Mahler, ein " Tradition heißt, das Feuer weiterzutragen und nicht die Asche anzubeten"


    72 Wolf, DL2WRJ

  • Quote

    Original von DL2FI


    Der Vorstoß von Funkamateuren, die 500 kHz für Versuchszwecke benutzen zu dürfen weil irgend etwas erforscht werden soll ist kann ich nicht ernst nehmen.


    Wer genau will denn diese Frequenz für Versuchszwecke benutzen?


    Soweit mir bekannt ist wurde bei der nationalen Gruppe Interesse für ein kleines sSegment BEI 500KHz angemeldet, nicht auf 500KHz


    Und auf welcher Rechtsgrundlage könnte eine "Museumsfrequenz" überhaupt genehmigt werden?


    73
    Peter

  • Quote

    Original von DO2TUX
    "Old stations never die! They just fade away".
    Also macht Euch Stark und lasst dieses Stück Geschichte nicht verblassen.
    So und jetzt dürft Ihr über mich herfallen HI
    73 de MIKE DO2TUX


    Warum sollten wir? 1. Recht auf freie Meinungsäusserung und 2. hast Du ja recht!
    Was die Frage der Rechtsgrundlage betrifft: soll sich die BNA dazu Gedanken machen.
    Fred

    vy73 de Fred DL6XAZ - E12 - EPC 1419 - FHC 763
    FT-8x7 & KX1 #0808 etc.
    Flying Pig #62 / DL-QRP 2543 / ARS-DL /SOWP

  • Hallo OMs,


    die 500kHz als Museumsfrequenz zu verwenden, halte ich für eine sehr interessante Idee. Ganz nebenbei kann man so auch ausgezeichnet die Ausbreitungsbedingungen studieren, denn eigentlich ist das auch nicht viel anders als ein Bakenbetrieb. Im übrigen lernt man durch Zuhören und Mitlesen viel mehr als durch alleiniges Aussenden, denn erst der Empfangsbericht macht eine Ausbreitungssbeobachtung aus. Peter, mach doch mal eine Umfrage im Forum darüber.

  • Hallo zusammen,


    bei dieser Idee müssen doch die großen Amateurfunkverbände weltweit zugreifen und die Initiative ergreifen. Wir machen ein weltweites Bakensystem auf genau 500 kHz, die in einem Zeitraster senden, um die Ausbreitungsbedingungen beobachten zu können. Das Verfahren gibt es ja schon auf Kurzwelle. Gleichzeitig bringen wir einen einfachen Empfängerbausatz heraus. Der Rest wird mit einem Soundkartenprogramm erledigt.


    Nun meine Idee: Man schreibt ein Programm, mit dem man erkennen kann, welche Baken man gerade wie stark empfängt. Ok, das ist eigentlich ein alter Hut. Aber es geht noch weiter: Die Empfänger lassen sich über USB oder der seriellen Schnittstelle mit dem Rechner verbinden. Da mit steigender Tendenz die Rechner per Flatrate mit dem Internet verbunden sind, kann man nun im Internet eine Graphik erzeugen, die mit Hilfe dieser vielen Empfänger genau erkennen lässt, wie die Ausbreitungsbedingungen gerade sind. Ein aktueller Wetterfilm des Funkwetters für Mittelwelle entsteht. Wenn da nur ein paar 100 europäische Funkamateure am Anfang mitmachen, bekommt man schon ein recht faszinierendes Bild.


    Die Idee muss natürlich noch verfeinert werden. Das Tolle daran ist, dass jeder aktiv mitmachen kann. Ich erinnere an das SETI-Projekt, das auch viele fasziniert hatte (nur blieb da der Erfolg aus). Vor allen Dingen muss sie nach allen Regeln der Öffentlichkeitsarbeit verbreitet werden. Für den Physikunterricht an Schulen bieten sich hier phantastische Möglichkeiten. Und gleichzeitig kommt man mit dem Amateurfunk in Kontakt.


    Es bietet sich ja an, das Funkamateure mit ihren Kenntnissen federführend an diesem Projekt arbeiten werden. Somit können wir Öffentlichkeitsarbeit vom Feinsten für uns leisten und daran erinnern, das Amateurfunk auch heute noch ein unverzichtbares Kommunikationsmedium ist, wenn im Katastrophenfall die Infrastruktur zusammenbricht.


    Die historische Bedeutung der 500 kHz und die Erinnerung an die vielen Seeopfer verlangen eine würdigende Verwendung dieser markanten Frequenz. Ein Kontestgebrülle auf 500 kHz wäre der Gipfel der Geschmacklosigkeit.


    vy 73 Volker SM5ZBS

  • Moin,
    ich finde die Idee Museumsfrequenz 500 kHz gut und empfehle auch an den Vorstand des DARC
    eine Email mit der Bitte um Unterstützung zu senden.

  • Hallo Volker,


    das ist genau die richtige Richtung! Es sind dafür auch gar keine grossen Sendeleistungen und riesige Antennen erforderlich (o.k, die Amies können ja machen, wenn sie wollen). Es sollte aber aber unbedingt bei der klassischen CW-Kennung bleiben. Mit einer digitalen Betriebsart würde man den Museumscharakter des Projekts untergraben. Wenn man die Kennung dann noch mit einem Zeitzeichensender synchronisiert, dann könnte man mit einem korrellierenden Programm noch etwas Empfindlichkeit heraus holen. Geichzeitig ändert das nichts am (alten) Prinzip der CW-Kennung und verknüpft Alt und Neu in geradezu simpler und einfacher Weise.

  • Da waren Sie wieder, meine drei Probleme:


    • Ich mag Sylvester, Rolf (DL9CM) und Co sehr gern ..
    • Ich mag Museumssender, die ab und zu senden ABER
    • Wozu bitte Museumsfrequenzen ?


    Die kann man weder anfassen noch anschauen - man kann Aussendungen auf Frequenzen zuhoeren und aufzeichnen - die Frequenz ansich kann ich aber weder archivieren noch sonstwie konservieren. Wenn wir das koennten, waeren wir auch in der Lage, Energie verlustfrei zu transportieren und zu lagern (Scotty ich brauch hier mehr Enerige, Aye Captain, schicke ich (per Post ?)).


    Richtig ist, das die 500Khz fuer die weltweite Schiffahrt unglaubliches geleistet hat und Milliarden Menschen diesen Schiffsfunkern viel zu verdanken haben.


    Richtig ist aber auch, dass die Zeit weiter gegangen ist und es einen Grund dafuer gibt, dass diese Stationen QRT gemacht haben.


    Frequenzen sind wie das Wasser, auf dem die Schiffe fahren. Man erfreut sich an alten Segelschiffen, die auf Ihren zu "Museumszwecken" fahren, aber niemand kaeme auf die Idee, das verdraengte Wasser auch zu archivieren - ginge auch schwer (nicht unmoeglich). Und wozu ?


    Man kann solche Aussendungen auf jedwegen Frequenzen aussenden, zum Beispiel auf der Afu 135,x khz - OK ja in DL ist das bestimmt wieder verboten wegen der BNA und niemand kommt auf die Idee mal zu fragen, wie man Special Events bei der BNA anmelden kann (und den Segen dafuer bekommt).


    Jedenfalls sollten wir uns fragen, ob in 20 Jahren wir eine 900Mhz Museumsfrequenz fuer das abzuschaltende GSM Netz brauchen ... ;)


    Best 73 es gb de Lutz, LX1LH

  • Quote

    Original von SM5ZBS


    bei dieser Idee müssen doch die großen Amateurfunkverbände weltweit zugreifen und die Initiative ergreifen. Wir machen ein weltweites Bakensystem auf genau 500 kHz, die in einem Zeitraster senden, um die Ausbreitungsbedingungen beobachten zu können.


    Die Forderung ist doch eine ganz andere.


    De Frequenz 500KHz soll eben nichtmit Amateurfunk belegt werden sondern als "Museumsfrequenz", was immer das auch sein mag, frei von Amateurfunk bleiben.
    Mit anderen Worten: Funkamateure haben da nichts zu suchen.


    73
    Peter

  • Hallo,


    ich hoffe, kein Wasser auf langsam auslaufende Mühlen zu gießen, wenn ich sage:


    Warum denn nicht die 500kHz für museale Dinge freihalten, das Frequenzpektrum ist groß genug.


    Die Menschheit hängt an so vielen Dingen, die keinerlei praktischen Nährwert haben, da kommt es auf die eine Frequenz wahrlich nicht an.
    Wenn ein Bereich um die 500kHz für den Amateurfunk freigegeben werden sollte, dann ist es gut. Und die Bedingungen sind z.B. 2kHz daneben auch nicht anders.

    73. Bernd, DB1BKA
    ______________________________________________________________________________
    "Das Denken gehört zu den größten Vergnügungen der menschlichen Rasse."
    Bert Brecht


  • Wo hast du denn das herausgelesen???
    Ohne Funkamateure wäre so ein Projekt gar nicht durchführbar. Selbstverständlich würden viele, viele Funkamateure gebraucht, die die Erinnerungsbaken mit dem alten Rufzeichen in Betrieb halten würden. Die Funkamateure wären darüber hinaus auch so ziemlich die einzigen, die so ein aktives Museum der Öffentlichkeit zugänglich machen könnten. Amateurfunkdienst ist eben MEHR als nur seine PA anzuheizen.

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Hallo Lutz,


    der Gedanke, eine Frequenz gewissermaßen unter Denkmalschutz zu stellen, war für mich auch gewöhnungsbedürftig. Es gibt übrigens inzwischen zwei Filmwerke, die zum Weltkulturerbe gehören. Warum soll man das nicht auch mit einer Frequenz machen? Rein technisch gesehen, müssen es nicht genau die 500 kHz sein. Der Clou der 500 kHz ist ihre historische Bedeutung, die leicht zu merkende Frequenz und ihre Symbolkraft, mir der man auch Nicht-Techniker für dieses Projekt begeistern kann.


    Hallo Tom,


    klar machen wir das auf CW. Wenn es maschinell bzw. von einer Software erzeugt wird, dann haben Dekodierprogramme ja kein Problem damit es zu lesen. Ich schlage eine langsame Gebeweise vor, wie sie auch von den Flugfunkbaken verwendet wird.


    1. können dann auch Anfänger sich mit dem Hören von CW vertraut machen,
    2. steigt die Empfindlichkeit auf der Empfangseite.


    Mit CW können wir auch die Verterter der Telegrafisten auf unsere Seite ziehen. Außerdem braucht man nicht unbedingt einen Computer, um die Baken zu empfangen. Das Empfangserlebnis wird dadurch unmittelbarer und begreifbarer und lässt mehr Raum für eigene Experimente.


    In dem Bakennetz werden natürlich die historischen Standorte der Seefunkstellen eingebunden. Ähnlich wie bei Grimeton gibt es bestimmte Tage im Jahr, wo nur diese historischen Sender laufen.


    vy 73 Volker SM5ZBS