Prima QRP-Antenne

  • Quote

    Original von M0ERA


    In der Mitgliederzeitschrift der Radio Society of Great Britain gab es eine erbitterte Diskussion darueber, ob es kleine, aber gut strahlende Antennen geben kann oder nicht (z. B. EH Antenne oder kleine Loops).
    73 Daniel M0ERA

    Daniel,

    darum geht es hier in diesem Thread eben NICHT. Ich habe selbst für einige OM mit Antennenverbot Antennen aus Bierfässern gebaut, habe den KGD propagiert usw. Kurze Antennen in der Form MagLoop oder kapazitive Antennen funktionieren viel besser als manch einer erwartet. So etwa 1-2 S-Stufen unter einem Dipol nimmt man gerne in Kauf, wenn man etwas größeres nicht aufbauen kann.
    HB9ABX behauptet aber, seine Erfindung sei 1-2 S-Stufen BESSER als ausgewachsene, gut konstruierte Antennen, verweigert dabei aber den Einblick in die Unterlagen es sei denn man bezahlt dafür.

    Um mit vollem Elan seine Theorie diskutieren zu können, müssten wir also erst seine CD kaufen. Da wir die nicht haben ist man auf seine phantasievollen Beiträge hier im Forum angewiesen. Hätte ich die Chance gehabt das rechtzeitig zu stoppen, hätte ich es getan. Jetzt stehen seine Behauptungen im Raum, die Suchmaschinen haben sie schon gespeichert und wenn niemand s

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Hallo Peter,

    danke fuer den Hinweis. Ich habe meinen Beitrag entsprechend geaendert -- ich hoffe, es ist jetzt richtig formuliert. Du hast natuerlich recht, es gibt einige kleine Antennen, die gut funktionieren (1-2 S-Stufen unter Dipol).

    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass sich manche Leute ueber Antennen streiten, wobei sie einen wichtigen Teil des Systems voellig uebersehen: den Metallmast oder das Koax-Kabel.

    73 Daniel M0ERA

    Daniel, M0ERA, Oxted, Surrey, UK

  • hallo forum

    der passende kommentar zu dieser antenne und dem "erfinder" erfolgte ja schon mehrfach.
    eine diskussion ist von dem erfinder gar nicht erwünscht gewesen, es war der plumpe versuch geld zu verdienen. dieser beitrag wurde in allen einschlägigen foren mit demselben wortlaut eingespielt, das ist nicht ham-like.

    Peter
    eine diskussion erscheint mir auch nach dem kauf der cd nicht möglich. es wurde irgendwo erwähnt, man muß erst eine verzichts- verschwiegenheitserklärung unterschreiben......

    das dann dafür, das alte kamellen ausgekramt und neu verpackt werden.

    Felix
    kurze strahler aus großen spulen oder kondensatoren haben die deutschen ingenieure schon vor 150 jahren erfunden. (der hieß übrigens heinrich hertz)
    es ist uns allen auch bekannt, das man mit hoher güte natürlich den signal-rauschabstand deutlich verbessern kann.....

    73

    alle menschen sind gleich,
    jedenfalls mir =)

    Edited once, last by wellenreiter (June 11, 2007 at 4:18 PM).

  • Hallo Felix und Funkfreunde,
    ich habe (zumind. fuer 40m) auch so eine "Wunderantenne": Meine 2,8 m lange Mobilantenne. Gerade gestern auf dem Fieldday von K34 wieder "unter Beweis gestellt". DL100DAN war auf 7.101,8 qrv und weder mit Draht im Baum, noch mit ATAS xyz-Antenne eine Antwort. Dann von meinem Mobil aus angerufen, zunaechst in CW., weil da oben sowieso keine Resonanz mehr und nur noch 20 W out. Er kam sofort zurueck und meinte er wuerde SSB machen. Dann in SSB angerufen und (ich glaube) 5&6 erhalten. Und das alles im pile up mit dutzenden anderer Stationen.
    Aber hier geht's ja garnicht darum, sondern doch einzig und allein um die 30 Euro fuer die CD. Und da meine ich einfach Felix, wenn Du die fuer 5 Euro incl. des Portos abgeben wuerdest, haette sich alle andere Diskussion erledigt....
    Wenn Du die 30 Euro fuer die Antenne oder einen entsp. Bausatz verlangen wuerdest, haette ja bestimmt auch niemand was dagegen. Ich bin sicher, wenn die Antenne haelt, was Du versprichst, kannst Du Dich vor Kaeufern nicht mehr retten und jeder goennt Dir das erste Millioenli....

    73
    Juergen
    nnnn

  • Ich habe die Beiträge mit und über HB9ABX zum Teil belustigt verfolgt. Leider reitet Felix immer noch auf der Welle der geheimnisvollen und sensationellen Ergebnisse
    produzierenden Roomcap herum. Es wäre vor allem für ihn, aber auch für die wirklich interessierten Antennennachbauer viel besser eine offene Diskussion zu führen. Leider veröffentligt er seine "Geheimnisse" über diese Antenne nicht für die Allgemeinheit. Da ich dieses für völlig unangemessen halte werde ich alles was ich über diese Antenne in Erfahrung gebracht habe hier für jedermann ins Forum stellen. Ich hatte schon vor einigen Monaten in der Rubrik über die kapazitiven Antennen geschrieben, dass ich die "Geheimnisse" der Roomcap kenne und ggf. auch bekanntgebe. Um Felix noch eine Chance zu geben alles selbst zu veröffentlichen, werde ich jetzt nur die generellen Prinzipien der Antenne hier skizzieren. Um allen Bedenkenträgern gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen:
    Ich habe keinerlei Verträge zu diesem Thema abgeschlossen, also auch keine Unterlassungsverpflichtungen. Ich kann also frei über alle Erkenntnisse die ich gewonnen habe hier schreiben und ggf. auch reden.
    Ich gebe jetzt einige grundsätzliche Details dieser viel diskutierten Antenne bekannt:
    XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
    Leute, ich kann nicht nachprüfen ob das so stimmt oder nicht Felix bedroht mich als Forenbetreiber mit der Staatsanwaltschaft Basel. siehe Zitat. Er behauptet dieser Beitrag beruhe auf geklauten Unterlagen oder so ähnlich. Da nach aktueller Rechtsprechung (siehe Heise) der Forenbetreiber verantwortlich gemacht wir wenn rechtsverstöße vorliegen nehme ich diesen Teil des Beitrags vorsichtshalber erst mal raus, es wäre doch schade um unser Forum.
    Peter, DL2FI


    Diese ganze Prinzip ist also absolut nichts neues, sondern in zahlreichen anderen verkürzten Antennenformen beschrieben worden.

    Unstrittig aus meinen eigenen Erfahrungen ist: Diese Antennenform hat einen sehr guten Wirkungsgrad, bei kleiner Bauart und geringen Kosten. Für den Mobilbetrieb halte ich die Mechanik für wenig geeignet, genuso wir bei der Verwendung auf einem Hausdach. Aber dieses kann man ja verbessern, in dem man andere Materialien verwendet.

    Ich hoffe dieser Beitrag dient zur Entmystifizierung dieses Themas.

  • Hallo Uwe,

    besten Dank für den Einblick in die Grundzüge der RoomCap-Antenne. Jetzt haben wir wenigstens etwas, über das wir reden, ggf. sogar am Rechner modellieren können.
    Da bin ich mal auf die Simulation gespannt.

    vy 73

    Heinz DH2FA, KM5VT

  • Quote

    Original von DJ9XG

    Strahler ist ein mit Alufolie umwickeltes HT-PVC-Rohr von 50 oder 70mm Aussendurchmaesser (40-10m=50mm, 80 und 160m = 70mm. Länge ist auf 160m bis zu 2,7m.... auf den Bändern 40-160m wird zur Kapazitätsvergrösserung eine Dachkapazität von bis zu 1 x 1 m Fläche verwendet.

    Am unteren Ende des Strahlers wird XXXXXX hier standen Details zur Antenne. Der Erfinder der Antenne droht mit der Staatsanwaltschaft, wenn die Veröffentlichung stehen bleibt. Da leider schon Forenbetreiber verurteilt wurden für die Beiträge von Migliedern streiche ich den Text sicherheitshalber.
    .

    Na endlich, das sagt mir etwas: eine weitere Variante der Bierdosen, Haarspraydosen, Abwasserrohr, Tetrapack Antennen. Alles Antennenformen, die mehr leisten als es die Abmessungen vermuten lassen. Ob man sie nun Microvert oder RoomCap oder Berliner Keule nennt. Bei all diesen kapazitiven Antennen kann man mit 1-2 S-Stufen unter Dipol rechnen was wirklich super ist und so manchem OM helfen kann auf KW QRV zu werden wenn kein Platz für eine große Antenne da ist. Die Beschreibung der HF-technischen Funktion dieser Randform einer Antenne hat Alex im QRP-Report veröffentlich, ein Nachdruck davon befindet sich im Antennensonderheft der CQDL. Die Konstruktionsanleitungen für sog. kapazitive Antennen befinden sich massenhaft im Internet - kostenlos natürlich -, und auch im QRP Report war eine 40m Variante mit alllen Maßen beschrieben und jeder kann sich so etwas nachbauen.

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Danke dafür, dass die sachliche Auseinandersetzung weiter gehen kann. Wir sollten uns nicht so leichtfertig darüber belustigen, lächeln oder Witze machen. Etwas genauer betrachtet ist es eher traurig oder besorgniserregend und als Troll in diesem Sinne würde ich bisher niemanden in diesem Thread bezeichnen.

    Zur Sache (sorry, es wird etwas länger):

    Ich habe mir den Teil der Homepage von HB9ABX angeschaut (Stand 8.9.06), die sich mit dieser Antennenform beschäftigt. Dort wird eine bebilderte Bauanleitung für 30€ auf CD angeboten. Unter einem weiteren Link werden diese Daten beschrieben:

    • Version 1: 80m bis 10m, 25cm Anschluss + 50cm bis 170cm Länge bei 50mm Durchmesser
    • Version 2: 160m bis 10m, 3m Strahlerlänge bei 75mm Durchmesser
    • 50 Ohm Speisewiderstand ohne externen Tuner
    • "Ferneinstellung" der Frequenz möglich
    • kreisförmiges Horizontaldiagramm
    • vertikale Keule hat sein Maximum bei 15-25 Grad zur Horizontalen
    • keine Angabe des vertikalen Öffnungswinkels
    • vertikale Polarisation
    • als Monoband oder 2-3 Band Version aufbaubar
    • 200 Watt Belastbarkeit
    • Auf einem Bild von HB9BPP ist die Antenne am Auto installiert und etwa 30 Grad nach hinten geneigt. Die Antenne hat am unteren Ende einen silbrigen Belag.


    Nun noch zum Vergleichstest, den man auch über einen Link auf seiner Homepage nachlesen kann:

    • Mobil-TRX an der Antenne war ein TS-50 von Kennwood (100W)
    • Die Vergleichsstationen (80-100W) waren in einem Umkreis von 12km zur Mobilstation lokalisiert.
    • In 32 von 38 Vergleichs-QSOs war die HB9ABX-Antenne besser. Ich zitiere:

      Quote

      Original von HB9ABX's Homepage

      Die Gegenstationen waren in DL (Stuttgart bis Nordseeküste), Frankreich, Italien, Oesterreich, Insel Korsika, England und Holland.

      Meist bekam die Mobilantenne einen Rapport von 1-2 S-Stufen besser als die Vergleichsstation, wobei es bis 20 db bessere Rapporte gab.

    • Die Strahlerlänge beim Test war 1,5m


    Die 1-2 S-Stufen oder bis zu 20dB Gewinn lassen sich nicht überprüfen und sind zweifelhaft! Die Unterschiede können durch eine schlechte Vergleichsantenne, unbekannte Speiseverluste, unterschiedliche Polarisation bzw. Abstrahlung, unterschiedlichen "Modulationsgrad" (es waren SSB-Tests) auch erklärt werden. Die Homepage enthält noch mehrere ähnliche Vergleichtstests, wobei die Bedingungen nicht ganz klar sind (...wurde eine Testserie gefahren mit der Antenne direkt auf dem Erdboden.) Man muss annehmen, dass die Antenne von HB9ABX sonst wohl überwiegend auf einem Auto installiert war, wogegen die Vergleichsstationen auch stationäre Antennen (teilweise mit anderer Polarisation: Beam, Langdraht) hatten.

    Annähernd identische Bedingungen findet man jedoch beim "Ziegeldach-Test" im Vergleich mit einer Cushcraft R7000. Der Unterschied zwischen den beiden Antennen läuft hier bei 4 von 5 angegebenen 40m-QSOs mit bis zu einer halben S-Stufe zu Gunsten der R7000.

    Leider sind alle Tests bis auf diesen kaum brauchbar. Zum einen werden von unkalibrierten Stationen S-Meter-Werte in einem SSB-QSO angegeben. Allein das ist schon bei der Sprachdynamik von mindestens 10dB fragwürdig. Tests in CW (oder Dauerträger) mit kalibrierten S-Meter sind hier notwendig. Weiterhin haben die Vergleichssendeantennen zum Teil eine unterschiedliche Polarisationen und bei den Beam-Tests wird die Ausrichtung nicht angegeben. Zudem hatte HB9ABX ganz zu Anfang dieses Threads sogar behauptet, dass die Vergleichsstation mit 200W und er im Auto mit 100W arbeitete. Mit der Angabe von 1-2 S-Stufen errechnet sich dann ein Gewinn von 9-15dB der HB9ABX-Antenne gegenüber einer tatsächlich nicht genau definierten Vergleichsanordnung. Diese Tests bleiben unrealistisch, weil man die Güte der Vergeichsantenne, ihrer Speisung und Abstrahlung nicht wirklich beurteilen kann. Ich bleibe dabei, dass dies (mit Ausnahme des Ziegeldach-Tests) unseriös ist und daher einem Vergleich Äpfel mit Birnen entspricht.

    HB9ABX hat ebenso wie W5QJR mit seiner EH-Antenne mit ziemlicher Sicherheit keinen neuen physikalischen Effekt gefunden. Es geht bei kurzen Antennen immer nur darum, die ohmschen Veruste gering zu halten, weil der Strahlungswiderstand Rs eines kurzen Strahlers äusserst gering ist (Näheres kann man hier mit Diagrammen nachlesen). Man kämpft immer gegen den unvermeidbaren Spannungsteiler aus Verlustwiderstand Rv und Strahlungswiderstand Rs. Mit dickem Draht (oder Supraleiter) kann man Rv minimieren. Je mehr Draht man aber benötigt (z.B. in Anpassungsspulen), um so höher werden wieder die Verluste. Rs kann man durch eine kapazitive Dachlast aber auch etwas erhöhen und verbessert dadurch das Spannungsteilerverhältnis Rs/Rv. Nur diese beiden Effekte stehen zur Verfügung. Mehr leider nicht!

    Schaut man sich ein Bild der Antenne von HB9APP auf seinem Auto an, so erkennt man am unteren Ende einen silbrigen Belag. Möglicherweise hat HB9ABX den Speisepunkt einfach an das obere Ende des Strahlers gelegt und das silberne Ende bildet mit dem Auto eine hohe kapazitive Dachlast. Damit wäre Rs tatsächlich höher, allerdings sind die Erdverhältnisse bei einem Auto nicht ganz einfach, sodass man nichts zur Reduzierung von Rv sagen kann.

    Ob HB9ABX's Antenne einen oder beide Möglichkeiten ausschöpft und meine Vermutung der umgekehrten Einspeisung stimmt, kann man nicht wissen, da es angeblich ein "Nicht Weitergabe-Abkommen" gibt, zu dem HB9ABX hier noch nichts gesagt hat. ich warte noch auf eine Antwort darauf an dieser Stelle. (Gerade eben postet DJ9XG den Aufbau der HB9ABX-Antenne und kommt meiner Vermutung recht nahe. Bingo!)


    Erlaubt mir bitte noch einige Antworten zum letzten Posting von HB9ABX auf meinen letzten Beitrag im Thread:

    Quote

    Original von HB9ABX
    Deshalb waren auch für mich die ersten Versuchsergebniss völlig überraschend.


    Das kann ich nicht nachvollziehen, denn die Ergebisse für den von mir oben vermuteten und von DJ9XG offen gelegten Aufbau, sind völig vorhersagbar und benötigen keinen neuen physikalischen Effekt zur Erklärung. Diese Antenne kann nie besser als ein Dipol in gleicher Polarisation und Ausrichtung sein, aber durchaus besser als andere kurze Antennen.

    Quote

    Original von HB9ABX
    Die Erklärung weshalb dies so ist: Ich verwende physikalische Effekte, welche zu wenig erforscht sind und bisher im Antennenbau nicht (bewusst) angewandt wurden.


    Das ist falsch und irreführend.

    Quote

    Original von HB9ABX
    Du schlägts vor, einen Dipol als Vergleich zu nehmen. Gleichzeitig schreibst Du auch: Mit gleicher Polarisation und gleicher Hauptstrahlichtung!!
    Du weisst, dass meine Antenne eine Vertikalantenne ist.
    Was soll dieser Unfug ?


    Ich gehe davon aus, dass der Vergleichsbeam bei deinen Tests auf deiner Homepage auch nicht vertikal polarisiert war, wie deine Antenne auf dem Autodach. Was soll also die unquaifizierte Frage?

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    Original von HB9ABX
    Dass die S-Meter nicht immer die normierten 6 db pro S-Stufe anzeigen ist mir mehr als bekannt. Deshalb habe ich hier auch nicht db-Werte angegeben.
    Dies ist deine Interpretation um auf 15 db zu kommen.


    Du hättest aber besser kalibrierte dB-Werte angeben sollen, denn jedes S-Meter ist anders. So kann man nicht vergleichen. Ich gehe davon aus, dass du die 15dB (auf der Homepage sind sogar 20dB angegeben, siehe oben) selbst bezweifelst. Das ist auch gut so. Warum bist du nicht exakt, denn das hast du doch gar nicht nötig?

    Quote

    Original von HB9ABX
    Ich gab jedoch an 1-2 S-Stufen, und dies über Raumwellen.


    1-2 S-Stufen entspricht bei einem mittleren Wert von 1,5 S-Stufen einen Fehler von +/-33% (hier: +/-3dB), was realistisch betrachtet nichtssagend ist. Ob Boden- oder Raumwellen ist an sich egal. Wichtig ist es die gleiche Polarisationsebene zu verwenden. Das ist auf KW bei Raumwellen nicht ganz einfach. Hier können schon mal Unterschiede von bis zu 20dB auftreten.

    Quote

    Original von HB9ABX
    ...bisher hat noch niemand eine kurze Antenne vorgeführt, welche dermassen gute Resultate liefert!


    Das glaube ich dir, denn bei kurzen Antennen wird viel Unsinn erzählt (siehe auch z.B. MicroVert und EH-Antenne). Mir ging es aber nicht darum deine Antenne schlecht zu schreiben, sondern ich habe die Angaben von 15dB (die du ja nun selbst relativierst) bezweifelt. Was bleibt, ist eine Konstruktion, die die kapazitive Dachlast und damit den Wirkungsgrad erhöht. Die Antenne geht sicher besser als vergleichbar kurze Antennen. Sie basiert aber auf keinem unbekannten physikalischen Effekt und sie ist auch garantiert 3dB (nicht nur empfangsmäßig) schlechter als ein richtig aufgebauter Vergleichsdipol. Damit ist unsere Welt wieder in Ordnung.

    Quote

    Original von HB9ABX
    Die Antenne ist gegenwärtig Bestandteil eines Projektes der DOD (US Department of Defense).


    Das halte ich gelinge gesagt für Quatsch. Mag sein, dass du diese "OMs" angeschrieben hast, aber mehr wird da nicht bei rausgekommen sein.


    Endkommentar

    Ich denke wir haben das Mysterium dieser Antenne geklärt. Die sog. RoomCap-Antenne von HB9ABX dürfte in der Tat besser als die meisten gleich-kurzen vertikalen Mobilantennen sein, wenn die Verbindung zur Auto-Karosserie sehr niederohmig aufgebaut werden kann. Allein das ist nicht ganz einfach, aber möglich. Mit einer simplen Massestrippe ist da nichts gewonnen! Das Antennenprinzip ist aber nicht neu und wird z.B. als L- oder T-Antenne bezeichnet. Das Bauprinzip wird kommerziell seit den 20er Jahren verwendet. Für Mobilantennen ist es etwas unpraktisch. Bei einer mechanisch umgekehrten Top-Down-Konstruktion hätte man aber vieleicht einige konstruktive Vorteile.

    Vielen Dank für die gute Mitarbeit im Forum! :)

    73 de Tom - DC7GB

    Edited 3 times, last by DC7GB (June 11, 2007 at 10:59 PM).

  • Hallo,

    wenn ich die Strahlerlänge, Dachkapazitäten und von Erde isolierten Masseflächen sehe, ist die Antenne ja garnicht mehr so klein, und dürfte somit von Haus aus den Microvert-, Bierdosen- und ... -Antennen überlegen sein, deren Abmessungen ja meist spartanischer sind.

    73 Reiner

  • Ja Reiner, das ist so.. die Masseflächen sind zumindest auf den unteren Bändern eheblich
    hier standen Details zur Antenne. Der Erfinder der Antenne droht mit der Staatsanwaltschaft, wenn die Veröffentlichung stehen bleibt. Da leider schon Forenbetreiber verurteilt wurden für die Beiträge von Migliedern streiche ich den Text sicherheitshalber. 8)
    Dachkapazität muss man auch erst einmal unterbringen dazu auch noch Wind-und Wetterfest... aber nochmals wer sonst keinen Platz hat für den kann so etwas 1. Wahl werden... hatte einige QSO,s mit Felix auf 160m und bei diversen nur zugehört.... er hat immer ein sehr lautes Signal produziert..
    im Prinzip genau die gleichen Feldstärken wie seine Gegenstationen (wenn die 100 Watt machten).. also die Antenne funktioniert bestens für ihre geringe Grösse und Fläche...
    Uwe

  • Quote

    Original von DL8LRZ
    Hallo,

    wenn ich die Strahlerlänge, Dachkapazitäten und von Erde isolierten Masseflächen sehe, ist die Antenne ja garnicht mehr so klein, und dürfte somit von Haus aus den Microvert-, Bierdosen- und ... -Antennen überlegen sein, deren Abmessungen ja meist spartanischer sind.

    73 Reiner

    Habe ich immer gedacht, aber z.B. ist der Unterschied zwischen Party Bierfass und Cola Dose eher im Inhalt zu sehen als im Wirkunsgrad beim Einsatz als Antenne 8)

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Na endlich mal klare Angaben, der Mech. Aufwand ist hoch, aber preiswert.
    Wenn man die Bastelkiste Flöht sogar preiswerter als die CD... immerhin ca 60 DM (ja ich rechne immernoch um, das relativiert viele "schnäppchen")

    Gela

  • Quote

    Original von DC7GB
    Danke dafür, dass die sachliche Auseinandersetzung weiter gehen kann. Wir sollten nicht so leichtfertig darüber belustigen, lächeln oder Witze machen. Etwas genauer betrachtet ist es eher traurig oder besorgniserregend und als Troll in diesem Sinne würde ich bisher niemanden in diesem Thread bezeichnen.

    Damit niemand auf falsche Ideen kommt:

    HB9ABX war um 19:23 hier im Forum, also nach der Veröffentlichung des Beitrages von Tom. In meiner Adminliste tauchte er unmittelbar danach in der Rubrik "Nicht registrierter User" auf. So reagiert die Forum Software, wenn jemand sein password oder seine email oder seinen usernamen ändert.

    Ich habe HB8ABX daraufhin eben wieder freigeschaltet. Die vom Forum automatisch verschickte Freischaltbenachrichtigung kam als bouncer zu mir zurück, siehe hier:

    Sorry, mehr kann ich wirklich nicht tun, und wenn die bouncemails nicht bals aufhören, lösch ich ihn. User mit ungültiger email Adresse bleiben nun mal draussen, wenn wir sie entdecken.

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Für alle, die wissen möchten, wie die MicroVert wirklich funktioniert:

    http://members.aol.com/dj5il/mv.htm

    Ganz offensichtlich bezieht sich Felix, HB9ABX, mit der Bezeichnung "RoomCap" auf das Konzept der "Raumkapazität" von Landstorfer / Meinke (siehe meine Analyse). Abgesehen davon, daß er diese "Raumkapazität" sinnentstellend falsch übersetzt hat (weil damit der freie Raum = engl. SPACE als Absorber der Sendeenergie gemeint ist und nicht etwa ein Zimmer oder eine Stube = engl. ROOM) - falls seine Antenne wirklich wie beschrieben aufgebaut ist, hat auch er genau wie DL7PE und DL7AHW die überaus wertvollen Erkenntnisse von Landstorfer / Meinke nicht wirklich verstanden und / oder nicht umgesetzt ...

    An Felix möchte ich eindringlich eine vor allem im Wissenschaftsbetrieb gebräuchliche Redewendung richten:

    Publish or perish !

    Für ersteres ist gerade noch Zeit, wenn er aber noch lange zuwartet wird unweigerlich zweiteres passieren und die "RoomCap" im großen Ozean der Bedeutungslosigkeit untergehen ....

    73
    Karl, DJ5IL

  • prima qrp-antenne,

    nachdem ich über 2 jahre etwas von einer sogenannten roomcap antenne gehört habe und die diskussion darüber mitverfolge müsste doch jedem klar sein
    dasses bei der ganzen sache nur um kommerz geht. wie sonst soll man die bedingung
    in der erkärung sehen die auf seiner homepage beschrieben ist.

    ich würde sagen nachdem hb9abx 2 jahre lang damit verdient hat sollte er seine antenne als open source veröffentlichen.
    ich selbst habe noch niemanden im qso gehabt der diese antenne nutzt,vielleicht darf er ja auch sagen oder will es nicht sagen dass die antenne nicht das bringt was sie soll?.

    die diskussionforen damit immer wieder zubelasten ist auch keine lösung,also einfach die sache bei dir veröffentlichen und vielleicht durch spenden was reinholen

    72 de dc7los

  • Hallo DC7LOS und Mitleser,

    es ist eigentlich egal (man erspare mir die Aufzählung der moralisch bedingten Einschränkungen), wer womit versucht Geld zu verdienen. Niemand ist verpflichtet das zu kaufen, was auch angeboten wird. Allenfalls den Versuch von HB9ABX, im Forum kommerzielle Vorteile zu erlangen, könnte man anprangern. Dann müsste man aber auch (!) gegen andere Diskussionen über diverse kommerzielle Bausätze hier sein. Ich sehe es ganz bewusst nicht so. Was hier in diesem Thread nämlich geklärt wurde ist, dass...

    [list=1]
    [*]die Angaben von Felix, seine Antenne sei 9-20dB (er schreibt 1-2 S-Stufen bei 100W/200W TRXen) besser als (längere!) Vergleichsantennen völlig haltlos und seine Vergleichsmessungen absolut untauglich sind.
    [*]seine Konstruktion keine "...wenig erforschten physikalischen Effekte, die bisher im Antennenbau nicht (bewusst) angewendet wurden" anwendet.
    [*]der Wirkungsgrad seiner Antenne in der Tat höher als andere gleich-kurze Antennen sein kann, weil er die Dachkapazität für eine Mobilkonstruktion durchaus geschickt erhöht. Ob sich das tatsächlich auch auswirkt, kommt auf den Rest der Konstruktion an.[/list=1]
    Mit diesen hier erarbeiteten Ergebnissen kann nun jeder für sich selbst entscheiden, ob er die 30€ für eine Baubeschreibung ausgeben will oder mit den Angaben von DJ9XG sein Glück im Selbstbau versuchen will. Meiner Meinung nach hätte HB9ABX sich seine fragwürdige Verkaufsstrategie ersparen können, aber das ist einzig seine Entscheidung. Ich gehe davon aus, dass der offenbar vorhandene Groll nur an dieser Stelle und bei der Behauptung 2 (siehe oben) wirklich eine Berechtigung hat. Die Behauptung 1 ist zwar dreist falsch, man liest sie aber in milderer und geschickter Form durchaus auch bei anderen Konstruktionen! Im übrigen war dies auch nur der Grund dafür, auf seine Angaben etwas zu erwidern.

    Als Erfolg dieses Forums werte ich, dass - soweit ich weiß - bisher noch kein anderes Diskussionsforum so weit gekommen ist und es zeigt, wie weit man durch Zusammenarbeit und Verzicht auf Polemik oder Diffamierung kommen kann. So sollte es auch sein :)

    73 de Tom - DC7GB

    Edited 2 times, last by DC7GB (June 12, 2007 at 7:39 PM).

  • Ich habe den Antennenvergleich mal etwas analysiert und durchgerechnet. Am Montagabend habe ich mit HB9BNK telefoniert. Er ist der Testpartner mit der Titanex Vertikalantenne, welcher Felix zitiert.

    Ich habe mich bei HB9BNK über seine Antenne erkundigt und folgende Punkte erfahren:
    • 1 Radial schräg nach unten gespannt, nach Süden ausgerichtet
    • Test- Gegenstationen waren im Norden
    • 20 m Twincom von Titanex, 4:1 Balun, 10 m RG-213, Tuner
    • 80-100 Watt Sendeleistung, FT-1000D Sender ist nie auf 200 Watt eingestellt, somit beide Stationen identische Sendeleistung!

    Danach habe ich mit den vorhandenen Daten die Verluste durchgerechnet. Ich habe den „Antennengewinn“ mit EZNEC 4 sowie die Zuleitungsverluste und die Tunerverluste mit TLW 2.01 gerechnet. Dabei bin ich für eine Distanz von 400-700 km zur Gegenstation von einem Abstrahlwinkel von 45 Grad ausgegangen.

    Erkenntnisse:
    • Für solch kurze Distanzen ist eine Vertikalantenne nicht sehr geeignet. Je länger die vertikale Antenne ist, desto flacher der Abstrahlwinkel und desto schlechter ist sie für solch kurze Distanzen geeignet. Dieser Nachteil ist kleiner für kurze Antennen.
    • Da die Titanex Referenzantenne den Radial nach Süden hatte, war das Abstrahlverhalten nach Norden nochmals deutlich verschlechtert.
    • Sowohl HB9ABX als auch HB9BNK haben eine identische Sendeleistung von etwa 100 Watt gehabt. HB9BNK sagte mir an Telefon, er habe immer etwa 80-90 Watt eingestellt und nie mehr.
    • Die Antenne von HB9ABX habe ich in der Simulation mit einer Dachkapazität versehen. Als ich die Antenne in Zofingen gesehen habe, war keine Dachkapazität vorhanden. Ohne Dachkapazität sind die Ergebnisse der Antenne deutlich schlechter! (Ich weiss nicht, wieviele OM’s sich getrauen würden, mit einer Dachkapazität von 1 m durch die Lande zu fahren.)
    • Auch eine kleine Mobilantenne ist kein Monopol sondern ein Antennensystem, welches aus der Fahrzeugkarosserie und dem Antennenelement besteht, somit ist die Antenne also nicht so klein und wirkungsvoll, wie dies andere Darstellungen suggerieren könnten.

    In der Beilage habe ich eine Zusammenstellung hinterlegt, welche aufzeigt, dass die Antenne von HB9ABX 2 dB schlechter ist als ein einwandfreier vertikaler Dipol (Dipol strahlt zu flach für kurze Distanzen!). Andererseits ist die Antenne von HB9ABX 14 dB schlechter als ein horizontaler Dipol!

    Leider konnte ich kein grösseres Dokument hochladen. Ich habe ein PDF verfügbar mit Bildschirmmasken der Berechnungen und weiteren Details.

    73, Peter – HB9PJT

  • Hallo Karl und Mitleser,

    vielen Dank für diesen klärenden Beitrag:

    Quote

    Original von DJ5IL
    Für alle, die wissen möchten, wie die MicroVert wirklich funktioniert:

    http://members.aol.com/dj5il/mv.htm

    Ich möchte eine allgemeine Anmerkung dazu machen, damit es für alle vielleicht noch etwas klarer wird: Die Veröffentlichung von Landsdorfer/Meinke "Neues Ersatzbild für die Impedanz kurzer Strahler" beschreibt, wie der Name sagt, ein Ersatzbild mit dem man bei sonst festen Randbedingungen die Funktion kurzer Antennen besser beschreiben kann. Man darf nun nicht davon ableiten (und das ist keinesfalls ein spitzfindiger Standpunkt), dass es in der Antenne tatsächlich eine reale Totkapazität C1 und einen realen Koppelkondensator C2 gibt. Dieses Ersatzbild wurde indirekt durch Rückschluss entwickelt, wobei sich dann rechnerisch diese beiden Ersatzkondensatoren ergeben. Direkt messbar sind diese diskreten Ersatzwerte jedoch nicht! In gewisser Weise hat dies Ähnlichkeiten mit dem Wellenwiderstand einer Speiseleitung, der zwar rell, aber mit dem Ohmmeter auch nicht messbar, sondern aus kapazitiven und induktiven Belag errechenbar ist.

    In der Tat kann man für einen Zweipol (das ist jede Antenne) bei konstanten Randbedingungen einen wirksamen komplexen Widerstand bestimmen, der aus nur zwei Komponenten (einem Real und einem Imaginärteil) besteht. Dieser komplexe Widerstand kann aber selbst beliebig kompilziert aus unendlich vielen Reihen und Parallelschaltungen aufgebaut sein und man kann von aussen die wahre Komplexität nicht bestimmen! Wenn man nun versucht einzelne Komponenten einer an sich fiktiven Ersatzschaltung zu kompensieren oder andersartig auszunutzen, so kann das zu den bekannten, von nur wenigen noch funktionell durchschaubaren, sog. Wunderantennen (EH, MicroVert, HB9ABX) führen, hintern denen sich aber selbstverständlich keine Wunder verbergen. Unsere Zeit ist nur für sog. Wunder ziemlich offen, da viele Menschen die immer komplexer werdene Welt nicht mehr verstehen und sich (auch im Amateurfunk) nach einfachen Lösungen sehnen. Das kann man natürlich "wunderbar kommerziell" ausnutzen. Daher auch der Name "Wunderantennen" ;)

    Quote

    Original von DJ5IL
    An Felix möchte ich eindringlich eine vor allem im Wissenschaftsbetrieb gebräuchliche Redewendung richten:

    Publish or perish !


    Das möchte ich nicht unterschreiben, denn dieser bekannte Ausspruch kommt von etablierter Seite und soll den eigenen hohen Standpunkt nur festigen. Ein aufstrebender Wissenschaftler wird sich zwar daran halten, doch das hat im wesentlichen ökonomische und/oder Karriere-Gründe. Im Amateurfunk und seinen kommerziellen Ablegern, sollte das eigentlich unwichtig sein. Jedenfalls muss man nicht gleich den Untergang fordern, wenn man nicht an Daten kommt. Das ist mir dann doch viel zu non-HAM-like ;)

    Es gibt Gegenbeispiele, dass dieser Spruch nicht stimmt: Die DARPA veröffentlicht nur sehr wenig und wenn, dann nur die Dinge, die auch schon zuvor öffenlich diskutiert wurden. Die Firma MicroSoft lebt gerade zu davon, nichts wirklich wichtiges zu veröffentlichen, alles als Closed zu betrachten und ihre tatsächichen Schnittstellen zu verschleiern. Beide Beispiele sind aber durchaus sehr erfolgreich und keinesfalls "perished".

    73 de Tom - DC7GB