Erfahrungen mit Buddipole oder Buddistick

  • Hallo miteinander,


    kann jemand über seine Erfahrungen mit Buddipole oder Buddistick berichten? Ich suche nämlich noch eine Antenne für den Hotelurlaub ;) und bin dabei auf die genannten Antennen gestossen. Besonders würde mich der Buddistick interessieren.


    73!
    Ronny

  • HAllo Ronny,


    ich kann dir die Frage leider nicht beantworten, aber vielleicht wirst du hier fündig:


    http://www.eham.net/reviews/products/75


    Unter W3FF findest du sowohl für den Buddipole als auch für den Buddistick die Erfahrungswerte.


    Viel Erfolg damit


    vy72/73 de Karl DF9JZ

    DF9JZ - JN49KX - R09
    DIG 2975
    AGCW 2842
    DL-QRP-AG 981
    FP QRP Club GC "Pink Baron Gang" 0012
    EPC 161

  • Hallo Ronny,


    ich besitze ein Buddipole-Deluxe-Paket mit langen Teleskopstäben und den dazugehörigen Mast. Der Buddipole ist ein mit sehr hoher Qualität gefertigter Antennenbaukasten. Damit kannst du also die unterschiedlichsten Antennenvarianten aufbauen und an die Umgebung anpassen. Die Standardvarianten wie Horizotal- und Vertikaldipol und die Groundplanevarianten lassen sich alle von 40m bis 6m einwandfrei abstimmen. Hier decken sich meine Erfahrungen nicht mit Raimunds. Es macht natürlich wenig Sinn, einen Horizontaldipol für 40m in ca. 6m Höhe aufzubauen und DX zu erwarten. Da arbeitet der vertikale Strahler mit zwei elevated Radials viel besser. Die Abstimmung auf 40 und 30m erfordert schon etwas Übung und ist natürlich relativ schmalbandig. Ab 20m aufwärts wird es einfacher... aber dieses Verhalten zeigen alle verkürzten Antennen. Der Buddipol ist schon ein schönes Antennensystem, aber die Qualität kostet auch... Wenn du dich tatsächlich für einen Buddipole entscheidest, solltest du dich auch in die Funktionsweise einarbeiten. Budd nutzt auch die OCF-Einspeisung, also die Speisung außerhalb der Dipolmitte, um den Fußpunktwiderstand auf 50 Ohm zu bringen. Es gibt auch ein kleines Buch zum Buddipole: "Buddipole in the Field" heißt das meiner Erinnerung nach. Darin werden auch Grundlagen und Aufbauvarianten besprochen.


    Alternativ solltest du über eine Fuchsantenne und einen Glasfibermast nachdenken. Ich habe gerade einen einfachen Koppler für 40 bis 10m gebaut. Den Antennendraht habe ich auf eine Haspel gewickelt und die Bänder durch Knoten markiert. Ich wickel dann also nur so viel Draht von der Haspel ab, bis ich den jeweiligen Knoten sehe. Die Haspel mit dem z.T. überschüssigem Draht befestige ich am GFK-Mast und fahre ihn hoch. Oder ich werfe ein Gewicht in einen Baum und ziehe die Haspel hoch (dann benötige ich nicht einmal einen Mast). Wichtig ist, dass man für diese Art von endgespeisten Halbwellenantennen (EFHW) doch ein Gegengewicht benötigt! Meine Strahler sind immer etwas länger als die exakte Halbwelle und das Radial ist für 40 und 30m ca. 2m lang, für Frequenzen darüber ca. 1m. Der Vorteil dieser Speisung ist auch sehr leicht erkennbar: ohne Radial verstimmt sich die Abstimmung bereits bei der Annäherung an den Koppler. Mit Radial ist dieser Effekt viel geringer. Meinen Koppler habe ich für 5KOhm ausgelegt.


    Natürlich gibt es noch mehr Alternativen:
    - Die Alex-Loop. Ich habe sie nachgebaut und leicht optimiert. Das Ding spielt sehr gut. Ich habe sogar mit 5 Watt ZL gearbeitet.
    - Ein symmetrisch gespeister Dipol von ca. 2 X 7m Länge in Verbindung mit einem Z-Match. Diese Antenne kannst du als Dipol gestreckt, als inverted V oder als Up&Outer aufbauen.
    - MP-1 oder Nachfolger
    - ...


    Das Ziel sollte immer sein, die für die aktuelle Umgebung optimale Antenne zu finden, damit das Funken dann auch Spaß macht. Dabei sollte auch berücksichtigt werden, wie die Bandwechsel funktionieren. Buddipole, EFHW und die GP-Varianten benötigen immer wieder Zeit und man muss evtl. in den Regen oder die Kälte. Sitzt man sowieso draußen, so ist die Abstimmung der Magnetic-Loop sehr einfach. Die symmetrisch gespeiste Antenne kann leicht über das ZMatch aus der komfortablen Umgebung abgestimmt werden. Kommt es auf das Gewicht an, so ist sicherlich die EFHW der Gewinner... man braucht nur etwas Draht und den sehr kleinen und leichten Koppler. Also kein schweres Koaxkabel.


    Ich bin viel mit dem Wohnmobil unterwegs. Für mich hat sich herausgestellt, dass ich meistens mit der Magnetic-Loop und der EFHW-Antenne Betrieb mache. Nur wenn es regnet verwende ich den symmetrischen Dipol. Bei diesen drei Varianten habe ich Rüstzeiten von weniger als 5 Minuten, so dass sich auch ein kurzer Einsatz lohnt.


    Auf meiner Homepage findest du ein paar Bilder und etwas Text zu den Antennen. Leider ist mein Speicherplatz gerade ausgeschöpft und dadurch konnte ich die EFHW-Haspellösung noch nicht hochladen. Meine Homepage-URL ist http://www.dl4ac.de</a> .

  • Ich habe mir nach laaaaaaanger Vorüberlegungen nun erst über den Jahreswechsel 2014/2015 endlich den "Buddipole Deluxe" gegönnt. Und konnte diesen aufgrund eines Wohnungsumzuges erst vor 3 Wochen kurz auf der neuen, großen Freiterrasse ausmessen.


    Der Buddipole wurde in horizontaler Dipolausführung rd. 2,00m über Boden ausgefahren. Hier konnte ich am RigExpert AA-54 die beschriebenen Abstimmungseffekte nicht nachvollziehen. Allerdings schrieb Ronny auch von seiner Upper-and-Outer-Konfiguration. Diese hatte ich (zumindest mit dem Buddipole) aus Zeitgründen nicht getestet. Ich hatte zuvor aber zwei CB-Mobilantennen in dieser L-Konstellation gemessen (2x DV27L, 2,70m 1/4 Lambda CB-Volllängenstrahler). Auch hier waren die Resonanzen und das erzielbare SWR in Ordnung.


    Zurück zum Buddipole (horizontal). Auf allen Bändern von 40-10m waren die Resonanzen eindeutig messbar und langen (wenn ich die Teleskope noch etwas nachgeglichen hätte) exakt auf den gewünschten Bandmitten.


    Zwei Schwachstellen habe ich jedoch bereits gleich nach Kauf ausgemerzt. Vielleicht lagen bei Ronny hier auch die Probleme !?


    • An den Spulenenden wurde der Silberdraht mit einer feinen Feile etwas aufgeraut, ebenso die Schrauben. Dann wurden die Spulenenden an die Schrauben gelötet. Sorry, ich kenne solche Verschraubungen von MFJ-Artikel und dort gab's schon öfter mal Kontaktprobleme. Auch wenn die Verschraubungen augenscheinlich stramm angezogen waren.
    • Ebenso wurden die Buddipole-Spulenabgreifklemmen innen an ihrer um 180° gebogenen Spulenkontaktfläche mit einer feinen Feile aufgeraut. Ebenso die Spulendrähte an den vom Hersteller bereits farblich markierten Positionen. Auch hier wurden die Abgreifklemmen an die Spulenabgriffe angelötet. Das ist zwar ein wenig "tricky", da man leider beim Verlöten die bunten Kunststoffringe zur Fixierung nicht oben aufschrauben darf, sonst kommt man an die Lötstellen nicht mehr heran...hi. Mit einer "3. Hand" als Hilfsmittel ging das dennoch. Vorteil war für mich nicht nur die einwandfreie Kontaktgabe der Spulenabgriffe, sondern auch gleichzeitig die Sicherheit, dass man einen Spulenabgriff versehentlich nicht schräg einsetzt (oder dieser sich später mal bewegt) und damit einen Schluss zur nächsten Spulenwindung gibt ! Dann bräuchten man sich über plötzliche "Nicht-Resonanzen" auch nicht mehr wundern.


    Mein verlöteter Buddipole ist jetzt jedenfalls ein wirkliches Plug-and-Play-Antennensystem. Feinabgleiche vor Ort aufgrund unterschiedlicher Bodeneffekte natürlich dennoch weiterhin inbegriffen. Erst recht auf 40m aufgrund der bereits erwähnten Schmalbandigkeit.


    Praktische "on-air"-Erprobungen stehen noch aus. Habe ihn nur am Antennenanalyzer mal ausgemessen um nachzuprüfen, ob man anhand der farblich markierten Herstellerabgriffe tatsächlich "plug-and-play" danach wieder beruhigt schlafen gehen kann. Man kann !!! :D


    Zwischenzeitlich habe ich mir noch 2 lange Teleskope gekauft (2,90m anstelle 1,70m). Werde mir aber auch hierzu noch zwei neue Sätze Spulen holen, ebenfalls neue Spulenabgriffe, um damit dann ein auf die langen Teleskope abgestimmtes (und wieder verlötetes) Plug-and-Play-Set zu haben.


    Für die "ganz Faulen" habe ich mir noch eine rd. 3,00m lange 300 Ohm Bandleitung angefertigt. Und dort am oberen Ende zwei (aus einem Ersatzset abgeschnittenen) 2,6mm Buddipole-Bananenstecker mit ihren Kabelresten angelötet. Damit kann ich, einen Tuner oder ATU am Boden vorausgesetzt, mit meinen beiden 2,70m CB-Antennen ein wunderbares Multiband-Antennensystem für 40-6m nutzen.


    Oder meine 5,10m lange MFJ-1979 Teleskopantenne vertikal aufschrauben und mit den Drahtadaptern ein 5m langes Drahtradial in Richtung Boden spannen. 3/8"-Anschlüssen am VersaTee sei dank...


    Daher finde ich das Buddipole-System (speziell für einen 1-Mann-Auf-/Abbaubetrieb) schlichtweg genial und auch mechanisch super ausgeführt.


    vy 73,
    Jochen, DG2IAQ

  • Hallo Raimund,


    hast du für den 40m- oder 30m-Dipol auch den Wirkwiderstand (R) und die Reaktanz (X) bzw. die Phase aufgenommen? Der Scheinwiderstand hilft dir doch bei der Abstimmung nicht wirklich!?
    Falls du magst, kannst du ja die Grafen SWR, R und X oder phi über f posten. Damit können wir erkennen, wo dein Problem liegt.


    Aber auch mit deinen gelieferten Kurven ist schon ersichtlich, dass auf den unteren Frequenzen dein Fußpunktwiderstand zu niedrig ist. Den Fußpunktwiderstand erhöhst du, indem du die Einspeisung von der Mitte zu einer Dipolseite verschiebst. Das tust du, indem du auf der einen Seite ein paar Spulenwindungen hinzufügst und dieselbe Anzahl von Windungen auf der anderen Seite reduzierst. Dann misst du wieder den Wirkwiderstand bei Resonanz. Resonanz ist nicht zwingend die Frequenz mit dem besten SWR, sondern die Frequenz, bei der X und phi 0 sind! Die Resonanzfrequenz stellst du grob über die Spulenabgriffe ein und fein über die Teleskope. Das ganze ist eine iterativer Prozess und kostet schon etwas Zeit... aber wenn du für eine bestimmte Aufbauhöhe die Werte einmal gefunden hast, so brauchst du später nur die Teleskoplängen an die Umgebung anpassen.


    Viel Spaß beim Abgleich und bei der Nutzung des schönen SARKs!

  • Hallo zusammen,

    letzte Woche habe ich ein neues Spielzeug bekommen: ein kleiner verktorieller Netzwerkanalyzer in Form eines Handys. Zum Testen dieses Gerätes habe ich einfach mal passend zu diesem Thema den Buddipole als Versuchsobjekt genutzt.



    Zur Nomenklatur: BD 40m bedeutet Buddipole für 40m; BS 40m bedeutet Buddistick-Konfiguration auf 40m

    Zum Analyzer: der Blindwiderstand X wird nur als Betrag ermittelt. Teile der X-Kurven muss man also manchmal gedanklich spiegeln...


    Man sieht aber sehr schön, dass der Buddipole auch auf 40m sehr gut anpassbar ist...

    Die Buddistick-Konfiguration mit zwei Radials ist für 40m eine wirklich gut funktionierende und effiziente Variante!
    Ab 20m ist der Buddipole mit langen Whips bereits Fullsize, man braucht also keine Spulen.

  • Hallo Raimund,


    das sieht doch schon richtig gut aus! Du musst die Resonanzfrequenz nur noch knapp 1,5 MHz nach unten verschieben. Also auf beiden Seiten etwas mehr L einstellen. Irgendwann bist du etwas zu tief und dann kannst du mit den Teleskopen das Feintuning übernehmen. Das wird gut funktionieren!

  • Hallo Raimund,


    meine Bilder zeigen den Aufbau und die Spulen für 40m! Ich habe aber die langen Teleskopstäbe mit 6 Sektionen.
    Hast du die originalen oder auch die längeren Teleskope?

  • Hallo Raimund,


    meine Bilder zeigen den Aufbau und die Spulen für 40m! Ich habe aber die langen Teleskopstäbe mit 6 Sektionen.
    Hast du die originalen oder auch die längeren Teleskope?


    Hallo Uwe,


    besten Dank für Deine Beiträge und Deine hochauflösenden Bilder. Ich lese sehr interessiert mit !


    Die langen Teleskope (6x 50cm) habe ich inzwischen auch, nur jedoch noch nicht eingesetzt.


    Aber diese sind ja ausgezogen "nur" rd. 3,00m lang. Hinzu kommt noch ein 56cm langes Dipolrohr pro Seite. Dann kommen wir doch "nur auf rd. 3,50m pro Dipolseite !? Somit Fullsize für das 15m Band und darüber, aber doch nicht für das 20m/17m-Band wie Du geschrieben hast !?


    Im Umkehrschluss mit Deinen beiden gezeigten Spulenabgriffen für das 40m-Band würde das für mich bedeuten, Du hast für 20m/17m derzeit keine Nutzung !? Oder sehe ich hier etwas falsch ? Natürlich kann man die Teleskope so lange einfahren, bis man mit den gezeigten Spulenabgriffen vermutlich auch irgendwann wieder Resonanz bei 20m/17m bekommt. Aber dann hätte man ja den Vorteil der langen Teleskope verschenkt.


    Die Angaben der "Fullsize-Antenne mit den langen Teleskopen" hatte ich schon mal in einem amerikanischen Forum gelesen. Dann müssen aber pro Dipolseite je 4 Alurohre + 1 langes Teleskop zum Einsatz kommen (4x 56cm + 2,90m = rd. 5,15m). So wäre das für mich dann wieder logisch.


    Oder hatte ich Dich falsch verstanden bzw. Du hast evtl. die anderen Abgriffe bei Deinen Fotos gar nicht an der Spule gehabt !?


    Ich frage nur so genau nach, weil ich derzeit schwanke, ob ich mir nur nochmals weitere Spulenabgriffe zur Nutzung mit den langen Teleskope kaufe (weil die neuen Abgriffe weit hinter der der kurzen Teleskope liegt und sie sich somit nicht behindern) oder ich lieber gleich noch einen Satz Spulen dazu bestelle !? Und diesen dann seitens der Abgriffe nur auf Verwendung mit den langen Teleskopen auslege. Dann plagt man sich ggf. nicht so.


    vy 73,


    Jochen, DG2IAQ

  • Hallo Jochen,


    natürlich hast du recht bzgl. Fullsize auf 20m! Ich wollte auch schreiben "nahezu Fullsize", denn es sind dort nur sehr wenige Windungen, die sich aber kaum bemerkbar machen. Zwei zusätzliche 22"-Dipolarme wären aber sicherlich eine gute Ergänzung.


    Ich verwende die Antenne in zahlreichen Konfigurationen, so dass ich nur ein Paar Spulenabgriffe verwende und immer umschraube. Die 40m-Dipolvariante habe ich aufgebaut um Raimund zu helfen und ihm den Spaß am Buddipole zurückzugeben und um meinen neuen Analyzer zu testen. Auf den unteren Bändern verwende ich meist die vertikale Variante mit elevated Radials. Dann schraube ich auch oft die beiden Dipolarme übereinander und dann folgen die Spule und der Teleskopstab. Bei einer Cota-Aktivierung habe ich auf einer Aussichtsplattform erfolgreich mit dem horizontalen Dipol auch auf 40m gearbeitet. Wenn ich also für jedes Band und jede Kombination die Abgriffe an der Spule ließe, so würde das wie ein Igel aussehen und auch nicht mehr in die Tasche passen.
    Noch ein Hinweis zur Teleskoplänge: ich versuche aus Effizienzgründen und natürlich wegen der höheren Bandbreite immer die Teleskope so lang wie möglich zu lassen. Hier nehme ich nur das Feintuning vor.
    Falls du deine Antenne nur auf wenigen Bändern und gleicher Konfiguration betreibst, so ist die feste Abgriffinstallation sicher bequem.


    Viel Spaß beim Testen!

  • Das Tunen des Buddipols ist nicht sehr einfach und ein Bandwechsel muss man sich jeweils gut überlegen. Ich finde, eine Drahtantenne mit Autotuner viel praktischer und leistungsfähiger als ein Buddipol. Und preiswerter ist die Sache auch noch.


    Zum Beispiel eine inverted V Doublet Drahtantenne mit 2 x 6.7 m Draht mit Fischerrute und Symmetrischer Speiseleitung und Tuner beim TRX. Läuft viel besser als ein Buddipol, da die Antenne höher über Boden ist. Oder wenn es vertikal sein soll, dann eine 6.7 m lange Drahtantenne mit 2 oder 3 Radials von 3 oder 4 Meter. Speisung über 1:4 UNUN und Koaxkabel. Diese beiden Drahtantennen laufen perfekt von 10-20 m und erlauben einen bequemen sofortigen Bandwechsel auf Knopfdruck. Und beide sind leistungsfähiger und wesentlich günstiger als ein Buddipol. Und auch leichter zu transportieren.


    73, Peter - HB9PJT

  • Hallo Raimund,


    ca. 1,7m sind die originalen. In meiner Deluxe-Long-Version sind sie ca. 2,9m lang. Aber trotzdem solltest du bei voller Induktivität bis 7MHz Anpassung einstellen können. Hast du vielleicht ein Teleskopsegment übersehen?


    Die langen Whips könntest du übrigens auch nachkaufen.


    Sobald ich etwas Zeit habe, werde ich mal schauen wo bei mir die niedrigste Resonanzfrequenz bei 1,7m Teleskoplänge liegt.

  • Guten Morgen Raimund,


    schön, dass es jetzt offensichtlich funktioniert.
    Zum Vergleich der verschiedenen Antennen habe ich ja weiter oben im Thread schon etwas geschrieben. Lange Zeit war der der symmetrische 2X7m-Dipol meine Lieblingsantenne. In Verbindung mit dem Z-Match ist sie sehr effizient. In letzter Zeit habe ich mich immer mehr mit endgespeisten Halbwellenstrahlern angefreundet. Für 40 und 30m strahlen sie deutlich besser als die 2X7m... sie sind natürlich auch länger. Eine tolle Alternative für kurze Einsätze und bei beengten Platzverhältnissen ist die Mag-Loop. Die spielt deutlich besser als ihr Ruf! Es gibt übrigens ein Youtube-Video, welches die Alexloop mit einem Buddipole vergleicht. Hier ist Part1 und hier Part2 . Aber der Buddipole ist einfach schön... und wer einen Buddipole nutzt, der entwickelt ein gutes Gefühl für die Abstimmung von Antennen ;) Ein weiterer Aspekt ist übrigens noch nicht angesprochen worden: der Buddipole und die MagLoop lassen sich leicht drehen...
    Hier nochmal ein Hinweis: für 40 und 30m würde ich den Buddipole als Buddistick aufbauen. Die beiden Dipolarme kannst du dann auf der Strahlerseite nutzen. In den Unterlagen wird die Spule direkt am Speisepunkt platziert. Das ist zwar für das Abstimmen bequemer, aber für den Wirkungsgrad nicht. Effizienter ist es, die Spule weiter oben einzubauen. Mit ein oder besser zwei ca. 10m langen Radials, die 50 bis 100 cm über dem Erdboden gespannt werden hast du eine dem Dipol überlegene Antenne. Die Radials musst du natürlich abgleichen. Ich nutze einfach Haspeln, auf die ich den überschüssigen Draht wieder aufwickel. Die einmal gefundene Länge für das Band markiere ich mit einem Knoten. So habe ich einen guten Ausgangspunkt fürs nächste mal.


    Viel Spaß beim Antennenbasteln und optimieren!

  • Hallo Uwe,
    vielen dank für Deinen Bericht, der sich mit meinen Erfahrungen deckt.
    Die Radiale sind ohnehin hier vorhanden, aus dem Projekt Sperrkreisvertikale Drahtantenne für 40/30m und sollten somit schon passen.
    Habe meinen letzten Bericht noch um die Daten des 20m Bandes ergänzt.
    Der Übersichtlichkeit halber werde ich 40/30n noch jeweils packen um anderen Bändern noch Platz zu geben.
    Ich habe bislang keine weitere Ausarbeitung in meiner Art im Netz gefunden.
    Übrigens hat mir ein OM aus OE bestätigt, daß die Abstimmung des BUDDIPOLE ohne Analyzer schwierig ist. Insbesondere, wenn das SWR gut sein soll und die Blindanteile durch die Teleskope oder angepasste Spulenabgriffe zu Null werden sollen (sprich: ohne Blindanteile steigt dann der Wirkungsgrad doch noch etwas an).


    Gruß - Raimund

    Erstaunlich, was 5 Bauteile "anrichten" können.

    Edited 2 times, last by DL1EGR ().

  • Wenn die Endgespeiste Antenne besser strahlt, als die Doublet mit 2 x 7 m, dann liegt ein Problem vor bei der Doublet oder der Vergleich wurde nicht exakt durchgeführt. 2 x 7 m ist gleich lang wie eine endgespeister Halbewellenstrahler und muss dasselbe Ergebnis liefern bzw. in der Praxis besser sein, da eine Einspeisung am Ende in der Regel mit höheren Verlusten verbunden ist als eine mittige Speisung. Auf 40 m ist die Doublet unwesentlich kürzer als lambda Halbe und sollte identische Resultate liefern wie ein Lambda Halbe Dipol. Der Z-Match ist zwar sehr beliebt und einfach in der Bedienung, aber es handelt sich um die Tunerschaltung mit den grössten Verlusten.


    73, Peter - HB9PJT


    Lange Zeit war der der symmetrische 2X7m-Dipol meine Lieblingsantenne. In Verbindung mit dem Z-Match ist sie sehr effizient. In letzter Zeit habe ich mich immer mehr mit endgespeisten Halbwellenstrahlern angefreundet. Für 40 und 30m strahlen sie deutlich besser als die 2X7m... sie sind natürlich auch länger.

  • Ja Uwe, Deine Messergebnisse zeigen die Grenze des Z-Tuners deutlich auf. Deshalb überrascht mich Deine Aussage, dass die endgespeiste Antenne besser sei. Wenn der Aufbauort nicht identisch ist zur Doublet, dann kann das Vergleichsergebnis nicht zur Beurteilung der Antennen herangezogen werden, sondern höchstens zur Beurteilung des Aufbauortes.


    73, Peter - HB9PJT

  • Hallo Raimund,


    20m sieht jetzt auch prima aus!
    Die Abstimmung von verkürzten Antennen ist schon eine kleine Herausforderung. Aber mit etwas Übung gelingt das relativ rasch. Als ich den kleinen Analyzer noch nicht hatte, bin ich mit dem Stecker über die Windungen gefahren und habe das Rauschmaximum gesucht. Aber mit dem SWR sollte man es nicht übertreiben. Auf 20m benötige ich übrigens mit den langen Teleskopen nur noch 6 Windungen.

  • Als ich den kleinen Analyzer noch nicht hatte,

    Moin,
    ein einfach zu handhabendes und effizientes Antennensystem für Portabeleinsätze ist gut. Wenn der OP jedesmal dazu einen (teuren) Analyser mitschleppen muss, ist das für mich eher kontraproduktiv. Da ist mir als kommerziell hergestellte Antenne die MP-1 oder beim Selbstbau ein Steckdipol bzw. Up&Outer lieber. Und preiswerter. :thumbup:

    73 Michael, DF2OK.

    ~ Das größte Elend gibt es doch nur, weil die Leute, denen es eigentlich gut geht, nicht mit dem zufrieden sein können, was sie haben. ~