Wer kennt Selbstbauproject zum Empfang von Flugzeugtranspondern.

  • Hallo zusammen,


    Hoffe ich bekomme jetzt keinen über den Deckel weil ihr denkt ich mache versteckte Werbung. Dem ist aber nicht so. Habe es nur bei keinem anderen Anbieter gesehen.


    bei W..o gibt es seit einiger Zeit ein "Virtuelles Radar zur Flugzeugortung - genannt SBS-1". In Wahrheit ist es kein Radar sondern ein Empfänger der die Transpondercodes von Verkehrsflugzeugen liest und das Empfangene dann auf einer Karte darstellt.


    Ich finde dies sehr interessant. Was mich abstößt ist der hohe Preis. Daher meine Frage.


    Hat schon mal jemand von euch etwas ähnliches irgendwo als Selbstbauvariante gesehen. Oder wenigstens eine Software die derlei Signale dekodieren kann?

  • Hallo Detlef,


    Das Protocol nennt sich ACARS und ist ähnlich wie Packet-Radio aufgebaut.
    Suche mal im Internat nach 'ACARS Software' oder 'Decoder'. Es gibt einiges
    davon als Freeware.
    Was du dazu sonst noch dazu brauchst ist ein Scanner für den Flugfunkbereich.


    73 de Lothar, DL3GRE

  • Hallo zusammen!
    Etwas zur grundsätzlichen Arbeitsweise von Flugzeugtranspondern:
    Auf eine bodenseite Abfrage ( Radar auf 1030 Mhz ) antwortet ALLE
    im Empfangsbereich liegenden Flugzeugtransponder ( auf 1090 Mhz )
    der Flugzeuge.


    Derzeit senden die im Mode A/C arbeitenden Transponder den eingestellten
    4 stelligen Code und eine in 100 Fuß gestaffelten Flughöhe.


    Ab nächsten Jahres ( seit einigen Jahren immer für nächstes Jahr angekündigt )
    müssen sogenannte Mode S Transponder eingesetzt werden. ( Mode S steht
    für selective Abfrage ) Das heißt, es antwortet nur noch das abgefragte
    Flugzeug. In wie weit sich das von der Firma W..o vorgestellte System oder
    irgend ein anders System sich dann noch lohnt, ist die große Frage, da nur abgefragte
    Flugzeuge dargestellt werden!


    73
    Peter DC 0 KA
    ( Flugzeugführer MEP / IR )

  • Hallo Hans Peter,
    bin auch sehr an allem was mit Funk & Fliegerei zu tun hat interessiert. Mir stellen sich da gleich 2 Fragen: Wenn selektiv abgefragt wird musz doch vor der Abfrage bekannt sein, dasz ich was abzufragen habe und normalerweise will 'man' doch auf dem "Radarschirm" die Daten aller Objekte sehen. Was fuer einen Sinn macht da diese selektive Abfrgage ?


    Und selbst wenn es dann so ist - wie's kommen soll: musz man dann nicht damit rechnen, dasz genauso sporadisch wie jetzt - nur nacheinander - alle Objekte abgefragt werden und Antworten, sodasz sich fuer den Mitempfangenden ansich letztlich kein Unterschie ergibt ?


    (Oder mach ich einen Denkfehler?)


    Vielleicht kannst Du mir bei dieser Gelegenheit noch eine Frage beantworten:
    Ich hatte mal von einem deutschen Militaerflieger ein kleines Buechlein vom Department of Defense bekommen, dasz - ich glaube weltweit alle - Flugplaetze enthielt und - woran ich besonders interessiert war, auch die Kurzwellen-Frequenzen auf denen die stand by waren. Weiszt Du wo ich sowas wieder her kriegen koennte (Ich hab' leider die Tel.-Nummer des Fliegers verschlampt, der hatte damals (noch zu Kohl's Zeiten) bei mir im QRL angerufen, weil er die Frequenzen der DW haben wollte, damit der den Bundeskanzler waehrend eines Fluges aktuell ueber die Sportergebnisse informieren konnte - da hab' ich die Gelegenheit natuerlich gleich genutzt hi. )

  • Hallo miteinander,


    Quote

    Derzeit senden die im Mode A/C arbeitenden Transponder den eingestellten 4 stelligen Code und eine in 100 Fuß gestaffelten Flughöhe.


    Das heißt, dass die Position (Richtung und Entfernung) des Flugzeugs selbst aus den Radar-Daten gewonnen und nicht auch vom Transponder (z.B. aus GPS-Daten) übermittelt wird. Das ist auch gut so!!!


    Wir haben uns nämlich gestern beim Mittagessen gekugelt vor Lachen, bei der Vorstellung, welche Hektik im Fluglotsenzentrum ausbrechen würde, wenn man in einem ohnehin überfüllten Luftraum durch ein paar "künstliche Transpondersignale" urplötzlich noch ein paar Fliegerchen "dazwischenschieben" würde. Erst recht, wenn einer davon plötzlich "auf Kollissionskurs" mit einem anderen geht.


    Daher wahrscheinlich auch die Geschichte mit den Mode-S Transpondern. Das würde das System doch nauch außen erheblich abschotten.


    73 de Uwe, DL8UF

  • Hallo Juergen DL4KE


    Wenn man sich als Flieger mit Instrumentenflieger ( immer mit Flugplan )
    beim Tower meldet bekommt man einen Transpodercode. Dieser wird auch
    dem Radarlotsen mitgeteilt. Beim Erstkontakt mit dem Radarlotsen nach dem Start
    drückt dieser auf den Abfragknopf und stellt dann den Radarkontakt fest.
    Alle Flugzeuge die Kontakt mit der Radarstelle haben sind über einen Transpondercode
    mit diesem bekannt und können ( automatisch ) per Computer abgefragt werden.


    Das Problem sind die Sichtflieger ohne Kontakt mit der Radarstelle. Diese stellen den
    Transponder in Deutschland auf 0021 bzw. 0022 ein. Wenn derzeit die Fluglage
    für den Lotsen unübersichtlich auf Grund der vielen Sichtflieger wird, dann kann er
    den 0021 / 0022 ( VFR-Code ) unterdrücken. Dies wird derzeit häufig gemacht.


    Bei Anflug auf einen Verkehrsflughafen teile ich dem Towerlotsen das Rufzeichen
    meines Flugzeuges mit. Darauf hin kann dieser meinen Transponder abfragen.
    Das Rufzeichen des Flugzeuges ist Bestandteil der Mode S Übertragung.


    Vermutlich wird es eine Möglichkeit geben, per Rundumschlag alle Flugzeuge
    abzufragen.


    Das Thema ist natürlich etwas komplexer als hier dargestellt.
    Ich hoffe meine Ausführungen haben etwas geholfen.


    73
    Peter DC 0 KA


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    An Uwe DL 8 UF


    Hallo Uwe!
    Ich lach mir jedesmal nen Ast wenn ich das Märchen vom überfüllten Deutschen
    Luftraum höre!
    Ich höre des öfteren Airliner nach einem Radio Check fragen weil diese meinen
    Ihr Funkgerät sei kaputt, weil so wenig los ist im Deutschen Luftraum.


    Auch im Bereich Frankfurt ist nur wenig los!!!!!!!!!!


    Wenn man Richtung Westen fliegt fängt ein wenig Betrieb bei Brüssel Center an
    Richtig viel ist bei London Center los. Ich habe mal 5 Minuten gebraucht um meine
    Positionsmeldung abzusetzen



    73
    Peter DC 0 KA


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    Literaturhinweis : Flugfunk von Michael Marten ( Siebel Verlag )
    ISBN 3-89632-029-7


    Die Tower / Groundfrequenzen sind aktuell, bei den Radarfrequenen hat sich teilweise
    das Rufzeichen geändert. Aus Düsseldorf Radar wurde Langen Radar.


    Interesant ist Shannon Volmet ( Wetterinformationen ) auf 8957 kHz und 13264 kHz


    73
    Peter DC 0 KA