Umfrage: Amateurfunk im Urlaub

  • Schönen Urlaub, Thorsten, du wirst sehen, es wird nicht viel Funk sein, aber es wird Spaß machen! Und der QMX ist ja wirklich sehr klein, der müsste immer ins Auto passen. Zur Not ein Paar Schuhe der XYL wieder ausladen... lach!

    Vielen Dank! Ja genau, das vermute ich auch, aber ich nehme mal die leichte Ausrüstung mit, dass ich könnte, wenn ich wollte ;)

    An der GP-12 ist nix abzustimmen?

    Nun ja, auf der Spule sind Markierungen für die Bändern und die werden beim Aufbau eingestellt. Maximal muss dann der Abnehmer um wenige Windungen verschoben werden. Wirkliche Abstimmung nenne ich das aber nicht - das geht mit der Anzeige im QMX in unter 5 Sekunden.

    Btw.: ich habe immer einen Analyzer dabei, um auch wilde Gebilde optimieren zu können...

    Bei meinem 2,44m - Teleskop spanne ich durchaus ab, an der See findet ja öfter etwas Wetter statt. Dazu bohre ich einen 5l-Wassergebinde-Deckel daheim passend mit dem Stufenbohrer vor und verwende als Abspannung unsichtbare Angelsehne oder Takelgarn. Bei mehrtägigen Aufbauten kommt eine zurechtgeschnitzte unten offene Wasserflasche als Schutz für die Ladespule drüber.

    Diesmal wird ein 5,6m-Teleskop eingesetzt und natürlich wieder hauchfein abgespannt. (5,6m ging beim letzten mal nicht, weil US-Gewinde versus metrisch)

    Und das ist genau das Setup, welches ich vermeiden möchte, weil dann viel zu viel Zeit für das Funken drauf geht, die der Familie fehlen. Die Kinder werden so schnell groß ...

    Radials, die in einer Hecke liegen oder irgendwohin gespannt werden können sind effizienter als jene, welche am Boden liegen.


    Ich habe noch nicht viel Erfahrung im Freien und der GP-12 aber bisher war sie immer sehr gutmütig!

    73 Thorsten
    DH0TG

  • C: keine Ahnung wie die Karte von meshtastic gefüttert wird. Es ist anscheinend viel mehr los als es scheint.

    Mit dem t Deck finde ich zwischen kamenz und Pulsnitz eine einige Stationen, aber auf der Karte ist da tote Hose.

    73, Jens

    Telegrafie - die einzige Digitalbetriebsart die Analog besser ist.

  • Ja, allerdings stimmt Du mit dem L die Gesamtkonstruktion ab. Stell Dir vor, Du setzt ein zweites L an den Anfang der Radials.

    von oben nach unten: Topload (C) - Strahler (L/C) - Ladespule (L) - Strahler (L/C) - Speisepunkt - Ladespule (L) - Radials (L/C)

    Die beiden Ls darfst Du im Geiste zusammenfassen.

    Ich habe übrigens mit Radials mit Sperrkreisen experimentiert, bin jetzt aber auf simples Aneinanderstecken mit Bananensteckern "zurückgefallen." Wenn etwas aus Draht zu lang ist, kann man es auch temporär zurückfalten.

    Für 20m werde ich den etwas zu langen Strahler übrigens mit einem C (zzgl. Statik - R) verkürzen und dabei die Impedanz des Strahlers anheben. Es gibt so viele Möglichkeiten...

    73! Jochen

  • Thorsten, wenn du wieder daheim bist, berichte doch bitte von deinen Erfahrungen.

    Ich habe für den Urlaub (oder falls es die Freizeit hergibt) meine "Funkstation in der Kühlschrankdose" - QRP-Transceiver (für Betrieb mit AA-Zellen), Anpassgerät, Steckernetzteil (falls es eine Steckdose gibt), etwas Draht für Antenne und Erde und natürlich Ohrhörer und Morsetaste. Da suche ich mir bei Gelegenheit einen schönen Standort, z. B. auf einem Berg oder in einem Park, und werfe den Draht in einen Baum (da hilft eine sandgefüllte alte Socke am Strick). Bis jetzt kamen auch meistens ein paar nette Verbindungen zusammen und nebenher das eine oder andere nette Gespräch mit Passanten.

    73, Martin

    Edited once, last by DL2LFH (August 18, 2026 at 9:07 AM).

  • Den URLAUB mache ich nicht mehr, aber ich fahre/gehe relativ viel raus, Kurzreisen und POTA. Da ich nicht weis, wielange ich noch Auto fahren kann/darf, habe ich mich auf ein Packmaß von max. 50cm für alle Teile festgelegt. TRX ist der QMX(+), Tuner ein Eigenbau LC (150g) und eine dreigeteilte Antenne: Kurzer Mast mit Erdstecker zum Einschlagen (ca.1,8m hoch), Vertikal: 6,5m Teleskop mit 2 Radialen 1,5...5m zum Einschrauben in die Mastspitze; InvV (OCD) auf 4m Stipprute, ebenfalls auf Mastspitze + 4,2m Eigenbau-Hühnerleiter zum Tuner (sitzt knapp unter der Mastapitze in Kopfhöhe, kann die Vertikal zwischen 80 und 10m und die InvV zwischen 60 und 10m abstimmen). Das ganze wiegt mit Rucksack je nach Zusammenstellung knapp 3 bis 5kg. Da ich viel FT8 mache, gehört das Smartphone noch als Rechner dazu. Das passt in alle Verkehrsmittel (vlt. außer Flugzeug, wegen der Batterien in den TRX). Mit den 2 Antennenformen kann ich mich an die Umgebung anpassen, die Vertikal ist überall schnell aufgebaut, die InvV mag keine überhängenden Äste (wegen verheddern) und braucht viel Platz, geht aber immer. Ab ca. 40km/h fangen dann beide an, deutlich im Wind zu schwingen.
    Wenn sich jemand dafür interessiert, kann er auf meiner Homepage (Call@darc.de) nachschauen, ist aber keine Bauanleitung zum direkten Nachbauen.
    73 Reiner

    1. - Minimalvariante, wenn Aussicht besteht, etwas in POTA arbeiten zu können.

    Edited once, last by DL8LRZ (August 17, 2026 at 4:48 PM).

  • Ich war letztes Jahr 3000 km mit dem Cargo E- Bike und Telegrafie Betrieb unterwegs zum Mittelmeer unterwegs (Tour DÁrles) und in diesem Jahr /MM mit einem Container Frachter 10 Tage nach Island und zurück. Ebenfalls mit Telegrafie Betrieb. Beides Urlaube die ausgeprägt für AFU waren.

    Ausrüstung:

    Kenwood TS480SAT plus Panadapter-PC, Begali Traveller, gepimptes HP Server Netzteil. Für die Tour DÀrles speziell für die Campingplätze war eine umgebaute DP200 auf 4 m Stativ als Antenne dabei und für die MM Tour ein vollsymmetrischer Doppelspulentuner 150x170x75 mm und ein Doublet 12m. Berichte dazu gibt es bei UFT, Fists, AGCW, ROA und bei der MF Runde sowie beim Funkamateur.

    Nächstes Jahr?? Ich habe k.A. .

    In der Wachstums Phase unseres Gartens fahre ich jedoch nicht mehr weg.

    Also wird es vielleicht eher was mit einem Eisbrecher im Winter, Hi..

    73 de Ingo

  • Thorsten, wenn du wieder daheim bist, berichte doch bitte von deinen Erfahrungen.

    Nach unzähligen Kilometern Baustelle, bin ich heute mit Familie sehr erholt zurück gekommen. Mein Erfahrungen zum Thema Amateurfunk im Urlaub halten sich jedoch stark in Grenzen.
    Auf 2m / 70cm war pratisch nix lox, bis auf ein paar Kinder mit ihren PMR Geräten auf dem Campingplatz. Mein Meshcom-Transceiver (nicht Meshcore oder Meshtastic, wie ich hier schon gelesen habe) hatte ich gar nicht erst mitgenommen.

    Mit meinem RT-950 Pro habe ich ein paar mal in FT8 auf verschiedenen Frequenzen bis 20m reingehört aber keine Länder "hören" können, die ich noch nicht gearbeitet habe - vielleicht war die Zeitspanne auch einfach zu kurz.

    Meine GP-12 am QMX habe ich zwei mal aufbauen können, allerdings nicht am Strand, sondern auf dem Platz zwischen den mobile Homes. Der Empfang hat sich nicht wesentlich zum RT-950 Pro unterschieden. Leider habe ich es nicht geschafft, die Stehwelle einzustellen. Ob irgendwas defekt war, ob es die Nähe zu den mobile Homes mit den ganzen Klimaanlagen oder der trockende Boden war, weiß ich nicht - das gleiche Setup werde ich die Tage nochmal zu Hause testen.

    Jetzt kann man sich natürlich die Frage stellen, ob es Sinn gemacht hätte, wenn ich beispielsweise meinen VNA mitgehabt hätte, um das Problem ggf. zu identifizieren. Und meine ganz persönliche Antwort lautet: Nein!
    Es hat Spaß gemacht, erstmals außerhalb vom eigenen Garten QRV zu sein und das werde ich auch mit POTA ausbauen! Aber ich hätte keine weitere Zeit im Urlaub investieren wollen, um einen Fehler zu finden.
    Und damit komme ich auch zu meinem persönlichen Fazit: Solange die Kinder noch klein sind, bleibt der Funk daheim!

    73 Thorsten
    DH0TG

  • DH0TG - Danke für den Bericht! Ja, die lieben Kleinen wollen bespaßt sein. Aber manchmal kann man doch etwas Hobby dazwischenschieben. Nicht so viel Technik mitnehmen, weniger ist manchmal mehr. Es mag trivial erscheinen, aber ich finde, man sollte eine Portabelanlage schnell auf- und wieder abbauen können. Das Wetter kann nämlich schnell mal umschlagen.

    Dass dieselben oder ähnliche Antennen an unterschiedlichen Standorten ganz unterschiedlich "spielen", habe ich auch erlebt. Da hilft nur probieren und Erfahrungen sammeln.

    DL2AAA - ich habe dich von deiner E-Rad-Tour her im Log. So eine Reise wäre auch nach meinem Geschmack.

    73, Martin

  • Am letzten (ILLW) Wochenende war ich mit neuem setup auf einer deutschen Insel, mußte wg. ein paar Befestigungsschrauben für den Antennenfuß noch in den Mini-Baumarkt am Hafen. Insgesamt ein voller Erfolg, es gab nebenbei einiges neues DX zu knipsen. Jede Maßnahme an der Unterwegs-Technik hat sich für mich "ausgezahlt."

    Jetzt bin ich auf einer anderen Insel und kann praktisch keine Antenne bringen, macht mich auch nicht ärgerlich, immerhin war die Leuchtturm-Nummer richtig gut. Morgen scheint es Wind zu geben, dann hole ich den Neo aus dem Auto und sause übers Wasser...

    ahoi & 73! Jochen

  • Bei jedem Aufbau kann man auch optimieren: werkzeuglose Montage, unverlierbare Verbindungselemente, Softschäkel, Tropfschutz usw. usf. . Diese 5,6m Teleskope werden vor Angst zerfallen wenn man sie öfter bei etwas Wetter nutzt, zum Überprüfen eines Konzeptes sind sie aber billig und gut.

    DH0TG : ich habe immer einen Analyzer dabei, so kann man u.a. aus 2 Radials irgendeinen Strahler zaubern (anpassen durch zurückfalten).

    Der Familienurlaub leidet garantiert nicht, eher stecke ich zurück. Auf anspruchsvolle Segelunternehmungen nehme ich auch nix mit, da hab ich alle Hände mit anderen Sachen voll.

    ahoi & 73! Jochen

  • Dass dieselben oder ähnliche Antennen an unterschiedlichen Standorten ganz unterschiedlich "spielen", habe ich auch erlebt. Da hilft nur probieren und Erfahrungen sammeln.

    Jep und ich sollte erstmal ausßrhalb des Urlaubs mehr Erfahrungen sammeln, statt sich im Urlaub mit Problemen rumzuschalgen ;) Aber ich hatte noch keine Zeit daheim zu prüfen, wo das Problem lag, falls es reproduzierbar ist.

    ich habe immer einen Analyzer dabei, so kann man u.a. aus 2 Radials irgendeinen Strahler zaubern (anpassen durch zurückfalten).

    Ja, das macht Sinn, wenn man den Funk fest einplant - aber wie anfang geschrieben, aktuell passt es nicht in den Urlaub!

    Der Familienurlaub leidet garantiert nicht, eher stecke ich zurück.

    Genau so muss es sein!

    73 Thorsten
    DH0TG