Hilfe bei QRPometer+ Eigenbau benötigt

  • Noch ein Detail.

    dass die hier erwähnten 0,6V relativ dicht an der Spannung sind, die ich an TP2 und TP3 messe.

    Bitte beachten, dass in dem Posting dort was anderes gemeint ist:

    measure about 0.6v in the forward direction, using the diode checker in your multimeter."

    Also im ausgebauten Zustand. Idealerweise, aber wenn rund 0,6V anstehen und alle richtig herum und auch mechanisch korrekt eingebaut wurden (bspw. falsches Beine biegen) sollte das passen.

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited once, last by DF2OK (July 29, 2026 at 5:41 PM).

  • Vielen Dank für die weiteren Tipps! Ich hoffe ich finde am Wochenende etwas Zeit mich weiter mit dem Projekt zu beschäftigen.

    NM0S hat mir geantwortet "I concur with your diagnosis. The TLC2272 is most likely at fault". Ich habe mir bereits einen Ersatz bestellt, da die Kosten ja überschaubar sind. Bis der ankommt versuche ich mich aber trotzdem weiter an der Fehlersuche, das fühlt sich recht lehrreich an. Ich muss nur etwas mehr Zeit finden, um die Vorschläge nachzuvollziehen und umzusetzen.

  • Schalte bitte mal ein, auf Dummyload (intern). Messe die Betriebsspannungen an den ICs gegen Masse. Eine Möglichkeit Masse zu finden ist in der Anleitung beschrieben. MessgerätMinus fest anklemmen. Die +5 und -4 Volt sollten wie angegeben an den ICs anliegen. Konzentriert arbeiten, feine scharfe Spitzen, nicht abrutschen! Kurzschluss zwischen den Pins etc. wäre ein frühes Ende.

    Moin Michael,

    nun habe ich mich nochmal dran gesetzt und möchte die Betriebsspannungen an den ICs prüfen. Ich bin mir aber nicht sicher, was ich am Masse PIN (4) messen sollte, wenn der an Masse anliegt, müsste die Spannung doch 0 V sein? Ich verstehe die -4 V hier nicht. Messe ich ohne dass das Gerät mit Strom versorgt wird zwischen GND PIN 4 und einem Massepunkt, sehe ich keine Verbindung. Ist das evtl. schon ein Fehler/Problem?

    Schaue ich mir im Vergleich den VCC PIN 8 an, müsste der gemäß Simulation mit anderen Punkten, die in der Simulation mit +5V beschriftet sind, verbunden sein (auch ohne das Spannung anliegt)? Ja, R15 und U4/PIN8 sind verbunden. Wenn das bei VCC so ist, wird es doch wohl bei GND auch so sein…? Ich wünschte ich hätte mehr Ahnung...

    PIN 1 und der TP2 sind ebenfalls verbunden. Aber bevor ich weitere PINs des IC messe, mir kommt das mit dem GND PIN 4 von U4 (TLC2272) schon sehr komisch vor. Weil wenn der IC keine Masseverbindung hat, kann er ja kaum arbeiten und ist vielleicht doch nicht defekt. Sollte ich versuchen, den GND PIN 4 mit einem Kabel an GND zu überbrücken und dann nochmal Spannung anlegen und die Testpunkte gemäß Anleitung durchmessen?

    Oder ist das gar keine gute Idee und ich sollte lieber weitere Messungen machen (so wie es jetzt ist, aber mit Signal und dann mit den Spannungen aus der Simulation abgleichen)?

    Reinhold hat hier im Schaltungsauszug schon Vorarbeit geleistet RE: Hilfe bei QRPometer+ Eigenbau benötigt Die Pinnummern sind angepasst. Ferner Spannungen, die bei 3W zu messen sind. Hast Du das schon probiert?

    Nein, aber ich fange jetzt langsam an zu verstehen, wie ich den Schaltplan auf die bestückte Platine übertragen kann. Ich kann damit weitermachen, wenn mein o.g. Fund nicht schon weitere Schlüsse zulässt.

    Wenn die Betriebsspannungen OK ist, dann messe mal die Gleichspannung an Pin 13 von U4 (bzw. am nicht invertierenden Eingang (-) des neuen IC) wenn Du den TX tastest. CW wäre ideal. Ändert sich die Spannung, wenn Du HF auf den Eingang gibst? Wenn ja, ändert sich der Wert bei anderer Ausgangsleistung?

    Passiert das dort auch an Pin 14 bzw. dem Ausgang des neuen IC?

    Das verstehe ich noch nicht. Mein U4 hat nur 8 PINs und ich weiß nicht, was ein "nicht invertierender Eingang (-)" ist. Im Datenblatt vom alten TLC274 ist PIN13 "4IN-" aber den gibt es am neuen TLC2272 nicht.

    Ist jetzt bisschen tricky, weil das scharfe Schaltbild mit IC in anderer Gehäusebauweise und daher anderer Pinnelegung als bei Deinem Gerät daherkommt. Empfehle, die Beschaltungen der jeweiligen IC parat zu haben und passend zu adaptieren. Ist jetzt selbst für etwas geübtere OM Aufwand.

    Schneller Fund Grundlagen OPV https://www.rahner-edu.de/grundlagen/sig…/op-amp-teil-1/

    Vielen Dank, das lese ich mir durch!

    Hast Du die Widerstände vor dem Einbau gemessen? Die Beschriftung der C wird ja gut beschrieben.

    Ja, die Widerstände habe ich gemessen, passte alles soweit innerhalb der Toleranzen. Die Beschriftung der Kondensatoren konnte ich gut nachvollziehen, gemessen habe ich diese allerdings nicht (wüsste auch nicht wie das geht).

    Nochmal vielen Dank für deine Unterstützung und Geduld!

  • Sollte ich versuchen, den GND PIN 4 mit einem Kabel an GND zu überbrücken und dann nochmal Spannung anlegen und die Testpunkte gemäß Anleitung durchmessen?

    BITTE NICHT!

    Pin 4 ist hier nicht Masse, sondern Minus.

    nun habe ich mich nochmal dran gesetzt und möchte die Betriebsspannungen an den ICs prüfen. Ich bin mir aber nicht sicher, was ich am Masse PIN (4) messen sollte, wenn der an Masse anliegt, müsste die Spannung doch 0 V sein? Ich verstehe die -4 V hier nicht. Messe ich ohne dass das Gerät mit Strom versorgt wird zwischen GND PIN 4 und einem Massepunkt, sehe ich keine Verbindung. Ist das evtl. schon ein Fehler/Problem?

    Ich wünschte ich hätte mehr Ahnung...

    Moin Bo,

    Deine Schaltung ist nicht einfach. Zudem kommt die Problematik dazu, dass wir unterschiedliche IC Bestückungen durch die beiden Versionen haben. Somit muss man die Beschaltungen der IC parat haben, die bei Dir eingebaut sind. Die anders sind als auf dem 'scharfen' Schaltbild. Siehe Betrag #46 weiter unten. Die aktuelle Pin-Belegung wird benötigt. Die Funktion im Schaltbild bleibt gleich, nur andere Pinnummern. Und: Roland hat nur die aktuelle SWR-Detektion simuliert, nicht das ganze Gerät...

    Ein paar Grundlagen in Sachen Stromversorgung und Messen. Wieder vereinfacht dargestellt.

    1. Die Innenleben, also die Funktionen der Operationsverstärker (OPV) sowie die Spannungsversorgungen sind bei allen GehäuseLayouts vorhanden. Oftmals sind mehrere OPV in einem Gehäuse.

    2. OPV können mit asymmetrischer Betriebsspannung versorgt werden. Also +Ub gegen Masse. OPV können auch mit symmetrischer Betriebsspannung versorgt werden. Also +Ub nach Masse und -Ub nach Masse. Hängt vom Typ ab, daher in das Datenblatt schauen.

    Siehst Du hier schon https://www.rahner-edu.de/s/cc_images/te…pg?t=1468867733 +Vcc, -Vcc und am Ausgang Massesymbol. Und die Eingangsspannungen auch gegen Masse gezeichnet.

    Üblich > Bei positiven Werten lässt man oft das + weg. Ohne Angabe = Positiv.

    3. Ganz wichtig: Minus ist nicht immer gleichzusetzen mit Masse. Wenn wir normal von Messen eines Signales oder Spannung sprechen, beziehen wir das allgemein auf Masse. Nun kann eine Schaltung wie diese hier zwei Spannungen gegen Masse liefern. 5V Plus und 4V Minus. Aus einer 9V Batterie. Also einer Spannungsversorgung.

    4. Wie können symmetrische Versorgungsspannung erzeugt werden? Zum einen mit einem passenden Netzteil, das beide Spannungen gegen Masse liefert. Dafür gibt es viele Beispiele. Zum anderen mit dem Trick, dass man nur eine Spannungsquelle nimmt und sozusagen die Masse 'hochlegt'. Das ist hier der Fall.

    Der Konstrukteur hätte bspw. zwei Blockbatterien benutzen können um eine symetrische Spannungsversorgung zu erzielen. Zuviel Aufwand und somit wird hier ein Schaltungskniff mit nur einer Batterie angewandt, um gegen Masse zwei symetrische Spannungen zu erzeugen.

    Den Unterschied siehst Du schon im Schaltbild rund um das IC mit der einstellbaren Spannungsversorgung. Masse (nicht Minus) hat das breitere Dreieck. Minus bzw. Plus sind die schlanken Dreiecke. Ami-Schaltbild halt...

    Also mal gedanklich und messtechnisch in der Spannungsversorgung schauen, wie das entsteht. Dort werden trickreich die -4V und +5V erzeugt. Also als Übung bitte mal gegen Masse die beiden Spannungen messen. Und im Schaltbild schauen, wo Masse gekennzeichnet ist und wo Minus. ;) Symetrische PlusMinus - Versorgungen aus nur einer Gleichspannungsquelle sind immer sehr tricky zu verstehen.

    Daher messen wir hier mit der (meist schwarzen) Strippe des Messgerätes (Minuspol) verbunden mit Pin 2 von U1. Das ist unsere Masse, der Bezug beim Messen. Bzw. an den Punkten der Schaltung, wo Masse (nicht Minus) von dem Punkt aus liegt. Laut Anleitung die Leiterbahnösen der Abstandshalter, wenn ich mich recht erinnere. Das hat er nicht ohne Grund so beschrieben. Prüfe das mal, ob die Lötösen mit Pin 2 von U1 verbunden sind. Optisch oder mit dem Ohmmeter, Schaltung aber stromlos machen.

    Messangaben beziehen sich hier also auf Masse. Nicht Minus. Sonst kann man auch keine -4V messen. Und somit ist auch geklärt, warum die Pins mit -4V nicht mit Masse verbunden sein dürfen. ;)

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited 31 times, last by DF2OK (August 2, 2026 at 11:02 AM).

  • Ich gehe davon aus, dass Du jetzt die beiden Betriebsspannungen gegen Masse messen kannst. Damit sind viele Fragen von Dir weiter oben beantwortet worden.

    Es sollte ja alles funktionieren, die Schaltung ist kein Prototyp und daher vielfältig zur Funktion gebracht worden.

    So bleiben nur die schon genannten möglichen Fehler übrig. Defekte Bauteile, falsche Bestückung / Anschlüssse, Lötstellenprobleme (kalte LS = keine Verbindung, Kurzschlüsse). Falsche Bestückung ist schon mal ausgeschlossen worden, prima.

    Die Beschriftung der Kondensatoren konnte ich gut nachvollziehen, gemessen habe ich diese allerdings nicht (wüsste auch nicht wie das geht).

    Mit einem Messgerät, das sowas kann. ;) Entweder ist das in Multimetern schon eingebaut oder man nimmt Komponententester, die neben L auch Halbleiter, R und C messen können. Es gibt auch reine L-Meßgeräte. Wäre ein extra Thread, bitte.

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited 13 times, last by DF2OK (August 2, 2026 at 11:03 AM).

  • Für die TLC2274 und TLC2272 gibt es ein gemeinsames Datenblatt https://www.ti.com/lit/ds/symlink…-de%252FTLC2274

    Bei 5 finden wir die Beschriftung und Zuordnung der Anschlüsse. Der 2272 im achtpoligen Gehäuse hat Vdd+ an Pin8, Vdd- an Pin 4. Für asymmetrische Versorgung steht /GND dahinter.

    Dort sind 2 OPV eingebaut. Ein OPV hat zwei Eingänge und einen Ausgang. Der erste mit zwei Eingängen ist 1IN und zwar (invertierend (-) und nicht invertierend (+)) und 1OUT. Der zweite OPV mit 2IN und 2OUT.

    Der 2274 enthält vier OPV. Neben der Kennzeichnung mit 1 und 2 wie vorhin sind dann mit 3 und 4 die beiden zusätzlichen OPV. Deshalb hat das Ganze ein größeres Gehäuse. NC heisst "not connected", nicht verbunden. Findet man in den Gehäusen weiter unten im Datenblatt. Thema Invertierend und nicht invertierend > https://www.rahner-edu.de/grundlagen/sig…/op-amp-teil-1/

    Wie schon geschrieben, Ansicht von oben. Mehr brauchen wir hier erstmal nicht, um die Pins auf dem Gerät zu finden.

    Bei 6.1 finden wir u.a. die Angaben zur Betriebsspannung: 8V Plus und 8V Minus gegen Masse. Genrelle Info: Was ist ein OPV?

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited 13 times, last by DF2OK (August 2, 2026 at 11:03 AM).

  • Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen, Michael! Ich schätze ich habe noch einen langen Weg vor mir, aber nun habe ich zumindest schonmal verstanden, dass Minus und Masse nicht das Gleiche sind. Gut, dass ich gefragt habe, bevor ich auf gut Glück etwas verbunden habe.

    Das Wochenende war dann leider doch schneller zu Ende als erhofft, aber dafür habe ich jetzt ein paar Minuten Zeit.

    Deshalb nun ein paar Messungen mit Spannung:

    Schalte bitte mal ein, auf Dummyload (intern). Messe die Betriebsspannungen an den ICs gegen Masse. Eine Möglichkeit Masse zu finden ist in der Anleitung beschrieben. MessgerätMinus fest anklemmen. Die +5 und -4 Volt sollten wie angegeben an den ICs anliegen. Konzentriert arbeiten, feine scharfe Spitzen, nicht abrutschen! Kurzschluss zwischen den Pins etc. wäre ein frühes Ende.

    • Masse (Lötöse) - U4 (TLC2272) GND PIN 4: -4,2 V
    • Masse - U4 (TLC2272) VCC PIN 8: +5,0 V

    und ohne Spannung:

    Daher messen wir hier mit der (meist schwarzen) Strippe des Messgerätes (Minuspol) verbunden mit Pin 2 von U1. Das ist unsere Masse, der Bezug beim Messen. Bzw. an den Punkten der Schaltung, wo Masse (nicht Minus) von dem Punkt aus liegt. Laut Anleitung die Leiterbahnösen der Abstandshalter, wenn ich mich recht erinnere. Das hat er nicht ohne Grund so beschrieben. Prüfe das mal, ob die Lötösen mit Pin 2 von U1 verbunden sind. Optisch oder mit dem Ohmmeter, Schaltung aber stromlos machen.

    Wo ist Pin 2 am U1 (LM337L)? Datenblatt gefunden:

    • Masse - U1 (LM337L) PIN 2: open line
    • Masse - U1 (LM337L) PIN 1: verbunden

    Aha. Wenn Pin 2 von U1 tatsächlich mit Masse (Lötöse) verbunden sein soll, wäre hier ein Problem, ist er nämlich nicht (stattdessen aber Pin 1).

    Blick in den Schaltplan:

    Pin 2 ist mit einem Dreieck verbunden, habe gelernt: das ist Masse (nicht Minus!). Hm. Kann ich diesen Spannungregler falschrum eingebaut haben? Ich bin bei der Bestückung davon ausgegangen, dass die Form des Bauteils dem Umriss auf dem PCB entsprechen soll. Das wäre auch echt... gemein. Ich versuche es im Schaltplan nachzuvollziehen: Ich prüfe also (spannungslos) die Verbindungen der anderen Pins von U1:

    • U1 PIN 2 - R31: verbunden
    • U1 PIN 2 - C11: verbunden
    • U1 PIN 1 - R31 (andere Seite): verbunden
    • U1 PIN 1 - R32: verbunden
    • U1 PIN 3 - C8: verbunden
    • U1 PIN 3 - SW1: verbunden
    • U1 PIN 3 - Minus (-4V): kann ich vermutlich nur unter Spannung gegen Masse messen, mache ich lieber erstmal nicht.

    Also da alle anderen Verbindungen zum Schaltplan passen, wird er wohl richtigrum drin sein.

    Aber was bedeutet es, dass Pin 1 statt Pin 2 von U1 mit Masse verbunden ist?

    Ich fange jetzt an, mir die Literaturtipps einzuverleiben :)

  • Hallo Bo,

    lass dich nicht verwirren von den Pin-Bezeichnungen im Schaltplan, die weichen nämlich vom Datenblatt ab.

    Ich bin bei der Bestückung davon ausgegangen, dass die Form des Bauteils dem Umriss auf dem PCB entsprechen soll.

    Ja, so ist es, wenn der Autor den Bestückungsdruck nicht selbst falsch gewählt hat, auch das kommt immer wieder mal vor.

  • Dirk hat recht, damit ist der zweite Fehler im Schaltbild entdeckt worden. Der erste war weiter oben beschrieben worden, siehe:

    Das scharfe Schaltbild https://www.4sqrp.com/kits/qrpometer/qrpomschematic.gif enthält wenigstens einen Fehler. Die Antennenleitung oben steht auf Durchgang. SW1a und SW1b. Dazu passt die Stellung von SW1c nicht. Müsste die andere Seite sein. So wie gezeichnet, ist das Gerät eingeschaltet. Was bei Durchgang oben und nach Anleitung nicht sein darf.

    Also bitte nicht wundern, wenn nochwas falsch ge- bzw. bezeichnet ist.

    Die Datenblattangaben sind immer richtig. Und noch eine Aussage.

    Es sollte ja alles funktionieren, die Schaltung ist kein Prototyp und daher vielfältig zur Funktion gebracht worden.

    Der Spannungsregler wird hier anders genutzt als normal. Pin 3 ist laut Datenblatt der Eingang, Pin 1 der Ausgang und an Pin 2 die Einstellung der Ausgangsspannung.

    Die Besonderheit hier: Der eigentliche Ausgang wird zur Masse. Wie gesagt, eine spezielle Schaltung. Aber gut:

    Masse (Lötöse) - U4 (TLC2272) GND PIN 4: -4,2 V
    Masse - U4 (TLC2272) VCC PIN 8: +5,0 V

    Du hast die korrekten Betriebsspannungen messen können. Also stimmt die Spannungsversorgung. Dort wird kein Fehler sein.

    Vorschlag: Ich würde in meinem Schaltungsausdruck die Änderungen bzw. die passenden Pinbelegungen eintragen, damit Klarheit besteht.

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited 3 times, last by DF2OK (August 3, 2026 at 5:35 PM).

  • Ok, heißt das dann schon, dass man mit dem Anliegen der korrekten Betriebsspannung das Problem bereits auf U4 (TLC2272) eingegrenzt hat? Oder sollte ich nun als nächstes die Spannungen aus der Simulation (mit anliegender Last) nachmessen?

  • Ok, heißt das dann schon, dass man mit dem Anliegen der korrekten Betriebsspannung das Problem bereits auf U4 (TLC2272) eingegrenzt hat?

    Möglich, das muss überprüft werden.

    sollte ich nun als nächstes die Spannungen aus der Simulation (mit anliegender Last) nachmessen?

    Ja. Mit eingebauter Dummyload, wie in der Anleitung mit den Schalterstellungen beschrieben. Und auch hier gezeigt: https://www.qrpforum.de/index.php?atta…-qrpometer-png/

    Sicherheitshalber würde ich zusätzlich eine externe anschliessen. Falls man sich verschaltet.;)

    KubiK
    July 28, 2026 at 8:46 AM

    Ca. 3 Watt HF werden eingespeist. Für die Leistung gelten die Spannungen.

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited 2 times, last by DF2OK (August 3, 2026 at 5:55 PM).

  • Meine erste Messung wäre dann TP 2 FWD in Reinholds Simulation. Also Pin 1 des IC. Unterschied Hf an und Hf aus. Rund 2 Volt oder fast nix. Reicht für einen ersten Funktionstest.

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited 4 times, last by DF2OK (August 3, 2026 at 6:32 PM).

  • Wie schaut es aus? Ca. 2 Volt beim Senden vorhanden? Sollte am Ausgang des IC U1A (Simulationsschaltbild) sich nichts markant verändern, dann am Eingang messen, ob sich dort etwas verändert. TK14 und dann TK4. Verändert sich am Ausgang nichts aber am Eingang, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das IC nicht richtig funktioniert. Du hast ein neues bestellt, würde ich aus genannten Gründen so oder so austauschen.

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited 3 times, last by DF2OK (August 3, 2026 at 10:06 PM).

  • Ok, heißt das dann schon, dass man mit dem Anliegen der korrekten Betriebsspannung das Problem bereits auf U4 (TLC2272) eingegrenzt hat? Oder sollte ich nun als nächstes die Spannungen aus der Simulation (mit anliegender Last) nachmessen?

    Hallo Bo,

    zuerst einfach nur die Spannungen an den verschiedenen Knoten messen, ohne HF-Ansteuerung. Wichtig sind die 2 Betriebsspannungen (exakt +5V und ca. -4V), die Anodenspannung (<0,6V) an den vorgespannten Dioden in der Messbrücke und die OPV-Ausgangsspannungen (TP2, TP3) von ~0V. Siehe Anhang.

    Dein TLC2272 ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Fälschung und muss ersetzt werden. Beachte dass ein TLC2272 Dual-OPV von TI im DIP Gehäuse etwa 5€ kostet. Meide vermeintlich günstige Angebote die z.B. auf eBay, Amazon, Aliexpress usw. zu finden sind und versuche von einem seriösen Distributor zu bestellen. Du könntest auch eine Anfrage hier im Forum starten, vielleicht findet sich jemand der einen TLC2272 (oder TLC2262?) im DIP-Gehäuse hätte und diesen veräußern möchte.

  • Dein TLC2272 ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Fälschung

    Davon würde ich auch ausgehen. Wie auf DB5BOs Foto zu sehen, ist die Oberfläche des IC abgeschmirgelt und (schlecht) umgelabelt. Eine typische Vorgehensweise von chinesischen Fälscherwerkstätten. Beim Abschleifen ist wahrscheinlich auch die Pin1 Markierung abhanden gekommen. Original TI Schaltkreise haben einen klaren und filigranen Druck mit deutlich erkennbarem Logo. Mit zu TLC2272 umgelabelten LM358 lässt sich viel Profit machen.


    nur mal als Beispiel, links TI Original, rechts Fake

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited 2 times, last by DL4ZAO (August 5, 2026 at 1:02 PM).