verdächtige Beobachtung

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  • Moin Günter,

    das ist ja mal eine "Anekdote". Warum der besorgte Bürger nach der Alarmierung der Rettungskräfte nicht selbst geholfen hat?... Nun denn. "Wingert" musste ich erstmal suchen. Gibt's in unserer Gegend nicht.

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited 2 times, last by DF2OK (June 2, 2026 at 7:30 PM).

  • Warum der besorgte Bürger nach der Alarmierung der Rettungskräfte nicht selbst geholfen hat?

    Hallo Michael,

    ich denke, die Reihenfolge war eine andere:

    Er hat erst aus sicherer Entfernung beobachtet; dann überlegt, er hat nicht ausgeschlossen, dass sich in der Ferne evtl. gleich ein menschliches Drama entwickeln könnte. hat dann das Handy rausgeholt und Rettungskräfte alamiert. Bei seiner Schilderung kommt dann auch gleich eine Polizeistreife; denn es könnte ja eine Straftat geschehen. Wäre er vor der Benachrichtigung der Rettungskräfte näher herangegangen, hätte er die Koaxkabel als Kabel identifiziert und hätte nicht die Rettungskräfte alamiert, hätte uns aber um diese schöne Geschichte gebracht,

    73

    Winni

  • Mit RG316 wär das nicht passiert.

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Auf den ersten Blick mag man lächeln und es als Anekdote abtun. Auf den zweiten Blick eine maximale Katastrophe bzgl. des völlig unnötigen Einsatzes von Rettungskräften. Konnte der Mann nicht erkennen, dass die "Schläuche" nicht in den Auspuff geführt werden? Es gehört übrigens zur Aufgabe von Ersthelfern, sich eine Übersicht über die Notfallsituation zu verschaffen, bevor man den Notruf absetzt. Da keine ergänzenden Angaben zu diesem Mann gemacht wurden (geistig verwirrte Person o.ä.) darf man schon Zweifel an dieser Person äußern.

    vy 73 de Dirk, DH4YM

    Edited 2 times, last by DH4YM (June 2, 2026 at 5:34 PM).

  • Bei seiner Schilderung kommt dann auch gleich eine Polizeistreife

    Naja, "gleich" ist ein relativer Begriff. Die wird nicht "gleich" da sein, es vergehen schon diverse Minuten, bis Rettung kommt. Das kann je nach Landkreis bis zu 1/4 Stunde sein, siehe Vorgaben Rettungszeiten in den jeweiligen Kreisen.

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited 2 times, last by DF2OK (June 2, 2026 at 11:16 PM).

  • Wenn man selber im Rettungsdienst erlebt hat, wieviel Leute an Unfällen vobei fahren, an "herumliegenden" Personen vorbei marschiert sind, ohne auch nur mal zum Telefon gegriffen haben, selbst bei Bitten nichts gemacht haben ........

    Leute, laßt es mal gut sein. Es ist nicht jedermanns Sache abends um 21.00 in einer (für die Person) nicht einschätzbaren Situation zu einem Auto hin zu gehen. Lieber mal so einen Anruf, wenn man sich nicht anders traut, als sich selbst zu gefährden oder überhaupt nichts zu machen.

    Mein krassester Fall war ein Todesfall auf einem belebten BAB-Parkplatz, wo einer Frau (Beifahrerin) null geholfen wurde, die für ihren sterbenden Mann ~3/4 Std andere Leute im Hilfe bat, bis ein Notruf getätigt wurde und wir kurz danach (zu spät) eintrafen. Der Fall ging später auch durch die Presse und hat alle Beteiligten Helfer und Polizei fassungslos gemacht.

    Dieser Fall ist zwar lustig, aber die Kommentare jetzt, was der Anrufer hätte/sollte/getan haben müßte, bevor ...... (und selbstverständlich hätte es ja jeder besser gemacht)............. sorry, aber :thumbdown: (gehen mir ziemlich auf den ..... Nerv). Lieber so einen Anruf, wo sicher alle Beteiligten sich amüsiert haben, als ... (wie vor beschrieben).

    73 Peter

    PS Nachtrag (wertfrei): "Es gehört übrigens zur Aufgabe von Ersthelfern,...." als aller-aller-erstes die Eigensicherung. Ein toter/verletzter Ersthelfer nutzt niemandem. Das wird zu oft vergessen. Man muß als Einzelperson Nachts weder anhalten, helfen oder...., wenn die Situation nicht überschaubar sicher ist. Aber Anrufen bei nächstbester Gelegenheit .....

    Edited once, last by DB6ZH (June 2, 2026 at 7:36 PM).

  • Auf den zweiten Blick eine maximale Katastrophe bzgl. des völlig unnötigen Einsatzes von Rettungskräften.

    Auch wenn es sich als harmloses Verhalten eines Contestfans entpuppte: Ich bin jedem Mitbürger dankbar, der im Zweifelsfall so etwas meldet.

    Und ein abseits stehendes Fahrzeug mit "Schlauch", hochgekurbeltem Seitenfenster und womöglich laufendem Motor, um die Batterie zu schonen: Da ist leider der Gedanke an einen Suizidversuch nicht abwegig..

    73!

    Peter DL3NAÄ.

    DL3NAA
    Name: Peter
    QTH: Kehl (JN38VN)
    DOK B14, HSC 1023, VHSC 186
    QRP von 80 Meter bis 10 Meter CW

    Life is too short for QRP!

    Satis longa vita - Das Leben ist lange genug! (Seneca)

    In QRP the challenge is to "break" the pile-up...................in QRO the challenge is NOT to break components! (Zitat DL5RBW)

  • Ich bin jedem Mitbürger dankbar, der im Zweifelsfall so etwas meldet.

    Peter,

    um es ganz klar zu sagen und da schließe ich den übermäßig aufgeregten Peter mit ein: Es geht hier nicht um den Sachverhalt "lieber einmal einen Rettungswagen im Zweifel zu viel als zu wenig alarmieren". Es geht mir schlicht um das Verhalten des Mannes. Ein wenig mehr Aufmerksamkeit an der Bahnsteigkante hätte diesen unnötigen Einsatz vermieden. Damit endet die Diskussion für mich.

    Sonst bin ich auch der Meinung:

    Mit RG316 wär das nicht passiert.

  • Übrigens ist das schon vor 10 Jahren passiert:

    POL-PDLD: Verdächtige Wahrnehmung
    Herxheim (ots) - 07.05.2016, 21 Uhr Ein besorgter Bürger sah einen Pkw auf einem Feldweg bei Herxheim stehen, aus dem Schläuche heraushingen. Da er vermutete,…
    www.presseportal.de

    73!

    Peter DL3NAA

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  • ...warum nicht an das Auto herantreten und einmal kurz reinschauen - schon wäre die Situation aufgelöst gewesen. Einen Angriff durch einen vermeintlichen Selbstmörder wäre wohl kaum zu befürchten gewesen.

    Mir schwillt der Kamm, wenn bei einem Atemstillstand keiner der Umstehenden anfängt zu drücken...

    Aber ja, besser den Notruf gewählt, als gar nichts unternommen.

    vy 73, Arno

  • darf man schon Zweifel an dieser Person äußern.

    das war eigentlich der Punkt, warum ich gepostet habe. Das geht etwas zu weit. Es war nachts, ein Feldweg, auf dem vermutlich außer Forst- und Landwirt im Normalfall niemand an zu treffen ist. Ich finde das Verhalten des Mannes sehr verständlich. Wenn es so einfach und offensichtlich gewesen wäre, hätte es ein Ermittlungsverfahren gegeben. Es gibt ja auch noch eine Leitstelle, die beurteilen kann, ob der Mann hingehen sollte oder Einsatzkräfte abwarten sollte. So ratz-fatz fährt da nicht gleich alles los.

    Ohne die Situation zu kennen den Melder verurteilen ........ :thumbdown:

    Um es mal etwas "böse" durch zu spielen - der Melder wäre an das Auto heran getreten: darin sitzt ein Mann, der unverständliches Zeug brabbelt oder sogar mit einem Hebelwerkzeug dauernd herum klopft und überall piepst es. Dann wäre vermutlich statt Suizid-Verdacht nachgefragt worden, ob aus der nächstgelegenen Psychatrie jemand abgängig wäre.

    73 Peter :) ( dl3naa Danke für die Link)

  • Es war nachts

    Anfang Mai um 21.00h MESZ? Da ist es noch nicht stockdunkel. Sonst hätte man selbst bei reiner PKW-Innenbeleuchtung keine "Schläuche" mehr erkannt. Ja, Vermutungen. Wir waren nicht dabei.

    Es gibt ja auch noch eine Leitstelle, die beurteilen kann

    Sicher, dort werden sie Fragen stellen. Wenn am anderen Ende der Leitung allerdings jemand steif und fest behauptet, dass sich jemand um die Ecke bringen will, würde ich an deren Stelle Einsatzkräfte aktivieren. Da würde ich ebenfalls aus verständlichen Gründen nicht zögern.

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited 7 times, last by DF2OK (June 3, 2026 at 6:05 PM).

  • Michael, es geht nicht darum, was "wir" gemacht hätten. Hinterher ist man sowieso schlauer. Es geht um die Melder-Person in einer ganz persönlichen (Ausnahme-)Situation, die die Leitstelle als Ansprechpartner hat. Wie dunkel es war, wissen wir nicht. I.d.R. ist der Melder im Streß, weil man normalerweise nicht einfach so einen Notruf absetzt. In der Leitstelle sitzen keine Anfänger. Da wird nicht einfach gleich alarmiert.

    73 Peter

  • I.d.R. ist der Melder im Streß, weil man normalerweise nicht einfach so einen Notruf absetzt.

    In diesem Fall sicher kein Spaßnotruf, davon steht auch nix in der PM.

    In der Leitstelle sitzen keine Anfänger.

    Das ist richtig, hatte beruflich und via AFU mit KatS zu tun. U.a. auch in der Leitstelle. ;)

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited 6 times, last by DF2OK (June 3, 2026 at 6:00 PM).

  • Also etwas altes aufgefrischtes?

    Das ging wohl bei X, ehemals Twitter um, und findet sich auch in unzähligen Gruppen mit Funkbezug. Ein Aufregerthema was wieder ans Tageslicht kommt. Naja, aber deshalb ist die Quellenangabe lmmer wichtig

    73 de Max

  • Post by DF2OK (June 3, 2026 at 3:54 PM).

    This post was deleted by the author themselves: Erledigt. (June 3, 2026 at 5:34 PM).
  • Peter DB6ZH hat uneingeschränkt Recht: Die eigene Sicherheit geht immer vor. Man sollte nicht den Helden spielen und sich selber gefährden.

    Dazu mal eine Geschichte vom "romantischen Landleben", die sich vor vielen Jahren hier abspielte. Regelmässig stand ein verdächtiges Auto am Knick, kein Dorfbewohner, kein Hundespaziergänger und wohl auch kein Liebespaar denn es stand dort auch am hellichten Tag. Irgendwie merkwürdig aber erstmal nicht besorgniserregend. Dann fanden wir eines Tages dort im Graben Spritzen. Ja die Kinder waren noch klein und spielten überall in der Natur. Also riefen wir unseren Dorfpolizisten an, den gab es damals noch: "ja ich komme vorbei." Als er kam sagte er zu mir, wir suchen mal nach Portemonnaies. Mein fragender Blick führte gleich zu einer Erklärung. Ja die Beschaffungskriminalität, da wird das Geld aus den geklauten Geldbörsen rausgenommen und dann der Rest entsorgt. Und tatsächlich, wir fanden im Gras mehrere leere Portemonnaies. Dann sagte er, wir sollten ihn anrufen, wenn das verdächtige Fahrzeug wieder am Knick auftauchen sollte: "Wir kommen dann und unterhalten uns mit denen mal." So kam es dann auch. Die Polizei kam mit Verstärkung und nach diesem "Gespräch" tauchte das Fahrzeug nie wieder auf.

    Der erfahrene alte Wachtmeister riet uns in solchen Verdachtsfällen nie selber aktiv zu werden sondern einfach die Polizei zu verständigen. Das habe ich mir gemerkt.

    Dieser Platz am Knick wurde offensichtlich zur Verteilung der Beute und der Entsorgung der Spritzen regelmässig genutzt. Was wäre wohl passiert wenn ich sie freundlich gefragt hätte, was sie dort so machen?
    Jahre später habe ich im Knick dort bei Motorsägearbeiten noch Überreste eines Personalausweises gefunden. Da wusste ich gleich wie der dort hingekommen war.

    Es gab immer wieder im Dorf verdächtige Personen und es war jedesmal gut, dass sich die Polizei der Sache annahm. Meist waren es polizeibekannte Personen...

    73 Olaf

    ARRL ! BCC ! DARC ! DL-QRP-AG ! EUDXF ! FISTS ! SOC ! TEN-TEN

    5Watter ! FOXX-3 ! K3 ! MA12/40 ! NorCal40B ! mcHF ! HW9 ! PFR-3B ! SST

  • Hallo zusammen,

    Leitstellen sind so eine Sache.

    Ich habe vor einigen Jahren (2016, ein 3/4 Jahr nach dem Attentat auf das Bataclan in Paris und das Stade de France in St. Denis) auf den Champs-Élysées an der Ecke Place de la Concorde (also mitten in Paris!) an einem Ampelmast einen mutmaßlich verlassenen Koffer gesehen, der niemandem in unmittelbarer Nähe als Eigentümer zugeordnet werden konnte. Eine gute Freundin von mir (französische Muttersprachlerin) hat einen Notruf abgesetzt und die Polizei informiert. Die Empfehlung der Leitstelle dort: Abstand halten, andere Passanten davon abhalten, den Koffer zu berühren - "Wir kommen". Innerhalb von weniger als drei Minuten waren die ersten Beamten vor Ort :) (berittene Polizisten aus dem nahen Park vor dem Petit Palais) und haben erstmal alle Leute aus der näheren Umgebung vertrieben und uns befragt. Kurz darauf waren Motorrad-Cops da, danach kamen viele Fahrzeuge - vom PKW bis zum Mannschaftswagen und leider fuhr unser Bus dann bald ab und ich konnte das weitere Geschehen nicht beobachten.

    Auf den Tag drei Wochen danach passiert das selbe in meiner Heimatstadt Schwelm (kanpp 30.000 Einwohner, im Bereich der Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr in NRW): Auf einem Fußweg zwischen dem örtlichen Hallenbad und einem Kindergarten steht ein herrenloser Koffer. Das gleiche Spielchen wie vorher in Paris: Notruf abgesetzt (diesmal selber, weil ich halt Deutsch bedeuten besser kann als Französisch)! Ratschläge der Leitstelle: Ich möge den Koffer mal hochheben um festzusstellen ob er schwer ist und ihn, wenn ich ihn transportieren könnte, zur nächstgelegenen Polizeidienstelle bringen oder zum Fundbüro. Nach Schilderung des Vorfalls in Paris war der Kommentar: "Finger weg" und "Wir kümmern uns drum". Zwei Tage später stand der Koffer immer noch da:(.

    So unterschiedlich können Leitstellen auf den gleichen Sachverhalt reagieren! Jetzt ist eine Kreisstadt in DL was anderes als die Hauptstadt in F - aber der Sachverhalt ist der gleiche!

    Manchmal hilft einem der gesunde Menschenverstand - und in der Tat: Eigenschutz geht vor Heldentum!


    Anderes Beispiel, diesmal aus dem Bereich der Feuerwehr-Leitstelle: In unserer Nachbarstadt brennt ein Auto an einer Tankstelle, während die Feuerwehr mehr als beschäftigt ist, geht ein weiterer Notruf ein: An der naheglegenen Autobahnauffahrt ist ein Schubus verunglückt! Der Disponent löst erstmal Weltuntergangsalarm für drei Freiwillige Feuerwehren und überörtlihe Rettungsdienstkräfte aus (außer der durch den Brand sowieso schon im Einsatz befindlichen Wehr) und alarmiert MANV50 (also Massenanfall an verletzten bis 50 Personen). Die ersteintreffenden Kräfte haben dann festgestellt: Der Bus steht mit dem rechten Vorderrad im Straßengraben, Fahrer und Beifahrer sind unverletzt - ansonsten keine beteiligten Personen, weil der Bus ansonsten leer war! Passierter Fehler: Der Disponent hat vergessen zu fragen, wieviel Schüler denn im Bus sind! Also werden durchaus nicht immer die richtigen Fragen durch die Leitstellenmitarbeiter gestellt!

    vy 72 de DH8DAP, Frank aus Schwelm nr Wuppertal, JO31PG

    Ich bin Westfale von Geburt und Europäer aus Überzeugung!

    http://www.golf19.de